Fahrtkostenübernahme bei Substi

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Rote Zora
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 14:00    Titel: Fahrtkostenübernahme bei Substi Antworten mit Zitat

Zur Vorlage bei der Krankenkasse


Antrag auf Übernahme der Krankenfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur ambulanten Behandlung.


Ärztliche Begründung:

O.e. Patientin/ o.e. Patient befindet sich in „opioidgestützter Behandlung“, auch „Substitution“ genannt, nach den Richtlinien des Bundesausschusses.
Es ist eine kontinuierliche ärztliche Behandlung erforderlich, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung sowie eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die aufgrund der Krankheit verursachten Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

Die Patientin/der Patient wird mit einem durch die Grunderkrankung vorgegebenen Therapieschema behandelt, das eine hohe Behandlungsfrequenz über einen längeren Zeitraum aufweist. Diese Behandlung beeinträchtigt die Patientin/den Patienten/ in einer Weise, dass eine Beförderung zur Vermeidung von Schaden an Leib und Leben unerlässlich ist (§ 8, Absatz 2 Krankentransportrichtlinien).

Die Substitutionsbehandlung, welche in der Regel einen täglichen Arztkontakt erfordert und somit eine „Serienbehandlung“ darstellt, ist vergleichbar mit den „Ausnahmefällen“ nach § 8 , Anlage 2, der Richtlinien.

Unter Bezug auf § 4, „Auswahl des Beförderungsmittels“ und unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes und des aktuellen Gesundheitszustandes der Versicherten/des Versicherten beantragen wir die Kostenübernahme der Krankenfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Monatskarte).



Musterort, den





………………………. ……………………………
behandelnde/r Arzt/Ärztin PatientIn


Das habe ich grade gefunden bei der Selbsthilfegruppe JES.Könnte für viele interessant sein.Es besteht wohl Aussicht auf Erfolg.Wer mehr wissen will,muß mal bei Selbsthilfegruppen:Jes googeln.
Gruß Zora
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Vos
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Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 14:38    Titel: Re: Fahrtkostenübernahme bei Substi Antworten mit Zitat

Soll das ein Witz sein ?

So etwas kann nur jemand verlangen der noch nie Krankenkassenbeiträge gezahlt hat und schmarotzen aus Prinzip geil findet. Es gibt S-Bahn, U-Bahn, Bus, Fahrrad und bei manchen Menschen auch noch zwei Beine.
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lionell
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Anmeldungsdatum: 11.02.2010
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 14:59    Titel: Substitutionsbehandlung,Fahrtkostenerstattung Antworten mit Zitat

Hallo Zora,jeder in einer Krankenkasse versicherter Patient sollte die Vertragsinhalte seiner Kasse kennen. Bei den gesetzlich versicherten (z.B.AOK) Substitutionspatienten gilt: Fahrkostenerstattung für kurative Behandlung ja, für nicht kurative Behandlung NEIN. Substitutionsbehandlung ist eine Nicht kurative Behandlung. Frage Deine Kasse.
Vielleicht bekommst Du Leistungen des Sozialamtes. Das Sozialamt kann Dir auf Antrag mit einer ärztlichen Begründung die Fahrkosten erstatten. Die Krankenkasse nicht.
Du hast aber Anspruch auf einen Substitutionsarzt in Deiner Nähe. Wenn es dort keinen solchen Arzt gibt, ist Deine Kasse gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes verpflichtet, dafür zu sorgen, daß Du versorgt wirst. Man nennt das: die Kasse hat einen "Sicherstellungsauftrag", d.h. sie muß sicherstellen, daß Du durch einen solchen Arzt versorgt wirst. Mach "Dampf" bei a) Deiner Kasse, b) Der für Dich zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung. Aber erwarte keine "Wunder". gruß Lionell Arrow javascript:emoticon('Idea')
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Rote Zora
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hohoho...ruuuhig Brauner...

VOS,
zum ersten ging es um Bus und Bahn;Monatsticket
zum zweiten,wollte ich lediglich darauf hinweisen,
und zum dritten kann mir persönlich das scheissegal sein,weil ich hab ein Auto!
@lionell
Danke für den Tip
Ich hab´s halt vorhin gefunden,und wollte lediglich darauf hinweisen.In wiefern das nun bewilligt wird,weiß ich nicht.
Die ambulante Nachsorge meiner Tochter (2 Jahre) wird auch nicht von der Kasse übernommen.Aber es scheint wohl Fälle in Substi gegeben zu haben,in denen es bewilligt wurde.Muß halt jeder selbst nachfragen.
Gruß Zora
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Rote Zora
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Edit
Die ambulante Krebsnachsorge meiner Tochter in Düsseldorf...ca.60km von mir...wird nicht übernommen...
so sollte es heissen Wink
Zora
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lionell
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.02.2010
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Verstehe ich, wenn die Kosten nicht übernommen werden, dann ist das bitter. aber ambulante Krebsnachsorge ist gleichfalls KEINE kurative Leistung. Die Kasse hält sich nur an ihre Regeln. also tue der Patient es auch und sorge dafür, daß er eine kurative Leistung in Anspruch nimmt. Das wäre in Falle einer Krebspatientin eine KrebsBEHANDLUNG, das ist ein kurative Leistung und für die muß und wird die Kasse die Fahrkosten übrnehmen. Eine Vorsorge oder Nachsorge hingegen ist keine kurative Leistung.
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Vos
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Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Rote Zora hat Folgendes geschrieben:

zum ersten ging es um Bus und Bahn;Monatsticket


Ja und ?

Andere Kranke und/oder Arbeitslose müssen sich ihre Monatskarte auch selbst kaufen. Wieso sollten Drogensüchtige bessergestellt sein als andere Menschen ? Das ganz ist Gaga.
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lionell
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Anmeldungsdatum: 11.02.2010
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

sind Drogenkranke wirklich "besser" gestellt ? Nur kein Neid, kannst gerne 365 Tage im Jahr täglich zum Doc, auch Heiligabend oder an Deinem Geburtstag oder dem tod Deines besten Freundes. "Normalerweise" steht jedem Patienten ein Arzt in Reichweite (alle 2 Kilometer) ein Arzt zur Verfügung, Substitutionsärzte sind manchmal 100 km entfernt und ein "Auto" wirst Du wohl als Substitutionspatient nicht fahren dürfen. Aber egal, die Frage war Fahrtkostenerstattung wann und für wen. Das habe ich sachlich beantwortet. Bei weiteren Fragen zu diesem Thema hilft Dir sicherlich Deine Kasse, denn DIE ist Dein Ansprechpartner, mit DER hast Du einen Vertrag und DEN solltest Du kennen. Dann weißt Du auch, was Du bekommen kannst und was nicht.
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Drogenkranke können gar nicht schlecht genug gestellt sein. Da geht es nicht um Neid, sondern um den Unterschied zwischen Menschen, die standhaft sind, sich aufopfern können und etwas leisten, und den feigen Nichts-Könnern, die alles teilweise sogar wegen Lapalien einfach so wegwerfen. Beste Freunde können nur unter Drogenkranken sterben? Aaah. Das erklärt ja mal einiges Shocked Woran sterben die denn, an Sauerstoff-Unterversorgung im Gehirn? Rolling Eyes

Wer sich eine Suppe selber bewusst absichtlich einbrockt, der soll sie auch auslöffeln. Mir graust es vor einer Welt, in der sich ein Rollstuhlfahrer, der bei der Ausübung seines Berufes einen Unfall auf der Leiter hatte und ein Fixer, der "dumm und jung" war bei Stern TV auftreten und beide über Leid und Schicksal reden dürfen...
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marisa85
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry für OT, aber das muss jetzt raus!
Mir graust es vor einer Welt, in der es immer mehr Leute wie dich gibt, Jana!
Naja vielleicht würde dir der Spaß an solchen nichtssagenden, dummen KOmmentaren vergehen, wenn alle hier im Forum dich nur noch ignorieren?!
Es kann echt nicht sein, dass in einem Forum, das Austausch für Leute mit Suchtproblemen sein soll, ständig einem solche Sprüche hinterhergeworfen werden! Wo bitte ist da der Sinn? Leider kriegt man da nie ne Antwort drauf! Schade.
LG Marisa
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, wenn man aber schon das Glück hat substituiert zu werden, kann man doch seine Fahrkarte wenigstens selbst kaufen ... finde ich ... immerhin spart man ne Menge Geld, da man kein teures H mehr kaufen muss. Ich zumindest käme nicht auf die Idee, Fahrtkosten erstattet haben zu wollen.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Jana will Aufmerksamkeit, hat im wahren Leben wohl nicht viel davon Rolling Eyes
Deshalb einfach nicht auf ihre Beiträge eingehen, werd ich in Zukunft auch nicht mehr machen, sonst bekommt sie immer mehr Aufmerksamkeit.
Gekonnt ignorieren!

Ebenfalls sorry für OT
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lionell
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.02.2010
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2010 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jana, du bist ja richtig gut drauf! Vor noch 20 Jahren sagte auf einem Kongreß ein Internist: "das Problem mit den Drogenkranken lösen wir ganz einfach: wir sammeln sie ein und erschießen sie und die sie behandelnden Ärzte gleich mit, dann ist das Problem gelöst" Das durfte der Kerl ganz ungestraft sagen! Warst Du auch da? Der Internist hatte aber auch keine Ahnung von Opioidabhängigkeit und Du anscheinend auch nicht. Abhängigkeit ist eine chronisch wiederauftretende schlimme Krankheit. Natürlich könnte man sie vermeiden, da geb ich Dir recht. Aber Übergewicht, Nikotinmißbrauch mit Lungenkrebs,Knochenbrüche beim Skilaufen, ungewollte Schwangerschaften, um nur einige zu nennen, könnte man meistens auch vermeiden. Nach Deiner Meinung "müsste man die nur richtig bestrafen" dann würden sie das bekommen, was sie "verdienen".
Heroinkrank seit dem 17.Lj, jetzt 34 Jahre alt, 12(!) mal im Krankenhaus zur Entgiftung, jedesmal wegen unerträglicher Entzugsbeschwerden die Entgiftung abgebrochen und wieder rückfällig, drei Therapien je 3 Monate Daur ohne nachhaltigen Erfolg, jetzt seit 4 Jahren substituiert, verheiratet, ein Kind, vollschichtig beschäftigt als Fischer an Bord, regelmäßiger Kontakt zur Psychosozialen Betreuung, erfolgreich von Hepatitis C kuriert. Keine Rückfälle. Dieser Mensch hat bekommen, was er "verdient" un nu kommst Du...
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Vos
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Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2010 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

lionell hat Folgendes geschrieben:
Vor 20 Jahren sagte auf einem Kongreß ein Internist: "das Problem mit den Drogenkranken lösen wir ganz einfach: wir sammeln sie ein und erschießen sie und die sie behandelnden Ärzte gleich mit, dann ist das Problem gelöst"


Interessant. Ich würde das gerne nachrecherchieren und im Original lesen. Gibt es dafür eine Quelle - oder ist das doch eine der üblichen Drogi-Märchen aus einen Paralleluniversum ?
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lionell
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.02.2010
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2010 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vos, nein darüber gibt es keine Protokolle, dafür gibt es nur Gegenwartszeugen. Aber wenn Du Parallelen suchst: 2008 Thema des Kondreßes der DGS in Berlin Stigmatiserung von Heroinabhängigen. Gegenwärtig: Ausgeprägte Verhinderungsbestrebungen, Subbstitutionsbehandlungen zu etablieren: Strafverfahren gegen Substitutionsärzte in Niedersachsen. Lahmlegen der Substitution in Bayern durch Landraqtsämter. Unterlassen von Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglickeiten für Ärzte, die substituieren wollen. Einfuhrverbot von Substitutionsmitteln (Urlaub) in die Türkei. Diese Liste könnte ich fortsetzen.
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