Oxycodonentzug

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PantoponJack
Anfänger


Anmeldungsdatum: 30.08.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 15. Sep 2009 13:21    Titel: Oxycodonentzug Antworten mit Zitat

Gibt es hier jemand der Erfahrung mit den Entzug von Oxycodon hat?
Auf was muß ich mich da bei nem Kalten Entzug einstellen?Mit was ist es zu vergleichen?Hab schon einige Entzüge hinter mir,H,Codein,DHC,Bupre,Pola und auch Benzos.
Werd mich wohl einweisen lassen,und sicher werden die es dann ausschleichen.Aber trotzdem,wer hat irgendwelche Erfahrungen mit Oxy?
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Anita
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 16. Sep 2009 02:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mehrere Jahre Oxycodon genommen, 20mg am Tag meistens, zusammen mit anderen Schmerzmitteln. Und ich hatte ziemliche Schwierigkeiten das nicht mehr zu nehmen. Da ich niemals Heroin, Koks oder sowas genommen habe, habe ich aber leider keine Ahnung mit was das vergleichbar ist.

Ich fand es extrem abartig um ehrlich zu sein, am schlimmsten war extremes Zittern im ganzen Körper und üble Schweißausbrüche, dazu irgendwie Psychos, also Wahnvorstellungen/Alpträume usw. - da weiss ich aber nicht ob das auf den generell labilen Zustand meiner Psyche zu der Zeit zurückzuführen ist. Hab mich ne Woche zu Hause aufgehalten mit Krankschreibung und gewartet bis diese Zustände aufhören und allen um mich herum einfach gesagt es sei Grippe (was dem auch sehr ähnlich sah Laughing), hab von einem auf den anderen Tag die Tabletten nicht mehr genommen muss ich wohl noch dazu sagen, also war das dann "kalter Entzug" sozusagen.

Wahrscheinlich ist langsam runtergehen das Beste dann? Mir hat der Arzt damals gesagt es ist kein Problem das nicht mehr zu nehmen, allerdings habe ich das Zeug auch nicht so genommen wie er sagte, sondern mehr und häufiger und maße mir auch an zu behaupten, dass er nicht der beste Arzt war, denn sonst hätte er mir das gar nicht so verschrieben.

Viel Erfolg, mehr kann ich leider nicht beisteuern. Ich würde jetzt behaupten, wer einen Heroin- und Benzoentzug schon geschafft hat, schafft bestimmt auch Oxy, aber ja..ich kenne mich mit den anderen Sachen nicht aus.
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Nicole
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 15.09.2009
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2009 17:55    Titel: Re: Oxycodonentzug Antworten mit Zitat

[quote="PantoponJack"]Gibt es hier jemand der Erfahrung mit den Entzug von Oxycodon hat?

Wenn Du mir sagen kannst, was das genau ist?
Ist das sowas wie Codein?
Also ich habe ja auch schon Entzüge von Codein Heroin Metha und Bezos hinter mir, aber was der andere da so geschrieben hat, dürfte es dem Metha Entzug nahe kommen, oder?!
Also ich würde Dir auch raten auf Entgiftug zu gehen.
Is vielleicht besser.
Viel Glück

P.S Ich versuch auch grad mal wieder von Subutex zu entziehen und was mir hilft, ist Lyrika oder Gabapetin und ein haufen Diazepam helfen da auch immer ganz gut. Laughing
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Rote Zora
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2009 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Lyrika und Gabapentin...hm,hab ich noch nie von gehört...*grübel*

Was können die denn Nicole? Krieg ich die so inne Apo?
Wenn ich entgifte,dann auch von Subutex/Suboxone Wink
Schreib mal ein bißchen wenn Du magst Very Happy


Liebe Grüße
eine neugierige Zora Cool
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Verzweifelt
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 28.06.2009
Beiträge: 737

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2009 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war neugierig und hab gegoogelt:

[Inhalt aus urheberrechtlichen Gründen entfernt. Bitte beachte unsere Forenregeln! Das Suchtmittel.de-Team]
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Anita
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2009 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ist ein Opioid, ein starkes Schmerzmittel, deutlich wirksamer als Tilidin oder Tramadol meiner Erfahrung nach, was wie ich inzwischen herausgefunden habe irgendwie logisch ist, da es wesentlich potenter ist, soweit ich weiss aber weniger potent als Heroin. Es gibt die Dinger normalerweise als Retardprodukt, dadurch kann man die Wirkung halt ziemlich steigern - was gefährlich ist natürlich.
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Verzweifelt
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 28.06.2009
Beiträge: 737

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2009 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

@Suchtmittelteam: Auf der Seite von der ich es kopierte stand nix von Urheberrechtlichen Dingern.

Trotzdem ... Sorry
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hades
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2009 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

hallo panto-jack,hab grad deine geschichte gelesen.zu dem oxycodonentzug kann ich dir einiges sagen.ich muß dir wohl nicht erklären was oxycodon genau ist,nur soviel-es ist einer der stärksten halb synthetischen opiaten.früher(alte user werden sich erinnern)als eukodal im handel.und schon immer sehr begehrt.da du tägl. 20mg konsumiert hast ist der entzug durchaus ambulant machbar,wenn du ein wenig leidensfähig und willensstark bist.ich kenne alte user die lange zeit 100 mg oxycodon und noch mehr pro tag zu sich nahmen.versuche erstmal die dosis soweit machbar auf 2mal 8mg zu reduzieren(laß dir zum abmessen der dosis was einfallen zb. feinwage,oder die tabletten vierteln)geh runter auf 2mal 5mg und so weiter.das ist natürlich nicht so einfach,man muß sich ganz schön zusammenreißen.ich habe mich über diese zeit mit viel spazieren gehen,auch leichtes laufen(gut für den kreislauf,man kommt schneller wieder auf die beine)gutes essen,meinen freunden und ein wenig weed gerettet.eigendlich ist nur wichtig das du merkst was dir guttut,und es dann auch machst!warscheinlich hat da jeder sein eigenes rezept.nach meiner erfahrung ist es wichtig die reduktion von opiaten so schnell wie möglich durchzuziehen,sonst wird es zu einem ewigen entzug.mach dir einen plan,und zieh ihn durch!20mg tägl.ist wirklich nicht so tragisch.es wird dir ein paar tage ziemlich scheiße gehen,aber nach 4-5 tagen wird es auch langsam wieder aufwärts gehen.die andere möglichkeit ist(bei 20mg tägl. möglich),das oxycodon möglichst schnell zu reduzieren und ein paar tage ausschleichend tramal oder codein zu nehmen.das habe ich nach meinem letzten oxy-phase so gemacht.und es funktionierte gut.auch in diesem fall das schwächere opiat schnell ausschleichen.du tust dir keinen gefallen,wenn es zu lange dauert.sonst wäre es beinahe schon eine substitution von oxycodon,und das willst du ja nicht.also, hab keine angst,sei dir bewusst das es eine zeit ist, die dir einiges an kraft und wille abverlangt.versuch gut zu essen,trink viel flüssigkeit(am besten wasser-electrolythaushalt)das hört sich altklug an-aber ist eine erprobte sache!hoffe das du alles auf die reihe kriegst,und wünsche dir kraft für dein vorhaben. hades
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hades
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2009 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

sorry,hab jetzt erst gesehen das pantopon jack keine angaben zur tägl.konsumierten oxycodon mg.menge gemacht hat.ich war von 20mg.täglich ausgegangen.vom grundsatz ist mein oxycodon statement auch auf mehr oxycodon tägl. übertragbar,wobei die intensitiviät der entzugssymptome wohl doch deutlich ausgeprägter ausfällt.dann wird auch ein ausschleichen mit tramal,codein oder dyhydrocodein nicht so einfach!
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sotosay
Anfänger


Anmeldungsdatum: 06.11.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, alle miteinander!

Ich hab mich mal schnell angemeldet, um meine Erfahrungen damit zu schildern, da sie noch sehr frisch sind.
Vom Schmerztherapeuten bekam ich wegen allerlei Gelenk- und Rückenschmerzen zuerst Tilidin Retardtabletten verschrieben, die ich ich sehr schnell von 50 über 100 und 150 bis auf 200 mg pro Einzeldosis steigern musste und das zweimal täglich, da die Gewöhnung sehr stark war. Das waren meine ersten Erfahrungen mit Opioiden und verwandten Stoffen. Nach ca. 3 Monaten war trotz der maximalen Einzeldosis,die es als Tilidintablette gibt (200 mg + 16 mg Naloxon)) alles wie vorher. Die Schmerzen waren die selben, nur dass ich jetzt an den Tabletten klebte. Bei den ersten Einnahmen und den folgenden konnte ich auch den "berühmten" Opiateflash erfahren, der mich zwar schön matschig gemacht hatte teilweise, später dann eher aktiviert hatte, und der mich eigentlich etwas enttäuscht hatte. Naja es sollte ja eigentlich um meine Schmerzen gehen. Aber ich war auch neugierig, weil ich schon einige Drogenerfahrung hatte. Langjähriges Feiern mit Extasy, einer kurzen Speedphase, einigen Kokswellen, LSD bis zum Nervenzusammenbruch, den ich glücklicherweise selbst in den Griff bekam, Pilze (wachsen in meiner Heimat frei herum) und 17 Jahre Dauerkiffen, also täglich. Jedenfalls hatte ich nun meine Opiaterfahrung und war dann wie gesagt etwas enttäuscht, weil der Flash so leicht war und nicht weiter erhellend, als dass er diese matschige Gefühl bewirkte, wie man es von zuviel Extasy kennt, halt nur n bissl anders. Man ist nicht so aufgeregt. Zurück zu meiner Medikation. Als ich merkte, mein Tilidin nehm ich eigentlich nur für den Hersteller der Substanz ein, da er gerade gut an meinen Verschreibungen verdiente, ging ich zum Schmerztherapeuten und schlug ihm vor, etwas stärkeres auszuprobieren,worauf ich Targin 2 mal täglich 20 mg (+ 10 mg Naloxon) bekam. Wir hatten in der Zwischenzeit auch mit anderen Substanzen zusätzlich zum Tilidin experimentiert. Er verschrieb mir Mydocalm,als Muskelerschlaffungsmittel,welches nach 3 Tagen Dauereinnahme wirkungslos war. Weiterhin gab er mir Tetrazepam, welches extrem reinhaute. Es ist ebenso ein matschiges Gefühl, wie bei den Tilidin am Anfang oder wie bei Extasy, nur mit dem Unterschied, dass es einem fast die Beine weghaut, so schwach wird man. Man kann kaum noch laufen, man hat richtig weiche Beine und einen total zermatschten Kopf und kann wahnsinnig schnell einschlafen, deswegen hab ich es etwa einen Monat lang abends eingenommen, immer zusätzlich zum Tilidin. Bis ich merkte, dass ich mich nicht mehr an alles erinnern konnte, was gestern war. Das steht auch im Beipackzettel zu den Tetrazepam, ich glaube, es hiess anterograde Amnesie. Ausserdem stand da auch was von möglicher "Gewöhnung", also Abhängigkeit und das wollte ich dann auch nicht haben. Setzte es also wieder ab. Danach bekam ich als Zusatzmedikation Katadolon S Long, 24-Stunden-Tabletten, die als Schmerzmittel und muskelrelaxierend wirken sollten. Die nahm ich dann immer Abends zusammen mit den neuen Targin (Oxycodonpräparat) ein, was mir einen schönen ruhigen Rausch bescherte, der gut zum Einschlafen war und mir die Schmerzen einige Zeit nehmen konnte. Man musste es nur spät genug nehmen, denn die Wirkung liess relativ schnell wieder ab (nach ca. 3 h).
Nach 3-4 Wochen Targineinnahme bemerkte ich den gleichen Effekt, wie bei den Tilidin. Meine Schmerzen waren wieder da und die Einnahme war wirkungslos.
Dann kam das Erwachen: Eines Morgens vergass ich die Einnahme für ca. 3 Stunden und bemerkte, dass es mir überhaupt nicht gut geht. Und es wurde immer schlimmer. Ich fror, konnte mich nicht mehr konzentrieren und wurde schwächlich.
Mir dämmerte, dass es jetzt so weit war. Nach 5 Monaten Opioiden körperlich abhängig, obwohl in den Packungsbeilagen immer so schön geschrieben stand, dass es bei Schmerzpatienten nicht problematisch sei, diese Medis dauerhaft einzunehmen, weil sie es nicht wegen des Flashs machten, sondern weil das Schmerzmittel gezielt nur auf die Schmerzempfindung wirkte. Dies mag wahr sein, wenn man die psychische Abhängigkeit getrennt betrachtet. Für die körperliche Abhängigkeit gilt dies nicht!
Also nahm ich dann meine Tablette und es ging mir nach einer Stunde wieder besser. Alles klar!
Scheisse!
Abhängig!
Junkie!
Will ich nicht mehr!
Ich nahm die Targin noch ein paar Tage und bemerkte, dass sie auch nicht mehr die vollen 12 Stunden Retardwirkung besassen. Der "Affe" kam schon nach 11 Stunden und früher zurück und zehrte an meiner Befindlichkeit. Jetzt reichte es mir. Ich sagte meinem Schmerztherapeuten, dass ich da runter will, weil es total sinnlos war, mich weiter in der Abhängigkeit zu halten, da ja die Schmerzen voll zurück waren trotz Tabletten und höher dosieren wollte ich mich auch nicht mehr, aus Angst, gar nicht mehr loszukommen von dem Zeugs. Manche Ärzte sind da ja etwas brachial und dosieren ihre Patienten hemmungslos immer höher, das geht beim Targin dann schon in die Hunderte mg. Was ein Wahnsinn ist, wenn man sich die Morphinäquivalenzdosis zu Gemüte führt, deren Tabelle ich am Ende einfügen werde. Oxycodon ist bis zu 2 mal stärker als Morphin und demzufolge dem Heroin fast gleichwertig laut Tabelle.
Jedenfalls verschrieb mir der Schmerzi pures Oxycodon ohne Naloxon in 10er und 5 mg Dosierungen zum runterdosieren,weil es das 5er eh nur pur gibt. Was mich im Nachhinein etwas nachdenklich macht, denn ich merkte nach den 10er Tabletten wieder einen deutlichen Flash und ich bilde mir ein, dass das doch für die Runterdosierung gar nicht zuträglich ist, wenn plötzlich die reine Substanz, wenn auch in verringerter Dosis am Wirken ist. Na gut! Ich hatte die Nase trotzdem voll und nahm 10 mg über 2 Tage und ging dann auf 5 mg runter ebenfalls für 2 Tage, was relativ harmlos verlief, ausser, dass nach 10 - 11 h der Affe schon am Nörgeln war, aber das nahm ich in Kauf. Diesen Montag war dann mein erster Tag ganz ohne. Scheisse! Keine Kraft mehr, Kältegefühl ohne Ende, laufende Nase ab und zu und depressive Verstimmung. Dazu kam noch, das meine Freundin, die 250 km weit weg wohnt und zu der ich nächste Woche ziehen werde, selber stark im Stress und darum ziemlich schlecht drauf war. Ich dachte an Selbstmord. Glücklicherweise half mir eine andere Freundin mit ihrem Anruf über den ersten Abend und nahm mir meine schlechten Gedanken. Am nächsten Tag kaum Besserung. Ich konnte nicht besonders weit laufen beim Einkaufen und dachte am Ende, ich schaffe es nicht bis nach Hause vor Schwäche. Dann sass ich die ganze Zeit nur am Ofen und fror. Dazu kam noch,dass ich eine neue Matratze hatte, übers Internet bestellt und die natürlich komplett falsch war für mein Rückenproblem. Kauft euch nie eine Visco-Kaltschaum-Mischung, das ist der Rückenkiller. Lieber etwas hartes, was keine Kuhlen bildet, aber das nur nebenbei. Am Mittwoch bemerkte ich erstmals eine leichte Besserung. Aber ich war immer noch sehr down und pessimistisch. Donnerstag merkte ich dann, es wird doch noch besser und heute, am Freitag geht es mir schon wieder relativ gut. Ich bin sehr froh, dass das endlich vorbei geht und ärgere mich etwas über die Praktik mit den Oxycodon, die es in 5er mg nur als Reinpräparat gibt, was einen meiner Meinung nach wieder etwas zurückwirft. Auch ärgere ich mich über alle Orthopäden, die ich bisher besucht habe, und die es sich allesamt viel zu leicht machen. SCHANDE ÜBER EUCH!
Ich habe mir in einer Buchhandlung ein Buch "zugelegt", welches schweineteuer und eigentlich nur für Ärzte geschrieben war, das "Praxisbuch Wirbelsäulenschmerz".
Darin erfuhr ich, welche Diagnoseverfahren ein Orthopäde anwenden sollte, um die Diagnose zweifelsfrei festzustellen. Auch wenn ich nur 1/10 von allem verstand, sah ich, dass von 10 Orthopäden, die ich in meiner Leidenskarriere aufsuchte, nur eine Doktorin einige der vorgeschriebenen Untersuchungen an mir vornahm, aber bei weitem nicht alle. Insgesamt müsste ein Orthopäde ca. 1-2 Stunden mit einem Patienten verbringen und einige Dutzend Tests durchführen. Beweglichkeitstests, Reflexproben, Sichtdiagnose, Tastdiagnose, sogar in die Schuhe sollte er schauen, um einige Dinge zu erfahren, wie der Patient beim Laufen agiert. Wer mit dem Rücken oder Gelenken zu schaffen hat und unzufrieden ist über seine Behandlung, der sollte sich dieses Buch beschaffen, um seinem Orthopäden mal auf den Zahn zu fühlen! ISBN 3-13-129211-3
Zufälligerweise hab ich sogar eine Buchvorschau bei GoogleBooks entdeckt:
http://books.google.de/books?id=A9P-ZTIZBmUC&printsec=frontcover&source=gbs_v2_summary_r&cad=0#v=onepage&q=&f=false

Meine Schlussfolgerung aus meinen Erfahrungen: Ärzte sind nur noch dazu da, um den Menschen in Verbund mit den Krankenkassen und den Pharmaunternehmen das Geld aus der Tasche zu ziehen und ihn möglichst lange in Abhängigkeit zu halten,wobei Privatpatienten zwar etwas besser behandelt werden und einige zusätzliche Behandlungen angeboten bekommen, für sie aber im Grunde das gleiche gilt, aber das nebenbei.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass in Deutschland eher mal Schmerzmittel verschrieben werden, anstatt dass an die Wurzeln der Probleme gegangen wird. Dabei scheint es so zu sein, dass man hochwirksame Schmerzmittel nur als (abhängigmachende) Dauermedikation bekommt und nicht, um einzelne Schmerzphasen kurzzeitig zu überbrücken. Da greift der Hausarzt immer noch zu gern zu magen- und darmschädigenden Mitteln wie Diclofenac, Voltaren und Ibuprofen, die bei mir zwar auch gut gegen die Schmerzen wirken, aber leider sofort zu Darmblutungen führen, da ich mit Colitis Ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung) vorgeschädigt bin. Also es sind schon einige Umstände sehr bedenklich im Umgang der Krankenkassen und Ärzte mit den Patienten. Darum hilft nur Bildung und ein gesunder Menschenverstand. Und Bewegung.
Entschuldigung auch nochmal, dass ich hier etwas weiter abgeschweift bin, aber ich wollte, dass mein Beitrag anderen ähnlich vorgeschädigten Menschen auch helfen kann, falls diese über Google hier landen sollten. Danke!

Hier noch die Tabelle von Wikipedia zur Morphinäquivalenzdosis der verwandten Drogen:

Name ↓ relative Potenz ↓
Sufentanil 1000
Remifentanil 200
Fentanyl 120
Alfentanil 30-40
Buprenorphin 30
Hydromorphon 7,5
Levomethadon 4
Oxycodon 1,5-2
Diacetylmorphin (Heroin) 2,5
Methadon 2
Hydrocodon 1,5
Morphin 1 Referenzsubstanz der Opioide
Piritramid 0,7
Nalbuphin 0,5-0,7
Pentazocin 0,3
Codein 0,2
Dihydrocodein 0,2
Pethidin 0,1
Tramadol 0,1-0,2
Tilidin 0,1-0,2
Naloxon 0,01 gegen 0
Naltrexon 0,01 gegen 0
Loperamid 0,01 gegen 0
Apomorphin 0,01 gegen 0

Die vollständige Tabelle bei Wikipedia unter "Opioide"
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Frank Special
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.09.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2010 20:06    Titel: Erfahrungsbericht Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe seit 3,5 Jahren Oxycodon mit steigende Dosierung bis zuletzt 3-5 x 80 mg Tagesdosis eingenommen. Dabei traten trotz der sehr hohen Dosierung relativ wenige Nebenwirkungen auf. Größtes Problem war chronische Müdigkeit, was problematisch war, da ich noch Vollzeit berufstätig bin. Dieses Problem ließ sich nicht mehr vor den Kollogen und insbesondere den Chefs verbergen und hätte langfristig meine Kündigung bedeutet.
Ich habe in diese 3,5 Jahren 18 Ops mitgemacht und mich trotzdem dazu durchgerungen, eine weitere auf meine Veranlassung zur Verbesserung meiner Schmerzsituation durchzuführen. Dies ging leider schief, so daß ich 2 Tage später Nr. 20 als Not Op über mich ergehen lassen mußte. Danach sah es erst nicht gut aus und ich war ziemlich verzweifelt. Mein Zustand hat sich aber den folgenden Wochen erheblich verbessert. Die Schmerzen konnten wesentlich reduziert werden. Das eigentlich Ziel der freiwilligen OP scheint nun in greifbarer Nähe zu sein. Als Ergebnis habe ich ca. 3 Monate nach der OP der mit sicherheit nicht gerade einfache Entschluss gefaßt mit dem Entzug zu beginnen.
Aufgrund der gebotene Dringlichkeit starte ich gleich mit großen Schritten. Max. 3 x 80 mg. Das hat aufgrund der reuzierten Schmerzen sehr gut geglabt, woraufhin ich muttiger wurde und die Dosis in einem Schritt auf 4 x 40 mg reduziert habe. Das habe ich dann schon heftiger gemerkt, zudem war damit eine Dosierung in der Nacht notwendig. Kurz vor der nächsten Dosis treten immer stärker werdende Schmerzen an Armen und Beine auf. Zusätzlich treten zu verwschiedene Zeiten starke Schweißausbrüche auf. Zusätzlich natürlich innere Unruhe, etc..
Heute bin ich auf 2 x 40 mg runtergegangen. Ich weis aber erst morgen früh, ob das klappt. Vielleicht muß ich auch bereits am frühen Morgen die nächste Tablette einnehmen. Der zeitliche Ablauf war also in etwa 1 Woche runter auf 3 x 80, dann halbiert auf 3-4 x 40 und nach 1 Woche schließlich rutenr auf 2 x 40. Der Erfolog des letzten Schrittes muß sich allerdings erst noch zeigen. Aufgrund des gestörten Verdaugungstraktes hält die Wirkung keine 12, sondern höchtens 6-8 Stunden an. Ich werde also lieber die Einzeldosis auf 20 mg reduzieren. Morgen hohle ich mir die schwächeren Tabletten, da sich die 80mg nicht gut vierteln lassen. Bereits mit dem ersten Schritt ist, auch nach Aussage meiner Kollegen, eine erhebliche Verbesserung im Sinne der reduzierten Nebenwirkungen aufgetreten. Ich bin mir jedoch sicher, das ich daß nicht geschafft hätte, wenn meinen Schmerzsituation sioch grundsätzlich verbessert hätte. Ohnen Beseitigung der Ursache ist das wohl ohnen ärztlichen Beistand kaum zu realisieren. Bin mir z.Z. noch nicht im klaren, ob ich ganz auf Null fahren soll, oder eine kleine Erhaltungsdosis benötige. Würde mich über Erfahrungen von anderen Betroffenen in dieser Hinsicht sehr freuen.
Auf jeden Fall kann ich euch nur Mut machen. Es ist bei entsprechenden Vorraussetzungen auch im Selbstversuch zu schaffen.
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cmbt111
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 382

BeitragVerfasst am: 7. Sep 2010 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Moinsen,

das einzige was richtig ist Oxycodon ist potenter! Aber im die Dosis macht das Gift!

Lange Zeit selbst Oxyc. genommen, daß nur als Hintergrund!

Oxycodon wirkt hauptsächlich am Kappa Rezeptor und ist dadurch um einiges weniger sedierend als viele andere Opiate/Opioide die haupts. my Agonisten sind!

In der Medizin wird es auch gerne als Rescue Medik. genommen für die Patienten die z.B. mit Morphin nicht klar kommen und den ganzen Tag schläfrig sind!

Eigene Erfahrung zeigten mir, daß 80 -120mg Oxycodon mit 700 - 900mg Dihydrocodein absolut austauschbar sind. Wobei DHC noch deutlich sedierender wirkt!

greetz der Pseudopharmakologe Wink
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count_zero
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.11.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2010 19:11    Titel: Ausschleichen mit Kratom Antworten mit Zitat

Ganz klar ist: Oxycodon sollte man nicht zum Spaß nehmen.
Ich habe es (2x 40mg) wegen heftiger Schmerzen ca.3 Monate genommen. Anfangs hatte ich keine Nebenwirkungen, aber seit mehr als 2 Wochen aber bin ich nur noch müde und werde nicht mehr richtig wach. Mir ist speiübel und ich kann kaum noch etwas essen. Dazu kommen noch andere häßliche Nebenwirkungen.
Deshalb habe ich mir einen Entzug vorgenommen. Zunächst habe ich die tägliche Dosis halbiert, nach 2Tagen die Tabletten mit einem Skalpell weiter geteilt und die Dosis auf ca 10mg pro Tag gesenkt.
Igendwo habe ich gelesen, dass Kratom früher in Thailand zum Opiumentzug benutzt wurde.
Ich habe mir einiges an Kratomextrakt besorgt und nehme 2x 1g täglich zum Absetzen dazu.
Das scheint die Entzugssymptome in Grenzen zu halten. Ich fühle mich zwar krank, aber der blanke Horror ist es nicht.
Auf jeden Fall werde ich zu harmloseren Schmerzmitteln zurück kehren.
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 12. März 2014 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Und sorry das ich auf so einen alten Thread antworte.

Wurde vor 5 Jahren an LWS operiert
und vor einem Jahr ging es wieder los.
Wurde auf Targin eingestellt zuletzt nahm ich
4x 40mg also 4x4 Tabletten. Aber da sich Targin
irgendwie verselbstständigt hat will ich mit dem
Kram aufhören weil war nur noch depri.
Montag habe ich 120mg genommen also 3x4 und
gestern morgens 70 und abends 10 also 80mg.
Heute habe ich nur bis jetzt 20mg genommen.
Wann wird der Entzug am schlimmsten sein und
wielange wird der Entzug dauern ?

Ich kann einfach nicht mehr, nur noch depri
und weinanfälle. Das kann ich meiner Frau und Kinder
nicht mehr antun , will einfach von dem kack Zeug weg.

Würde mich freuen wenn jemand mir hilft.

MfG stryker3
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Kamikaze1970
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 285

BeitragVerfasst am: 13. März 2014 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Menge kannst du wirklich ambulant langsam, wie schon beschrieben, abdosieren. Und wenn es gegen 0 geht, kann etwas Lyrica und/oder Benzo´s für die schlimmsten Tage wirklich gut helfen.
Ich habe letzes Jahr im Januar in Klinik von mind. 200mg Oxy´s/ Tag entgiftet.
Tageweise waren auch mal 6 oder 7 Stück 40mg, die ich nahm.
Muss dazu sagen, das ich vorher viele Jahre Methadon oder Heroin genommen habe. Und es leider immer noch mache, aber das ist andere Geschichte.
Aber es ist wohl dein erster(und hoffentlich letzter) Opioidentzug, von einer niedrigen Dosis. Nur nehme weder das Pregabalin(Lyrica) noch Diazepam, Lorazepam,Clonazepam o.a.Benzodiazepine länger als höchstens eine Woche ein.
Auch wenn in der Packungsbeilage oft etwas von "nicht länger als 2-3 Wochen nehmen, ohne ärztliche Anordnung" steht- das halte ich für zu lang.
Zumindest bei mir und paar anderen war das absetzen von bspw.Diazepam nach 3 Wochen täglicher Einnahme zumindest unschön. Natürlich noch kein körperlicher Entzug, aber ich habe mich schon sehr gehetzt, unruhig, gereizt usw.gefühlt.
Ich wünsche dir viel Glück und Durchhaltevermögen, vor allem wenn ein kleiner Teufel in dir drinnen irgendwann in paar Monaten/Jahren einflüstert, EINMAL nur kannst du dir ja noch einmal etwas einschmeißen, hast dir ja bewiesen das es ohne gut geht und damit eigentlich auch verdient... Twisted Evil
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