Wie soll ich mit meinem Freund umgehen?

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natalie29
Anfänger


Anmeldungsdatum: 28.12.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2010 16:39    Titel: Wie soll ich mit meinem Freund umgehen? Antworten mit Zitat

Hallo,

scheiße...
Hier bekommt man ja nicht wirklich ne Antwort.

Habe gestern erfahren, das mein Freund nicht wirklich aufgehört hat...habe es geahnt.
Ich glaube...jetzt hat ihn das Dreckszeug wieder erwischt.
Habe geglaubt das seit Montag schluß ist...er hat mir aber die ganze Zeit ins Gesicht gelogen.
Gestern habe ich es Ihm angesehen..natürlich konnte er nicht mehr lügen.
Gespräch hin Gesräch her.
Haben uns geinigt das er mir seine Geldkarte gibt etc... das er sich nichts mehr holen kann. Den Rest den ernoch da hatte, hat er mir in die Hand gedrückt ich soll es wegschmeißen.


Heute: Er liegt nun im Bett...sagt er kriegt den Affen.
Habe Angst. Das er es nicht schafft.
Muß Morgen Arbeiten und der Gedanke daran...Ihn allein zu lassen...zum kotzen. Aber verhindern kann ich es ja eh nicht.

Ich hätte nicht gedacht...das ich jemals in so einem scheiß Drin stecken würde.
Mein letzter Freund...hat gekifft. Aber das ist hier ist nichts dagegen.
Habe das Gefühl ich verliere Mich...in diesem Menschen...gebe mich auf.

Ich liebe Ihn...loslassen. Du mußt loslassen sage ich mir...und dann? Was ist dann mein Leben...ohne Ihn.

Wie gehe ich mit Ihm nun um?Jetzt wo er entzügig ist?
Liebe Grüße Nat.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2010 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Antworten gibt es hier schon, allerdings kein rundum-sorglos-Paket und keine Gebrauchsanweisung. Das Forum kann Dir aber helfen, zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen. Deine Entscheidungen triffst Du alleine.

Dein Freund ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du kannst und sollst ihn nicht kontrollieren und keine Verantwortung für ihn übernehmen. Wenn er Dich um Hilfe bittet, kannst Du diese im Rahmen Deiner Möglichkeiten leisten. Wenn Du sie nicht leisten kannst oder willst (was legitim ist, Liebe hin oder her), müssen Profis ran. Soweit war er ja schon mal.

Entscheidend ist nur SEIN Wille. ER tut, was ER möchte und Du entscheidest, ob Du "dabei" sein willst oder nicht. Liebe ist etwas Schönes. Du schreibst jedoch selbst, dass Du Dich in diesem Menschen verlierst. Den Sinn Deines Lebens in der Liebe zu Deinem Freund zu sehen, ist gefährlich.

Grundlage einer Beziehung (und der Liebe) ist Respekt. Es wäre schade, wenn Du den Respekt vor ihm verlieren müsstest. Und es wäre schade, wenn er den Respekt vor sich selbst verlieren müsste (wenn das nicht schon der Fall ist). Also: Nimm ihn wie er ist oder schick ihn in die Wüste. Hilf ihm (soweit es Sinn macht), sich selbst zu helfen. Mach Dir und ihm klar, wo Deine Grenzen sind und handle danach. Kein On/Off! NICHT rumeiern!

Wenn von Deiner Seite aus starke Gefühle im Spiel sind, wird das alles nicht einfacher. Aber leider musst Du Dich der Realität stellen.

Shocked Vorsicht, nicht lesen, grausam: ANDERE MÜTTER HABEN AUCH SCHÖNE SÖHNE! Shocked (Tschuldigung)
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ulla79
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2010 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Natalie,

wenn er affig ist, mach dich auf das schlimmste gefasst. Ich kenne das, im ersten Moment schreit er rum, dann ist er wieder total lieb und eh du dich umdrehst, geht irgendein grundloses Geschrei los. In diesen Momenten macht ihn ein Krümel am Boden rasend...
Versuche so ruhig, wie möglich zu bleiben. Es ist anstrengend, geb ich zu, doch wenn du so wie ich am Anfang dann auch rumschreist nach dem Motto "Was solln das" dann macht es das ganze nur noch schlimmer, wie wenn du einem Besoffenen sagst, er ist dicht...

Du darfst dich nicht aufgeben, das bringt dir und ihm nichts. Was meinst du denn damit oder was glaubst du, ist dein eigenes Problem gerade in der Situation? Meinst du, er wäre bereit in eine Entgiftung zu gehen? Wenn er wirklich was holen will, weil er meint, er kann nicht mehr anders, wirst du es wahrscheinlich nicht verhindern können.

Es gehört schon sehr sehr viel Liebe dazu, in so einem Moment zu einem Partner zu stehen. aber denk dir, es hat ncihts mit dir zu tun, auch wenn es gerade abbekommst. Er wird sich furtchbar dafür schämen, dass er dir das antut. Mein Freund hat sich auch erst nach Monaten dafür entschuldigt, was er mir angetan hat, als och das erste mal erlebt habe, dass er affig war. Er wollte es immer vermeiden, doch es ging da nciht.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2010 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber es kommt mir so vor, als ob Ihr Euch als die Mütter Eurer Freunde seht. Immer verständnisvoll und bereit, jederzeit Opfer zu bringen. Und der Mann gefällt sich in der Rolle des kranken Kindes. Das Mutter-Gen vieler Frauen scheint sehr stark zu sein. Mir fehlt es glücklicherweise völlig. Daher verstehe ich nicht, wie man sich als Frau immer und immer wieder so ausnutzen lassen kann. Ist das Eure Definition von Liebe? Oder ist das gut für´s Selbstwertgefühl? Ihr seid Eurem leidenden Partner in der Situation überlegen, das stimmt schon.

Aber für GESUND halte ich das Ganze nicht. Und wenn schon: EIN Mal reicht. Ich würde den Respekt vor meinem Partner rasch verlieren, wenn ich ihn immer und immer wieder als Häufchen Elend erleben müsste.
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ulla79
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2010 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

@veilchenfee:
Nein, ich bin ganz und gar nicht die Mutter! Das ist auch ganz bestimmt nicht meine Definition von Liebe. Es ist ein Zeichen meiner Liebe, das ich eben auch in schlechten Zeiten zu ihm halte. Wenn er affig ist, ist das ja kein Angriff auf mich persönlich! Mein Freund möchte auch nicht, dass ich das sehe, ganz im Gegenteil, er weiß, was das für mich bedeutet. Es war nur in diesem Moment unausweichbar.
Ich fühle mich dadurch auch nicht ausgenutzt. Er ist süchtig, krank. Das hört auch nicht bei einmal auf. Wenn er z. B. Grippe oder ähnliches hätte und im Bett liegt, kümmere ich mich ja genauso um ihn.
Ich versuche ihn, wenn er affig ist auf meine Weise zu helfen, in dem er merkt, ich bin trotzdem da. Wie gesagt, es ist ja nicht gegen mich persönlich! Ich würde niemals losrennen und Stoff besorgen, das wäre der falsche Weg!
Ich verliere da auch nicht den Respekt vor ihm. Klar, es ist nicht einfach, es ist auch in dem Moment schwer es auszuhalten, aber noch schwerer ist nur der Gedanke, dass ich weiß, ihm geht es gerade 1000 mal besch*** wie mir. Für mich sind es Worte, für ihn ist es alles, das weh tut!
Wenn es dann alles wieder vorbei, denk ich auch nicht mehr dran, vielleicht so wie die Schmerzen bei einer Geburt.
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Lilu1988
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 09.12.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 03:31    Titel: Antworten mit Zitat

also ulla an sich was du sagst klingt ja schon sehr nach total verfallen! du siehst es als eine krankheit verteidigst ihn dementsprechend auch...bildest dir selbst ein es ist ne krankheit er kann nichts dafür! aber so ist es nicht...alles was man tut tut man weil man es will! wenn er dich anschreit denkst du nur an den moment das er affig ist und eben leicht reizbar...das er aber affig ist weil er sich eines tages selbst entschlossen hat drogen zu nehmen das du ihm ohne ende hilfst und ausgenutzt wirst...auch das ist ihm bewusst. Wenn aber aber dann so ein satz bringt ich bin es nicht wert das du eine beziehung mit mir hast dann schmilzte gleich daahin! aber du hast bestimmt nicht dran gedacht das er das tut eben weil er will das du bleibst eben weil er nicht alleine sein will...jedoch drogen aufgeben will er a ned! ich finde manchmal deine beiträge haben doch recht viel von eigenüberschätzung...das soll keine beleidigung sein ich denke nur du solltest überlegen was du bereit bist für ihn zu tun und aufzugeben! und dann sag mir zu was er bereit ist für dich aufzugeben?!
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Pillin
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 20.12.2009
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich rate jeden davon ab einen kalten Entzug zu machen. Es gibt da zu viele Komplikationen, am Besten ist da natürlich eine Entgiftungsstation, dort bekommt er auch Medikamentöse Unterstützung und wird langsam auf 0 runterdosiert bzw. ausgeschlichen.
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ulla79
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso Eigenüberschätzung?
Ich habe mich lange und ausführlich mit dem ganzen Thema befasst, vor allem mit den Ursachen und Gründen, warum es zu einer Abhängigkeit kommt. Von vielen die es mal probieren, bleiben manche hängen, andere wieder nicht. Das hat seine Gründe. Und diese Gründe beruhen auf einem Mangel. Ja, das hat auch etwas mit Traumatisierungen zu tun. Aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.
Die Drogen an sich sind keine Krankheit, die werden auch bewusst genommen! Sie sind aber um es jetzt kurz zu fassen eine Art Medizin (wenn auch nicht die richtige).

Außerdem will er absolut nicht, dass ich am liebsten irgendwas von dem Zeug mitbekomme. Er schämt sich sehr dafür. Er möchte, dass ich in meiner heilen Welt lebe und von all dem Sch*** nichts mitbekomme. Natürlich wären wir gerne ganz normal zusammen, wie jedes Paar, aber er weiß, dass es so nicht geht, er aber gerade viel zu tief in der Sch*** steckt um da im Moment wieder Land zu sehen!
Natürlich möchte er mir die Sterne vom Himmel holen, aber er weiß, dass er es nicht kann und deswegen sagt er, ich habe ihn nicht verdient.

Eine in dem Sinne Geben-und-Nehmen Beziehung kann es meiner Meinung nach zwischen einem Süchtigen und einem Nichtsüchtigen im Bezug auf die Drogen nicht geben. Die Drogen sind immer stärker als alles andere.
Entweder der nicht süchtige Partner findet sich damit ab oder er muss gehen! A
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FürDieNase
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Pillin hat Folgendes geschrieben:
Also ich rate jeden davon ab einen kalten Entzug zu machen. Es gibt da zu viele Komplikationen, am Besten ist da natürlich eine Entgiftungsstation, dort bekommt er auch Medikamentöse Unterstützung und wird langsam auf 0 runterdosiert bzw. ausgeschlichen.


Kalt muss nicht unbedingt sein.. Auf ner Entgiftung schiessen sie ihn solang mit Benzos ab, bis der Affe rum ist. Da tuts Codein ausm Hustensaft auch.. Das Problem ist NACH dem Affen, nurnoch die Psyche, und wenn er nicht stark genug ist, dann brauch er erst garnicht entgiften..

Lg.
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marisa85
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Lilu1988 hat Folgendes geschrieben:
du siehst es als eine krankheit verteidigst ihn dementsprechend auch...bildest dir selbst ein es ist ne krankheit er kann nichts dafür! aber so ist es nicht...alles was man tut tut man weil man es will!


Sucht ist definitiv eine Krankheit, nicht umsonst ist Sucht auch in den ICDs als Diagnose vorhanden, unter Abhängigkeit verschiedener Substanzen, ich meine unter F10-F19.
Ulla schreibt, dass sie sich ausführlich mit dem Thema Abhängigkeit befasst hat, vielleicht solltest du das ebenfalls tun.

Drei Fragen hätte ich mal an dich: Wenn du Sucht nivht als Krankheit siehst, was ist es dann für dich? Böshaftigkeit, Willensschwäche (hört man in diesem Forum ja außerordentlich oft Rolling Eyes )? Und wenn dem so ist, warum bist du dann mit einem ("bösen, willensschwachen") Abhängigen zusammen? Was mich wirklich mal interessiern würde, denn manchmal hab ich das Gefühl bei deinen Posts, dass du Drogenabhängige verabscheust. Ist nicht böse gemeint und wenn es nicht so ist...mein Fehler, es kommt nur manchmal so rüber Wink

LG Marisa
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