Meine Aggressionen: alles ist beschissen

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Silence
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.05.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 8. Okt 2009 18:40    Titel: Meine Aggressionen: alles ist beschissen Antworten mit Zitat

hallo!

ich wende mich an euch weil ich lange im internet rumgeschaut habe ob ich zu dem thema was finde..aber irgentwie gibts wohl nicht viel dazu.ich habe seit etlichen wochen folgendes problem:

zu meiner vorgeschichte: ich konsumiere jetzt seit ca. 2 1/2 jahren täglich speed, zwischendurch mehr, zwischendurch weniger.
mache eine ausbildung zur bäckerin und deshalb hat sich dieser rhytmus halt angepasst, dass ich vor der arbeit (zwischenzeitlich auch während) eine nase hatte, und mir mittags dann einen geraucht habe um zu pennen, was nicht heißen soll das ich es der ausbildung in die schuhe schiebe das ich abhängig bin, was ich definitiv bin!
nach dem aufstehen gegen abend dann noch eine, oder auch 3-4 um wieder klar zu kommen und zum schlafen gehen nochmal ne ordentliche tüte dazu.
nunja, das geht jetzt wie gesagt schon eine ganze zeit lang so, habe mitlerweile gut 20 kg abgenommen, bin aber schon wieder soweit mit dem konsum zurückgegangen das ich während/vor der arbeit nichts mehr ziehe, und auch die letzten 2-3 tage sogar geschafft habe es ganz zu lassen.


so, nun zu meinem kleinen anderen problem, welches ich den lieben drogen zu verdanken habe..

ich komm überhaupt nicht mehr zurecht, sei's in der schule, in der ich mir grob geschätzt 1-2 g reinziehe damit ich überhaupt denke das ich klarkomme, oder allgemein in meinem alltag. ich kann nicht mehr vor die tür gehen, aber auch nicht in meinem zimmer bleiben, weil ich ncihtmehr weiß wohin mit mir. und das auch wenn ich nicht konsumiere.

ich platze innerlich vor aggressionen, es ist echt nicht mehr zum aushalten. ich bin so krass gereizt das ich nur ein geräusch hören muss, was grade nicht passt, selbst wenn es passt, ich raste aus. laute musik, laufen, joggen, rad fahren & selbst boxen bringen mich dann nicht mehr runter. ich weiß überhaupt nicht wohin mit mir. letzte woche hab ich mir vor lauter wut meinen ganzen arm verbrannt weil ich eine zigarette rauchen wollte, und der tabak zu lasch war. das hat mich so aufgeregt das ich sie kurzerhand auf meinem arm ausgedrückt habe. ohne nachzudenken. ich hab langsam angst vor mir selbst, und andere leute sprechen mich auch nicht mehr an weil jeder weiß das ich wegen jedem bisschen an der decke klebe.

ich weiß das es vom langzeitkonsum kommt, klar, wär auch blöd wenn ich mich da selbst anlügen würde. ich versuch's schon zu reduzieren aber dadurch wird's nicht besser. ich hab diese anfälle, wo ich komplett die beherrschung und kontrolle verliere mitlerweile 4 tage in der woche ca.

ich hasse dann andere leute, die politik, die gesellschaft, tiere, autos, musik, fernseher, einfach alles was ich sehen/hören/''ertragen'' muss dann..
was kann ich nur machen das es besser wird?
mit den drogen aufhören, gut, den spruch kann sich jeder hier schenken, denn das weiß ich selbst das es wohl doch mal langsam schnell zeit wird!

kennt ihr solche gefühle, diesen hass, dieses abgrundtiefe gefühl das ALLES beschissen ist und ihr alles kurz und klein hauen wollt? ich weiß nicht mehr wohin mit mir, wäre echt lieb von euch vielleicht auch mal zu hören ob ihr damit erfahrungen habt oder wisst was ich vielleicht tun kann um zumindest diese momente irgentwie zu bewältigen!

lieben gruß, silence
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Trini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2009 03:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silence

hast du dich eigendlich mal jemanden anvertraut aus deiner Umgebung?
Freunde/Familie

Ich rate dir schnell eine Bratungstelle aufzusuchen denen du dich mal anvertrauen solltest.

lg
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Silence
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.05.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 21. Okt 2009 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

ja, ich habe mit einer freundin drüber gesprochen die mir sehr nahe steht, momentan aber auch in einer schwierigen phase steckt und eigentlich genau die selben ausraster bekommt wie ich.

sie wusste sich auch keinen rat, und alle anderen die es mitbekommen haben, 2 freunde um genau zu sein, halten sich mitlerweile zurück wenn sie merken das die nächste halbe stunde kommt, in der man mich nicht mal annähernd ansprechen darf. ich habe mich dann wirklich absolut nicht mehr im griff, was nicht heißen soll das ich handgreiflich gegenüber anderen werde!

ich weiß nicht, ich halte nicht viel von beratungsstellen und ich habe angst, da meine mum sehr bekannt ist hier, wohne in nem kleinen dorf, das irgentwer mitbekommt das ich dort hingehe.
meine ma wusste von den drogen, denkt aber das ich wieder 'normal' bin.

ach ich weiß auch nicht, mir steigt alles über den kopf. habe richtige endzeitstimmung Sad
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Verzweifelt
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 28.06.2009
Beiträge: 737

BeitragVerfasst am: 21. Okt 2009 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Die Aggros und Endzeitstimmungen die du hast sind auf Speed und auch auf Koks normal.

Da du nix darüber hören willst aufzuhören, musst du weiterhin diese Launen schieben. Sorry.

Bei einem täglichen Konsum seit 2,5 Jahren kann man schon von Sucht sprechen. Deshalb gibt es kein Hü oder Hot, wenn du was ändern willst musst du den Kreislauf allein durchbrechen oder den Weg zur Drobse gehen.
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Silence
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.05.2009
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 22. Okt 2009 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe nicht gesagt das ich nicht aufhören will, aber ich weiß beim besten willen nicht wie!

das erste problem ist das ich meinen rhytmus halten muss, ich steh nachts um viertel vor 2 auf, ziehe, geh arbeiten bis ca 12 uhr mittags, danach rauch ich mir einen, schlaf 3-4 stunden und steh dann wieder auf, meistens brauch ich dann schon ne nase um überhaupt aus dem bett zu kommen, und bevor ich so gegen 22.30 wieder versuche einzuschlafen rauche ich mir meist noch einen.

so, wenn ich jetzt nicht mehr konsumieren würde, würde ich wenn ich mich mittags hinlegen, bis abends um 19 uhr oder noch länger schlafen & komme danach auch überhaupt zu gar nichts mehr!

mal abgesehen davon das sich jezz alle denken das ich es als grund vorschiebe das ich dann nicht mehr auf die arbeit klar komme, ich hab's jezz des öfteren ausprobiert, klappt auch 2-3 tage, aber danach schlafe ich nachmittags viel zu lange und komme logischerweise abends nicht passend ins bett, verschlafe dann. mittags nicht hinlegen und dafür abends um 7 pennen zu gehen ist ohne zu konsumieren nicht zu schaffen, weil ich wenn ich 10 std gearbeitet habe echt im arsch bin!
dadurch das es zur 'normalität' übergegangen ist macht es das ganze natürlich auch nicht einfacher.

naja..
ich will so nicht weitermachen, das steht fest.
ich war damals schon in therapie, und auch stationär war ich ca einen monat lang in behandlung wegen depressionen und selbstverletzung (der grund der einweisung waren suizidgedanken ect. ( psychologen brauchen nicht wirklich einen grund um jemanden in eine klinik zu verfrachten..). ich weiß nicht ob mir eine therapie was bringt, und meine ma hat als sie alles rausbekommen hat bei der drogenberatungsstelle angerufen, dem kerl geschildert was im moment so los ist mit mir, und er sagte nur, er würde nicht verstehen warum ich die ausbildung nicht schmeiße. er habe sonst nur drogis die vergewaltigt worden sind oder geschlagen oder sonst nicht was, er würde meine form von konsum als unbegründet empfinden.

ganz ehrlich, jemandem der es unmöglich findet das ich konsumiere & in eine sucht gelangt bin soll ich noch erzählen wie ich mich fühle? nein, echt nicht. dadurch ist mein vertrauen gegenüber solchen leuten echt auf's minimum geschrumpft, denn es war vorher schon nicht das beste!

lieben gruß!
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Johnny
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 23. Okt 2009 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kenne ich alles. Die Wahrheit ist: es wird nie besser werden! Es wird sich vielleicht mal zeitweise besser anfühlen, aber besser werden wird es nicht. Entweder du bist mit viel Geld auf die Welt gekommen und gehörst zu den Privilegierten; oder man wird alles dafür tun, damit du dein Leben lang "kleine Brötchen" backen musst (damit die wenigen Anderen privilegiert bleiben!). Im Gesellschaftlichen wie im Privaten. Denn es ist nicht "'Genug für Alle" da, deshalb wird man dich arbeiten lassen und dir sogar (notfalls) dazu Drogen geben...
So sieht es aus! Langweiliges Fernsehen, einfallslose Freunde, schlechtes Essen und 11 Monate Knüppeln für 3 Wochen Urbaub... und zwar dein Leben lang - bis du alt wirst. Dann gehts dir noch schlechter. Mit Drogen hat das erstmal überhaupt nichts zu tun!
Wenn dir das nicht passt, musst du die Konsequenzen ziehen. Drobs kannst vergessen - dort sind die ganz großen Scharlatane! Die schicken dich auf einen erfundenen Weg, der kein Ziel hat... Es gibt dafür keine Lösung im Leben!
LG
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Dany2005
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 30.03.2009
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 24. Okt 2009 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

naja, also das sehe ich jez aber doch anders
ich kenne solche gedanken und auch stimmungen, die teilweise auch mal länger dauern können

aber macht euch bewusst, das ist teil der krankheit die depression heisst
das ist kaum die wirklichkeit

die kunst ist es einen weg zu finden, der für einen passt an dem ort der einem gut tut und mit den menschen die zu einem passen

ich weiss auch, es gibt miese berater und therapeuten

ABER ich weiss auch, dass man nachher denkt: mein gott wie mies warst du damals drauf, als du solche dinge gedacht hast, wie jonny sie gerade beschrieben hat

DAS ist nicht etwas, was für immer bleibt, ich weiss es, weils bei mir so war

ich weiss heute, dass solche gedanken davon kommen, weil man krank ist

ich habe gute therapeuten gefunden (gestalttherapie) die musste ich selbst bezahlen
investiert euer geld statt in drogen in einen guten therapeuten
ich habe wie gesagt sehr sehr gute erfahrungen gemacht
das wars wonach ich gesucht hatte
leider wird gestalttherapie nicht von den kassen bezahlt, aber jeder cent wars wert
dass man ganz alleine nicht auf andere ideen kommt, denke ich schon
DANN kann es echt passieren, dass das leben so beschissen, hoffnungslos und dunkel bleibt
aber man hat sehr wohl die chance wirklich ganz andere erfahrungen zu machen, wenn man nicht zu früh aufgibt
das ist meine meinung die auf meinen eigenen erfahrungen beruht
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aint ez
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.11.2008
Beiträge: 398

BeitragVerfasst am: 29. Okt 2009 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

das ist eine phase wo du durchmusst kennen wir alle.musst die zähne zusammenbeissen.
auf regen folgt sonnenschein
mich macht speeddie tage danach auch irre agro aber nach 1 woche habe ich es hinter mir
du wirst merken wie es dir langsam besser geht wenn du es schaffst und dann wird auch der gedanke mit ganz aufhören reifen.
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