Ritalin . Muß das wirklich sein?

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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2009 23:31    Titel: Ritalin . Muß das wirklich sein? Antworten mit Zitat

Hallo an Euch alle!
Vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben? Mein Sohn (bald 9 Jahre) bekommt nun seit seinem 6. Lebensjahr Ritalin, da die Diagnose ADHS gestellt wurde. Seit gut einem Jahr 30 mg pro Tag. Meinem Sohn bringen diese scheiß Pillen meiner Ansicht nach leider gar nichts. Mein Sohn will diese Pillen auch nicht mehr nehmen, da er immer sagt er habe dann keinen Appetit u.a. Er ist dann auch nicht er selbst. Nachdem er die Pillen eine halbe Stunde genommen hat wird er sehr ruhig. Sein Kinderarzt hilft mir auch nicht wirklich weiter, er hat mich damals noch nicht einmal über die Nebenwirkungen aufgeklärt. Alles was ich jetzt weiß habe ich selbst in Erfahrung gebracht. Ich habe mir vor kurzem ein Buch über ADHS gekauft in dem eine Liste ist, wie Ritalin auf das Gehirn wirkt. Grauenvoll einfach grauenvoll welche Schädigungen Ritalin verursacht und 3 Ursachen davon sind bei meinem Sohn bereits aufgetreten.
Mittlerweile gebe ich ihm ein Nahrungsergänzungsmittel (Blaugrüne Afa-Algen) die bei ADHS-lern sehr gut wirken sollen. Aber bisher habe ich noch keine Wirkung gesehen. Allerdings kann die Wirkung auch erst nach ein paar Monaten einsetzen. Aber das gute daran ist, daß diese Afa-Algen 100 % von Algen sind. Also wenn ihr noch ein paar Ratschläge für mich habt, dann meldet euch bitte bei mir.
Danke
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Johnny
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 00:29    Titel: Re: Ritalin . Muß das wirklich sein? Antworten mit Zitat

Tania1972 hat Folgendes geschrieben:
Ich habe mir vor kurzem ein Buch über ADHS gekauft in dem eine Liste ist, wie Ritalin auf das Gehirn wirkt. Grauenvoll einfach grauenvoll welche Schädigungen Ritalin verursacht und 3 Ursachen davon sind bei meinem Sohn bereits aufgetreten.

Gestern habe ich einem Vortrag von Dr. Bernd Wessel (Fachklinik Kamillushaus Essen) über ADHS etc. beigewohnt. Und wie gewohnt erfährt man dort stets, dass in den meisten Fällen die besagten Medikamente helfen und gut verträglich seien. Dem kann ich aus eigener Erfahrung widersprechen! Nach acht Wochen Methylphenidat und 10 Monaten Amfetamin hatte ich die Nase voll. Ganz nebenbei verhindert das Zeug, dass man sexuelle Höhepunkte erleben kann - ich würde dies auch nicht einem 8jährigen abschneiden wollen; ich spreche aber als Erwachsener. MPH macht ziemlich wenig Sinn als Alternative zu Amfetamin. Jedoch finde ich "echte" psychoaktiv wirkende Substanzen (LSD, XTC) besser, weil: andere Medikamente schneiden immer irgendwo etwas ab (wo schon an anderer Stelle etwas fehlt...). Sie schneiden somit grundsätzlich Lebensqualität ab! ...
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Johnny
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

[2] Und fehlende Resonanz im Netz bestätigt, dass überall das Thema des Scheiterns total vertuscht wird. Auf keiner Packungsbeilage werden die real zu erwartenden Nebenwirkungen ehrlich beschrieben. Und in Internetforen wie "Anderswelt ...", herrscht resolute Einschränkung der Kritik. Nach einer Meinungsverschiedenheit zwischen Dr. Winkler und einem Betroffenen (mir), mochte man dort keine offene Worte mehr zulassen; nach dem Willen der Forenadministration. So ist man gezwungen, über die wahren Zusammenhänge eigene Spekulationen anzustellen und Wissen zu sammeln. Das übliche Spiel: Ärzte wissen alles, Patienten wissen gar nichts.
Aus diesen Erkenntnissen resultiert meine Abneigung gegen "alles, was verschrieben werden kann". Wogegen nicht einmal ein Argument zu finden ist. Wenn ich aber nun sage, dass 30mg MPH oder -wie in meinem Fall- bis zu 100mg MPH ^^ 30mg Amfetamin keine nebenwirkungsarme Behandlung sind, dann sei mir erlaubt zu behaupten, dass eine Tablette Ecxtasy diesbezüglich vermutlich nebenwirkungsfrei bliebe...
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Johnny
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 00:56    Titel: Antworten mit Zitat

[3] ...worauf ich hinaus will ist, dass ich nicht glaube, dass Algen eine wirksame Medikation darstellen. Dafür sind die prägenden Symtome des ADHS zu impulsstark. Auch echte, starke Medikamtente setzen nur bei sekundären Symtomen zur Linderung an, gegen Ursachen oder für den Ausgleich eines genetisch bedingenden "Defizits" sind sie machtlos.
Desweiteren geht man davon aus, dass die Wirksamkeit des MPH bei jeder Akzeptanz nach rund 5 Jahren [3-10J.] gegen Null geht. Das heißt, spätestens in der Pupertät sieht sich dein Sohn mit einer völlig neuen Problematik konfrontiert. Und du.
Welches sind die in deinem Buch erwähnten Schäden, von denen du geschrieben hast?
Und welche davon findest du bei deinem eigenen Kind?

LG
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violet
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 03.11.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

Grüß Dich,
ich verstehe dich nicht. Wenn du davon überzeugt bist das DEIN KIND
ohne Medikinet besser dran ist, warum gehst du nicht zu einem Kinder Psychater. Es gibt viele Möglichkeiten mit ADSH umzugehen.Verhaltenstherapie, Zucker kann auch erleichterung bringen.
Die Frage ist doch auch immer wie gut er ohne Medis durch Schule und
andere Lebensabhängigen Situationen kommt.?
Kommt er in der Schule klar? Kann er sich Konzentrieren?
Verstehe mich nicht falsch. ich bin weder ein Befürworter noch Gegner von Ritalin. Ich glaube wenn es gut dosiert und Therapeutisch begleitet ist, kann es eine Möglichkeit sein. Muss aber nicht . Wenn du als Mutter den Anforderungen gewachsen bist, die ein ADHS Kind mit sich bringt, ist das schon die halbe Miete für das Glück deines Sohnes. Hoffe du kommst mit meiner Art klar. Wenn du Lust hast kannst zurückachreiben. Habe Erfahrung mit ADHS Kidis und oder ohne Ritalin so long violet
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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Johnny,
also folgegende Gerhirnteile, deren Funktion durch die Einwirkung von Stimulanzien gestört werden können und deren Auswirkung sind (ich zähle jetzt nicht alles auf):
die Hirnrinde - verschlechterte mentale Aktivitäten, inklusive Inteligenz und Sinneswahrnehmung
Frontallappen - Verminderte Initiative und Autonomie, Vernunft, Einfühlungsvermögen - kurz, das was den Menschen ausmacht. Emotionale Abstumpfung und zombie-artiges Roboterverhalten können verursacht werden. (dies trifft schon einmal auf meinen Sohn zu, vorallem das Roboterverhalten)
Basalganglien - Abnormale Bewegungen, Gemütsabstumpfung und roborterhaftes Verhalten (trifft ebenfalls auf meine Sohn zu)
Retikuloendotheliales System - Vermindert Energie, Wachsamkeit, Selbstbewußtheit und Reaktionsfähigkeit (das Fettgedruckte trifft auch auf meinen Sohn zu)
Hirnanhangdrüse - stört das Wachstum, die Funktion der Schilddrüse, der Nebennieren, die Sexualfunktionen und die generelle Reaktion auf Streß (trifft auch auf meinen Sohn zu)
Parientallappen - Verschlechterte Integration und Verständnis von Sinneseindrücken, Sprache und Selbstbewußtsein (trifft ebenfalls auf meinen Sohn zu).
Wie gesagt dies ist nur ein Teil davon.
Na, ja und den den Afa-Algen: an Naturheilprodukte glaubt nun mal nicht jeder, allerdings ist schon bewiesen, daß sie sogar bei Parkinson Patienten wirken, nur tragen es leider die Kassen nicht und es geht mit der Zeit ins Geld. Ich zumindest werde es erst mal testen. Dieses Produkt wird ihm auf jedenfall nicht schaden.
LG
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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo violet,
das ist es ja eben, ohne Ritalin kann er sich eben nicht in der Schule konzentrieren. Und in welcher Hinsicht kann Zucker bei ADHS helfen? Wie ich ja schon gesagt habe unser Kinderarzt hat mich damals nicht wirklich aufgeklärt was man darf und was man nicht darf. Selbst die Klinik, die bei meinem Sohn damals ADHS diagnostiziert hat, hat mir nichts dazu gesagt. Wäre echt nett, wenn du wirklich damit Erfahrung hast, wenn du mir ein paar Ratschläge geben würdest.
LG
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Johnny
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Das hört sich nicht gut an. Freiwillig würde ich nicht nochmal so etwas durchmachen wollen!
Ich empfand z.B. die Schule als pures Gift für mich. Die ersten Anzeichen dafür sind die generellen Stressreaktionen. Diese sind bei ADHS per se da und werden auch durch Ritalin nicht beseitigt. Aber in einen anderen (Zeit)Rahmen verschoben. Verständlicherweise tauchen diese Stressreaktionen unter den MediNW erneut auf. Aber nach dem Abklingen des Ritalin treten soche Störungen ebenfalls auf: entweder als Rebound des ADHS, oder als Nerevenreaktion auf das Medikament . Je nachdem, ob das Amfetamin/Ritalin z.B. jeden Tag [Geräuschempfindlichkeit, Abwensenheit, Zappeln] oder vor einer Woche [Lichtempfindlichkeit, Reizbarkeit, Stupor] eingenommen wurde... [diese Gegensätze zu behandeln, ist völlig aussichtslos!]- Beide, sämtliche Wirkungen kenne ich an mir selbst und Andere bestätigen sie zu hundert Prozent. Subjektiv fühlt man sich in jedem Fall behindert.

Das Produkt Ritalin war ursprünglich "Ausschuß", wegen seiner geringen Wirksamkeit. Die Frau des Erfinders dopte sich damit zum Tennisspielen. Es ermöglicht auch stundenlange Konzentration ("chemische Scheuklappe"). Nur erfordert es auch die passende Aufgabe! Im ständigen Alltag ist dieses Medikament darum nicht tauglich und führt zu den von dir genannten Spätwirkungen.
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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2009 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der Frau des Erfinders steht im übrigen auch in dem Buch.
Mein Sohn ist seit 2 Wochen in der Tagesklinik der Sana in Wuppertal zur Untersuchung um herauszufinden, ob er wirklich ADHS hat. Gleichzeitig wollen sie auch untersuchen ob er das Asberger Syndrom hat, da seine Erzieherin aus der Schule (Schule für sozial-emotionale Entwicklung) auch autistische Züge an ihm festgestellt hat. Das Asberger Syndrom ist im übrigen eine Form von Autismus. Den Ärzten habe ich mittlerweile auch gesagt, daß ich meinem Sohn Ritalin eigentlich nicht weiter verabreichen möchte. Studierst Du eigentlich Medizin oder etwas in die Richtung, oder woher weißt du das alles?
LG
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Rote Zora
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2009 02:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanjs

Ich hab mal ne Frage...wie und wann hast Du bemerkt,das was mit Deinem Sohn nicht stimmt,also daß er hyperaktiv ist...? War er schon im Kleinkindalter auffällig? Und wenn ja wie? Ich persönlich habe keine Ahnung von ADHS...oder nur sehr wenig. Wäre nett von Dir wenn Du ir das beantwortest Smile
Gruß Zora
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violet
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 03.11.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2009 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanja,
also zuerst mal, gute Entscheidung, dass du alles noch mal prüfen lässt.
Ich frage mich immer noch was für Therapiemaßnahmen aus Medikinet ind den letzten Jahren bei Euch stattgefunden haben?
Zucker. Man gehet davon aus das eine Zuckerdiät(die streng eingehalten werden muß)eine veränderung inder Hyperaktivität zeigt. Suche gerade das Buch dazu. Wahrscheinlich habe ich es verliehen Sad Ergo null weißen Zucker , Nahrung mit wenig zucker enthalten .Ob und wie viel das bringt, kann ich die aus eigenen Beobachtungen nicht sagen.
Welches Buch hast du dir den gekauft?Es gibt Pro und Contra Bücher, aus meiner Sicht sollte man beides gelesen habe um sich ein Weg zu bahnen.
Cordula Neuhaus ,Das Hyperaktive Kind;
Richard DeGrandpr , Die Ritalin Geselschaft; 2. zur Auswahl
Muss jetzt Frühstück machen für mein Kind Razz Melde mich später nochmal.
Kopf hoch Tanja, du bist nicht alleine violet
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violet
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 03.11.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2009 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

So da bin ich wieder,
traust du dir denn zu, dass Verhalten,-Wut,aggro,bewegungsdrang,keine Grenzen akzeptanz...abzufangen?

Bei vielen Kidis die ich kenne, wird das Ritalin in den Ferien runtergesetzt oder abgesetzt. So entstehen 4-6 Pausen im Jahr. Ist das bei deinem Sohn nicht der Fall? Du bist unheimlich schlecht beraten worden in der Vergangenheit, ist echt ne Frechheit von deinem Kinderarzt, so damit umzugehen. Ich könnte mich darüber maßlos aufregen.
Solche Pausen würden dir und Ihm die Möglichkeit geben zu sehen wie es ohne Tab. geht. Das alles natürlich erst nach Ausschluß von Querdiagnosen. Ich habe super Erfahrung mit Bewegung gemacht. Sport ist echt ein Zauberwort. Beim Sport können sie sich auspowern und kommen dann mehr zu Ihrer innerlichen Ruhe. ADHS Kidis tun sich in der Gruppe meistens schwer dadurch ist ein Manschaftsport nicht so dolle.
Beim Sport haben sie außerdem die Möglichkeit Bestätigung zu bekommen, meistens fehlt es ihnen an Selbstbewustsein. Fang an seine Stärken zu suchen und damit zu arbeiten.Man muß sich mal in die Lage von sonen Knirps versetzten. Er spürt von Anfang an immer, dass er anders ist wie andere. Seine Art stößt immer an. Was für ein Frust Sad
Man muß Ihnen immer wieder sagen: Ihr seit anders und dass ist auch gut so. ADHS Kinder sind richtige Kämpfer, stark genial in Ihrer Art. Ehrlich und sie haben in der Regel einen hohen Gerechtigkeitssinn. Okay das wars für heute . Ein Hoch auf das anders sein. violet
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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 8. Nov 2009 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo violet,
also ich habe mir im Internet ein Buch gekauft, das heißt: ADHD Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern und Erwachsenen von Prof. Karl J. Abrams und Hans Ludwig.
Wirklich Therapien haben bei meinem Sohn eigentlich nie richtig statt gefunden. Das einzige was er bekam war Logo und Ergo. Ansonsten kann man den Arzt wirklich vergessen. Das blöde ist, wenn man im Internet den Arzt sucht für ADHS, was glaubst du welcher Arzt dort als Antwort steht? Unser Kinderarzt.
Was meinst du damit ob ich es mir zutraue sein Verhalten abzufangen? Das mache ich ja eigentlich schon seit Jahren. Vielleicht habe ich dich auch jetzt einfach falsch verstanden. Allerdings bekomme ich auch durch seine Erzieherinnen von der Schule auf die er seit zwei Jahren geht sehr viel Unterstützung. Also die haben das auch mit mir zusammen in die Wege geleitet, daß er noch einmal in der Klinik untersucht wird, bestimmt nicht mein Kinderarzt.
Bei ihm ist das Ritalin auch noch nie runtergesetzt worden, es wird einmal im Jahr eine Blutprobe entnommen und das war es. Ich habe mal gelesen, daß dies eigentlich gemacht werden soll um zu sehen wie er ohne Medis auskommt, aber bisher ist das in den 3 Jahren noch nicht passiert.
An Sport habe ich eigentlich auch schon gedacht und habe meinen Sohn auch mal gefragt was er gerne machen möchte. Er möchte gerne Kampfsport machen. Allerdings nachdem mir ein Bekannter davon abgeraten hat, da er eh schon aggresiv ist, habe ich erst mal wieder auf Eis gelegt. Was meinst du denn dazu? Sollte ich es ihn machen lassen?
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Johnny
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 8. Nov 2009 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Tania1972 hat Folgendes geschrieben:
Studierst Du eigentlich Medizin oder etwas in die Richtung, oder woher weißt du das alles?
LG
Wohl eher eine eindeutiger Fall von ADHS mit schlimmem Verlauf. Ich bin nur zu hause und habe einen [SPAM GEBLOCKT] Status, ob ich definitiv arbeitsfähig bin oder nicht. Es fehlt immer Energie - der Verschleiß ist zu hoch. Meine Diagnose wurde sehr spät gestellt, ich war bereits 32Jahre alt. Ich bezweifle, dass früheres Erkennen ein Leben mit dieser Störung lebenswerter macht - in Bezug auf die Sinnlosigkeit des möglichen Behandlungsansatzes und die (unausweichlichen) Spätfolgen eines solchen Lebens. Lediglich dem Selbst- und Fremdbetrug mit zynischen Hilfsaktionen unserer opportunen und fehlgeleiteten Gesellschaft wird langfristig dadurch Vorschub geleistet. Der zentrale Punkt ist das Motivationsniveau: bei Asperger (hochfunktioneller Autismus, usw.) ist das eine abgrenzende Frage. Da rätseln die "Psycho-Heinis" (§...). Ich könnte dir mal einen Selbsttest als Link dazu geben... Aber das wäre im Internetforum [Suchtmittel.de] nicht erlaubt. Die legalen Alternativ-Medikamente sind andererseits sowieso unzumutbar. Das Motivationsniveau oder Aktivierungsniveau kann bei ADS nur mithilfe von psychoaktiven Medikamenten kompensiert werden; ohne "etwas Wichtiges abzuschneiden". Bedauerlicherweise sind solche Medikamente mittlerweise allesamt verboten, was sich in der zunehmenden Zahl von depressiven Patienten allerorts widerspiegelt.
Ich kann jetzt auch nur noch aus dem Nähkästchen plaudern.
Einen echten Anfall von spontanem Autismus hatte ich auch mal, an den ich mich sogar erinnere [mit ca. 18-19]. Typisch für mich war dies jedoch nicht. Ich vermutete bei mir Borderlinestörung, trotz der fehlenden Katalog-Kriterien z.B. a) Selbstverletzung und b) Spielsucht, Risikosucht. Wobei mir die "Risikosucht" keine Ruhe ließ! Mittlerweile war ich knapp 30Jahre alt. Bis zu der Zeit nahm ich keine Drogen, aber zeigte andere starke Auffälligkeiten. In den letzten Jahren passierte dann folgendes: Ich bat um Hilfe beim Ambulanten psychologischen Kriesenzentrum und erzählte von meinem gescheiterten Lebenslauf. Ich wurde von dort mangels diagnostischer Auffälligkeiten nach hause geschickt. Ich hatte anschließend in jenem Jahr 3 Kontakte wegen Auffälligkeiten mit der Polizei. Ich hatte u.a. einen doppelten Suizidversuch mit fast erfolgreichem Ausgang mit minimalen Schäden überlebt. Und wurde eine Woche später bereits nach hause entlassen. Das passierte alles in einem Jahr. Im nächsten und übernächsten Jahr passierte gar nichts. Danach wurde meine damalige Wohnung wieder mal zwangsgeräumt. Und unmittelbar darauf stellte mein Dr. -med. -Arzt mir die Diagnose AD(H)S.
Es folgten mehrere Differenzialdiagnosen ohne Ergebnis und erfolglos gebliebene Heilbehandlungsveruche mit den erwähnten Medikamenten. Seit dem war mein Leben vorbei und bleibt es vorerst auch.
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Tania1972
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 8. Nov 2009 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Rote Zora hat Folgendes geschrieben:


Ich hab mal ne Frage...wie und wann hast Du bemerkt,das was mit Deinem Sohn nicht stimmt,also daß er hyperaktiv ist...? War er schon im Kleinkindalter auffällig?
Gruß Zora


Hallo Zora,
also erst mal für mich war mein Sohn mit 5 Jahren ein ganz normales Kind, nur kam er halt nicht mit vielen Kindern klar immer nur in kleinen Gruppen so 4 - 5 Kinder. Das war aber für mich nicht wirklich unnormal. Nachdem die Erzieherinnen im Regelkindergarten nicht mit ihm klar kamen ca. 20-30 Kinder in der Gruppe, er hat sich immer in die hinteren Ecken mit 1 oder 2 Kindern zum spielen zurückgezogen, wollten sie daß er in einen integrativen Kindergarten kommt. Dort lernte er dann seine 2 besten Freunde kennen mit denen er noch heute total dick befreundet ist, obwohl mein Sohn einen der beiden in der Gruppe der Kita würgte bis er blau anlief und dem anderen mal eine Schüppe über den Schädel zog. Darauf hin drohten mir die Erzieherinnen, daß ich meinen Sohn entweder in der Helios Klinik vorstellte oder ihn aus der Kita schmeissen. Nach mehreren Tests und Untersuchungen (mehrere Monate) kamen sie dann zu dem Ergebnis ADHS. Die Ärztin wollte meinem Sohn das Ritalin eigentlich gar nicht verordnen, doch irgenwie hatte ich immer das Gefühl die Erzieher aus der Kita haben sie irgendwie dazu gezwungen. Keine Ahnung wie. Mein Sohn hatte auch schon oft als Baby Alpträume, aber egal wem ich es sagte, niemand hat darauf reagiert. Ich bin oft stundenlang mit ihm im PKW durch die Straßen gefahren, weil er nur dann schlafen konnte. Wenn ich das nicht gemacht habe, dann hat er oft eine halbe Stunde lang geschrien. Der einzige der ihn dann noch beruhigen konnte war ein Kumpel von mir.
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