Brauche eure Hilfe - Realitätsverlust,Entfremdung vom Körper

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Stefansson
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 5. Dez 2009 15:37    Titel: Brauche eure Hilfe - Realitätsverlust,Entfremdung vom Körper Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich habe zur Zeit zimlich massive Probleme... ich hoffe jemand möchte und kann mir helfen.
Ich habe mir vorgenommen, mit dem Kiffen aufzuhören. Ichhabe seit ca. 6 Jahre täglich gekifft, außer in einer Phase, wo ich permanent betrunken war. Man kann sagen, dass ich Alkoholiker war. Nachdem ich vor etwa einem 3/4 Jahr damit aufgehört habe, hat mir Kiffen sehr dabei geholfen, über die Entzugserscheinungen hinwegzukommen.
Nun ging es mir aber in letzter Zeit auch mit dem Kiffen immer schlechter:
Kurz nachdem ich einen geraucht habe habe ich oft ein seltsames Körpergefühl bekommen, konnte z.b. nichts essen weil ich einfach auf die Gefühle dabei nicht klargekommen bin... und natürlich die üblichen Gefühle des "Realitätsverlustes".

Deshalb habe ich mir gesagt, dass ich unbedingt mit Kiffen aufhören muss.
Ich kiffe nun seit 1 Woche nicht mehr und mir geht es sehr dreckig... ich würde am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben, habe keine Lust Freunde zu treffen und kann irgendwie keine komplexen Gedanken mehr fassen. Ich sollte wohl noch dazu sagen, dass ich unter einer Depression leide, die das ganze wohl auch nicht unbedingt einfacher macht. Jedenfalls gibt es etwas, dass mir bei alldem sehr große Angst macht: Ich habe nun meistens das Gefühl, meinen Körper nicht mehr richtig zu spüren. Wenn ich in diesem Moment am Computer schreibe, kommen mir die Gefühle in den Fingern dabei merkwürdig vor. Ich habe das Gefühl, die Realität sei weit weg, während ich in meinem Kopf eingesperrt bin. Kalte Dinge (Flaschen z.B.) fühlen sich sehr unangenehm an. Und wenn ich etwas esse, komme ich nicht gut auf das Gefühl in meinem Mund klar. Ich habe auch den Eindruck, dass mein Körper und mein Geist keine Einheit mehr sind, sondern sie sich voneinander entfremden...
Die Gefühle prasseln sozusagen von außen auf mich ein, als ob mein Körper und mein Geist voneinander getrennt wären.

Ich habe jetzt eine Scheissangst, dass ich eine Schizophrenie entwickle, gegen die ich mit Alkohol und Cannabis nur angekämpft habe, bzw. hjabe ich Angst, dass das Gras das alles ausgelöst hat.
Die negativen, psychotischen Gefühle, die ich vorher nur ab und zu bzw. eine halbe Stunde nach dem Kiffen habe, sind nach dem Aufhören nun permanent. Und ich habe Angst, dass mir die Realität so fremd bleibt wie jetzt gerade.
Meine Frage nun: Hat jemand ähnliche, psychotische oder schizophrene (im Wortsinne, das Abspalten von Körper und Seele) gemacht?
Kann ich hoffen, dass das vorbei geht, wenn ich mich vom Cannabis entwöhnt habe? Oder gibt es wirksame Medikamente gegen das alles?
Ich habe einfach eine Scheissangst, ernsthaft eine Psychose bzw. Schizophrenie zu entwickeln...
ich muss dazu sagen, dass ich eher ein negativer Mensch bin und mich gerne in Dinge hineinsteigere... seit ich gelesen habe, dass es bei einer Schizophrenie im schlimmsten Fall zu Invalidität kommen kann, beziehe ich mein entfremdetes Körpergefühl immer wieder auf diese Horrorvision und steigere mich nur noch weiter hinein...

Ich hoffe, jemand weiß Rat, ich bitte Euch um Hilfe!
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PrinzessinLillifee
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 7. Dez 2009 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

wirklich helfen kann ich dir leider nicht Sad
aber als ich mit kiffen aufgehört habe hatte ich ein ähnliches gefühl, wenn auch nich ganz so heftig.
es wurd emit der zeit besser - das ist jetzt 3 monate her.
aber ein komischen bezug zu essen habe ich immernoch so wie du es in deinem beitrag beschrieben hast
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Stefansson
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 8. Dez 2009 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Antwort!
Ich hätte nicht gedacht, dass die Symptome beim Absetzen so schlimm sein können... dennoch bin ich froh, dass ich nun die Kraft gefunden habe aufzuhören. Dass ich nicht der Einzige bin, der solche Symptome hat, beruhigt mich ein wenig. Obwohl ich diese Gefühle natürlich niemandem wünsche.
Gibt es vielleicht Leute mit ähnlichen Erfahrungen?

Bin dankbar für jede Antwort...
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Benedict
Anfänger


Anmeldungsdatum: 11.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 21:06    Titel: Realitäsverlust Antworten mit Zitat

Hallo Stefansson ,

ich glaube ich kann dich gut verstehen...Ich hab zumindestens ähnliche Symptome auch nach dem kiffen bekommen.Alles fing vor 2 Jahren an als ich einen Joint geraucht hab ich hab vorher nie gekifft es waren vll 3 wochen wo ich es mal ausprobiert hatte ich hab Nie regelmäßig gekifft !Aufjedenfall hab ich schlagartig alles ganz anders war genommen ich war richtig in Panik meine Freunde haben nicht verstandn was los war. Ich bin sofort ins Bett schlafen in der Hoffnung das alles wieder weggeht. Am nächsten Tag war alles genau so wie am Vorabend ich war wie bekifft ! Dies hält sich bis Heute 2 Jahre danach Ich bin jetz 18 und geh die Woche endlich mal zum Psychologen denn ich denke ich hab ein Realitäsverlust..ich fühe mich wie losgelöst von meinem Körper, Stunden kommen mir vor wie sekunden , ich kann mich schwer an vergangenes erinnern und Alles erscheint mir unwirklich. Die Angst sich wehzu tun oder zu sterben sinkt bei mir ständig ! Dazu zusagenist dass ich merke desto öfters ich daran denke ,dies tu ich ständig (ungewollt),destso schlimmer wird es! So sieht es bei mir aus :S vll hat ja jemand auch einen Tipp aufjedenfall gibt es sowas wie Psychose durch Kiffen ... zwar ist das Cannabis nicht der Grund aber es trägt dazu bei dass Psychoseanfällige Menschen eine Psychose erleiden können.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Stefansson!
Depersonalisierungsgefühle hatte ich auch schon, und zwar ein dreiviertel Jahr lang. In dieser Zeit habe ich das Kiffen fast vollständig aufgegeben, weil ich froh um jede klare Minute war. Glücklicherweise hat sich der Zustand von selbst wieder gelegt. Das Kiffen in der "alten Form" habe ich nicht wieder angefangen.
Ganz selten passiert es noch, dass ich vorübergehend wieder in einen (allerdings schwachen) Zustand der Körperentfremdung hineinrutsche. Glücklicherweise habe ich gelernt, damit umzugehen und es macht mir auch keine so große Angst mehr. Habe auch analysiert, welche Situationen mich in diesen Zustand versetzen und kann es jetzt einigermaßen steuern.

Ob Du professionellen Rat brauchst, kann ich nicht beurteilen, Du solltest es aber zumindest in Erwägung ziehen. Diese Zustände können einem ziemlich Angst machen.
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Benedict
Anfänger


Anmeldungsdatum: 11.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hat jemand für mich auch noch nen Tipp ^^? Oder Ahnung von Psychosen oder Realitäsverlusten ? Kann es auch sein das man sich sowas einbildet und sich in die Situation hineinsteigert ?
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Maria
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.09.2009
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hatte acht psychotische Schübe in meinem Leben, meine Diagnose ist Schizophrenie. Nun ist es recht schwer zu sagen, ob Du auch eine Psychose entwickelst. Es gibt sogenannte Frühwarnsymptome, die aber so alltäglich sind, dass sie eigentlich jeder mal hat.
Haschisch ist ja ein sedierendes Halluzinogen, das Dir half, vom Alkohol wegzukommen, und nun fühlst Du, was Ursache war für Deinen Alkoholkonsum?
Mag ungern aus der Entfernung eine Diagnose an Dich richten. Dafür hast Du auch viel zu wenig geschrieben.
Hast Du denn auch Halluzinationen, akustisch oder optisch?
Denkstörungen oder Paranoia?
Vielleicht ist es eher eine mittelschwere Depression?
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Stefansson
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2010 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maria,

Halluzinationen habe ich zum Glück keine.
Was man von Paranoia und Denkstörungen aber nicht sagen kann: Ich fühle mich unwohl (verfolgt) unter Menschen, die Geräusche in meinem Kopf kommen mir unwirklich vor (auch wenn ich weiß, dass sie real sind), alle Sinneseindrücke fühlen sich einfach eklig und krank an.
Das "Menschsein" an sich finde ich irgendwie abstoßend und widerlich, und ich steigere mich ständig in meine negativen Gedanken hinein. Organische und sonstige körperliche Funktionen stoßen mich ab und ich komme nicht gut damit zurecht, nur die "Summe aus Einzelteilen" zu sein. Ich denke, dass kann man auf jeden Fall als Denkstörungen bezeichnen. Ich habe auch ein EEG gemacht, aber da war nichts auffällig.

Ich hoffe, dass das alles "nur" eine Depression ist und nichts komplizierteres. Mein Arzt hat mir Risperdon und Citalopram verschrieben... bisher ist noch kein Effekt eingetreten, aber ich hoffe sehr dass es helfen wird!

Viele Grüße, Stefansson
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Benedict
Anfänger


Anmeldungsdatum: 11.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2010 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal an Alle,

wie weit kann eig so eine Depression gehen ? Könnten meine Probleme einer Depression näher kommen oder was würdet ihr sagen ?
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hexy
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stefansson!
Will mich nur mal erst kurz vorstellen,ich heiße Hexy und bin seit 33 Jahren Polytox(Codein und Haschisch)seit 11 Monate clean.Deiner beschreibung nach klingt das alles ganz nach einer Psychose.Mein Sohn 26 hatte 2 Jahre lang die selben Symptome wie du sie beschreibst aber nach einer einmaliegen Einnahme von Pilzen.Auch er ist daran fast kaputt gegangen und hatte Angst sich ausser mir jemanden anzuvertrauen.Konnte ihn dann aber nach wie gesagt fast 2 Jahren dazu bewegen zu einem sehr guten Psychologen (den ich aber selbst in einer Drogentherapie)kennenlernte, zu gehen.Der verschrieb ihm ein Medikament dagegen und seit dem geht es ihm wieder viel besser.Er hat wieder angefangen zu LEBEN.Auf jeden Fall würde ich dir raten diesen Weg mal zu probieren.Alles gute für dich und liebe grüße von Hexy Wink
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Stefansson
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hexy!
Ich befinde mich schon in Behandlung und hoffe, dass es langsam besser wird... manchmal habe ich gute Tage, aber die schlechten Tage überwiegen doch! Sad
Kannst du mir sagen, wie das Meikament hieß, das deinem Sohn verschrieben wurde?
Das würde mich sehr interessieren...

Liebe Grüße,

Stefansson
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hexy
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hei Stafansson!
Er ist grad nicht da aber sobald ich ihn erreiche schreib ich dir,hab den Namen leider vergessen.Denke das ich dir das heute auf jeden fall noch schreiben kann.L.G.Hexy Wink
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hexy
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Stefansson,ich bin's nochmal! Hab ihn grad erreicht und er meint das Mittel heißt: Seroquel Prolong 300mg Retardtabletten,soll das beste Medikament gegen Drogeninduzierte Psychosen sein.Also ihm hat es wie gesagt sehr geholfen.L.G.Hexy
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Stefansson
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hexy!
Danke erstmal für deine schnelle Antwort!
Ich bekomme zur Zeit Risperidon - das ist genauso wie Seroquel ein "atypisches Neuroleptikum". Ich hoffe, dass es bei mir genauso hilft wie bei deinem Sohn das Seroquel...
Ich habe immer noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, aber ich hoffe, dass sich das bald legt.

Viele Grüße, Stefansson
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katzenball
Anfänger


Anmeldungsdatum: 23.02.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2010 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man starke Depresion hat, sind sie symtome ähnlich der schizophrenie. (negative schizophrenie eher) Ich bin kein Arzt, aber die meisten symtome die ich hier gelesen habe hört sich nach negativ an. Wenn man was hört was nicht da ist, könnte positiv sein.
seroquel wird auch auf verdacht auf schizo vergeben. also auch bei starker depresion könnte man das von arzt verschrieben bekommen. wenn die symtome wieder nachlassen oder verschwinden könnten sie wieder reduziert werden oder ganz abgesetzt werden. Bei solchen krankheiten wird eh erst viel untersucht und getestet welche tableten am besten für einen bestimmt sind. Durch einnahme von diversen Drogen wird die (schleichende) Schizophrenie zur Schizophrenie aktiviert. Je jünger man ist um so gefährlicher ist es drogen zu nehmen. wird wohl daran liegen, das das gehirn und körper in der aufbaupfhase sind. Wer aus spass oder frust, wie auch immer drogen nimmt, sollte im klarren sein, daß es nachher ziemlich ekelig werden kann. Habe auch leute kennen gelehrnt die unbewusst was genommen haben und dadurch in der psychiatrie gelandet sind. Ausserdem ist das problem nicht von heute auf morgen zu beseitigen. da man im körper ne menge kaputt machen kann und die schäden meistens irreparabel sind. Wer dennoch auf den geschmack kommt und danach die motzprobleme bekommt, für den gibt es hilfe. Anlaufstelle währe wohl: tageskliniken, drogen/sucht beratung, psychiatrien und so was. Wer drogen nimmt und keine probleme hat, Herzlichen Glückwunsch!
Von synthetischen Drogen würde ich erst recht ein großen bogen machen.
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