Diazepam Entzug

Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Legale Drogen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Alf
Anfänger


Anmeldungsdatum: 13.02.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 24. Feb 2009 13:48    Titel: Diazepam Entzug Antworten mit Zitat

Hallo Ihr!
Ich bin neu hier und möchte mal ein herzliches Hallo an alle anderen User senden Very Happy

Bin jetzt 22 Jahre alt und meine Drogengeschichte ist lang..

Mit 13/14 zu Kiffen begonnen (immer wieder versucht davon wegzukommen, jetzt bin ich seit ca. 3 Wochen clean - was Kiffen betrifft), dann kamen Pilze dazu, gute und schlechte Erfahrungen gemacht - abgehackt.
Dann war ich neugierig und hab mal Codein und Tramadol ausprobiert, habs erst nach einer Zeit dann kennengelernt, was so alles dahinter steckt.
Dann kam Tetrazepam auch dazu...und dann gings richtig los.
Partydrogen kunterbunt, ab und zu Opioide, selten Benzos.
Dann Zivildienst: Ketamin, Valium, Kiffen, Partydrogen.

Hab mir als das Valium vom Zivildienst ausging ca. einen Monat später illegal welches besorgt, Flunitrazepam und Oxazepam auch, weil Valium Mangelware ist bei uns hier in Wien. Dann auch Subutex und Substitol...
Und die Strassenpreise sind auch der Wahnsinn...

Jetzt-Stand:
Mache gerade meinen zweiten Entzug um vom Valium wegzukommen.
War ca. einen Monat clean, dann hat der kleine Mann im Hirn wieder danach gerufen und ich bin wieder Tabletten holen gefahren - war so auf ca. 8-14mg Flunitrazepam/Tag, dann wieder Hausarzt als das Konto gegen 0 zu ging und auf Valium gestellt.
Zuerst ca. 5-7 Tabs/Tag, jetzt nach ca. einem Monat 3/Tag.

Jetzt werd ich pro Monat um 10mg (sprich 1 Valium) reduzieren..
Dazu nehme ich noch Sertralin (eine Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, 50mg/Tag) und fahre gut damit.
Hab noch Dominal forte und Trittico zu Hause liegen, brauch ich jetzt aber nicht mehr - war beim Aufstehen in der Früh ein Problem..
Aber wenn dann das Valium weg ist, werd ich das Trittico wieder einschleifen um gut schlafen zu können..
Hab eine Freundin die mich liebt und voll hinter mir steht und auch sehr straight ist was Drogen betrifft.
Und sonst auch viel zu tun..

So, das wars in etwa..
Musste das wieder mal mir von der Seele reden.

Habt ihr ähliche Erfahrungen was den Entzug von Valium etc. betrifft?
Wie habt ihr das angestellt um weg zu kommen von allem (das ist nämlich mein Ziel)?
Nach oben
Alf
Anfänger


Anmeldungsdatum: 13.02.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 26. Feb 2009 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hm...

Viel ist hier nicht los anscheinend.

Hat denn niemand Erfahrungen mit Benzos und den Entzug davon??
Nach oben
Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 15. März 2009 03:45    Titel: Antworten mit Zitat

Doch aber wüsste nicht was ich dir raten könnte, da ich zwar selbst auf Benzos bin und auch ne zweistellige Zahl von Leuten kenne die "drauf" sind, aber irgendwie schaffts keiner von denen, mich eingeschlossen, ganz auf Null mit den Benzos... spätestens bei den letzten mg oder µg (Flunitrazepam) wirds dann sehr schwierig... Kannst ja mal schreiben wie es dir bisher weiter ergangen ist.
Nach oben
aint ez
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.11.2008
Beiträge: 398

BeitragVerfasst am: 15. März 2009 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

ich nehm die oft aber richtig suechtig bin ich nie geworden sogar etywas mehr konsumiert als du
war aber nur beikonsum...also nicht das hauptproblem vielleicht lags daran
Nach oben
Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 15. März 2009 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

vielleicht nimmst du sie ja zu oft und nimmst ein Benzo mit sehr langer HWZ (Diazepam z.b.?), das wirkt schon noch einige Tage nach... da kann man selbst bei 1-2 maliger Einnahme pro Woche eine gewisse Abhängigkeit entwickeln? Es gibt zudem auch die "Low Dose Dependence" oder so ähnlich... Niedrigdosisabhängigkeit... das wurde auch bei mir so in etwa inoffiziel festgestellt da ich immer Dosen unter 1mg Flunitrazepam/Tag konsumiert habe, über 2-3 Jahre, es gibt da, wie beim Alkoholiker beispielsweise sehr verschiedene Muster...

aber natürlich, wie bei jeder Droge, auch Leute die keine Probleme damit haben, mich reizt z.b. Kokain null, ich nehms inzwischen nicht mal mehr wenn einer was ausgibt, ist für mich total öde und könnte nie süchtig dannach werden, dennoch würde ich niemals sagen Kokain sei harmlos.
Nach oben
Valium85
Gast




BeitragVerfasst am: 16. März 2009 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich bin 23 und auch seit ca.7 Jahren benzos und opiat abhängig.

Ich habe schon mehrere Stationäre entzüge hinter mir und zuhause, länger als 8 Tage clean war ich seit 2002 nicht, meine Dosis ist zurzeit bei 60mg und 200mg Tilidin. Deshalb kann ich Dir auch nur bedingt tipps geben...

Ich denke mal das ist viel zu lange wenn du Pro Monat 10mg diazepam weg lassen willst, dann brauchst ja fast ein Jahr um auf 0 zu sein und da geht der ganze spaß erst eigentlich so richtig los..

ich würde so nach gefühl runter gehen, alle 5-7 tage um 5 mg dann später die letzten 5 mg langsamer , aber 10 mg pro monat ist viel zu lange, wer weiss wie deine stimmung in 2-3 monate ist..

ansonsten wenn du es packst stationär zu entziehen, geh in eine klinik und entgifte dort, da wird meistens relativ schnell runter dosiert bin teilweiße mit 80 mg rein gekommen und war nach 14 tagen auf 0 , aber deshalb genau so schnell wieder zuhause...

na ja so richtig helfen kannst nur dir selbst, ich kämpfe seit jahren vergebens gegen die Sucht, der eine schaffts der eine nie..

ich wünsche dir auf jeden fall viel Glück und Erfolg!

Grüße

Vali
Nach oben
Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 16. März 2009 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Warum soll er nicht so langsam entziehen? Habe schon von jemandem gehört der seine Methadondosis völlig beschwerdefrei innerhalb von 10 Monaten von 9 auf 2ml reduziert hat, was nahezu ein Wunder ist bei Metha. Wenn er so langsam absetzt, dass nie große Beschwerden auftreten, sehe ich kein Problem damit den Körper sehr sanft und langsam auf eine niedrige Dosis einzustellen?

Sehr viel Kontrolle und Selbstidisziplin allerdings vorausgesetzt, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bereits ein einziger Ausrutscher, also eine ordentliche Benzodosis zum Abdosieren dazu, die Arbeit von Wochen zunichte machen kann....
Nach oben
novate
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 12.01.2009
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 21. März 2009 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

@Te

Ich glaube herauszulesen das du mit deinen abhängigkeitsproblem beim Hausartzt bist, das würde ich nicht machen, die haben teilweise überhauptkeine ahnung von dem was sie machen, geh unbedingt zu einer richtigen sucht oder drogenberatung, die ärtzte dort sind wirklich weit weit besser.

Lese ich jetzt richtig heraus das du eigentlich nur noch das valium nimmst, opiatfrei bist du oder ? Weil dann bist du ja eigentilch auf einem guten weg und reduzierst langsam aber sicher deine dosis und das scheint ja zu klappen, wenn nicht würde ich vllt wirklich auch einen stationären entzug in betracht ziehen wenn ich du wäre, dort holen sie dich ganz sicher runter.

lg
Nach oben
Gast





BeitragVerfasst am: 23. März 2009 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hey!
Da hat sich ja was getan mittlerweile Very Happy

Und hallo Kilon (ich denke mal vom df??)!!
Freut mich!


Also,
Mittlerweile bekomme ich keinen konstanten Rhythmus zustande zum runterdosieren, da ich wenns mal stressiger und wenn mehr zusammen kommt (allgemein) mehr nehme als sonst.
Ich pendel zw. 20 und 50-60mg am Tag hin und her..
Da ich Dj bin, ist es auch manchmal schwierig.
Und Pendler bin ich noch dazu..

Mein Ziel wäre, dass ich einen 1-1-1 Rhythmus hinzubekommen, aber es ist wie gesagt nicht sehr leicht.
Da könnte man dann schön langsam runterdosieren...

Noch dazu hab ich mit Substitol herumexperimentiert und da ist einiges hängengeblieben.
Mein Konto ist auf 0 und so musste ich zu konsumieren aufhören, was einen "sanften" Entzug zur Folge hatte, also ich hatte eine Woche Schmerzen in den Beinen und mir ist es prinzipiell nicht gut gegangen.
Das ist jetzt aber vorbei.

Ich hab aus Sicherheitsgründen meine Bankomatkarte meinem Vater gegeben, der mir nur dann Geld abhent, wenn ich es für etwas bestimmtes brauche und da will er dann auch Rechnungen sehen oder wenn es fortgehen ist, soll jemand dabei sein, der schaut wieviel ich ausgebe...

Traurig, aber wahr: Ich muss mich selbst austricksen..

Jetzt nehme ich nur Valium, in der Früh 50mg Sertralin (Antidepressivum) und zum einschlafen 50mg Trittico.
Im Moment sind es 40-50mg Valium im Durchschnitt.

Ich hab schon mal etwas schneller entzogen und bin dann schnell wieder rückfällig geworden, deshalb die langsame Variante um auf 0 zu kommen.
Soll besser funkktionieren.

Stationär wär natürlich das Beste, aber ich hätte erst in den Sommerferien Zeit dafür...
Ich will mein Studium nicht abbrechen!

Derzeit habe ich bei einer Praxisgemeinschaft p.a.s.s. einen Termin, aber erst Ende April. Dort habe ich einen Terapheuten, einen Psychiater und einen Arzt, und alles in einem.
Jetzt ist bei mir alles seperat...
Mein Hausarzt weiß mit mir halt auch nicht weiter im Moment, wollte mich sogar in ein Substitutionsprogramm einschleussen, was ich nicht will, da ich Substitol vielleicht ca. 15-20x genommen hab (oral, zerstampft), also würde ich nicht von einer Abhängigkeit sprechen, eher nach einer "subtilen" Sucht, ein Verlangen nach Morphin-Zeugs ist ab und zu schon da, nur habe ich keine Chance ran zu kommen - und das ist auch gut so.

So, das wars erstmals..

Danke für die Posts Smile
Und ich freue mich schon auf neue Kommentare!!

LG,
Alf
Nach oben
Alf
Anfänger


Anmeldungsdatum: 13.02.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 23. März 2009 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hoppla, war nicht eingeloggt...
Sorry Embarassed
Nach oben
jasmin76
Gast




BeitragVerfasst am: 16. Apr 2009 23:21    Titel: Benzo-entwöhnung die Hölle? Antworten mit Zitat

ich bin seit 4 Jahren von Benzos abhängig.
Täglich nehme ich 30 mg Diazepam.
Einen stationären Entzug -erfolglos-hatte ich hinter mir.
Sätze, die ich oft höre, wie Benzoentzug sei die Hölle, nur stat.Entzug bietet die geringe Chance..
Da war ich tatsächlich ohne Hoffnung.
ich habe eine Sozialphobie(von Natur) und der rauhe Umgang dort gerade in dieser schweren Situation des Entzuges brachten mich nicht weiter.
Ich hatte zeitweise sehr hohe Dosen an Benzos genommen, jedoch, auch wenn ich noch auf Benzo bin, zwar selbst stark reduziert habe, hilft mir pers. die Erkenntnis, dass es gehen muss und ich es schaffen möchte und auch die Zuversicht, ohne leben zu können. Klar musste ich meinen Lebenswandel umstellen, viel Ruhe, viel Sport, amb.Therapie etc. Pessismistisches Denken (ich schaffe es eh nicht, danach wird das Leben zur Hölle etc. hat mich nicht weitergebracht. Es mögen mich einige für naiv halten, aber die Mainstrem-Gesetze für Benzos treffen nur in gewissem Mass für jeden zu.
Ich habe vor einem halben Jahr mit dem Rauchen aufgehört, das für mich viele Jahre unvorstellbar war.
Wenngleich Benzoentwöhnung ungleich schwerer ist, gibt mir das schon etwas Kraft, auch das mit Benzos zu schaffen.
Nach oben
***crazy***
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 216

BeitragVerfasst am: 17. Apr 2009 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

hi
also ich war neben meiner H-abhängigkeit 2jahre tägl. auf 80mg valium..hab dann von einem auf den anderen tag aufgehört..entzug war schon heftig, am 4.tag hatte ich einen eleptischen, aber ansonsten wars zum aushalten-kann aber auch durchs H weniger schlimm gewesen sein, weiß ich nicht.

jetzt nehm ich ab und an mal ne valium, aber ich brauchs nicht mehr

lg
Nach oben
Alf
Anfänger


Anmeldungsdatum: 13.02.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 18. Apr 2009 01:45    Titel: Antworten mit Zitat

hey!

es hat sich wieder einiges getan...

hatte noch einen ausrutscher mit substitol. hat nach 4 tagen angefangen sich bemerkbar zu machen...
krämpfe überall, kopfweh, übelkeit, durchfall, alle miesen zustände, die man sich nur vorstellen kann.
wollte dann flunitrazepam kaufen, weil ich mir dachte, das bringt mich irgendwie runter, doch es gab nur substitol und codidol...also hab ich die codidol genommen, was den entzug um einiges leichter gemacht hat.
seitdem hol ich mir oft flunis, nehme teilweise 15-20mg am tag..

mit den opioiden ist jetzt schluss, hab ich mir geschworen, aber ich hoffe ich bleibe stark!!

das mit den flunis wird sich hoffentlich auch in den griff bekommen, aber mal schaun..

mein studium hab ich schon geschmissen, um wieder clean zu werden..
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Legale Drogen Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
Seite 1 von 1
Gehe zu:  
Impressum & Rechtliches
ForenübersichtIndex   SucheSuche   FAQFAQ   LoginLogin