"Mein Kampf" weg vom Pola

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Be.sserWisser
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2010 11:07    Titel: "Mein Kampf" weg vom Pola Antworten mit Zitat

Hallo, ich bin neu hier und wollte mal über meine Erfahrung mit Heroin und L-Polamidon berichten.
Ich bin heute seit knapp 10Jahren abhängig und werde davon 7Jahre, mit kleinen unterbrechungen, substituiert.
Momentan bin ich am abdosieren und bekomme noch 6mg L-Polamidon. Hab in den letzten 2Jahren, von 50mg(kurzzeitig 60mg) reduziert.
Ein wichtiger Wendepunkt war bei mir, das ich kein Take Home mehr bekam und täglich in der Praxis trinken mußte.
Mein großes Problem war nämlich der i.v. Konsum, wovon ich, nur mit eigenem Antrieb, nicht von weg kam.
Die ersten Wochen waren natürlich nicht angenehm, aber als ich mich ans trinken gewöhnt hatte, war es einfach besser...vorher kamen die ersten Entzugserscheinungen schon ca.12std nach dem i.v. Konsum und jetzt ganz normal nach 20-24std.
Ich trinke mein Polamidon jetzt seit 4 Monaten und konnte fast problemlos von 20mg, auf die heutigen 6mg reduziern und werde weiterhin, alle 1-2 Wochen versuchen, um 1mg runter zu gehen.
Natürlich gehts nicht ohne Entzugserscheinungen, aber es ist aus zu halten.
Hab bis jetzt auch jede Nacht einigermaßen geschlafen...
Werde meinen Erfahrungsbericht regelmäßig fortsetzten!
Gebt euch nicht zu früh auf, es gibt immer einen Weg raus aus dem Schlamassel und darum denkt immer dran: Der Weg ist das Ziel!
Der Be.sserWisser
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Be.sserWisser
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 21. Jan 2010 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Laßt euch bitte von meiner Überschrift nicht täuschen, soll nur die Aufmerksam auf meinen Erfahrungsbericht lenken!
Das ist jetzt eine wichtige Zeit für mich und für alle, die Probleme mit Opiaten haben.
Ich bin gestern auf 1,0ml(5mg) Pola runter gegangen und noch geht es mir gut. Hab vielleicht leichte Entzugserscheinungen, aber nur geringe Bein-und Knochenschmerzen und eine leichte Unruhe.
Wenn es so weiter geht, dann bin ich in 8Wochen auf 0...
Was hilft ist auf jeden fall Magnesium gegen die Knochenschmerzen und gegen die Unruhe und Depressionen bekomme ich Amitriptylin25 retard. Nehme zwischen 2-5, also 50-125mg Amitriptylin, je nach Bedarf.
Was habt ihr so für Erfahrungen mit dem Abdosieren bzw. Ausschleichen?
Wann war es am schwersten? Ich hatte zwischen 2-3ml(10-15mg) am meißten zu kämpfen.
Meine Kostenzusage ist auch endlich da, die Entgiftung kommt also immer näher...Hoffentlich pack ich das.
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Be.sserWisser
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Seit gestern bin ich auf 4mg(0.8ml) L-Polamidon und es geht mir immer
noch ganz gut. Meinen Suchtdruck hab ich mit Cannabis gut unter
Kontrolle, was natürlich bei der Therapie zum Problem wird. Mit THC im
Blut, kann ich da nicht hin. Bin eigentlich der Meinung das man es
tollerieren könnte, aber das ist eine andere Diskussion.
Was ich merke, ist ein unruhiger Schlaf und dabei starkes schwitzen.
Was hilft bei euch, wenn ihr unruhige Beine habt?

Gruß B.
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drofxo
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

hi besserwisser,

das mit dem Schlafen wird ziemlich schnell besser allerdings wirst du nie den Schlaf haben wie wenn du Thc geraucht hast, ist ja auch irgendwie klar wenn man nicht merken würde dass es weg ist wäre es ja kein "Genuß-Suchtmittel" (oder?)

mußt du irgendwie ersetzen gönn dir vor dem schlafen noch was süßes oder überhaupt gut essen, finde ich wichtig und hilft auch man ist ausgeglichener und ruhiger mit vollem Bauch

a hungry man is an ungry man

viel Erfolg
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Be.sserWisser
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

hi drofxo, danke erstmal für deine antwort!
wegen dem cannabis rauchen bzw. konsumieren, würde ich gerne noch
eine kleine diskussion anstoßen.
wie steht ihr zu der droge cannabis?
darf sich so eine "droge" medizin nennen?
ist ein weiteres verbot wirklich nötig?
ich rauche selber cannabis, mal mehr, mal weniger.
zur zeit rauche ich wieder täglich 1-2g, von morgens an.
ein dauerzustand wird das allerdings nicht mehr lange sein.
sobald ich auf 0mg pola bin, werde ich es reduzieren und es auf jeden fall
zeitweise ganz einstellen. nur um selber zu sehen, wie es klappt bzw.
wie ein leben ganz ohne drogen ist(nehme außer pola und thc nichts).
ich konsumiere schon über 15 jahre cannabis, auch wegen adhs und lerne
es immer mehr zu schätzen. alleine wie es beim abdosieren unterstützt,
ohne hätte ich es wahrscheinlich nicht so leicht gepackt.
ich finde, man sollte es gezielt in der medizin verwenden...
jeder mensch sollte selber, nach vorheriger aufklärung, entscheiden
können, was er konsumiert...vorallem solange gefährlichere sachen legal
sind.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Cannabis fand ich lange Zeit auch ganz toll. Leider muss ich aber feststellen, dass die Zahl der Leute, bei denen es eine Psychose ausgelöst hat, gar nicht so gering ist. Angefangen von dem Einen, der Ende der 80er seine Möbel aus dem Fenster geworfen hat (er hat sich nie mehr erholt) bis zu einer Freundin, die plötzlich nicht mehr wusste, wer und wo sie ist (sie hat sich wieder erholt).

Da kommt in 20 Jahren ganz schön was zusammen. So harmlos wie zunächst gedacht ist es also nicht. Ich selbst habe lange ganz extrem viel und heftig gekifft, aber ich vertrage es seit ein paar Jahren immer schlechter. Und bin sehr vorsichtig geworden. Ein kräftiger Zug aus der Bong würde mich heute wahrscheinlich umbringen. Ganz aufgehört habe ich noch nicht, das wird aber so kommen. Schade eigentlich.

Daher sage ich: Medikament ja, komplett freigeben: Eher nein.

Falls irgendjemandem auffallen sollte, dass ich in meinen Posts unterschiedliche Ansichten vertrete: Ich stecke mitten in der Phase, mich endgültig vom Cannabis - und damit meiner letzten Droge - zu lösen. Es ergibt für mich immer weniger Sinn. Crying or Very sad Und damit ändert sich auch die Einstellung dazu. Goodbye, unbeschwerte Jugend ... Rolling Eyes
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ROTMIL4N
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 04:34    Titel: was ist heute - kein lagebericht Antworten mit Zitat

hallo ihr,
schön wenn Du nun auch über hasch reden magst - ok - neues thema kannst auch machen, aber gut - >
@v.fee - ganz so ähnlich hört sich meine Haschgeschichte auch an. Früher rauchte ich sehr sehr viel. Wurde mit den Jahren immer weniger, habs aber nie ganz gelassen. Auch in den "Hardcore" Fixerjahren nicht. Wenn mal was daherkam, klar dann rauchte man was.

Doch in den letzten Jahren (3 Jahre komplett clean 02-04-05) gemerkt, daß ich es immer schlechter vertrage.
Die neuen hochgezüchteten Sorten Gras kann ich gar nicht ab. Wenn ich so eins erwisch und eine Tüte rauch kann ich mich nur noch ins Bett legen. TV aus - ruhe und muß mich nüchternschlafen. Nur noch Dope geht - und schmecken tun auch nur die Sorten die schön saftig sind (Roter oder Grüner am besten) aber auch nur ganz kleine Sticks. Werde nur noch solche Dopes ab und zu rauchen.
Diese Psychogras - ist mir zu heftig. Fast wie Trip !
Bin aber schon für Coffeeshops oder Apothekenverkauf von Hasch, denn da kann ich die Sorte wählen und mich beraten lassen. Für medizinische Zwecke (Rheuma) etc. gibts doch schon Genehmigungen, oder ?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hui, ROTES Dope! Das war (ist) bei uns hier ne totale Rarität, hatte ich nur gaaanz selten und in den letzten Jahren gar nicht mehr ... hatte da mal ein Erlebnis mit einem Typen, der mit einem Eselkarren durch die Lande gezogen ist - bin ihm an einem Waldrand begegnet, hab mich zu ihm gesetzt und wir haben Dope getauscht - er hatte Roten - WOW, DAS war ein Material ... ! Shocked
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drofxo
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

also für mich ist es nach wie vor das Mittel überhaupt und ich denke ohne Thc wär es mir deutlich schwerer gefallen clean und nüchtern zu bleiben.

den Zustand ganz clean hab ich schon öfter über längere Zeiträume gelebt und hab wenn ich dann wieder was geraucht hab immer nur Vorteile (für mich) erkennen können. (schlafen, essen, denken, ausruhen...leben alles schöner, angenehmer.

allerdings komm ich auch immer mehr auf den Trichter, weniger ist mehr ! das jetzt aber kontinuierlich seit Jahren und wenn ich es mal geschafft hab nur noch am Abend eine kleine Tüte zu rauchen-...sonst nix- dann bin ich mit mir zufrieden.

für mich zählt nur eines, nicht mehr in die andere Richtung und da bin ich froh das Hilfsmittel Hasch zu haben...

Veilchenfee: der Rote ist der aus Afghanistan, war früher immer in so Leinensäckchen verpackt. gibt es nicht mehr so häufig weil er beim rauchen so leicht im Hals kratzt und je besser das Dope desto mehr kratz es, konnte man als kaum noch ziehen.
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hades
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Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Pola Entzug liegt nun 10 Jahre zürück.Ich bekam von 89 bis 99 Polamidon.Anfangs 14 ml tägl.,was ich dann aber stetig abdosierte.Das klappte sehr gut,auch weil ich großzügig Take Home bekam.Im Sommer 99 hatte ich von einen auf den anderen Tag,die Nase voll,und ich ging von 2ml auf 0ml.Die ersten Tage gingen noch,aber nach zirka einer Woche kam eine bleiernde Müdigkeit die sich wie eine schwere Decke über mein Leben legte.Dieser Zustand hielt ca 8 Wochen an.Schlafen konnte ich erst nach Monaten.Ich spürte meinen Körper wieder,und das war sehr gewöhnungdbedürftig.Es kamen alle möglichen eigenartige Gefühle auf,auch da mußte ich mich erstmal wieder dran gewöhnen.Es hat sich aber gelohnt,weil ich immer mehr die Fesseln und Grenzen der Substitution fühlte.Heute benutze ich Pola/Metha nur max. 3 Tage,und dann auch eine lange Zeit garnicht.Cannabis war eine große Hilfe in dieser Zeit,und auch heute nimmt es mir den immer mal wieder aufkeimenden Suchtdruck ganz gut.Ich denke aber auch,weniger ist mehr.-Substanzen zu illegalisieren,war noch nie eine Lösung,sondern immer Teil des Problems!.Weder bei Cannabis(ob nun als Medizin,oder wie auch immer) oder anderen Psychotropen Substanzen
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Be.sserWisser
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

mir geht es weiter recht gut, schlimmer ist zur zeit mein stress mit den behörden...
hab heute nacht auch fast normal geschlafen, nur etwas unruhig.
mein termin für die therapie steht auch fest, am 15.03 ist es soweit.
bis dahin kann ich auch noch in ruhe abdosieren, was mir persönlich sehr wichtig ist.
kann bis dahin auch langsam mit dem kiffen aufhören, da es wahrscheinlich ok ist,
wenn ich dort noch thc positiv bin. muß es aber nochmal abklären.
zum thema cannabis und opiate hab ich was interessantes gesehen.
es ist erwiesen, das die opiate in kombination mit cannabis bis zu 60% stärker wirken.
(für die zahl leg ich meine hand aber nicht ins feuer)
das es die wirkung verstärkt, kann ich aus eigener erfahrung auch bestätigen...
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Be.sserWisser
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 3. Feb 2010 08:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
bin gestern weiter auf 3,5mg runter gegangen und mir geht es gut.
Hab irgendwie aber das Gefühl, das es bald erst richtig anfängt...
Hat jemand Erfahrung, ob es jetzt eher schwerer oder leichter wird?
Sind noch knapp 6Wochen bis zur Entgiftung.
Gruß B.
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drofxo
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 3. Feb 2010 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

wegen dem thc brauchst du dir auf Thera keine sorgen machen, erst wenn du dort bist wird genau darauf geachtet ob dein Spiegel auch fällt...
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Be.sserWisser
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 18.01.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 4. Feb 2010 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mittlerweile wirklich Zweifel am Methadon-Programm, ob es Ärzte
alleine richtig einschätzen können, wie es dem Patient geht und wie ihm zu
helfen ist.
Hatte einfach mal bei meinem Arzt gefragt, wie deren erfahrungen am Ende des ausschleichens sind?! Die Antwort war:
So leicht wie bei ihnen, ist es bei den anderen nie gewesen, aber sie haben ja noch Thc, was schon eine riesen Ausnahme ist...
Bin ich denn behindert, man kann sich doch wenigstens ein bißchen für die Leute interessiern?!
Heute bin ich wieder etwas runter gegangen, auf 3mg(0.6ml).
Hoffentlich wird das Wochenende nicht ganz so schlimm...
Zusätzlich hab ich weiterhin Amitriptylin25 Retard(ca.100mg),Thc(ca.1g) am Tag.
Hat jemand Erfahrung mit Clonidin?
Gruß
B.
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Norbert
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 5. Feb 2010 00:39    Titel: Re: was ist heute - kein lagebericht Antworten mit Zitat

Für medizinische Zwecke (Rheuma) etc. gibts doch schon Genehmigungen, oder ?[/quote]

,,NEIN,, es haben schon einige Ärzte versucht das durchzusetzen, aber bis Heute noch nichts erreicht.

LG Norbert
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