Der Zwang nichts zu essen.

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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 11:33    Titel: Der Zwang nichts zu essen. Antworten mit Zitat

Hallo...ich bin neu hier. ich muss mich einfach mal mit jemandem austauschen, dem es genauso geht, wie mir. oder jemand, der mir helfen will und mich verstehen will... ich leide unter einer Essstörung...was ich lange nicht wahrhaben wollte...aber jetzt ist es auch meinen Freunden und Eltern aufgefallen...jetzt bin ich bei einer Psychologin..und sie sagt, ich hätte eine ernstzunehmende Essstörung...ich will mir ja helfen lassen und ich will davon loskommen...aber ich schaffe es einfach nicht...jetzt fällt es schon außenstehenden personen auf, dass ich sehr dünn bin...und alle wollen mich füttern, wie ein kleines kind... am liebsten würde ich sie alle anschreien und gar nichts mehr essen...nur um ihnen zu zeigen, dass ich wenigstens noch mein Gewicht unter Kontrolle habe, wenn schon nichts anderes...Zuerst waren es nur die zwischenmahlzeiten, die ich ausgelassen habe..und jetzt werden es die hauptmahlzeiten...ich bin so verzweifelt.. Crying or Very sad nach den Hauptmahlzeiten...bekomme ich immer Zusammebrüche, weil ich mich so schlecht fühle..am liebsten würde ich die zeit zurückdrehen und würde das nicht essen...ich bekomme richtige schreianfälle und hasse mich dafür, so zu sein. damit verletze ich meine ganze familie, weil sie sich sorgen machen...aber ich bekomme es nicht unter kontrolle... ich fange an zu weinen, wenn mein freund mich mit schokolade füttern will...und mir den riegel vor dem mund hält...ich bekomme richtige panik...ich erkenne mich selbst nicht wieder. so wollte ich nie sein.. ich weiß auch nicht mehr, was ich tun soll...ich brauche nur jemanden, zum schreiben...der mich versteht..[/quote]
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2010 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Zimtsternchen25,

helfen kann ich Dir wahrscheinlich nicht, da ich von Essstörungen keine Ahnung habe. Ich kann mir nur Gedanken über Deine Situation machen und die Ergebnisse meiner Überlegungen hier niederschreiben. Vielleicht bringt´s ja ein bisschen was.

Gehe ich recht in der Annahme, dass Du 25 Jahre alt bist? Hast Du den Übergang in das Erwachsenenleben gut überstanden? Hast Du schon einen Beruf und bist Du zufrieden mit Deiner momentanen Lebenssituation? Hast du Angst vor den Anforderungen des Erwachsenenlebens? Wie siehst Du Dich in Deiner "Rolle" als Frau? Möchtest Du Kinder haben? Hast Du in diesem Zusammenhang vor irgendetwas Angst? Wie gut hast Du Dich von Deinen Eltern lösen können? Kontrollieren Dich Deine Eltern zu sehr? Und Dein Freund? Lässt er Dir Deine persönliche Freiheit?


Ich versuche mir vorzustellen was mich veranlassen könnte, eine Essstörung zu entwickeln.


1 Bestrafung.
Ich bestrafe mich, weil ich überhöhte Ansprüche an mich habe. Meiner Meinung nach erfülle ich nicht die Erwartungen, die andere oder ich selbst in mich setzen. Also habe ich nicht verdient, zu essen.
Ich bestrafe meine Eltern (Mutter), die es augenscheinlich nicht schafft, mich essensmäßig am Leben zu halten.


2 Verweigerung.
Ich spiele seit Jahren die brave Tochter. Immer lieb, nett, höflich, zuvorkommend. Jetzt habe ich die Nase endgültig voll und weigere mich, die Erwartungen meines Umfeldes zu erfüllen. Also esse ich nicht.


3 Kontrolle.
Ich kontolliere mein Leben nicht selbst. Schon immer haben andere für mich die Entscheidungen getroffen. Doch jetzt treffe ich meine eigene Entscheidung - ich esse nicht mehr.


Das war jetzt nicht viel und vielleicht hat Deine Psychologin Dir schon was Ähnliches erzählt. Selbsterkenntnist ist das Eine, die andere Frage ist, wie Du aus der Situation wieder rauskommst. Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft und Glück dabei.

Grüße
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Dankeschön für deine Antwort. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du mir helfen möchtest und dass du dir solche Mühe gibst.
Nein, 25 jahre bin ich noch nicht. Die Zahl ist wegen meines Geburtstages entstanden. der 25. Februar. Ich bin erst 16 jahre alt. Ja, in dem Alter ist natürlich alles immer etwas schwieriger...ich bin wohl sehr in der Pubertät...und ich hasse meinen Körper und mich selbst.
Die Vorschläge, warum es zu einer Essstörung kommen konnte, treffen manchmal sehr zu. Vor allem die 'Kontrolle'. Meine Psychologin hat mir auch gesagt, es wäre wie ein Machtspiel zwischen meiner Mutter und mir. Es ist so, dass meine Mutter möchte, dass ich mehr esse und sie will mich richtig dazu bringen, es zu tun. wenn ich dann etwas esse, ist sie zufrieden. aber ich komme mir so vor, als hätte ich versagt und würde am liebsten alles essen vernichten, das ich gegessen habe. wenn ich nichts esse, hätte ich macht über meine mutter, weil sie mich ja nicht zum essen zwingen kann...ich will nicht so sein. ich will kein machspiel zwischen meiner mutter und mir. ich liebe sie doch so sehr. aber trotzdem macht es sie so fertig. alle behandeln mich wie ein kleines kind, dass gefüttert werden muss, weil es zu dünn ist...ich kann selbst entscheiden, ob ich Hunger habe oder nicht. und wenn andere mich überreden wollen, zu essen, esse ich absichtlich nichts, weil ich unabhängig sein möchte...ich habe nur so furchtbare angst, dick zu sein..ich weiß, ich bin es nicht...aber wenn ich einmal mehr esse und mich dann im spiegel betrachte...sehe ich 10 kilo schwerer aus...am liebsten würde ich nichts mehr essen, um dieses schlechte gewissen nach dem essen nicht zu haben...

ganz liebe Grüße.
Zimtsternchen25
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Zimtsternchen,

ich finde es völlig in Ordnung, wenn Du mit Deinen 16 Jahren anfängst selbstständig zu leben und eigene Entscheidungen zu treffen. Das Essverhalten gehört absolut dazu, damit muss sich Dein Umfeld abfinden. Wenn Du dünn sein willst dann iss wenig - Du triffst Deine Entscheidungen selbst und brauchst Dich für nichts zu rechtfertigen.

Doch es gibt ein Problem: Wenn Du konsequent zu wenig isst, wird eine Zeit kommen, in der Dein Untergewicht lebensbedrohlich wird. Dann ist Dein Umfeld gezwungen zu handeln, was bedeutet, dass Du gegen Deinen Willen in ein Krankenhaus geschafft und zur Kalorienaufnahme gezwungen wirst.

Und DAS ist dann der Punkt, an dem Du die Kontrolle über Dein Leben wieder abgeben musst und zwar unter sehr unwürdigen Umständen. Das gilt es unter allen Umständen zu verhindern.

Um Deine Freiheit und Selbstständigkeit also nicht zu verlieren, solltest Du mit Dir selbst eine Art "Abkommen" schließen. Du willst selbstbestimmt leben - also musst Du zumindest so viel essen, dass Du ein Mindestgewicht hältst. Setze Dir ein strenges Limit, z.B. 50 Kilo (Ich weiß nicht, wie groß Du bist...), das Du auf keinen Fall unterschreiten darfst.

Vielleicht kannst Du Deine Mutter davon überzeugen, Dich mit dem Thema Essen komplett in Ruhe zu lassen. Du nimmst an den häuslichen Mahlzeiten nicht mehr teil und regelst das selbst.

Zum Beispiel so:
Am Morgen isst Du einen kleinen Joghurt. Am späten Mittag ein belegtes Brot und eine rohe Mohrrübe. Abends einen Apfel. Mir ist klar, dass durch die geringe Nahrungsaufnahme Dein Magen Probleme hat, größere Mengen Nahrung aufzunehmen. Das Brot und die Möhre könntest Du happenweise über ca. 1,5 Stunden schaffen. Stellst Du fest, dass Du mit dieser Nahrung zu viel an Gewicht verlierst, musst Du halt noch was "zugeben". Vielleicht schaffst Du auf diese Weise, das Essen fast mechanisch, einfach nur zur Wahrung Deiner Selbstbestimmtheit, zu Dir zu nehmen.

Versuche das Problem mit Deinem Verstand anzugehen. Mach Dir klar, was Du keinesfalls möchtest (Riesenzirkus mit Zwangseinweisung und -ernährung) und handle danach.

Es grüßt Dich ganz herzlich
die
veilchenfee
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Veilchenfee ,

Danke für deine lieben Tipps. (: Ja, ich muss mir wirklich so etwas überlegen, sonst habe ich angst, dass es außer kontrolle gerät. mir geht es gerade so schlecht...ich war mit meiner mutter eben im Cafe...und sie hat gesagt, ich soll/kann ein stück kuchen essen...um nicht aufzufallen oder sie zu enttäuschen...habe ich ein stück torte gegessen...ich würde am liebsten schreien, so dass alles wieder rauskommt...ich habe so eine panik...schokolade...ich denke die ganze zeit daran. ich habe so ein schlechtes gewissen...ich halte das nicht mehr aus. ich will es ja neutral sehen und mit meinem verstand regeln, aber wenn ich nur an das stück torte denke, könnte ich losheulen...warum hab ich das gegessen?... es klingt wirklich krank...andere essen gern kuchen...und ich habe panikanfälle davor...wenn ich anderen davon erzähle...bin ich die psychisch kranke. ich behalte es für mich...nur hier kann ich es rauslassen.

Ganz liebe Grüße,

Zimtsternchen25
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Glamour-Babe
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Anmeldungsdatum: 01.01.2010
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Zimtsternchen, hast du vielleicht ICQ? Smile
Leide auch unter Essstörung und bin ebenfalls 16 Jahre.
Wär schön wenn wir da bisschen schreiben könnten!
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, Zimtsternchen, wir werden ein Leben lang die Kinder unserer Eltern sein und ihnen zuliebe manchmal Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen. Das geht auch mir noch so.

Mir fällt auf dass Du schreibst "um nicht aufzufallen" hättest Du das Stück Torte gegessen. Ich finde es nicht schlimm, aufzufallen. Das "Dünn-sein-wollen" ist ja in gewisser Weise eine Strategie, möglichst unauffällig zu sein. Hinterfrage das mal.

Es ist sehr lieb von Dir, dass Du Deine Mutter nicht enttäuschen willst, aber das führt doch nur dazu, dass Du anschließend auf Dich und auf sie wütend bist. Du solltest die Torte essen weil/wenn DU es willst. Und nicht weil SIE es will. Und solange Du es NICHT willst, isst Du eben nur Dein "Minimalprogramm". Aber aus freien Stücken.

Ich glaube, Druck und Zwang sind für Dich im Moment das Schlimmste. Was auf keinen Fall passieren sollte ist, dass Du anfängst, Deine Familie zu über Dein Essverhalten zu täuschen. Schummeln. So tun, als ob Du isst. Hinterher erbrechen. NEVER! Bleib in jeder Hinsicht ehrlich, spiele mit offenen Karten, sonst wird es noch pathologischer. Vielleicht kann Glamour-Babe Dir besser helfen als ich. Allerdings werde ich die Befürchtung nicht los, ihr könntet Euch gemeinsam noch mehr in Eure Essstörung reinsteigern.

Shocked Habe eben noch eine komische Idee zum Thema "wie therapiere ich mich selbst": Reichlich albern ...? Also: Shocked
Male Bilder von Esswaren (Obst, Gemüse, Salat, Würstchen) und male ihnen freundliche Gesichter. Hänge die Bilder in Deinem Zimmer auf. Versuche die Früchtchen als Deine freundlich grinsenden Freunde wahrzunehmen und mit positiven Gefühlen zu besetzen. Oder häkel Dir ein Täschchen in Form einer Karotte. Sowas in der Art halt.

Ich weiß, klingt sehr seltsam, aber Autosuggestion soll manchmal helfen... und in ungewöhnlichen Situationen muss man zu ungewöhnlichen Mitteln greifen ...

Schreib mal wieder ...
veilchenfee
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2010 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Überhaupt ist Beschäftigung ganz wichtig. Fülle Deinen Kopf mit anderen Dingen, so dass Du gar nicht so viel Zeit hast, über Essensfragen nachzudenken. Wenn das geht. Kannst Du Dich so in ein spannendes Buch vertiefen, dass Du alles um Dich herum vergisst? Was ist mit Musik? Malerei? Oder Sport?
Mir rettet mein samstägliches Hobby den Verstand. Freitags schleppe ich im Geiste eine ganze, lange, anstrengende Arbeitswoche hinter mir her. Sobald ich samstags Reiten war, ist der ganze Stress ausradiert. Mein Kopf ist dann frei und kann sich erholen. Das tut so gut. Und ich habe Jahre gebraucht, um es wiederzuentdecken...
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2010 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr beiden,

dankeschön für eure Nachrichten. ich freue mich immer sehr, wenn ich antwort bekomme.

ICQ habe ich leider nicht, Glamourbabe, aber msn. hast du das? oder hast du noch eine normale e-mail adresse. (: ich würde sehr gern mit dir schreiben.

Liebe Veilchenfee,

Ja. es ist wirklich so. ich esse , um anderen zu zeigen 'ich kann es' . ich habe alles unter kontrolle, auch wenn es nicht so ist. ja, ich sollte wirklich mit offenen karten spielen . meine mutter sagt, ich soll ehrlich zu ihr sein, und ihr meine gedanken und gefühle anvertrauen. aber ich weiß, dass sie mich schon als 'krank' einstuft und das möchte ich nicht noch verstärken und sie zusätzlich belasten. ich weiß, ich sollte nicht so denken...aber ich tue es trotzdem.
das essen schmeckt mir ja auch. es ist lecker und ich habe ja auch lust auf süßes. die idee mit dem malen finde ich sehr gut. das ist ein toller tipp. ich werde es einmal ausprobieren. ich ürde wirklich ALLES ausprobieren, um davon loszukommen. danke dafür. (:
Ich werde mich auch in nichts reinsteigern, das verspreche ich, veilchenfee. ich möchte nur hilfe, und nicht noch mehr dort hineinrutschen. meine mutter denkt schon, ich wäre in Pro Ana. nein, so will ich nicht sein. ich habe nur die ganze zeit kalorien im kopf und es ist schon krankhaft, wie verrückt es mich macht. egal, was ich esse, überall gucke ich auf die Kalorien. Da ich Diabetes habe, muss ich immer auf die Nährwerttabelle gucken, wegen den Kohlenhydraten. mein blick rutscht immer auf die kalorien. es ist ein zwang. es macht mich kaputt. meine diabetesärztin sagt, ich müsse zunehmen. sie hat mir ein insulin für die zwischenmahlzeiten gegeben, das ich nie benutze... ich kann es einfach nicht. ich fühle mich so schrecklich dick...wegen dem kuchen. heute habe ich noch einen jogurt gegessen, zu meinem abendessen...der schwirrt mir die ganze zeit im Kopf rum. verdammt...es ist doch nur Jogurt...nur jogurt. und ich sehe die zahl immer in meinen gedanken.. 72...72 kalorien... ich drehen abld durch.. Crying or Very sad Embarassed

ich werde ein bild malen . von essen . von glücklichem essen, das auch glücklich machen soll.

ganz liebe Grüße,

Zimtsternchen25
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2010 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Zimtsternchen,

die Tatsache Deines Typ 1-Diabetes wirft ein ganz neues Licht auf die Angelegenheit. Das heißt, Du wirst schon seit Jahren essensmäßig kontrolliert. Musst dauernd Nährwerte gucken. Und BZ messen. Und Insulin spritzen. Das erklärt einiges. Das Thema Essen und Nährwert spielt eine viel größere Rolle in Deinem Leben und Bewusstsein als das bei anderen üblich ist. Daraus kann sich schon mal eine Neurose entwickeln. Sich mit einer chronischen Krankheit abzufinden und damit umzugehen ist nicht einfach, besonders wenn man noch jung ist. Die Eltern sind natürlich auch viel besorgter und all das hinterlässt Spuren.

Was Deine Figur angeht (nur mal zum Vergleichen):
In Deinem Alter wog ich, soweit ich mich erinnere, bei ca. 159 cm ca. 52 kg, war aber noch nicht ausgewachsen. Ich fand mich nie sonderlich schlank. Mit 21 war ich dann 162 cm groß, wog ca. 55 kg und stellte fest, dass meine alten Lieblingsjeans mir nie wieder passen werden. Heute bin ich wesentlich älter Rolling Eyes und wog zwischenzeitlich bis 60 kg. Das war mir aber eindeutig zu viel. Momentan halte ich 58 kg und bin glücklich.

Zu JEDER Zeit wurde ich "von den Leuten" als schlank bezeichnet und wenn ich in 15 Jahren 62 kg wiegen sollte wird das vermutlich noch immer so sein. Es ist normal, dass man ein klein wenig zunimmt, wenn man erwachsen und älter wird. Das geht fast jedem so. Der Körper ändert sich und passt sich den Anforderungen des jeweiligen Lebensabschnittes an.

Um Dich mit Deinem Normalgewicht wohlzufühlen (und es als normal und akzeptabel wahrzunehmen) musst Du es irgendwie schaffen, das - auch körperliche - Erwachsenwerden für Dich zu akzeptieren. Du wirst nie wieder aussehen wie mit 12! That´s Life ... Gelassenheit tut Not ... (wenn´s so einfach wäre, ja, ich glaub´s)...

Gut´ Nacht und Grüße!
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2010 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Veilchenfee ,

Ja, man sollte sich wirklich akzeptieren. Und seinen Körper auch. Das macht es einem wirklich leichter. Man kann es ja sowieso nicht wirklich ändern.
Meine Körpermaße zur Zeit sind ca. 47-48 Kg von einer Körpergröße von 1.69. Es ist nichts lebensbedrohliches, nein. Aber mein Bodymaßindex ist 17,01. Meiner sollte eigentlich mindestens bei 18 liegen. ich weiß, eigentlich sollte ich mir jetzt denken, ja, du musst zunehmen, es ist nicht im Normalbereich. Stattdessen denke ich aber, es ist gut so und es soll so bleiben. Ich weiß auch nicht, warum, aber ich will mein gewicht immer halten. auch, wenn ich immer weiter abnehme, will ich es halten...egal, ob ich schon viel zu viel abgenommen habe..oder nicht. ich fühle mich dann einfach gut. besser.
Es ist mir nur so unangenehm, dass langsam Leute darauf aufmerksam werden. Ich sehe ja selbst, dass ich sehr dünn bin. Nicht von der Figur oder dem bauch her...aber meine Schultern..mein Schlüsselbein...die Schulterknochen...ich weiß, ja es sieht nicht mehr schön aus...es ist dünn. meine schulterknochen gucken sowieso schon immer raus, das ist bei meinem vater auch so..aber es wird immer schlimmer.
es macht mir nur selbst angst, dass, wenn ich mich sehe, ich einerseits erschrocken bin und ich weiß, dass etwas nicht mit mir stimmt..ich aber andererseits...so etwas wie...stolz empfinde. es ist so krank. :/
Und es ist wirklich so, dass ich wegen meines Diabetes z.B. Nudeln oder Kartoffeln abwiege. so habe ich alles genau unter Kontrolle. Es beruhigt mich aber irgendwie, alles unter Kontrolle zu haben..ich habe so ein schlechtes gewissen, wenn ich einmal mehr gramm Nudeln zu mir nehme als gewöhnlich. dann habe ich es sozusagen 'offiziell', dass ich mehr gegessen habe, weil ich die Zahl auf dem Display sehe. Nur meine Eltern sagen, ich kann nicht immer gleich viel nudeln essen, wie, als ich 12 war. aber es passiert doch nichts. es ist nicht lebensbedrohlich und krank sehe ich auch noch nicht wirklich aus. nur ich bekomme schon panik bei dem gedanken daran, mit meinen freundin ins Kino zu gehen und alle werden sich popcorn oder was süßes holen. und ich soll dann mitessen...ich kann es nicht. es macht mich kaputt. und ich lasse es lieber.

jetzt versuche ich aber erstmal zu schlafen. und an nichts zu denken.

Eine wunderschöne nacht,

Zimtsternchen25
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bruja-negra
Anfänger


Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 2. März 2011 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ich bin neu hier...
ich bin auch eine die kaum ist weil sie angst hat dick zu werden...weiss auch nicht weider was ich machen soll...ich wiege 47,1kg und bin 1.67cm gross...ich war noch nie so ich habe mal gerne gegessen doch nun habe ich angst wenn ich was esse das ich zunehme was kann mann dagegen tun...ich weiss sich vom arzt helfen lassen doch kann mann das nicht auch alleine schaffen?
hat jemand eine antwort für mich das wäre lieb..ich möchte wieder normal essen und wieder freude am essen haben ...ich esse früh ein mehrkornbrötchen mittag nichts erst abends wieder sie wären lachen einen apfel und einen joghurt das wars dann für den ganzen tag ...nicht normal ich weiss...
lg susi Sad
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