Substitution und Arbeit in der Pflege?!

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Amy
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.05.2009
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 11:01    Titel: Substitution und Arbeit in der Pflege?! Antworten mit Zitat

Hallo,
ich hab da mal ne Frage_
wie ist das denn,wenn man Krankenschwester bzw.Pfleger gelernt hat,in einem Methaprogramm ist und auch eine Arbeitsstelle hat.Nun soll man zum betriebsärztl.Dienst zur Einstellungsuntersuchung?Wenn der Doc.was bemerkt(wegen Hep.C oder alter Narben,etc.,...)darf man dann nicht mehr in dem Beruf arbeiten oder zählt da auch die Schweigepflicht?Info.wg.Hep.C alleine ist wohl nicht so das eigentl.Problem-da darf man nur nicht im OP sein,ansonsten gibt es wohl auch mehrere Schwestern/Pfleger,die die sich im Beruf zugezogen haben sollen.Die Sache geht mir um die Sucht.Vorausgesetzt derjenige ist stabil ohne Beikonsum natürlich und macht seine Arbeit regulär einwandfrei.
Hat da jmd.Erfahrungen mit?
Wäre dankbar für Tipps und Hilfe,
Amy.
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drofxo
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 02.06.2009
Beiträge: 424

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Amy hallo,

also zumindest im Bereich Lebensmittel (was in der Zwischenzeit genauso streng ist wie bei den Medizinern) kann man mit Hep. C oder HIV arbeiten.

es wäre sonst diskriminierend...

aber ob du angestellt wirst ist eine ganz ander Frage (ist ja klar..) und verschweigen darf man es nicht...(auch klar)

ist aber jemand bereits in dem Betrieb angestellt muß er auch weiter beschäftigt werden. er darf dann halt nicht arbeiten wenn er offene Wunden hat oder nur mit Handschuhen.

da ist nichts mit Schweigepflicht da geht es ja darum das man niemanden anstecken kann und da ist man (zu Recht) vorsichtig.

ich versteh in der Frage nicht ob er jetzt schon einen Job hat oder nicht...kündigen geht wegen einer Krankheit nicht aber neu einstellen...?
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ROTMIL4N
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2010 16:34    Titel: möglich--> siehe C.R.A.S.H. Antworten mit Zitat

h@i,
es ist doch so, daß viele die in diesem Beruf arbeiten selbst diversen Medikamenten oder Alk oft nicht abgeneigt sind. Im tv war ne Sendung wonach sich viele im Naschtopf bedienen - auch um mit den Belastungen (Krankheit,Tod,etx.) besser fertig zu werden.
Klar wär es besser sich nach Feierabend mit Kollegen über das erlebte auszutauschen. Doch ist´s halt auch verlockend und einfach selber was zu nehmen.
Habe schon einige kennengelernt, die trotz Substitution im Gesundheitswesen arbeiten, allerdings in der Altenpflege. Von Substituierten im OP Bereich, Notfallambulanz, Rettungsdienst habe ich noch nichts gehört, doch ist naheliegend daß besonders in den sehr streßigen Bereichen das Personal zu "Helfern" greift.
Ist bestimmt schon ne Unsitte hier und da. Auch Polizisten sind keine Heiligen.
Ich weiß auch von welchen, dei mit Subutex oder Metha substituiert sind und der Arbeitgeber hat Sie trotzdem eingestellt. Auch die Kollegen wissen Bescheid. Das ist natürlich ein Glücksfall, doch denke ich wenn man keine Einträge hat wirds schon gehen.

Cool
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Amy
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.05.2009
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 29. Jan 2010 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten.Also mit der Substitution ist das eigentliche Problem denke ich,da man doch als Pfleger/examinierte Kraft keine Suchterkrankung haben darf-was ist dann,wenn der Betriebsarzt Blut abnehmen will und er eine alte Narbe sieht?Und wenn man noch zusätzlich Hep.C hat?Soll man da die Wahrheit sagen-und wenn ,kann der Job dann evtl.gekündigt-oder schlimmer noch,die Berufsbezeichnung Einem weggenommen werden?!
Oder erstmal nix sagen...hat er da generell in so nem Fall seine Schweigepflicht einzuhalten oder nicht(Ausnahmefall)?

Ich wäre froh wenn da jmd.etwas zu wüsste...
danke Amy.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 29. Jan 2010 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Also bei uns ist die betriebsärztliche Untersuchung immer ganz locker. Da wird die Lunge abgehört und der Blutdruck gemessen - Nix Dramatisches. Vorher muss man einen Fragebogen ausfüllen ob man raucht und was man für Medikamente einnimmt. Und ob schonmal ein Röntgenthorax gemacht wurde. Viel mehr isses nicht. Blut nimmt der Betriebsarzt selbst nicht ab, ich gehe halt 1 oder 2 Wochen vorher zum Allgemeinarzt und bringe die Werte dann mit. Es ist keineswegs so, dass Du zentimeterweise auf Narben oder ähnliches untersucht wirst. Bei uns jedenfalls.

Auf konkrete Fragen würde ich wahrheitsgemäß antworten. Mehr nicht. Deine Berufsbezeichnung kann Dir keiner wegnehmen, das wäre ja noch schöner. Wahrscheinlich hängt auch viel davon ab, was Du für einen persönlichen Eindruck machst. Wenn Du seit längerem ohne Störungen und Ausfälle gut arbeitest, dürfte das kein Problem sein ...

ansonsten kann ich ROTMIL4N nur zustimmen!
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Amy
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 12.05.2009
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 9. Feb 2010 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

Veilchenfee-darf ich Dich denn fragen-arbeitest Du auch im sozialen Bereich?
Danke für Deine Antwort!Ich weiß nicht genau,aber geht das denn,die Blutwerte vom Hausarzt mitzubringen-wäre ja super so!
Liebste Grüße,Amy.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 9. Feb 2010 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, aber in keiner großen Institution. Bei uns geht es in vielen Dingen nicht ganz so formell zu. Daher bin ich mir nicht sicher, ob meine Erfahrungen auf Deine Situation übertragbar sind. Ich sag mal so: Wenn die Untersuchung ansteht und Du zufällig aktuelle Werte von Dir hast, wäre es doch unlogisch, Dich nochmal stechen zu lassen ... vorausgesetzt alle wichtigen Werte wurden bestimmt.

Ansonsten hat man es da ja auch "nur" mit Menschen zu tun. Vielleicht bin ich naiv, aber für mich habe ich immer die Erfahrung gemacht dass es sich lohnt, die Dinge offen zu kommunizieren. Wenn man zuverlässig ist, klar denken und sachlich argumentieren kann, geht eigentlich alles! Die wären doch blöde, eine gute Kraft wegen sowas gehen zu lassen...
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ROTMIL4N
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 9. Feb 2010 11:42    Titel: rechte Antworten mit Zitat

ja- so würd ich das auch sehen. Wollt nur noch mal auch sagen, daß die Berufsbez. wirklich nicht gefährdet ist.Hab auch( Pfl.Examen) Selbst wenn man im Knast war kann man die nicht verlieren. Ansonsten. Ich kenn ne Polizistin, die wurde im Rahmen so einer Kontrolle positiv auf Heroin getestet. Da Sie ansonsten gut im Job war - wurde Sie erstmal in den Innendienst versetzt. Selbst den FS hat Sie behalten. Leider war die Sucht zu der Zeit schon so fortgeschritten, daß Sie bei ner Stichprobe wieder erwischt wurde - dann wars halt vorbei mit Beamter im Pol.dienst ! Aber da weiß ich jetzt nicht ob Probleme mit der Berufsbez. gab. und ob Sie noch lebt.
Wer eine Umschulung bezahlt bekommt um einen ganz neuen Beruf zu erlernen, der muß seinen alten Gesellenbrief etx. abgeben. Ansonsten kA - müssen da schon grobe Verstöße vorfallen denk ich.
Und das mit den Werten - so wie Veilchenfee beschreibt - denk ich, ist echt ne gute Lösung. Wer eigene Unterlagen über seine Werte hat, kann diese natürlich mitbringen. Weniger Aufwand. Dürfen aber wohl nicht zu alt sein. Können auch z.B. vom Hausarzt gefaxt werden, oder so.


viel glück
ciao
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