Dokus/Reportagen über Heroinabhängigkeit?

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Patron
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 3. Mai 2009 12:13    Titel: Dokus/Reportagen über Heroinabhängigkeit? Antworten mit Zitat

hey leute...
kennt jemand von euch sehenswerte Dokus/Reportagen zum Thema Heroin bzw. Heroionabhängigkeit? Schönen Sonntag noch...
MFG Patron
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 3. Mai 2009 15:49    Titel: Re: Dokus/Reportagen über Heroinabhängigkeit? Antworten mit Zitat

Patron hat Folgendes geschrieben:
hey leute...
kennt jemand von euch sehenswerte Dokus/Reportagen zum Thema Heroin bzw. Heroionabhängigkeit? Schönen Sonntag noch...
MFG Patron


Denke Dir diesen Film als Anklageschrit gegen die Drogenpolitiker, die diesen tolle Menschen krepieren lassen haben.
Versuche Dir vorzustellen, was in dem kurzen Leben anders gelaufen wäre. wenn sie legales Morphin bekommen hätte.

Der Server akzeptiert den Link nicht.
Gebe bei youtube einfach die Stichworte Süchtig und Protokoll ein, dann erscheint schon das was ich meine.
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otto1
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Anmeldungsdatum: 03.04.2009
Beiträge: 310

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 02:57    Titel: doku Antworten mit Zitat

hallo
es gibt mehrere alle zu sehen bei youtube kommt drauf an was du genau sehen willst. gut finde ich "american drug war the last withe hope" hat 9 teile a ca 9min. das ist aber eher ein film über die drogenpolitik der usa und er ist in englisch. es gibt auch den youtube kanal "american drugwar" ich finde sowas viel interessanter als diese aufklärungsfilme mit erhobenem zeigefinger . es gibt eine reportage auch zu sehen bei youtube "das bahnhofsviertel" einer der akteure in der doku ist moses er kriegt diamorphin und ein neues gebiss. besonders interessant für leute aus frankfurt . vieleicht gefällt es mir weil ich aus der gegend bin. das ist allerdings auch kein film über heroinsucht ,wohl eher über den tagesablauf eines süchtigen.
@bright
ich hab den film über die frau im tv schon gesehen und ich finde die hat auch eine eigenverantwortung über ihr leben. die wurde die ganze zeit mit metha versorgt wenn sie dann allerdings mit den kokasteinen anfängt ist sie selbst schuld dafür gibts keine substitution mit den "steinen" hat sie sich ihr loch geschaufelt. ich fand sie nicht so toll die hatte keine kreativität keine andere interessen ausser dope. die hatte nichts anderes gemacht in ihrem leben ich finde gerade wenn man metha bekommt kann man sich seinen interessen widmen ausser man ist ein wenig verblödet und hat keine.
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 14:02    Titel: Re: doku Antworten mit Zitat

otto1 hat Folgendes geschrieben:
ich hab den film über die frau im tv schon gesehen und ich finde die hat auch eine eigenverantwortung über ihr leben..

Mit 13 bei einer auf Alk und Pillen daherlallenden Mutter? Sich nicht erinnern zu können, von ihrer Mutter jemals umarmt worden zu sein.
Weitere Einzelheiten wurden nicht angesprochen.
Dann etwas zu finden, wovon sie sich endlich mal wohl in ihrer Haut gefühlt hat. Wobei wie wohl man sich dann fühlt, davon abhängig ist, wie unwohl man sich vorher gefühlt hat.
Ein Zusammenhang, der auch bei Rückfällen immer wieder genannt wird.
Die Spannung vorher!
Man könnte sagen, Tanja ist verprügelt und süchtig zur Welt gekommen.
Möglichen, in der Schwangerschaft, Valiumkonsum der Mutter, zu der Zeit ging man noch sehr sorglos damit um, versuchte man nicht aufzuklären, weil man ja gar nicht auf die Idee kam, es könnte andere Ursachen der Sucht geben, als der eigene Drogenkonsum der Tanja. Und über das Suchtpotenzial von Tanja, machte man sich dann auch keine Gedanken.
Auch daran waren ja die Drogen schuld. Schön einfach gemacht alles.
otto1 hat Folgendes geschrieben:
die wurde die ganze zeit mit metha versorgt wenn sie dann allerdings mit den kokasteinen anfängt ist sie selbst schuld .

Metha ist gerade aufgrund seiner mangelnden Potenz der Suchtbefriedigung für Beikonsum aller und auch verzweifelter Art bekannt.
Ein Grund, warum sich Morphin als Suchtmittel überlegen gezeigt hat, weil eben dieser Beikonsum unterbleibt. Und dass Koks der heutige "Nuttentreibstoff" ist, spielt in dem Falle eine Rolle, weil sie ja durch Prostitution ihr zusätzliches Suchtmittel als Ergänzung für die Unterversorgung durch die Ärzte, finanzierte. Koks bietet sich deshalb als Beikonsum an, weil sich die Metha und Kokswirkung keine gemeinsamen Rezeptoren teilen müssen.
Sie hat nur ihre Handlungsfähigkeit erhalten. Ihren Suizid verzögert.
otto1 hat Folgendes geschrieben:
dafür gibts keine substitution mit den "steinen" hat sie sich ihr loch geschaufelt. .

Nein, das war zwangsläufige Folge der Unzureichenden Medikation, und dem damit verharren in der Illegalität, mit seinen tötlichen Bedingungen.
otto1 hat Folgendes geschrieben:
ich fand sie nicht so toll die hatte keine kreativität keine andere interessen ausser dope. .

Die hatte ein grosses Herz, und war total grade. Und wie Kreativ sie hätte sein können, hätte man bei ausreichender Originalstoffvergabe erfahren können. So hatte sie keine Möglichkeit sich zu entfalten. Null!!!!
otto1 hat Folgendes geschrieben:
.die hatte nichts anderes gemacht in ihrem leben ich finde gerade wenn man metha bekommt kann man sich seinen interessen widmen ausser man ist ein wenig verblödet und hat keine.[/

Oder das Schmerzmittel Methadon (Adolfin) befriedigt die Sucht nicht. Bei höherem Suchtpotenzial, als Metha es befriedigt, bedeutet nur Metha zu nehmen, auf mindestens psychischem Entzug/Dauerstress zu sein. Etwas was Kreativität perfekt unterbindet, und ganze Teile des Gehirns ausschaltet.
Dieser Missverständnisse wegen, weil die Fakten ja unverfälscht sind, würde ich diesen Film gerne neu kommentieren.
Aus der Sicht der Akzeptanz der Krankheit Sucht. Und damit der Akzeptanz das beste Suchtmittel zur Verfügung zu stellen.
Und das Gegenteil als Unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge zu entlarven.
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Patron
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die tipps bisher....Die Doku : Süchtig-Protokoll einer Hilflosigkeit kenne ich schon. Meine Meinung dazu ist, dass Tanja ab dem Zeitpunkt wo sie Metha bekommen hat besser psychsozial hätte betreut werden müssen.Möglicherweise wäre es dann nicht zum Beikonsum bzw. zu so einem exsessiven Beikonsum gekommen.
zum Thema: Das mit dem a la Bahnhofsviertel und der Ami-Drogenpolitik hört sich interessant an...thx
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otto1
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Anmeldungsdatum: 03.04.2009
Beiträge: 310

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

hallo BRIGHT die hat vieleicht zu früh angefangen ok aber was soll da denn noch gemacht werden ich finde möglichkeiten gibt es hier schon abgesehen von substitution. sagen wir mal die lebt noch und zwar in pakistan da hat sie gelitten es gibt keine hilfe nur relativ günstiges dope.
gut finde ich die situation hier nicht. ich würde zb gerne mir diamorphin geben lassen es würde gehen die vorraussetzuungen erfülle ich und so hab ich gehört nehmen die noch leute in ffm aber man muss 2-3 mal am tag dorthin und das ist es was alles scheitern lässt ich wäre nur noch am hin und herfahren. was ist wenn ich nicht mehr treffe (die vene) ich hätte in kürzester zeit meine arme zerlöchert und ich hab schon gut sichtbare narben .
ok egal es geht ja um die frau selbst wenn sie diamorphin gekriegt hätte würde sie trotzdem nach steinen schreien wie ein säugling nach milch. ich finde um man muss sich aus aus solch einem kreislauf zum grossen teil selbst sausmanövrieren sie war nicht mal in ner selbsthilfegruppe
tschau
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bright
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Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Patron hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank für die tipps bisher....Die Doku : Süchtig-Protokoll einer Hilflosigkeit kenne ich schon.

Mit einer neu eingestellten Wahrnehmung ruhig noch einmal ansehen. Siehst dann vielleicht Dinge, die Dir vorher nicht aufgefallen sind.
Patron hat Folgendes geschrieben:
Meine Meinung dazu ist, dass Tanja ab dem Zeitpunkt wo sie Metha bekommen hat besser psychsozial hätte betreut werden müssen.

In der Heroinstudie hat sich ergeben, was auch Dr. Grimm schon behauptete, dass die psychosoziale Betreuung praktisch keine Wirkung hat, Man verglich zwei Gruppen in der Studie, intensiv-weniger intensiv, und stellte keine Unterschiede fest.
Aber Unterschiede stellte man sehr wohl fest, was die Potenz des Mittels Heroin im Gegensatz zum Methadon bewirkte. Beim Heroin verbesserten sich alle Zustände bei im internationalen Vergleich der geringsten Einstiegsdosis, bei kontinurierlicher Dosisreduzierung.
Am problematischten war die Behandlung bei Personen mit zusätzlicher Essstörung.
Patron hat Folgendes geschrieben:
Möglicherweise wäre es dann nicht zum Beikonsum bzw. zu so einem exsessiven Beikonsum gekommen.

Nicht die psychosoziale Betreuung reduzierte den Beikonsum in der Studie, sondern einzig und allein der richtige Stoff. Der Originalstoff Heroin. Und genau diesen hat man der Tanja vorenthalten, und ihr wohl starkes Suchtpotenzial mit einen ungeeigneten Schmerzmittel abgespeist, mehr als Alibi, denn als Therapie.
Dies, nicht so drastisch ausgedrückt, ist das Resümee der Heroinstudie.
Verbessewrungen, die sich nachdem die Metha-Gruppe in die Heroingruppe überwechselte, auch bei diesen einstellte.
Es ist nichts, was ich einfach nur so behaupte.
Denke den Film in Originalstoffverfügbarkeit um. In wirklich befriedigte Sucht. Die Mutter gleich mit auf Heroin umgesuchtet.
So einfach wäre das.
Auch für Anja wäre es so einfach gewesen. Auch legales Kokain ist ja eine denkbare Alternative, wenn auch in einem engeren Zeitlichen Rahmen. Man muss ja gar nicht in Ersatzmitteln denken, ganz im Gegenteil, sondern in Brauchen, und in Originalstoff.
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Patron
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

nachvollziehbar und sehr informativ.Zitat von dir Bright "Beim Heroin verbesserten sich alle Zustände bei im internationalen Vergleich der geringsten Einstiegsdosis, bei kontinurierlicher Dosisreduzierung."
Und was geschieht wenn derjenige dies erreicht hat dann weiter?(geringe Dosis,allg.Zustandsbesserung...!)
Durch welche "Maßnahmen soll er dann letztlich Abstinent werden/bleiben?

MFG
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Kilon
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Mir wär jetzt auch nur die Doku über Tanja als WIRKLICH gute Heroindoku eingefallen, wenn dort natürlich auch der Eindruck erweckt wird Opiate wären extrem giftige Substanzen, aber etwas anderes kann man eben einfach nicht erwarten in einer Mainstream-Doku, das wäre so als wenn man vom 3ten Reich im Jahr 1944 eine die Ereignise objektiv schildernde "Deutsche Wochenschau" verlangt hätte.

Ansonsten gibt es eine Reihe guter Heroinfilme, und bei Youtube stieß ich auf einen Trailer einer interessanten Heroindoku über Süchtige aus Bulgarien, Sofia (Hauptstadt). Leider fand ich nirgendwo eine kostenlose Möglichkeit diese Doku zu schauen oder herunterzuladen (auch nicht illegal). Ansonsten gibt es z.b. bei youtube auch einige nicht schlechte Englischsprachige Dinger, das eine ist z.b. "Methadonia" oder so, da werden New Yorker Substis begleitet, die meistens Benzo oder sonstigen Beikonsum haben.

Die Arbeit wird etwas gezeigt, die Leute interviewed. Absolut real, der eine Typ noddet dauernd weg und wird aus der Gesprächsgruppe geworfen, weil "Nodden" verboten ist, und auch beim Interview noddet er desöfteren weg. Ist aber eher amateurhaft, aber dennoch interessant. Wobei ich auch teilweise Schwierigkeiten habe die Leute zu verstehen, mein Englisch ist gehobener Durschnitt würde ich vlt sagen. Youtube allgemein kann ich nur empfehlen, ist eine unheimlich ergiebige Quelle für Videos wirklich aller Art.
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bright
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 09.11.2008
Beiträge: 733

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2009 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Patron hat Folgendes geschrieben:
nachvollziehbar und sehr informativ.Zitat von dir Bright "Beim Heroin verbesserten sich alle Zustände bei im internationalen Vergleich der geringsten Einstiegsdosis, bei kontinurierlicher Dosisreduzierung."
Und was geschieht wenn derjenige dies erreicht hat dann weiter?(geringe Dosis,allg.Zustandsbesserung...!)
Durch welche "Maßnahmen soll er dann letztlich Abstinent werden/bleiben?

MFG

Durch den Freiheitswillen, und durch die Entfaltung der Selbstheilungskräfte. Durch Mut, Vertrauen, .....!
Der letzte Schritt aus der Sucht sollte der Verzicht auf das Suchtmittel sein. (Ist leider nicht von mir)
Herauswachsen. Aber mit Warnung vor übertriebenem Ehrgeiz.
Notfalls muss er es eben 100 Jahre nehmen. Ist doch bei Morphin ausser der Gewöhnung kein unannehmbares Problem. Blinde würden sicher tauschen wollen. Vielleicht sogar Zuckerkranke. Ich würde dafür, dass ich mein Auge wiederbekomme auch tun. Es gibt also Schlimmeres. Alkoholiker zu sein sowieso schon mal.
Gruss
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