Noch einmal Tramal

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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 13:06    Titel: Noch einmal Tramal Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben
Ich habe heute mit Interesse Eure Zeilen gelesen.
Manchmal denke ich, puh, kann man schaffen und dann wieder, neh, das geht gar nicht - ich meine den Entzug.

Es gibt soviele unterschiedliche Meinungen. Ich habe auch die Tropfen nach einer Operation bekommen. Jahre zuvor hatte ich mal Tilidin bekommen und irgendwann sollte ich die nicht mehr nehmen. Wurde dann in die Klinik eingeliefert und die waren so unmöglich, haben mich gar nicht ernst genommen. Keine Hilfe nichts. WEil ich mich aufgeregt habe, durfte ich auch gehen. Einige Zeit ging es noch gut, dann kam aber raus,dass ich mal hier und mal da ein Rezept geholt habe. Ich bin wieder in die Klinik. Es war grausam, die Unruhe machte einen verrückt. Keine Nacht Schlaf, Gelaufen, weil ich nicht ruhig sitzen konnte.

Das Schlimme war, dass kurze Zeit später wieder eine grosse Operation war. Ich bekam dann Tramal. Der Bauch heilte nicht und musste "offen zuheilen- weil ständig Eiter war. Das waren Schmerzen und ich bekam das Tramal. Am Anfang, tja immer bei Schmerzen. Ich kam auch gut mit 30 ml 3-4 Wochen aus. Aber das steigerte sich. Man braucht mehr und mehr.
Jetzt nehme ich es bestimmt schon 8 Jahre oder länger? Weiss es schon gar nicht mehr.

Jetzt komme ich ca. 10 Tage mit 100 ml hin. Dann bin ich aber schon gut.
Gestern hatte ich einen Arzttermin und irgendwie passte ihm das mit Tramal nicht mehr, mir wurde ganz schlecht. Dann fragte er, schreibt der HA auch das auf? Ich gleich, neinnein. aber so ist es nicht. Immer die Angst,dass er sich telefonisch kurzschliesst mit dem HA. Denn dann würde ich es von beiden Seiten nicht mehr bekommen.

Ich hasse mich aber selbst dafür, Lügen und dieser Druck, man braucht ein Rezept. Das macht doch keinen Spass.
Nur ich habe wirklich Schmerzen und wenn die das Mittel wegnehmen, was dann? Reichen andere Schmerzmittel?

Jetzt komme ich gut klar, kann sogar einiges machen, kann mit dem Hundi raus und und und.

Aber der Druck, Rezept brauche ich wieder, macht mich auch fertig.
Ich weiss aber auch, dass der HA in dieser Sache keine Ahnung hat. Er schiebt einen ins Krankenhaus und die haben auch keine Ahnung, hier jedenfalls.
Falls jemand in der Nähe von Bremen jemanden weiss, der einen helfen kann, bitte melden! Würde mich über jeden Tipp freuen. Vielleicht gibt es ja einen tollen Arzt, der sich auskennt.

Ich habe die ganze Nacht gegrübelt und möchte ganz gerne reduzieren, bevor ich es ganz weglasse. Habe mir ein Buch gemacht, wo ich alles aufschreibe, genommen wann, damit ich etwas runterreduzieren kann.
Merken tue ich es jetzt schon, obwohl ich was nehme,dass es nicht so eine hohe Dosis ist wie sonst.
Hoffentlich bleibe ich stark.

Ist es so, wenn ich etwas runterdosiere, dass der Kaltentzug einfacher wird?
Ich habe es mir so vorgestellt. Am Tag so wenig wie möglich, immer etwas weniger. Auch zur Nacht. Aber trotzdem Tags im Verhältnis zur Nacht viel weniger, damit ich wenigstens erst einmal noch Schlafen kann.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Kaltentzug einfacher wird, wenn die Dosis nicht mehr gar so hoch ist? Oder irre ich mich.

Es ist wirklich ein olles Zeug und ich würde auch gerne die Zeit zurückdrehen und dies gar nicht angefangen zu haben.

Falls aber jemand einen Therapeuten oder Arzt kennt, der Richtung Bremen-Hannover tätig ist und einem wirklich gut helfen kann, wäre ich dankbar.

Viele liebe Grüsse an Danke für die Infos im Voraus
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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, habe noch etwas vergessen.
Ich habe mal gelesen, dass Tilidin viel stärker ist, als Tramal.

Ist ein Tramalentzug dann nicht gar so schlimm, wie ein Tilidinentzug?

Wenn es so wäre, würde mir das schon Kraft geben.
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drofxo
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

hi schatzi,

da wird mir ja ganz schlecht 8Jahre Tramal...ich hatte bereits nach 6 Monaten ernsthafte Probleme mit den Nebenwirkungen.

rede mit deinem HA sag du hast immer noch von Bekannten zusätzlich Tramal bekommen und du kommst jetzt damit nicht mehr zurecht, er kann dir helfen und wird es auch tun.

du hast keinen Grund zu lügen es ist ein schleichender Prozess das weiß jeder Arzt und man kann dir da auch helfen.

Umstellen auf ein verträglicheres Medikament am besten in einer Schmerztherapie, dauert nicht allzu lang und wird stationär gemacht solange bis es dir gut geht.

viel Glück und schreib halt mal was du gemacht hast
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Karsi
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 12. Jan 2010 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

halli hallo,

also mal ganz langsam.
8 jahre tramal ist schon ne halbe ewigkeit.da braucht dein körper schon die normale dosis um überhaupt mal halbwegs zu funktionieren.und wenn du dann noch den gewissen kleinen "kick" suchst noch nen kleinen bis größeren nachschlag.ich weis ja jetzt nicht ob du dieses tramal in der tat nur nimmst um deine schmerzen erträglich zu machen,oder einfach weil du einen kick suchst und es dir einfach dann besser geht.ich weis nun mal leider einfach zu wenig über dich.poste mal folgendes.
a)wie sieht die einnahme von tramal in den einzelnen dosen aus(z.b. um 8 uhr 200mg,um 12 uhr 300mg,um 16 uhr 200mg,19 uhr 200mg,0uhr 200mg usw)
b)wie lange kannst du ohne tramal sein?
c)welche entzuzgserscheinungen hast du wenn du kein tramal nimmst und wieviele stunden kannst du es ohne aushalten?
d)welche sonstigen "begleiterscheinungen hast du mittlerweile schon mit tramal?ich z.b. hatte absolute müdigkeit,lustlosigkeit bei einfach ALLEM wie arbeit,familie,sport bishin zum sex!
e)körperliche begleiterscheinungen,ich hatte z.b. ständig aufgerissene lippen,extrem fester stuhlgang,sodbrennen usw.
und vorallem hatte ich so ein komisches sausen oder zischen in den ohren.vorallem beim bewegen des kopfes oder der augen...hast du soetwas auch?

zum entzug:
vergiss den kalten entzug - der ist bei tramal grausam!schon nach 20 stunden ohne tramal sah ich die bilder an der wand die sich bewegten,war absolut depressiv,konnte kaum noch aus dem bett steigen usw.
den entzug schaffte ich im krankenhaus mit subutex.das wurde jeden tag um eine einheit runterdosiert.klappte prima ohne nennenswerte nebenwirkungen und ohne entzugserscheinungen.

ich muss jetzt noch zum arzt,und werd heute abend mal wieder reinschauen...vieleicht kann ich dir ja etwas helfen Smile

bis dahin halt die ohren steif Wink

ps.Tilidin ist meiner meinung nach fast das gleiche wie tramal...allerdings lässt sich Tilidin kaum missbrauchen da es den zusatzstoff naloxon enthält,und dieses verhindert die wirkung des tilidins ab einer gewissen dosis...Also auf keinen Fall tilidin zum tramal nehmen.!
mein entzug vom tilidin war im gegensatz zum tramal ein klacks.
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Krieger
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 115

BeitragVerfasst am: 13. Jan 2010 07:45    Titel: Re: Noch einmal Tramal Antworten mit Zitat

Schatzi hat Folgendes geschrieben:
Nur ich habe wirklich Schmerzen und wenn die das Mittel wegnehmen, was dann? Reichen andere Schmerzmittel?

Wenn abzusehen ist, daß die Schmerzen noch mehrere Jahre anhalten werden, ist von Nichtopioiden dringend abzuraten. Je nach Medikament ruinierst Du Dir damit Magen, Leber oder Nieren.

Entweder sind die Schmerzen so schlimm, daß sie einer Dauermedikation bedürfen, oder Du kommst komplett ohne aus. Im ersten Fall ist zu einem retardierten Opioidpräparat zu raten.
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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 13. Jan 2010 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich habe eigentlich gar keinen Kick, ich wollte nur die Schmerzen loswerden. Ich kann das immer gar nicht verstehen, das mit dem Kick. Das empfinde ich gar nicht so.

Ich merke nur, wenn ich das nicht nehme, werde ich unruhig und die Schmerzen werden unerträglich.

Ich habe mir jetzt eine Liste gemacht, wo ich alles genau aufschreibe.
Damit man mal eine Übersicht genau hat.

Ich habe Tramal im Abstand von ca. 4-5 Stunden genommen. So bei 70-80 Tropfen.
Am Anfang war es ja viel weniger. Aber es wirkt ja dann nicht mehr.
Aber nicht wegen dem Kick! den habe ich nie gehabt.

Ich wollte eigentlich nur mein Leben erträglicher machen, da ich soviele Op`s schon hinter mir habe und ständig Schmerzen. Habe einen gutartigen Tumor im Kopf, der wird auch immer so abgetan, der macht aber Schmerzen, ein Nebennierentumor-gutartig, wird auch so abgetan, heisst dann immer, ist alles nicht soooo schlimm, aber es schmerzt.
Dann Rheumaschmerzen, Gicht, die nachgewiesen wurde usw. Mir fehlt ein grosses Stück Darm, habe noch einige Erkrankungen, was aber das Problem mit den Tropfen nicht mindert.

Mein Spruch war ja , lieber etwas süchtig und einigermassen Leben als nur Schmerzen und keinen Lebensmut.

Nur bei dieser Dosis jetzt, geht es nicht mehr. Da muss was runter!

So wie es jetzt ist, kann ich mein Leben gut gestalten, kann Rausgehen, Stundenlang mit dem Hund und auch im Haus gut zupacken.
Da habe ich dann wieder Angst, dass das alles nicht mehr geht.
Die Schmerztherapie kann man hier vergessen, das habe ich durch.
Die wollen ja nicht einmal ,dass man Paracetamol nimmt. Das hilft mir auch nichts und sagen zu lassen, dass man Opiate nicht nehmen soll, da brauche ich nicht zum Schmerztherapeuten.

Vielleicht wäre doch eine Retardtablette angebracht, vielleicht schafft man ja die Umstellung. Nur wie lange dauert es, und nimmt eine nach der Anderen.

Es ist ein Hin und Her.

Die aufgezählten Symptome habe ich alle nicht, nur dieses Sausen im Kopf, das habe ich auch.
Eigentlich sonst an Nebenwirkungen davon gar keine, wenn ich die nehme. Da geht es mir gut.

Ich muss dazu auch noch sagen, dass ich Antidepressive nehmen muss, da ich in der 2. Schwangerschaft so krank war und nur noch Panikattacken hatten und mein Mann mich sogar pflegen musste, weil gar nichts mehr ging. Bin nie mehr raus und das ging fast 3 Jahre. Jetzt bin ich dankbar, dass ich im Ort alleine gehen kann, das ging damals auch nicht. Ich habe Angst, dass dann wieder alles von vorne Anfängt, wir waren damals, als mein Mann mich gepflegt hat, ganz unten.
Wer mich damals kannte und jetzt, sagt ja immer, was ich für Fortschritte gemacht habe.

Aber die wissen ja auch nicht, dass ich immer noch Schmerzmittel brauche.

(Zu dem Tilidin damals- den Entzug fand ich schrecklich und ich habe da alle 5 Tage eine Flasche gebraucht - da habe ich von der Sperre nichts gemerkt - Ich habe mal vor Monaten einmal Tilidin genommen, da war ich aber todkrank von, die konnte ich gar nicht mehr ab- die sind absolut ein "No" für mich)

Wenn man soviel im Krankenhaus war wie ich und soviel schreckliches da erlebt hat, hat man halt Angst vor dem Krankenhaus und hier kann man die Kliniken wirklich vergessen. Da liegen fast nur Alkoholiker und alle werden über einen Kamm geschert. Wenn ich eine gute Klinik wüsste, würde ich auch ein paar Kilometer weiter weggehen. Hauptsache es läuft erträglich ab.

(Das Krankenhaus hier habe ich ja mit dem Tilidin durch- da ging es mir soooo schlecht und die meckern einen noch an, man soll sich nicht so haben und es gibt keine Hilfe- war damals so geschockt, dass ich da garantiert nicht mehr hingehe- ich solle meine Unruhe auslaufen, Treppen hoch und Runter - hatte dann 10 Tage keine Nacht geschlafen und keinen hats interessiert - das ich da nicht hinwill, ist ja wohl klar)
Man muss ja in die Psychiatrische Abteilung damit, wo anders kommt man hier damit nicht hin und es gibt sonst auch nichts anderes. Die Innnere Abteilung kennt sich auch nicht so aus damit-da habe ich mal gefragt)

Vielleicht würde ja eine Retardumstellung wirklich was bringen und dann evtl. ganz absetzen, damit man die Überdosis nicht mehr nimmt bei den Tropfen, es ist ja leicht ein paar Tropfen nachzunehmen.
Damals ein Arzt meinte, bei Retard steigt die Wirkung nicht so hoch an in einer Kurve wie bei Tropfen, bei Tropfen geht es ganz hoch und fällt tief, bei Retard bleibt es lange auf einer Linie.

So, jetzt habe ich wieder soviel geschrieben, es geht soviel im Kopf rum.
Viele haben es ja wirklich zu Hause geschafft.
Ich möchte es auch zu Hause erst einmal versuchen, wenn es dann wirklich gar nicht mehr geht, bleibt ja immer noch die Klinik.

Ach so, meinen HA kann man da wirklich vergessen. Er ist eigentlich lieb und nett, aber er hat halt keine Ahnung von diesen Dingen und ich habe ihn schon mal gefragt, ob es was zur Unterstützung bei einem Absetzen gibt, er wüsste keinen- also kann ich die Hilfe da vergessen.

Gestern habe ich 150 Tropfen weniger genommen als sonst und eigentlich bin ich schon stolz drauf.

Es ist jetzt 12.30 Uhr und sonst habe ich schon mindestens 3x 80 Tropfen genommen, jetzt habe ich mich zusammengenommen und um 6.00 Uhr 40Tropfen und um 11.30 Uhr 40 Tropfen und es ist noch auszuhalten,obwohl der Körper ein bisschen mosert, der verlangt natürlich die andere Dosis.

Allerdings habe ich gestern zur Nacht etwas mehr genommen, wollte wenigstens schlafen. Zwar auch 30 Tropfen weniger als sonst zur Nacht, aber mir ist es wirklich wichtig noch etwas zu Schlafen, das habe ich damals auch nicht bei dem Tilidin.

Vielleicht ist das auch wieder falsch, ich weiss es nicht.

So, ich hoffe, ich habe jetzt alles beantwortet.

Viele liebe Grüsse Ute
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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 13. Jan 2010 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt noch einmal im Internet geschaut und habe eine Schmerztherapieklinik gefunden, die sicherlich auch ambulant da sind.
Es hört sich soweit toll an, morgen früh kann man anrufen und da werde ich mal nachfragen, dann einen Termin machen.

Vorhin habe ich erst einmal heulend mit meinem Mann gesprochen. Er meinte, Du hast ja die Schmerzen und da müssen wir eine Lösung finden.
Ich habe nur gesagt, ich will nicht mehr nach dem Rezept betteln oder andere mit reinziehen, die Rezepte für mich holen. Die es gemacht haben , sind eh weggezogen oder bekommen es nicht mehr. Da bleibt nur, eine Lösung zu finden. Drückt die Daumen, dass die mir helfen können. Unterstützung würde mich schon beruhigen.

Vor allem habe ich wirklich Angst vor den Entzugserscheinungen und vielleicht kann man da wirklich was machen und Hilfe geben. Zur Not muss ich halt für ein paar Tage in die Klinik . Da finden wir dann auch eine Lösung wie es mit den Kindern gehen soll.
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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 14. Jan 2010 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben
Ich habe heute Morgen in der Schmerzambulanz angerufen und ich soll alle Unterlagen hingeben und einen Schmerzzettel ausfüllen,dann bekomme ich einen Termin.

Hoffentlich ist das Personal auch so nett wie am Telefon.

Gestern Abend habe ich zum ERsten Mal meinem Mann erzählt, wieviel Tropfen ich wirklich nehme. Er wusste zwar wie oft, aber nicht wieviel. War selbst erstaunt, hat mich aber ganz dolle gedrückt und gemeint, dass wir das schon schaffen.

Er fand es gut, dass ich vom Kopf her das erst einmal schon will.

Das Schwerste kommt aber noch und braucht wohl viel Kraft.

Was ich noch fragen wollte, so richtig steht nirgends, wie lange dauert die
Extremphase, wo man gegen die Entzugserscheinungen richtig kämpfen muss? Ab wann der Körper etwas entspannen kann?
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Karsi
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

so,zum ersten sag ich mal: Du hast nen ganz dollen Mann Smile
schön das der hinter Dir steht.
Für mich brauchst du vieles neue.Vom hausarzt angefangen bishin zu anderen medikamenten.das was du alles aufgezählt hast,kann man meiner meinung nach nicht mit ein paar aspirin abschalten.mich wundert das dir tramal überhaupt noch hilft.
geh zu dieser schmerztherapie und lass dich umstellen.da gibt es wirkungsvollere opiate als tramal,die du nicht so hoch dosieren musst und die viel besser wirken...sogar ohne abhängig zu machen(was ich aber bezweifele,da ich ja den schritt tramal--tilidin--fentanyl gemacht habe)
ich bezweifele auch das du ganz ohne starke opiate schmerzfrei leben kannst.ich finde richtig dosiert kann man auch mit opiaten prima leben.man sollte allerdings nicht wie ich,suchtgefährdet sein und den kick suchen.

halt uns mal auf dem laufenden.ich drücke dir alle daumen Smile

LG
karsi
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Schatzi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2010 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich halte Euch gerne auf dem Laufenden.

am Mittwoch fahre ich zur Schmerztherapie und fülle erst einmal die Unterlagen aus.
Ich bin dann wirklich froh, wenn es losgeht.

Im Moment habe ich ja von der hohen Dosis auf 230 Tropfen runterdosiert,aber ich dachte, dass es mir mal besser geht, nichts ist.
Daher brauche ich die ärztliche Unterstützung wirklich dringend.
Hatte gestern mit einer Hyponosetherapeutin ein nettes Gespräch. Sie darf dabei nicht helfen.
Aber auch sie meinte, dass ein Runterdosieren wirklich ärztlich eingestellt werden sollte.
Man weiss ja gar nicht, wieviel richtig ist, gibt es Hilfsmittel. Ich hatte ihr dann die Ausgangssituation erzählt und jetzt, sie meinte dann auch, vielleicht doch ein bisschen zu dolle reduziert.

Das Problem ist, ich würde das am Liebsten in einer Woche über die Bühne bringen, aber das wird wohl nichts.

Nachts ist es am Schlimmsten, obwohl ich zur Nacht etwas mehr nehme. Wenn ich sonst mal nicht schlafen konnte, wegen Schmerzen oder so, habe ich soviel genommen, bis ich müde war, das war dann schon mal 3-4 x 75 Tropfen.
Das mache ich jetzt nicht. Da habe ich ein schlechtes Gefühl, wenn ich mal 30 Tropfen nachnehme.

Ich werde weiterhin schreiben, vor allem, die Tipps, die ich hoffentlich bekommen werde. Vielleicht kann ich dann ja diesem und jenen auch ein bisschen weiterhelfen.

Wenn ich durch bin, ich hoffe, dass es irgendwann soweit ist bzw. wenn ich "Ehrlich- auf mich bezogen" eingestellt bin, werde ich mir eine Aufgabe suchen, hoffentlich finde ich was, da ich schon ein paar Jahre berentet bin. Brauche auch irgendwie ein Ziel oder Aufgabe.

Das wird bestimmt aber noch ein langer WEg und ich weiss, dass mein Mann und die beiden Kinder hinter mir stehen und mich dann auch mal drücken und für mich da sind.
Da kann ich wirklich danken, dass ich so einen lieben Mann habe. Wenn ich den nicht hätte, ich weiss auch nicht.
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Ares
Anfänger


Anmeldungsdatum: 06.03.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 6. März 2010 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schatzi,

ich war selbst 2 Monate auf Tramadol. Ich habe Tramal wegen der guter Stimmung genommen. Erst wurde er mir wegen Schmerzen verschrieben, aber als die Schmerzen nach ein paar Tagen vergingen blieb die Sucht. Tramadol ist nun mal ein Opiat und er sorgt für den "kick" und gute Stimmung.

Als ich mehr Infos in Internet über diesen Stoff gelesen habe, war ich erschreckt und habe beschlossen damit aufzuhören. 3 Versuche sind gescheitert, ohne Tram fühlte ich mich verdammt leer und depressiv. Ich könnte gar nichts mehr machen.

Danach wurde mir Johanniskraut (als Medikament: Felis 425) empfohlen. Ich nahm ihn morgens und abends je eine Pille. Ich fühlte mich zwar schläfrig, aber die Depressionen und Lust kam am nächsten Tag auch ohne Tramal zurück. Zwar hatte ich verdammt viel Nachtzschweiss (4 Tage), aber sonst keine andere Entzugserscheinungen.

Tramadol ist ein verdammt gefährliches Zeug.
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Gregory
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 625

BeitragVerfasst am: 18. März 2010 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

ZITAT: "Tramadol ist ein verdammt gefährliches Zeug."


Da geb ich Dir absolut recht aber Dein Konsummuster war nicht sehr ausgeprägt im Vergleich zu z.B,. Eska.
Hast das mal gelesen? Steht im "Subutex Umstellung ich komm nicht klar" wenn ich mich nicht irre. Das Potential bei Tramadol im Vergleich zu anderen Opis ist die Antidepressive Wirkung ala SSRI. Die gute Stimmung wird hauptsächlich über diesen Mechanismus vermittelt. Beim absetzen aber kommt auch noch die Opi-komponente von hinten ins Genick. Im warsten sinne des Wortes kommt es zu Entzugssymptomen wie elektrische Schläge im Nacken - Hinterkopf bis hin zur Übelkeit der Rest der Entzugspalette kommt dann noch dazu. Also nicht den Fehler machen und denken "kleines schwaches Opi - kleiner schwacher Entzug" der ist manchmal sogar noch schlimmer als vom "H"
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