Soll aus Polamidon Programm weiss aber nicht wie trotz kids

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LoveGirl26
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.08.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2009 16:39    Titel: Soll aus Polamidon Programm weiss aber nicht wie trotz kids Antworten mit Zitat

Ich hoffe es kann mir hier vielleicht einer helfen, ich versuche mal zu erklären was los ist!
Ich bin mit meinem Freund jetzt über 2 Jahre zusammen und er ist seit 13 Jahren Drogen abhängig! * Heroin *, als wir uns kennenlernten war er gerade bei einer Therapie die er auch erfolgreich abgeschlossen hatte!
Nur das dumme irgendwann hatten wir einen heftigen Streit und er wurde wieder rückfällig!
Ich konnte nichts dagegen machen, irgendwann kam der Tag als ich mein Freund fragte ob ich es auch mal testen könnte * mein größter Fehler *!
Er war als erstes VOLL DAGEGEN aber dann konnte er nichts mehr machen!
Ich merkte zeihmlich schnell das es nicht nur einmal oder zweimal ist sondern ich nicht weg komm davon, so ging es immer weiter und weiter!
Wir fanden einen Arzt der uns in das Polamidon Programm nahm in der Zeit war ich 2 Monate auf Heroin!
Andere sagen ach da kommste allein weg aber es ist nicht so einfach!
Na ja wie gesagt kam mit meinen Freund ins Polamidon Programm und sind jetzt bei 6ml!
Um genau zu sagen Oktober 2007 sind wir in das Programm und bis jetzt gab es auch keine vorfälle!
Nur jetzt am Donnerstag den 06.8 waren wir bei unserem Arzt wieder und er hatte irgendwie einen Brief aus Dresden bekommen, da ich nur 2 Monate auf Heroin war muss ich jetzt RAUS aus dem Programm!
Ich soll ins Krankenhaus sagte mein Arzt, nur ich muss eins sagen ja richtig ich war 2 Monate aber mein Arzt hatte bis jetzt mich im Programm gelassen es sind jetzt fast 2 Jahre!
Was mache ich jetzt???
Ich soll raus aber kann mir das nicht vorstellen!
Mein Freund kennt sich ja aus denn er ist ja schon über 13 Jahre abhängig und hat schon viele Therapien, Entgiftungen usw, durch!
Ich fragte ihn wie das dann abläuft denn was mache ich mit meine 2 Kinder in der Zeit?
Er sagt das ich die ersten Tage meine Kinder und Eltern nicht sehen darf und das ist das größte Problem ehrlich gesagt , denn sie sind meine ein und alles!!!!
1 Tag oder schon paar Stunden ohne meine Kinder sind die Hölle für mich!
Erst sagte mein Freund das sie das Polamidon runter dosieren und das ganze nur 1-2 Wochen dauert und gestern hatten wir wieder das Thema und da sagte er das es bis 2-3 Monate dauert!
Vorallem die Schmerzen wenn sie mich runter setzen!
Ach man ich weiss ich hab den größten scheiss der Welt gebaut das ich überhaupt das Zeug angefasst hatte aber hinter her ist man immer schlauer!
Ich habe Angst Ohne Ende!
Kann mir vielleicht einer von hier sagen wie das dann abläuft wegen dem runter setzen vorallem wegen Krankenhaus usw.
Bitte Entschuldigt das es so ein durch einander hier ist!
Würde mich freuen wenn mir einer hier weiter helfen könnte!
DANKE DANKE[/b][/i]
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tweaker
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2009 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

üble sache,ich würde da auf jedenfall nochmal zu einem andern substi arzt gehen und dem deine situation schildern und fragen was du da machen kannst,vielleicht weiß ein anderer arzt wie man gegen sowas vorgehen kann?wenn dir der auch nicht sagen kann wie du im programm bleiben kannst würde ich zur drogenberatung gehen und die fragen was man da machen kann....

kann ja irgendwie nicht sein das die dich erst nach 2 jahren zu einer entgiftung zwingen,erst machen sie dich erst richtig abhängig und dann sollst du zwangsentgiften,das ist ja echt hammerhart.würde an deiner stelle jeden um rat fragen der sich mit sowas auskennt,wenn du geld hast vielleicht auch einen anwalt?
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mia28
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2009 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

sieh es doch als Chance clean zu werden, gerade auch für deine Kinder.Mein Freund kommt grad aus seiner Langzeittherapie und es lohnt sich doch immer es zu versuchen denn wie lange willst du noch auf Pola bleiben...?
Liebe Grüße Mia
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Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2009 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm... der Arzt hat jetzt wohl Angst. Er hat ziemlich große scheiße gebaut. 2 Monate Heroinkonsum. Die "Richtlinien" (die früher gültig waren, heute mehr eine Empfehlung) forderten eine mindestens 2 jährige Opiatabhängigkeit. In besonderen Fällen darunter nur kurzzeitige Substitution und dann grundsätzlich Subutex als Mittel der Wahl (da leichter abzusetzen),

nach 2 Monaten ist der Entzug sogar noch körperlich auszuhalten... aber naja das ist wieder die Streitfrage... Leute prophylaktisch ins Programm nehmen die meinen sie können nicht ohne, oder erstmal warten bis sie "richtig" drauf sind. Schwer zu beantworten, ich weiß da auch keine Antwort darauf.

Wie auch immer, vermutlich hat er da jetzt Angst bzw Druck von der Krankenkasse oder sonstwem gekriegt und wird dich jetzt eben abdosieren wollen. Das läuft ab... je nach krankenhaus sehr unterschiedlich und je nachdem wie du möchtest...

In der Regel wird abdosiert anfangs noch relativ schnell bis zu einer gewissen Grenze (die je nach Dosis individuell unterschiedlich ist). Typisch ist ein Schema wie alle x Tage um 0,5ml reduzieren. Das kann von jeden Tag reduzieren bis jeden 3ten oder 4ten Tag reduzieren reichen. Viel länger Zeit können sie sich stationär kaum nehmen wegen der hohen Kosten, die Krankenkassen machen da heutzutage ziemlich viel Streß (1 Tag Krankenhaus kostet über 300€ afaik).

Dann aber einer gewissen Grenze, die ich bei dir bei 1,5ml oder so ansetzen würde, wird nochmal etwas langsamer reduziert. Bzw wenn es dir zu schlecht geht kannst du auch nochmal 1-2 Tage länger auf der Dosis bleiben und das reduzieren kann etwas hinausgezögert werden. Dann wenn du auf 0 bist, bleibst du für gewöhnlich noch mind. 1 Woche dort. Bis es dir wieder halbwegs gut geht.

Dich dort zu behalten bis es dir 100%ig (körperlich) wieder gut geht ist nicht in jedem Fall möglich, da Methadon einen recht langen Entzug haben kann. Allerdings seid ihr noch relativ niedrig dosiert bzw du mit 60mg und 2 Jahre ist jetzt auch noch nicht soooo lange. Zudem nehme ich an du hast noch nie einen richtigen Entzug gemacht wenn du nur 2 Monate Shore konsumiert hast.

Ich denke das wird jetzt nicht soo wild, darfst dir psychisch auch nichts einreden. Körperlich ist so ein Opiatentzug halb so wild. Versuch es als Grippe zu sehen....
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Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2009 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

@Mia:

Vielleicht will sie, so wie ich z.b, nicht vom Metha weg? Für mich ist es auch kein Problem den Rest meines Lebens darauf zu verbringen. Ist mir lieber als die Alternative. Schön für deinen Freund wenn er das gemacht hat, und ich mein das ernst. Dein Freund wurde aber wohl nicht dazu gezwungen oder? Falls doch, dann sehe ich seine Chancen eher... skeptisch.

Man kann niemanden zum Entzug bewegen, der Arzt könnte versuchen auf sie einzureden, sie davon zu überzeugen. Wenn sie es dann will... okay. Allerdings hat Zwang noch keinen geheilt. Sie sagt selbst, sie kann es sich nicht vorstellen. Da sie inzwischen richtig abhängig gemacht wurde vom Arzt. Grundsätzlich hätte sie Anfangs erstmal versuchsweise vlt. in eine Kurzzeit-Auffang-Subutex-Substi gehört mit entsprechender psychologischer Betreeung usw, um zu schauen ob man sie da nach 2 Monaten nicht noch mit einem blauen Auge herauskriegt.

Das ist aber nicht passiert, ein ärztlicher Kunstfehler in meinen Augen. Wie auch immer... jetzt ist sie halt da wo sie ist, und sie will nicht...

Achja zu den Regeln:

Bei uns ist es so... 1 Bezugsperson für Drogenpatienten. NUR diese Person (und PSB, Ärzte von außerhalb etc. natürlich) darf dich besuchen. Nicht einmal andere Personen in Begleitung deiner Bezugsperson. Ich durfte bei meinem letzten Aufenthalt meine Freundin nicht sehen offiziel... ich konnte sie nicht als Bezugsperson eintragen da ich auf meine Familie angewiesen war (wegen Sachen bringen usw.), wie auch immer, musste meine Freundin dann heimlich sehen. Alkoholiker hingegen dürfen Besuch erhalten soviel so wollen...

Allgemein sind diese Regeln immer noch sehr hart, naja macht auch Sinn, ist ja nur für kurze Zeit und gerade dort soll man ja geschützt sein, und wenn jederzeit jeder jeden besuchen dürfte, dann würde es dort wesentlich leichter Stoff geben. Frag aber nach, das ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Es ist aber relativ streng, und viele Regeln sind idiotisch und werden dich wütend machen... aber die sind einfach so Sad
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Rote Zora
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 10. Aug 2009 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Kilon"]
Allgemein sind diese Regeln immer noch sehr hart, naja macht auch Sinn, ist ja nur für kurze Zeit und gerade dort soll man ja geschützt sein, und wenn jederzeit jeder jeden besuchen dürfte, dann würde es dort wesentlich leichter Stoff geben. Frag aber nach, das ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Es ist aber relativ streng, und viele Regeln sind idiotisch und werden dich wütend machen... aber die sind einfach so Sad[/quote][quote]

Jap,dito,man muß nicht alles verstehen,aber man kann mit den Regeln leben,man weiß ja wofür man das macht,und es dauert nicht ewig.....

Bin auch der Meinung,daß jemand der erst kurz drauf ist nicht ins Metha oder Pola Programm gehört,da wird derjenige erstmal richtig abhängig gemacht!!
Gruß ZORA[/quote]
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otto1
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 03.04.2009
Beiträge: 310

BeitragVerfasst am: 10. Aug 2009 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

erzähl doch dem arzt du hast dich damals vertan mit der zeit die du schon drauf bist das waren in wirklichkeit schon 2 jahre und vorher hast du auch schon eingefahren aber nur wochenends... da musste dir was ausdenken,
da ist kreativität gefragt oder du zahlst das metha selbst die können dich aus dem programm befördern aber wenn du das metha selbst zahlst dann ist das eine sache zwischen dir und dem arzt
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Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 10. Aug 2009 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub der Arzt wird sie nicht mehr weiter behandeln so gerne. Eher aus "ethischen" Gründen, vermutlich hat er jetzt Angst. Viele Substiärzte sind schon wegen "nicht ordnungsgemäßer Substitution" ihre Zulassung los geworden, oder dürfen evtl. mit ihrem ehemaligen Klientel sich ein Zimmer oder auch "Zelle" genannt teilen. Es sind schon Ärzte wegen Take-Home an "falsche" Patienten ihre Zulassung losgeworden und Bewährungsstrafe (der eine Fall den ich konkret kenne, von vielen anderen aber gelesen/gehört).

@Lovegirl26: Nur aus Neugier, hat der Substiarzt die Diagnose "Opiatabhängigkeit" diagnostiziert oder hat die ein anderer Arzt vorher festgestellt? Dann eine andere Frage auch aus Neugier, jetzt nicht böse auffassen oder so aber es interessiert mich einfach... hast du jemals schon nen richtigen Affen gehabt? Also hast du in den 2 Monaten mal mehr als einen Tag ausgesetzt? Wenn nein, dürftest du ja nie wirklich entzügig gewesen sein? Okay bei 2 Monaten ist das Potential eh beschränkt, aber halt Nase laufen, Gliederschmerzen, Suchtdruck.. das typische eben.

Naja aber da du jetzt ja eh schon da bist, wo du bist... ein Arztwechsel ist auch für Substis keine große Sache. Du kannst, wie jeder Patient eines Arztes, jederzeit die Behandlung beenden oder dir jederzeit einen anderen Arzt suchen. Wenn du einen neuen Arzt suchst, solltest du natürlich vorher alles abklären, damit die Aufnahme/Anmeldung des neuen Arztes direkt am ersten Tag wo du von deinem alten Arzt nix mehr bekommst erfolgen kann. Für den Fall, dass du so oder so nicht vor hast wirklich zu entziehen und das alles "Druck" ist, denn wenn es so ist... dann ist klar wie erfolgversprechend der Entzug sein wird.

Ich würde es dir aber vlt. doch ans Herz legen, du hast vlt. noch nicht so sehr diese Muster drine. Du hast ja scheinbar während der Substi auch keine Opiate genommen, also du musst dich entscheiden. Wenn wir ehrlich sind, die Leute die Metha länger als 5 Jahre nehmen bleiben zu mind. 90% "unbefristet" im Programm, meiner Beobachtung/Erfahrung nach hier in Berlin. Es ist verdammt schwer da wieder rauszukommen. Das Programm gibt es noch nicht lange genug in Deutschland um wirklich von "lebenslang" zu reden, aber bei uns in der Praxis hast du einen Riesenhaufen an Patienten die seit 10-15 Jahren substituiert werden.
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Mevaloti
Anfänger


Anmeldungsdatum: 10.08.2009
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 10. Aug 2009 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Lovegirl,

ich bin beim selben Arzt wie du, es geht um Dr. K. aus Lpz, stimmts?!

Er hat zur Zeit große Probleme und hat zur Auflage bis zum 30.8. 100 Patienten und bis zum 30.9. nochmals 100 Patienten zu entlassen. Gegen ihn wurde ein Vermittlungsverfahren eingeleitet, und er bekommt die BTM-Rezepte zugeteilt. Er wird also nur noch eine kleine Gruppe an Patienten behalten dürfen. Sein Anwalt versucht eine Einstweilige Verfügung gegen die Auflagen zu erwirken, es sähe ganz gut aus. Aber sicher ist nix.

Was du tun kannst: schreibe schnellstmöglich einen Brief, indem du beschreibst, wie gut es dir bei Dr. K. geht und wie sich dein Leben durch die Substi positiv verändert hat. Dieses Schreiben gibst du bitte bei Frau Kun** ab.
Dr. Kesting versucht seine Patienten andersweitig unterzubringen. Allerdings ist da Eigeninitiative gefragt. In der Heinrichstraße sind die Chancen groß, dass du übernommen wirst. Erwähne aufjedenfall, dass du Mutter bist.
Kümmere dich parallel um eine Entgiftung. Entweder Altscherbitz oder Parkkrankenhaus. Es gibt auch die Möglichkeit in der Nähe von Leipzig mit Kindern zu entgiften, allerdings sind dort die Wartelisten lang. Erkundige dich bei der Drogenberatung nach der Adresse.
Eventuell besteht auch die Möglichkeit, dass dich Dr. K. runterdosiert und du noch eine Weile bei ihm bleiben kannst.
Er versucht alles, damit niemand plötzlich "auf der Straße" steht. Am Donnerstag war die Aufregung noch groß, mittlerweile hat sich alles etwas beruhigt.
Versuche dich nicht verrückt zu machen, es kann noch gut ausgehn.

So handhabe ich das zur Zeit. Seit heute habe ich eine feste Zusage einer anderen Ärztin, dass sie mich übernimmt.

Wenn du noch fragen hast, frag mich...

LG Mevaloti
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Gwendoline
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.05.2009
Beiträge: 288

BeitragVerfasst am: 21. Aug 2009 04:46    Titel: Antworten mit Zitat

Schwierige Sache...ich würde Dir aber wohl auch dazu raten, einen Arztwechsel zu versuchen, nun, da Du ja mittlerweile seit zwei Jahren im Programm bist, wird der Entzug schon nicht mehr so ganz einfach werden, wie es damals nach den zwei Monaten H-Konsum gewesen wäre, da hätte man das noch recht glimpflich schaffen können, abzukicken ohne Substi, von daher nicht gerade eine Glanzleistung Deines Arztes, Dich mit Pola zu substituieren, aber naja, das ist ja nunmal passiert.

Ich habe auch schonmal den Substi-Arzt gewechselt und das geht im Grunde genommen auch ohne größere Probleme ab, wichtig ist halt nur der "formelle Papierkram" - sprich, dass Du nicht bei zwei Ärzten angemeldet bist, sondern der eine Dich rechtzeitig an- und der andere Dich rechtzeitig abmeldet.
Das können die Ärzte aber auch miteinander klären.

Oder Du müssest wirklich versuchen, zu entgiften, allerdings würde ich Dir dann auf jeden Fall zu einer stationären Maßnahe raten, alleine zu Hause rumzudoktern bzw. vor sich hinentzügeln ist nämlich nicht gerade so schön und m.E. auch nicht wahnsinnig erfolgsversprechend auf Dauer.




Mal allgemein eine Frage meinerseits:

Kann der Substi-Arzt den Substi-Patienten eigentlich zur Abdosierung zwingen, auch wenn der Patient das absolut nicht möchte und das auch halbwegs nachvollziehbar begründen kann?

Ich weiß, dass niemand einen gesetzlichen Anspruch auf Substi hat, aber kann man wirklich zur Abdosierung gezwungen werden, wenn man schon eine Weile im Programm ist und nicht ständig rückfällig wird etc.

Oder muss man notfalls einen Rückfall bauen um im Programm bleiben zu können, wenn der Arzt einen zur Abdosierung drängt, bzw. versucht, einen dazu zu drängen?
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TwiggyRamirez
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 292

BeitragVerfasst am: 21. Aug 2009 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Kilon hat Folgendes geschrieben:
@Mia:
Vielleicht will sie, so wie ich z.b, nicht vom Metha weg? Für mich ist es auch kein Problem den Rest meines Lebens darauf zu verbringen. Ist mir lieber als die Alternative.


Meinst Du das ernst,dass Du den Rest Deines Lebens mit Metha verbringen willst?
Ist das überhaupt möglich,denn ich denke mir,dass sie einen irgendwann Zwangabdosieren.Kann man wirklich den Rest des
Lebens Metha bekommen?Interessiert mich,weil ich in diesem Leben auch nicht mehr vorhabe mein Metha abzusetzen,hab einfach keinen Nerv mehr
auf noch einen Entzug(hab schon circa 15 Entzüge gemacht,kotzt an).Ich
mein zwingen inne Klinik zu gehen,um das Metha abzudosieren, können die ja wohl nicht.Was sie könnten ist das Metha im Programm einfach abdosieren,ohne Zustimmen des Patienten....

Kilon hat Folgendes geschrieben:
Es ist aber relativ streng, und viele Regeln sind idiotisch und werden dich wütend machen... aber die sind einfach so Sad


In einer Entzugsklinik in Hessen war auch so strange.Die erste Zeit nur ein
Telefongespräch,keinen Ausgang,ständige UK's und es war auch nicht erlaubt Deo,Parfüm,Nassrasur Klingen zu haben.Das hat mich nicht so erfreut,aber naja,ich werd keine Entzugsklinik mehr von innen sehen...
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drofxo
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 21. Aug 2009 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

[quote][i][quote]Ist das überhaupt möglich,denn ich denke mir,dass sie einen irgendwann Zwangabdosieren.Kann man wirklich den Rest des
Lebens Metha bekommen?[/quote][/i][/quote]

Auf jeden Fall kann man so lang Metha bekommen wie man lebt, mein Kumpel ist jetzt 52 seit 20 Jahren im Programm der muß garantiert nicht mehr aufhören....
unser Substidoc erzählt immer das es in Holland bereits Altersheime für Methadonabhängige gibt und auch hier die Kandidaten immer älter werden.
klar früher sind sie mit spätestens 40 an irgendeiner Folge gestorben....

Ausserdem hab ich schon länger das Gefühl dass die Ärzte lieber substituieren als auf Therapie zu schicken, ist wahrscheinlich doch billiger als die stationäre Geschichte wo dann auch 70% Rückfällig werden oder mehr!!
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Capriola
Anfänger


Anmeldungsdatum: 19.08.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24. Aug 2009 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

habe eben gerade deine ängste gelesen. sprich mit deinem arzt, dass du dich ohne krankenhaus runtersetzen lässt, bei meinem freund klappt das super gut, er sollte alle 2 wochen um 2,5 runtergesetzt werden hat sich selbst auferlegt dass er jede woche um 2,5 runter fährt, das klappt recht gut bis auf einige nebenwirkungen. nichts desto trotz solltest du trotz der nebnwirkungen in der lage sein dich um deine kids problemlos zu kümmern. drücke dir die daumen und sei stark es lohnt sich.

sollte dein arzt nicht mitspielen wende dich an die drogenberatung und versuche den arzt zu wechseln!
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Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 24. Aug 2009 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

TwiggyRamirez hat Folgendes geschrieben:
Kilon hat Folgendes geschrieben:
@Mia:
Vielleicht will sie, so wie ich z.b, nicht vom Metha weg? Für mich ist es auch kein Problem den Rest meines Lebens darauf zu verbringen. Ist mir lieber als die Alternative.


Meinst Du das ernst,dass Du den Rest Deines Lebens mit Metha verbringen willst?
Ist das überhaupt möglich,denn ich denke mir,dass sie einen irgendwann Zwangabdosieren.Kann man wirklich den Rest des
Lebens Metha bekommen?Interessiert mich,weil ich in diesem Leben auch nicht mehr vorhabe mein Metha abzusetzen,hab einfach keinen Nerv mehr
auf noch einen Entzug(hab schon circa 15 Entzüge gemacht,kotzt an).Ich
mein zwingen inne Klinik zu gehen,um das Metha abzudosieren, können die ja wohl nicht.Was sie könnten ist das Metha im Programm einfach abdosieren,ohne Zustimmen des Patienten....



Klar ist das mein Ernst... und ob das möglich ist? Ist das dein Ernst? Wink Ich kenne mind. 20-30 Patienten hier in Berlin die noch heute in Substi sind seit mind. 15 Jahren... also eig. seit dem Beginn der Substi. Manche mit Unterbrechungen/Gefängnisaufenthalten und anschliessend wieder ins Programm. Viele aber auch durchgehend und teilweise auch im Knast substituiert mit den dortigen Einschränkungen (vorallem in den 90igern).

Das sind also alles Leute die "von der ersten Stunde" an dabei sind in den Substiprogrammen und die Ärzte wissen... würden sie die abdosieren, entweder die würden den Arzt wechseln oder es mitmachen und dann rückfällig werden. Zwangsabdosieren bringt nichts. Ich weiß, dass es in anderen Gegenden anders abläuft aber hier in Berlin ist es teilweise traumhaft.

Hab z.b. heute 140mg Methadon für 4,50€ gekauft... Shocked Der Typ war sehr in Not aber hab kurz mit ihm geredet... auch seit 1993 im Programm.

Es gibt so eine "Grenzdosis" die von Arzt zu Arzt unterschiedlich ist... habe von Leuten gehört die sind auf 20ml und nehmen kaum was und verkaufen alles nur, das ist aber ein Arzt der die sehr harten HIV-Fälle aufnimmt, er ist auf Infektionskranke Opiatabhängige spezialisiert, da gehen die Dosen oft über 200mg.

Bei unserem Arzt ist 140mg wohl so die Dosis... ich kriege momentan 14ml, habe aber gerade letzte Woche erst gehört, dass einige Patienten von 14 auf 12 oder 11 gesetzt worden sind. Bis 12 gehts eigentlich klar bei uns... alles über 12 muss begründet sein. Eine Bekannte aus der Praxis mit der ich Pillenbedingt viel zu tun hatte, die kriegt 18ml Polamidon bei uns, aber sie hat HIV aber schon sehr lange und "stabil" soweit unter Medikation also keine besonderen akuten Beschwerden.

Wiegesagt es kann sein, dass an der Dosis mal öfters was gepfeilt wird, ich denke ich werde in Ruhe gelassen wegen meinem Streß z.Z... wurde jedoch von dem einen Soz-Arbeiter der bei uns die Vergabe macht auch gefragt ob ich denn nicht etwas runter will da 14 ja doch sehr viel ist, ich habe dazu geschwiegen, da wusste er allerdings noch nicht von den Pillen und dem KH... dannach hatte ich dann wieder meine Ruhe und momentan hab ich auch soviel Kummer....

hab am Donnerstag mir erst 14ml nochmal neu holen müssen weil ich am letzten Montag 30ml verbraucht habe, hab das dann auch in der Praxis so erzählt der einen Ärztin und wieso (Kummer... Kontrollverlust usw.). Sie war recht verständnisvoll, gab mir nochmal 14ml zu trinken und fragte ob ich denn meine jetzt weiter "klar zu kommen", was ich natürlich bejaht habe. Ich weiß nicht was sie vorgeschlagen hätte wenn ich "Nein" gesagt hätte, vlt. dass ich fürn paar Tage vorbei komme in der Praxis bis es mir besser geht (ich bestimme z.Z meine Mitgabe selbst, könnte Wochenmitgabe kriegen aber bevorzuge 2x die Woche).

Also... ich kenne echt fast keinen der lange auf Metha war und dann komplett clean geworden ist für längere Zeit Wink Wenige kenne ich, aber früher oder später landen sie doch eh fast alle wieder im Programm oder eben auf Shore. Das ist traurige Realität.
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Kilon
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 186

BeitragVerfasst am: 24. Aug 2009 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Achja es scheint als kommt Heroin nach Berlin Wink Ich meine legal. Berlin war ja leider nicht unter den Städten die an der Heroinstudie teilgenommen haben, was ich absolut nicht verstanden habe. Wie auch immer. Ein Patient aus unserer Praxis, der keinerlei Mitgabe hat, nichtmal Wochenende, meinte er wurde gefragt ob er denn nicht ins "Diamorphin"-Programm will... er hat aber sofort verneint... wegen dem 3x täglich kommen bzw 2x täglich wenn man es schafft sich auf 2 Knaller am Tag umzustellen ist aber nicht ganz leicht.

Es ist wirklich so, dass es große Probleme gibt Patienten für die Heroinstudie zu finden... viele sind nicht bereit 3x am Tag zur Vergabe zu fahren und niemals die Aufsicht auf eine Mitgabe zu haben. Urlaub ist sowieso nicht drine, selbst wenn man dort eine Substitutionsvergabestelle finden würde, welche die Vergabe übernehmen könnte, wäre das wegen dem rechtlichen Status von Diacetylmorphin in kaum einem Land möglich...

Jedenfalls wurden wohl Rundschreiben an die Ärzte geschickt, dass sie Patienten suchen... also natürlich nur die sog. "Schwerstabhängigen", wie der Patient. Vielleicht ist es für den ein oder anderen ja doch etwas. Man kann ja denke ich auch wieder raus und relativ leicht ins Methadonprogramm zurück, wenn man das dann möchte...
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