Blutdruck und Puls bei Konsum und Entzug

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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 10. Jan 2010 23:51    Titel: Blutdruck und Puls bei Konsum und Entzug Antworten mit Zitat

Hallöchen allerseits,

habt Ihr schon mal Euren Blutdruck gemessen, während Ihr Drogen konsumiert habt? Und vielleicht auch auf Entzug?

Ich weiß, dass der Blutdruck und besonders der Pulsschlag, nachdem man eine Bong geraucht hat, gräßlich nach oben schnellen kann. Opiate hingegen drücken den Puls ziemlich nach unten.

Habe mich gerade gefragt, wie sich Drogenkonsum bzw. die Entzugsqualen auf Blutdruck und Puls auswirken. Habt Ihr mal gemessen? Wenn nein, macht doch mal und schreibt die Ergebnisse hier rein!

Mir ist klar, dass die wenigsten von Euch ein Messgerät daheim rumliegen haben, aber falls doch, würde mich das interessieren!
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Rote Zora
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi veilchenfee

Erstens ich hab ein Blutdruckmessgerät hier Very Happy ,und zweitens war ich schon in etlichen Entgiftungen,und in jeder wurde morgens der Blutdruck gemessen Wink .
Auf Entzug ist der Blutdruck höher als normal,das weiß ich noch!Aber ich werd mal messen und drauf achten...
lg Zora
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M3V4L0T1
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir ist der Blutdruck auf Opiat-Entzug niedriger als sonst. Es gibt da zwei Typen: bei den meisten steigt der Blutdruck, bei eingen (wenigen) fällt er. Deswegen muss vor der Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten im Entzug (Clonodin wird zB sehr oft gegeben) immer erst gemessen werden.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Shocked Aha, genau darauf wollte ich raus: Shocked
Mein Gedanke war, ob man während eines Entzuges nicht unterstützend auch blutdrucksenkende Medikamente (Betablocker?) geben könnte.

Aber ich sehe, die Idee war nicht neu und das wird auch gemacht. (Bin aber ganz alleine drauf gekommen, ich Medizingenie!) Laughing

Hochinteressand finde ich trotzdem, dass das von Mensch zu Mensch so verschieden ist. Ich hätte auch darauf getippt, dass der Blutdruck während eines Entzuges heftig steigt.

Vielen Dank Rote Zora und Mevaloti!

Die andere Sache ist, dass ich mir vor ein paar Jahren das Bongrauchen gründlich vermiest habe, nachdem mir klar wurde, dass ich meinen Puls damit auf bis zu 130 Schläge pro Minute hochjage. Das leitete bei mir die Phase der Hypochondrie ein. Seitdem habe ich Angst um meine wertvolle Gesundheit, was der Abstinenz im allgemeinen sehr förderlich ist.
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***crazy***
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 07.11.2008
Beiträge: 216

BeitragVerfasst am: 11. Jan 2010 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

hi..

also mein blutdruck ist immer total niedrig...mit meinem puls habe ich große probs, laut ärzten von den opiaten-wenn ich drauf bin liegt mein ruhepuls um 100(normal sind um die 60), wenn ich entziehe liegt mein ruhe puls immer zwischen 130-190-bei meinem letzen stationären entzug haben mir die ärzte deswegen auch zum abbruch geraten Evil or Very Mad

lg
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, ***crazy***, 130-160 Puls, das ist heftig. Damit geht´s Dir gar nicht gut, das glaub ich. Um Deinen Puls runterzukriegen, müsste man den Blutdruck steigen lassen - aber wie?

Durch Sport und Wechselduschen, eine Umstellung der Ernährung mit viel Salz und viel Flüssigkeit könntest Du Deinen Blutdruck nach oben pushen. Medikamente gibt´s auch, aber ob das sinnvoll ist ... und Wechselduschen kannst Du ja nicht dauernd machen...

Hatten die Ärzte denn - außer Abbruch - gar keine Idee, wie man dem Problem beikommen könnte?
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ROTMIL4N
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 14. Jan 2010 22:15    Titel: Soll / Ist --- ? Antworten mit Zitat

Na mal wieder ein -med.- thema ... gut gut. Razz
Hab mir angewöhnt während der Entgift. selber immer wieder meinen Puls zu fühlen, eben um außerhalb der Medikamentenvergabe zwischendurch mal zu sehen ob sich was verändert. Bei den Messungen beim Personal morgens habe ich kaum Schwankungen. Kein Unterschied ob noch dosiert oder clean.
Nur Kaffee ist eher problematisch. Wach morgens auf und muß nen Kaffee trinken. Vorher ist der Tag kein Tag !
Es bleibt dann auch nicht bei eine Tasse. Zuhause schon - so 1-2 - , aber im Klinikum, den ganzen Tag.
Der Puls ändert sich da aber auch nicht, oder Blutdruck. alles gleich.
Nur Schwitzen ist eine Nebenwirkung. Sofort nach dem ersten Schluck gehts los. Das dauert dann so halbe Stunde, dann kann ich mir neues T-Shirt anziehen. Später gehts dann wieder - aber morgens immer das gleiche. Auf Entgiftung ist aber eher nützlich, dann spült man das Gift schneller raus, denk ich mir. Deshalb jeden Tag 10 Tassen... mhmm. ♆
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M3V4L0T1
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2010 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

dass kaffee das Gift schneller rausspült, glaube ich kaum. Coffein entzieht dem Körper ja noch Flüssigkeit. Kenne es von stationären Entzügen, dass die Anzahl der Tassen Kaffe begrenzt ist. Früh eine, nachmittags eine. ansonsten Tee oder Wasser. Oder halt Saft, Softdrinks, muss man sich selbst mitbringen.
Mir wird von Kaffee eh schlecht, schwitze davon, hab Durchfall, sehr unangenehm.
Würde bei enem Entzug eher zu Tee, Säften, etc raten. Flüssigkeit erhöht auch wieder den Blutdruck. Zumindest bei mir. Weil ich im Entzug kaum was trinke und mich erbreche, ist das auch ein Grund, warum mein Blutdruck so niedrig ist. Trinke ich bewußt mehr, geht es besser
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ROTMIL4N
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2010 13:13    Titel: wie gesagt Antworten mit Zitat

ja - das mit dem Blutdruck/Puls ist sehr individuell !
Aber das Kaffee dem Körper Flüssigkeit ist ein Ammenmärchen, das sich leider hrtnäckig hält. In mehreren Studien - die letzte in Schweden ging über 100 Jahre - wird das widerlegt.
Kaffee ist demnach sogar "Gesund", reinigt das Blut und so weiter.
Nur in Verbindung mit Rauchen wirds wieder ungesund, da Kaffee die Wirkung von Nikotin verstärkt.
Aber Kaffee trinken allein schadet gar nix. Auch daß Kaffee dem Körper Wasser entzieht stimmt nicht. Sollte man schwitzen, die Menge Schweiß übersteigt nie die Menge des zugeführten Kaffees, der ja auch eine solche ist. Und solle jemand 0.2 l schwitzen nach ner Tasse , dann wär nur das soeben getrunkene wieder ausgeschieden. Doch das sind sehr wenige. Bei normalem Organismus ist das nicht der Fall.
(@meval-antwort widerspricht sich anfangs selber, spült Gift nicht aus-aber entzieht dem Körper Flüssigkeit ? was je eh nicht stimmt !)
In den umliegenden stationären Entgiftungen wurde die Einschränkung in bezug auf Kaffee vor einem Jahr abgeschafft. Jeder Patient kann sich jetzt beim Einkauf löslichen Kaffee kaufen soviel er will. Was zur Folge hat, das sehr viel davon getrunken wird. Ist aber gut, da so die Leute mehr zusammensitzen und reden.) ✰ ✰ ✰ Außerdem muß keiner mehr reingeschmuggelt werden, was rauswürfe reduziert (oder die Gefahr)
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M3V4L0T1
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2010 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

nein, ich widerspreche mir nicht. COFFEIN entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Nach der Einnahme von 100mg Coffein (1 Tablette) habe ich zum Beispiel Wadenkrämpfe...Magnesiummangelbedingt.
Und: die Ausspülen des Giftes macht den Entzug nicht kürzer. Der Entzug beginnt, wenn kein Stoff mehr im Blut vorhanden ist, da kannst du soviel Kaffe trinken wie du willst, darauf hast du keinen Einfluss. Die Abbaustoffe spülst du schneller aus den Nieren, was aber keinen Einfluss auf die Länge des Entzuges hat.
Dein Körper befindet sich im Entzug in einer Extremsituation, Stoffe zuzführen, die Mineralien den Körper schneller verlassen lassen, ist kontrainduziert.

Mag sein, dass dein Körper ohne die tgl Coffein-Dosis nicht funktioniert, aber jemanden auf Entzug zu mehr Kaffeekonsum zu raten ist dämlich.
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ROTMIL4N
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 15. Jan 2010 17:52    Titel: Ok Antworten mit Zitat

jea, kann ja sein.
Hab niemanden geraten auf Entg. viel K. zu trinken. Und mein Körper funktioniert natürlich genauso ohne. Ich trink auch Koffeinfreien ! Mir egal. Es ist der Geschmack.
Es geht mehr um das Ritual morgens Tasse Cafe´,und ne Zig. beim Zähneputzen. Sorry, das hab ich mir halt angewöhnt und auch auf Entg. steuern die meisten ausm Bett sofort zum Frühstück und trinken erstmal K. Ist halt so.
Du musst Ihn ja nicht trinken und mögen. Es gibt viele Leute die Ihn nicht (oder nicht mehr) vertragen.
Mit Coffeintabl. kenn ich mich nicht aus. Noch nie genommen.
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CrazyMan
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 2105

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

***crazy*** hat Folgendes geschrieben:
hi..
mit meinem puls habe ich große probs, laut ärzten von den opiaten-wenn ich drauf bin liegt mein ruhepuls um 100(normal sind um die 60)
lg


Ich sehe, du hast auch Probleme mit deinem Puls. War das von Anfang an so oder erst nach ein paar Monaten des regelmäßigen Konsums?

Haben die Ärzte etwas genaueres dazu gesagt, warum der Puls steigt, obwohl dieser doch gemäßigter werden sollte? Meinst du, es könnte an gestiegenem Histaminspiegel liegen? Oder vielleicht an Coffein als Streckmittel? Wachst du Nachts manchmal mit extremen Puls auf?

Wäre nett, wenn du etwas dazu schreiben würdest.
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