7 jahre Dauerkiffen machen einen Menschen kaputt!

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Satíva
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 05:36    Titel: 7 jahre Dauerkiffen machen einen Menschen kaputt! Antworten mit Zitat

Huhu

Kurz zu mir: bin w 24 Jahre und kiffe regelmäßig/täglich (2-4g) bong und joint. Zwischenzeitlich war ich fast 2 Jahre auf Pilz, E´s, salvia, Peppen, Speed und andere berauschende Mittel..kein H! Irgendwann ging dann nix mehr und ich hörte mich den "harten" Drogen auf und kiffte fleißig Cannabis weiter.

Doch ich merke schnell, dass das zeug nicht gut für mich war. Aber da mein Partner auch kifft, wurde es einfach zu täglichen Gewohnheit/routine einen in der Früh nach dem Aufstehen zu reichen, danach folgen noch 2 Köpfe. blabla bla...also den ganzen Tag verteilt rauche ich ca. 6 joints und 20 Bongköpfe. Zwischendrin sind es sogar TAbakköpfe Shocked

Meine "Beschwerden": mein Selbstbewusstsein ist im Keller bei 0%
meine Sprache hat nachgelassen, ich kann kein einzigen Satz vernünftig aussprechen
ich kriege Angst, wenn zuviel Menschen um mich herum sind
Mein Kurzzeitgedächtnis ist am Arsch der Welt
Appettitlosigkeit
Kein bock auf Sex (bin mit meinem partner seit 7 Jahren zusammen, ich liebe ihn..jaklar..aber ich hab keine Lust)
Keine Freunde mehr da ich wählerisch durch diese Droge in Sachen Freundschaft geworden bin (nur flüchtige Bekannte)
ich bin nicht ich selbst wenn "fremde" Leute um mich herum sind (meine Stimme und mein ganzes "Ich" sind dann "verstellt")
Wenn ich mal überhaupt ein Satz herauskriege vor anderen Menschen, ist es meist nur dummes Zeugs, was mir hinterher total peinlich ist

ach, ich könnte noch einiges aufzählen, eben (wahrscheinlich) die typischen LangzeitKiffersymptome


ich hatte schonmal versucht aufzuhören..4 Tage hat es geklappt und ich weiß noch wie schön dass war , auf der einen Seite. Ich war motiviert, hab keine Kopfschmerzen gehabt, war für kurze zeit sogar ein anderer Menschen (fröhlicher), aber ich hab natürlich auf der anderen Seite ständig ans kiffen gedacht und zum Schluss wieder angefangen.

Jetzt will ich einen neuen Versuch starten, denn ich will endlich ich selbst wieder sein, fröhlicher sein, neue Freunde kennen lernen, meinem Partner wieder hingeben können (natürlich freiwillig^^)

Ich suche deshalb gleichgesinnte hier im Forum, die mit mir gemeisam durch die schwere Entzugszeit gehen, vielleicht finden sich sogar welche, die ebenfalls aufhören mit kiffen.

In diesem Sinne...bis demnächst

Satíva Very Happy
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Satíva
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Um mich einwenig abzulenken, wollte ich mal niederschreiben, wie es mir gerade geht.
Naja, ist zwar erst ein halber Tag, wo ich nicht mehr kiffe Laughing , aber ich bin jetzt schon wahnsinnig stolz auf mich.
Meist habe ich meinen "guten Vorsatz" (nicht mehr kiffen) früh nach dem aufstehen schon wieder vergessen oder ich wollte nicht dran denken.

Klar, ich rauche jetzt zwar einbißchen mehr Zigaretten, doch dies will ich auch noch in Griff bekommen.
Ich habe heute schon 2 extreme Stimmungsschwankungen gehabt,d ass ging von einer Sekunde auf die andere. Ich hatte übelst schlechte Laune und mich dann auch noch mit meinem Partner gestritten (ich war dran schuld *zugeb*)...wir haben uns aber gleich danach wieder verbündet^^

Joah, eigentlich denke ich die ganze Zeit dran, jetzt einen Kopf zu rauchen oder einen Joint, zumal mein Partner dass ja weiterhin macht (aber nicht vor mir). Aber bis jetzt bin ich stark. ich habe nur etwas bammel vor Abends.
Wenn unsere Tochter (knapp 3) abends ins Bettchen geht, haben wir (ich und mein Partner) uns uns im Wohnzimmer gemütlich gemacht und erstmal einen Joint geraucht. Tja, heut Abend mache ich es mir nur mit einer halben Zigarette gemütlich.

bis bald Smile
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sativa,

es ist klar, dass es auf Dauer nicht gutgehen kann, schon morgens nach dem Aufstehen den ersten Kopf zu rauchen. Habe das lange Jahre auch so praktiziert. Doch dann habe ich mir ein großes, schweres Motorrad gekauft und ab da war´s vorbei mit dem Kiffen am frühen Morgen. Es war mir zu arg, bekifft auf die für mich eigentlich viel zu schwere Maschine zu steigen. Ich wollte mich ja nicht umbringen. Über diesen "Trick" ist es mir gelungen, das Kiffen am Morgen bleiben zu lassen.

Der nächste Schritt war der, dass ich nur noch gekifft habe wenn ich mir sicher war, nicht mehr unter Menschen gehen zu müssen. Also nach Feierabend. Damit fällt auch die Unsicherheit weg, mit nüchternen Menschen kommunizieren zu müssen.

Auf diese Art komme ich sehr gut zurecht. Meine geistigen Fähigkeiten, Selbstbewusstsein, Sprache etc. sind TOP, einfach deswegen, weil ich einer anspruchsvollen Arbeit nachgehe, die meinen Geist sehr gut im Training hält. Würde ich den ganzen Tag kiffend und fernsehglotzend zu Hause sitzen, sähe das mit Sicherheit anders aus.

Mit nicht kiffenden Menschen finde ich ohne Probleme eine Basis für Gespräche oder Freundschaft, da ich viele Interessen habe, die vom Kiffen unberührt sind.

Dass man nach 7 Jahren mit demselben Partner vielleicht nicht mehr ganz so leidenschaftlichen Sex hat wie zu Beginn, ist nicht verwunderlich. Das geht vielen "alten" Ehepaaren so und ist völlig normal.

Natürlich finde ich es fabelhaft, dass Du aufhören und einen Schlussstrich ziehen willst. Du solltest Dich aber nicht überfordern. Wenn Dein Partner unverändert weitermacht, wird das Eure Beziehung belasten. Ein Anfang könnte doch sein, den Tag gemeinsam nüchtern zu beginnen und erst ab dem späten Nachmittag oder abends zu rauchen. So kann sich Dein Kopf wenigstens für einige Stunden erholen. Lass Dir von niemandem einreden, dass Du es kopfmäßig nicht bringst. Keine Ahnung wie das bei Euch ist, aber ich hatte mal einen Partner, der mir immer wieder sagte, ich sei dumm und unfähig und zu nichts zu gebrauchen. Wenn man das jeden Tag hört, glaubt man´s irgendwann.

Und - fallst Du nicht berufstätig bist: Suche Dir unbedingt eine sinnvolle Beschäftigung, mit der Du Sprache, Gedächtnis und Auffassungsgabe trainieren kannst! Davon wird auch Dein Selbstbewusstsein profitieren. Von nix kommt nix!

Grüße
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Satíva
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo veilchenfee

Danke erstmal für deine Antwort Very Happy

Ja, dass ist ein schwieriges Thema, bezüglich mein Partner und seine Kifferei.
Wir haben schon viele Gespräche diesbezüglich gehabt, aber er will NICHT aufhören und auch auf seinen Kopf/Joint in der Früh nach dem aufstehen, will er nicht verzichten.
Wie gesagt, ich kenne ihn seit 7 Jahren (er hat schon gekifft gehabt, wo ich ihn kennen gelernt habe) und er hat sich kaum verändert dadurch...bis auf seine Vergesslichkeit. Ein gemütlicher war er schon immer.
Er ist das genaue Gegenteil von mir (gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an^^) , in Sachen kiffen.
Wir waren gemeinsam in der Lehre, er hat nciht ein einziges Mal gelernt für die Abschlussprüfung und hat einen Notendurchschnitt von 1,9 und ich habe wochen vorher schon angefangen und habe einen Durchschnitt von 3,4. Damals zu Schulzeiten, war ich mit bei den besten in der Klasse Embarassed
Naja, auf jeden Fall hat er keine Probleme mit dem Kiffen, was cih nach 7 gemeinsamen Jahren nur bestätigen kann. Und ich bin ihm auch garnicht böse, wenn er nicht aufhören will, er kifft ja auch dafür nicht mehr vor mir!

Ja, momentan bin ich noch im Erziehungsurlaub bis ende März 2010, bin aber schon seit längerem kräftig auf Jobsuche, doch irgendwie wills nicht funktionieren Crying or Very sad
Ich hatte sogar zwischendrin mal mit Joggen angefangen und habe nach 4 Tagen ganze 3,5kg abgenommen...was nicht so gut ist bei einer Körpergrösse von 1,59m 43-44kg (untergewicht)

Ich gehe viel raus mit meiner Tochter :spielplatz, indoor, spazieren, zur Zeit schlitten fahren oder einfach rumalbern(auch wo ich noch gekifft habe, ich hab mich dazu gezwungen ihr zuliebe)

Ich lese eigentlich recht viele Bücher (thriller, romane, zeitgeschichte, alles über den Holocaust, 3. Reich)-dass sind Sachen die mich wahnsinnig interessieren und wo ich eigentlich meine, damit mein Gedächtnis aufzupeppen. Aber wenn ich schon vorm lesen immer gekifft habe, nützt glaub ich dass ganze lesen nichts Embarassed

Jetzt bin ich aber ausgeschweift^^...naja ich hab viel zu erzählen

danke ncohmal Very Happy

satíva
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Satíva
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

achja...

mein ganzes Umfeld hat mit kiffen zu tun.
Also, die Freunde meines Partners (alle ganz lieb), die Umgebung, die Wohnung alles errinnert mich daran und dass macht das ganze noch schwerer.

Ich muss dazu sagen, dass ich mit Leuten die nicht kiffen, so garnicht auskomme, so doof dass klingen mag, aber ich muss mich an dieser "Sorte" Mensch erst wieder gewöhnen.

Aber ich will es für meine Tochter tun, ich will ihr eine gute Mama sein. Und nciht eine die nur den ganzen Tag zugedröhnt ist und sich nciht mal mehr richtig verständigen kann.
Mein Partner kenn mich ja auch 7 jahre und er sagt ich hätte mich schon stark verändert. Natürlich hält er zu mir (das hoffe ich doch sehr stark^^).
Ich möchte einfach wieder wie "früher" sein. Eine Lebenslustige Person, die schnell Anschluss findet und wieder klarer denken kann.

Satíva Very Happy
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sativa,

Dein Problem ist sozusagen ein "Klassiker". Du bist an einem Punkt angelangt, an dem Du Dich weiterentwickeln möchtest. Das ist richtig und wichtig. Durch die Geburt Eurer Tochter hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen und Du möchtest dieser neuen Situation gerecht werden. Du stellst fest, dass man einem Kleinkind nicht gerecht werden kann, wenn man dauerbekifft ist. So ein Kind hält auf Trab und stellt Ansprüche. So weit, so gut.

Die Frage ist, ob Dein Mann bereit ist, sich ebenfalls weiterzuentwickeln. Dass er nicht mehr vor Dir kifft, macht die Situation nicht besser. Du willst ja schließlich einen gleichwertigen Partner an Deiner Seite haben und nicht einen bekifften "Waschlappen", der mit seinen Kumpels den halben Tag vor der Spielkonsole hängt, während Du Dich bemühst, Euer Kind altersgerecht zu beschäftigen. Den Haushalt hast Du wahrscheinlich auch noch am Hals.

Dass Du viel liest, ist erstmal gut. Davon vermehrt profitieren könntest Du, wenn Du beispielsweise Deinem Mann nach Beendigung des Buches eine mündliche Inhaltsangabe / Zusammenfassung liefern würdest. Anschließend könnte Dir Dein Mann Fragen zu dem Buch stellen, die Du dann beantwortest.

Beherrschst Du ein Musikinstrument? Du könntest versuchen, z.B. Blockflöte zu spielen und einfache Kinderlieder zu lernen. Oder Glockenspiel. Oder ein kleines Keyboard. Du spielst auf dem Keyboard "Alle meine Entchen" und ihr singt dazu. Lerne gemeinsam mit Deiner Tochter Lieder und Gedichte auswendig. Entscheidend für den Erfolg ist der laute Vortrag.

Deine Situation ist schwierig. Viel hängt von Deinem Mann ab. Wird er mitziehen oder werdet Ihr Euch mehr und mehr entfremden...? Ich hoffe, dass er einsieht, dass er jetzt, da er ein Kind hat, allmählich erwachsen werden muss. Das bedeutet nicht, dass er auf alles verzichten muss. Aber um ein paar Kompromisse wird er nicht drumherumkommen! Sonst verlierst Du irgendwann den Respekt vor ihm und die Beziehung scheitert.
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hexy
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 12:50    Titel: 7 jahre Dauerkiffen machen einen Menschen kaputt! Antworten mit Zitat

Hallo Sativa!
Bin grad beim durchstöbern hier auf deinen Bericht gestoßen und habe mich grad in gewisser Weise ganz dolle wiedererkannt.Erstmal kannst du wirklich stolz auf dich sein,das du dich dazu entschlossen hast diesen Schritt zu machen und wünsche dir ganz viel Kraft dafür.Der Grund warum mich dein Thema so anspricht ist der.Ich bin 50 also schon ein älteres Kaliber und bin polytox also mehrfachabhängig.Ich bin seit 33 Jahren süchtig,habe alles schon konsumiert was mir unter die Finger kam(meist gleichzeitig) aber tägl.und exersiv (Codein oder Schmertabletten) und Hasch.Das Hasch gehörte auch für mich in den 33 Jahren einfach dazu,wie die Luft zum atmen wie Essen und Trinken.Ich lernte meinen jetziegen Partner vor 29 Jahren kennen (auch durch's kiffen,er war mein dealer)und wir bekamen unseren (heute 26 jährigen Sohn).1992 entschloss ich mich zum erstenmal einen Entzug mit anschließender Stationärer Langzeittherapie zu machen.Da ich damals genauso dachte wie du und von meinem Partner nicht verlangen wollte das auch er mit dem kiffen aufhört (da er ja nun mal nicht suchtkrank ist und damit umgehen kann)hat auch er ab und zu und nicht vor mir weiter geraucht.Na ja das ging sage und schreibe ein halbes Jahr gut dann wurde die Gier und der Neid in mir so groß das auch ich wieder damit anfing.Und ruck zuck war ich wieder in meinem alten Konsumverhalten wie vorher.Und bei mir klappte es nie von wegen einfach mal weniger rauchen,das hab ich nie geschafft.Bei mir geht es leider immer alles oder nix(Lackschuh oder Turnschuh)wie bei jedem Suchtkranken.Im Februar 2009 war ich dann psychisch und Finanziell so am Ende,daß ich mich nochmal zu diesen schweren Schritt entschloß einen 2.Entzug zu machen aber diesmal mit einer Ambulanten Langzeittherapie.Zu meinem Partner aber sagte ich diesmal klipp und klar,das ich es diesmal nicht mehr kann das er weiterraucht und er sich entscheiden muß.Aber da ihm mein ganzer Konsum sowieso schon immer zu viek war und es ständig Streit bei uns deswegen gab,war es für ihm kein großes Ding auch mit dem kiffen mir zu liebe ganz aufzuhören.Ich bin ihm dafür unwahrscheinlich dankbar.Denn auch mein Umfeld errinnert mich nur ans kiffen(mein zu hause,meine Freunde,meine Hobbys,meine Freizeit) einfach alles.Was ich damit sagen will,ich bin jetzt seit 11 Monaten clean und gehe einmal die Wochen in eine SG alle sind sehr stolz auf mich und unterstützen mich und trotzdem kämpfe icch jeden Tag darum clean zu bleiben,weil es mir immernoch schwer fällt nach so vielen Jahren exersivem Haschischkonsum dieses Zeug aus meinem Kopf zu kriegen.Denn ich habe diese Droge mal mehr geliebt als meine eigene Familie.Und wenn dein Partner weiterhin kifft,werdet ihr euch ganz sicher auseinander leben.Denn wenn du das wirklich durchziehst und das wünsche ich dir von ganzem Herzen,kann diese Beziehung auf Dauer nicht bestehen.Es wird für dich sonst zu einer Folter werden,glaub es mir.Denn wie ich schon schrieb,meiner hat aufgehört und selbst so fällt es mir noch schwer davon ganz frei zu werden.Also ich wünsche dir und deinem Kind alles Glück der Welt und ganz viel Kraft clean zu bleiben.L.G.Hexy Wink
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horroor
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.01.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2010 11:52    Titel: dauerkiffen Antworten mit Zitat

lies der doch ma Droger Der Retter und Tyrann durch vielleicht interesannt für dich..denn ich stecke in der selben Lage und kann dir in vielen Punkten gut nach empfinden naja so is das mit den muntermachern^^bis denn dann und noch viel Erfolg.
Lieben Gruß Very Happy
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Satíva
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 27. Jan 2010 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, wie es immer so ist...ich bin schwach geworden..hab erst einen geraucht und jetzt rauche ich sozusagen wieder den ganzen Tag:( Echt zum kotzen...dabei weiß ich ganz genau, dass es falsch ist und ich mir mein Leben damit verbaue...ja ,es liegt leider auch daran, dass mein Mann hier raucht. Ich finde leider den Schalter nicht, wo man diese behinderte Sucht abstellen kann.
Ich meine, der Wille ist ja da, aber irgendwie denke ich immer wenn cih keinen rauche, dass ich was verpasse. Es ist eine doofe Angewohnheit, die nicht so leicht wegzukriegen ist.

Aber nach einpaar Tagen der Überlegung möchte ich noch einen Versuch starten. Confused Ich bin allerdings überhaupt kein starker Mensch in der Hinsicht und verfalle sehr schnell wieder in die alten Gewohnheiten. Kommt zeit kommt rat...hoff ich jedenfalls Sad
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Clueless
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Anmeldungsdatum: 25.01.2010
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 27. Jan 2010 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Savita,

erst mal is es doch schon ne Sache dass du´s geschafft hast ne Zeit auszuhalten obwohl ja im Haus was verfügbar war. Find das is schon ne Leistung.

Allerdings glaub ich wenn dein Partner nicht mitzieht oder seine Gewohnheiten nicht umstellt, also reduziert siehts nicht so toll für dich aus.
Also wenn ich mich in deine Situation versetze, klarer Fall, wär ich auch chancenlos. Glaub du musst mit deinem Schatz nochmal ausgiebig sprechen, geht ja auch um euere gemeinsame Tochter, oder?

LG
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hexy
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Anmeldungsdatum: 25.12.2009
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 27. Jan 2010 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sativa!
Schade das du doch schwach geworden bist aber das war ja auch leider irgendwie vorrauszusehen.Eigentlich hast du jetzt genau das gelebt wie ich es dir ja auch schon geschrieben hatte.Aber du hast es wenigstens schonmal probiert und das ist ja auch schon ein wichtiger Schritt und vor allem eine gute entscheidung gewesen und wie du schreibst möchtest du es ja auch wieder versuchen.Ich denke mal du hast gelesen was ich dir oben geschrieben hatte.Also ich kenne die ganze scheiße sehr gut und habe auch immer gedacht ich könnte nie in meinem Leben auf mein geliebtes Hasch verzichten.Denn für mich war es das allheilmittel schlechthin.Und als ich den Entzug machte (also nicht nur wegen THC sondern auch wegen anderen Mittelchen)dachte ich man hat mir ein Familienmitglied genommen oder einen arm abgehackt.Alles war nicht so schlimm aber das Hasch vermiße ich immernoch nach bereits fast 12 Monate einfach vom Kopf her.Diese psychische Abhängigkeit von dem Zeug ist leider auch bei mir sehr extrem.Habe ja auch 33 Jahre jeden Tag zwischen 1,5- zu manche Tage 3 Gramm weggeraucht und dann halt die Tabletten noch dazu,war also schon immer ne heftiege dröhnung.Aber zum schluß schon sowas von normal,der Körper hat sich so daran gewöhnt.Aber mittlerweile bin ich 50 und bis ich da angekommen bin wo ich jetzt bin,mußte auch ich einiege Runden drehen in meiner Suchtkarriere um endlich zu kapieren das ich mein leben lang Suchtkrank bin und nie mit irgendeiner Droge egal was es ist umgehen werden können,da ich sie nie kontroliert konsumieren kann.Ich will jetzt nicht klugscheißern,ich wollte dir das einfach nur nochmal mit auf deinen weiteren Weg mitgeben.Denn mittlerweile kann ich sagen das ich weiß wovon ich rede aber die Erfahrungen müßen wir halt leider alle selbst machen.Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin alles Glück dieser Welt und hoffe das du irgendwann für den cleanen Weg entscheidest auch wenn er ohne deinen Partner sein sollte.Ach ja eins nur noch nebenbei:Ich bin auch nicht so ein starker Mensch aber wenn man etwas wirklich will dann gelingt es einem auch,es muß nur klick im Kopf machen Wink L.G.Hexy Alles gute!
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timo.s
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.02.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 18. Feb 2010 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Du solltest einsehen, dass es so mit deinem Leben nicht weiter gehen kann. Du solltest schleunigst professionelle Hilfe aufsuchen, eine Therapie machen oder sonst was.
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Abhänger
Anfänger


Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2010 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Da kann ich mich nur anschliessen.


was war ich aber auch stolz jetzt schon knapp 2 Jahre Alkoholabstinent zu leben.
Und - welch Erstaunen - ich habe immer noch keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Nein auch keinen Schluck, keinen Zug, kein Glas und keine Flasche - man behumpst sich dann ja doch gerne mit Halbwahrheiten.

Alkohol Nein! Neinneinneinneinnein!

Die Situation Zuhause? Immer noch besch...eiden. Freundin Essgestört + Borderline (Bewußt), Schwiegermutter Borderline + Alkohol- und Medikamentenabusus (sich dessen nicht bewußt).

Vorwürfe, Dauerkritik etc. erwartbar und doch immer wieder kalt erwischt. Streit, Geschrei, fast ausziehen, zurückrudern. Same procedure as every Year.

Die Situation beruflich?
Tja einerseits ideal. Arbeit bei einem der führenden Unternehmen unserer Branche. Sicherer Job. Anspruchsvolle, prestigeträchtige Aufträge. Verhältnismäßig gute Bezahlung.
Jedoch andererseits auch kontraproduktiv. Fast ausschließlich Montagearbeit, seit November `09 sogar für 2-Wochen-Blocks im Ausland, und im Monat höchstens 8 Tage zuhause. Recht Beziehungsfeindlich. Aber statt Winterpause doch wohl akzeptabel? Okay, mit Selbsthilfegruppen oder gar therapeutischer Begleitung ist dann so eine Hardcoremontage nicht wirklich kompatibel, aber es gibt ja das Internet..
Gut, die Montagearbeit ist in Amsterdam...

Autsch.

Und mit dem ersten Tag in Amsterdam und dem Vorbeiflanieren an süßlich duftenden Wolken, war ich vor der Gefahr Alkohol gerettet und voll mit Cannabis dabei.

Ich trinke ja nix.

Statt dessen jeden Abend `nen Dübel oder zwei. Erst Leichte, und zuletzt die richtigen Knaller. Und dazu die ganze Latte suchtspezifisches Verhalten. Verschleierung, Lüge, Selbstbetrug, Verdrängung und Untermauerung des eigenen Tuns mit der Belastung durch Andere. Ach ja, und natürlich kommen langsam die alten Psychosen wieder zurück. Man hat die Paranoia aber auch sowas von vermißt.

Da stand ich nun. Mit meiner Erfahrung. Mit meinen Ängsten, Scham-, und Schuldgefühlen.

Jetzt habe ich die Notbremse gezoge. Mich beurlauben lassen und nix wie zur Suchthilfe!

Also Sativa: Wenns mit der Selbstkontrolle nicht mehr klappt, dann bist Du Suchtkrank. Punkt.
Und dann hilft eben nur noch professionelle Hilfe.
So einfach ist das.
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Satíva
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2010 01:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöle Very Happy

Es ist zwar schon einwenig her, aber ich wollte einfach mal berichten, wie es mir geht.

Tja, was soll ich sagen..ich hab bis jetzt kein einzigen Joint/Bong oder sonstiges mehr angerührt.
Irgendwie hat es in meinem Gehirn "klick" gemacht.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, ehrlich gesagt.

Das erste am Tag, nach dem aufstehen, war ja immer mein Bongkopf, gerade da hatte ich gedacht, dass halt ich ohne den NIE durch.
Naja, ich hab dann früh immer ne Zigarette geraucht und komischerweise war ich danach beruhigt und wollte auch garnicht mehr an dieser Bong ziehen.
Klar, gab es immer irgendwelche Gelegenheiten, wo man sich dachte "Ach jetzt kannst de mal einen rauchen...is ja nur einer"...doch ich hab mir gedacht.."Ne, dass machst de jetzt nicht, sonst war alles umsonst"

Die erste Zeit war auch wirklich hart für mich. Ich hab eigentlich durchgehend schlechte Laune gehabt, hab einige etwas "heftigere" Streits mit meinem Freund gehabt...wo ich dran schuld war, weil ich bei jeder Kleinigkeit ausgetickt bin.

Ich muss sogar sagen, dass eine zeitlang mein Selbstbewusstsein nicht nur 0 war, sonder -50...doch nach ca. 1,5-2 Monaten hat sich das gelegt und irgendwie von einen auf den anderen Tag füllte ich mich besser.

Ja also, bevor ich hier alles niederschreibe...jetzt nach ca. 6 Monaten, bin ich immer noch nicht "richtig" geheilt (wenn dies überhaupt möglich ist)
Mein Selbstbewusstsein baue ich nach und nach auf und es fruchtet auch:)

Meine Sprache ist schon um einiges besser geworden. Ich vergess jetzt nur noch ganz ganz selten was mitten im Satz und kann auch wieder klar denken. Perfekt ist es aber noch nicht.
Kurzzeitgedächtnis...ja, ich vergesse nicht mehr so viel, kommt aber schon noch vor.
Freunde---ich traue mich natürlich wieder unter Menschen und habe auch mit meinen alten Freunden Kontakt aufgenommen..wir verstehen uns prächtig und es macht wieder Spaß was zu unternehmen, oder einfach nur mti Freunden zusammen zu sitzen und quatschen.

Mittlerweile ist mir aber bewusst geworden, dass ich nie ein 100%-iges Selbstbewusstsein aufbauen kann. 1. die Droge hats versaut und 2. eigentlich der wichtigste Punkt...ich war schon immer bissle schüchtern und somit auch nicth immer zufrieden mit mir selbst.

Aber, ob ihrs glaubt oder nicht, ich habe durch eigenes "Training" alles nach und nach wieder aufgebaut.
Training heisst: z.B. wenn ich abends im Bett liege, denke ich noch mal nach, wie es ist "Drogenfrei" zu leben..zu denken...dass ich dann selbst auf mich stolz sein kann..etc pp

Auch dass SElbstbewusstsein hab ich mir wieder selbst antrainiert, indem ich "raus" in die Welt bin. Neue und alte Kontakte geknüpft habe und mir gedacht habe "Hey, warum hast du dass nicht schon eher gemacht"..so ist es viel schöner.

Jo, ich hab jetzt bestimmt noch wichtige Punkte vergessen, zwecks meiner positiven Veränderung. Mir fällt´s nur grad net ein^^ ..oder anders...für mich ist alles alltäglich geworden, so dass ich Veränderungen (positive) garnicht mehr so richtig wahrnehme, eben weil es jetzt zur Gewohnheit geworden ist, oder "normal" geworden ist so zu leben, wie ich gerade lebe

Wink

Wer Fragen dazu hat, fragt mich..ich beisse nicht.

lg Satíva (Ich müsste mir theoretischer Weise jetzt n anderen Namen zulegen^^=
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Satíva
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2010 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

P.S.

Mein Partner hat vor einem Monat auch damit aufgehört...UNS zuliebe!

Ich kann wirklich nur jeden raten, damit aufzuhören. Und auch wenn man das zeug nur in "Maßen" raucht, es macht über kurz oder lang trotzdem alles kaputt! Und wenns anfänglich nur das Kurzzeitgedächtnis ist, danach kommt auf jeden Fall was neues negatives.

lg
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