Nüchtern leben - gesund werden, oder so

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Lenchen
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 6. März 2010 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich hab das allen meinen Ärzten gesagt.Am Anfang schon aus reinem Selbstschutz um mir die Chance zu nehmen dem Arzt irgendetwas rauszuleiern.Gerade beim ZA gibt es ja Schmerzmittel mit Codein,deshalb hab ich es dem auch gesagt.

Im Herbst hatte ich eine OP und obwohl ich ja schon 10 Jahre keine Opioide mehr nehme hab ich meiner Ärztin Bescheid gesagt.
Ich hab trotzdem Rohypnol zur OP-Vorbereitung bekommen.Scheinbar gehts nicht ohne.
Ich dachte echt ich bin sehr gefestigt aber das hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen.Sofort war wieder das Bedürfnis nach mehr davon da.Dem hab ich aber nicht nachgegeben,mich 2 Wochen mit fiesem Suchtdruck rumgeschlagen und jetzt ist es wieder ok.
Für mich war das der Beweis,daß der Spruch "einmal süchtig,immer süchtig" leider doch stimmt.

Wenn mir ein Arzt Medis verschreiben möchte,die mir wegen der Sucht gefährlich werden können würde ich erst mal nachfragen ob es nicht auch noch andere Möglichkeiten gibt.Gibt es die nicht wird es vermutlich schwer -aber nicht unmöglich - nicht darauf hängenzubleiben.
Gruß
Lenchen
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Free Spirit
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 7. März 2010 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Lenchen,
danke für Deine Antwort.
Wahrscheinlich ist es wirklich besser, wenn die Ärzte Bescheid wissen.

Schade, daß Dich das Rohypnol so gequält hat, aber die Hauptsache ist ja, daß Du nicht wieder drauf kamst! Respekt!

Ich habe ja auch noch ein Benzoprobl., kann aber erstmal nur eine Sache auf einmal zuhause machen, bin dabei, mein H loszubekommen, das ist mir erstmal wichtiger.
(und bestimmt auch einfacher, denn das nehme ich erst 7 Monate, d.Benzo über 15 Jahre!)
Ich hab vor kurzem mal probiert, 22 Std. ohne die Shore zu sein, das ging auch irgendwie auszuhalten, wenn's auch nicht grad prickeld war...
Ab der wievielten Stunde ist so in etwa die Spitze des Eisbergs erreicht?
Kann man das grob sagen?

LG
Free Spirit
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Lenchen
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 7. März 2010 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Free Spirit,
zum H-Entzug kann ich Dir gar nicht viel sagen,ich hab nie einen durchgezogen.Ich war damals mit Codein substituiert und hab davon entgiftet.
Soweit ich weiß sind vor allem der 2. und 3. Tag heftig,vielleicht schreibt ja noch jemand anderes was dazu.

Daß Du erst mit H aufhören willst ist bestimmt ein guter Weg,so hast Du noch die Benzos um einiges abzufangen.Das geht bestimmt auch zuhause.

Einen Benzoentzug solltest Du aber meiner Meinung nach in einer Klinik machen.Das kann sehr hart sein und auch wesentlich länger gehen.
Soweit ich weiß kann ein kalter Benzoentzug sehr gefährlich sein,deshalb sollte man ihn unter ärztlicher Aufsicht machen.

Aber eins nach dem anderen!
Ich finde es klasse,daß Du den Kampf aufnimmst!
Ich wünsche Dir viel Kraft dafür!

LG
Lenchen
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1161

BeitragVerfasst am: 11. März 2010 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

hallo free spirit,
heroin baut sich etwa alle 6 stunden um die haelfte ab.
akute entzugssymtome hatte ich so nach 12 stunden, und dann noch mal 3 tage. die schmerzen waren dann weg, was bleibt ist die schlaflosigkeit. das hat bei mir lange bedauert. war ja auch lange drauf.
viel wichtiger ist aber die gewissheit, das das besser wird. allerdings habe ich immer wieder angefangen, weil ich einfach keinen plan hatte, was ich eigentlich machen wollte.
also, was tritt in mein leben anstatt der drogen.
lieben gruss
joe

nur fuer heute nehm ich mal ...ach nix
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joe
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1161

BeitragVerfasst am: 11. März 2010 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

nachtrag: ich wuerde heute nur noch in entgiftungsstationen entziehen, weil ich dort einen drogenfreien raum habe. das erleichtert einiges.
es ruft mich niemand an, kommt vorbei, ich muss nicht einkaufen und so weiter.
allerdings setzt das natuerlich einen ernsthaften wunsch nach clean sein voraus.
ach, und hoer auf zu kaempfen. die drogen sind eh staerker als du.
einfach nix nehmen. dann hast du gewonnen.
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Free Spirit
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 11. März 2010 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe,
erstmal danke für Deine Antwort!

Meinen Affen hab ich nun überstanden, bin sozusagen wohl körperlich entgiftet vom H.
(Hab dafür f. die kurze Zeit meine Benzo-Dosis verdoppelt, war mein erster Versuch,den ich auch wirklich durchhalten wollte).
OK, jetzt gehts darum, den übrigen Stoff, den ich für die Notfälle aufgehoben habe, falls was schiefläuft,wegzuwerfen, dazu die Nadeln u. evt. Zubehör.

Verstehst Du/Ihr, daß mir das trotz meines clean bleiben Wollens doch nicht ganz leichtfällt, es gibt da noch eine'2.Stimme in mir', die sagt, 'war doch garnicht immer so übel, ja, die flashes am anfang waren doch geil...

Sind diese blöden Gedanken (hab 'nur' insgesamt 7 Monate konsumiert) am Anfang normal?
Hm, ich wüßt gern mal, ob Andere diese Situation(en) ähnlich erleben bzw. erlebten wie ich jetzt grad, weiß aber, ich muß mich trennen v. d. 'restkram, denn wenn ich's weiterhin vor der Nase hab, werd ich irgendwann bestimmt schwach...

Du rätst , aufzuhören zu kämpfen, wie Du das meinst, hab ich nicht verstanden, wie schafft man es, clean zu bleiben ohne zu kämpfen?

LG FS
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Free Spirit
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 11. März 2010 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

PS
Vielleicht sollte ich mich auch einer anonymen suchtgruppe anschließen, obwohl ich gewisse Hemmungen davor hab...
Ist halt doch anders, als hier im internet zu posten...

Mensch, Du hast das 10 Jahre geschafft, wie macht man das?
(Respekt hoch 5)!
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Lenchen
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 11. März 2010 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Free Spirit,
cool,daß Du das durchgezogen hast. Very Happy Respekt!

Schmeiß das ganze Zeug weg.Das ist sehr schwer,aber gelegentlich eine Kleinigkeit funktioniert eh nicht,also gibt es keinen guten Grund es aufzuheben. Wink

Die blöden Gedanken sind normal,leider.Die sind es ja auch,die uns das cleanbleiben schwer machen. Twisted Evil
Eine Selbsthilfe kann da wirklich helfen,aber das muß jeder für sich entscheiden.Mal reinschauen schadet sicher nicht.

Gruß
Lenchen
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joe
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1161

BeitragVerfasst am: 18. März 2010 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Free Spirit, Lenchen und alle anderen,
aufhoeren zu kaempfen setzt die innere bereitschaft voraus zu akzeptieren, das drogen eben staerker sind als ich.
wie Lenchen auch schreibt, gelegentlich was nehmen, andere drogen nehmen funktioniert nicht.
kapitulation, aufhoeren zu kaempfen ist ein innerer prozess, eine sprituelle entwicklung, ein zustand.
nur fuer heute nehme ich nix. scheiss egal was ist, ich nehm nichts. brauch ich auch nicht. alles ist okay, auch ohne stoff, bzw. deswegen, weil ich clean bin.
wer kaempft hat schon verloren. dieser gedanke ist uralt.
fuer mich ist das meine freiheit.
danke fuers lesen. ihr haltet mich clean.
joe
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FürDieNase
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Lenchen hat Folgendes geschrieben:

Ich hab trotzdem Rohypnol zur OP-Vorbereitung bekommen.Scheinbar gehts nicht ohne.


Doch es geht ohne! Ich wäre froh wenn sie mir ne ordentliche dröhnung Flunis vor den Op's die ich bis jetzt hatte gegeben hätten. Bis jetzt war das nur bei einer der Fall - einer Madelentfernung mit 11 Jahren Rolling Eyes erinner mich an nichtmehr - Also muss es ja ohne gehen. Meiner Meinung nach war das grob fahrlässig von den Ärzten und könnte fast schon als Körperverletzung gelten. Leider kann man sowas nur sehr schwer vor Gericht ziehen, da man ja keine "Spuren" findet.. Und Ärzte sowieso Narrenfreiheit haben solange sie im Dienst sind Sad

Liebe Grüße.
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

@FürdieNase: Sicher dass du absolut nichts bekommen hast, oder kannst du dich nur nicht mehr erinnern?
Normalerweise ist es bei jeder OP so, dass man zu den Analgetika auch noch ein Sedativum zur Muskelentspannung und ein Hypnotikum bekommt.
Alles andere wäre imo verantwortungslos.
Natürlich gehts auch vollkommen ohne alles, war ja früher auch der Fall, wo es diverse Mittel noch nicht gab, aber heutzutage kann man das keinem Patienten zumuten.
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Lenchen
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hey FürDieNase,
ich hatte ja mit der Narkoseärztin gesprochen.Es geht wirklich auch ohne,aber sie machen das nicht gerne,da die Narkose so einfach besser einzuleiten ist.
Ich bin ja nicht erst frisch clean und war noch dazu nie von Benzos abhängig also habe ich mich für den Weg entschieden,den die Fachfrau nach einem ausführlichen Gespräch (fast 1 Stunde) für richtig hielt.
Ich kann nicht sagen,wie sie reagiert hätte,wenn ich darauf bestanden hätte keine Benzos zu nehmen.
Im übrigen war die Restdröhnung nach der Narkose genauso belastend wie die Stunde auf Rohyps vorher,und die kann man ja ganz sicher nicht vermeiden.

Du sprichst davon die Ärztin zu verklagen,wieso?
Weil sie die Narkose für mich so sicher wie möglich machen will?
Weil ich rückfällig werden könnte,weil sie mir 1 Rohyp gegeben hat?Zu einem Rückfall gehört mehr als nur eine Tablette,die kann mir nichts tun,wenn ich es nicht zulassen will.Ich bin verantwortlich für das was ich tue,nicht die Ärztin und nicht irgendein Suchtmittel.
Gruß
Lenchen
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FürDieNase
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Moin.

Natürlich müssen zur einer Anästhesie diese Medikamte gegeben werden, allerdings nicht als präoperative Maßname...

Warum ich die Ärzte verklagen würde? Weil sie dir so 2 Wochen SEELISCHE Qual verschafft haben, und es auch ohne Probleme ohne gegangen wäre Rolling Eyes Vielleicht habe ich nur eine andere Vorstellung von Suchtdruck als du, tut mir Leid wenn du mich in diesem Punkt nicht verstehst. Für MICH ist Suchtdruck die Hölle, als ich H-Suchtdruck hatte, habe ich mehrere Wochen permanent an das Zeug gedacht, habe es einfach nichtmehr aus dem Kopf bekommen, das waren schlimmere psychische Qualen als alles andere bisher erlebte[Und mein Leben war bisher(teilweise auch eigenverschuldet - Das gebe ich gerne zu!-) nicht gerade ein Pappenstiel...]!

Und ja ich bin mir sicher nichts anderes Bekommen zu haben, ich bin bei allen Op's erst am Op-Tag morgens ins Krankenhaus gegangen und die ganze Zeit bis ich auf dem Op-tisch Lag war ich bei klarem Verstand und erinnere mich auch an die netten Gespräche mit den Anästhesisten bei der Einleitung der Narkose. Smile

Liebe Grüße.
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FürDieNase
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal Moin.


Ps.: Ich habe eben noch aus deinem Beitrag herausgelesen, dass du wusstest das es auch ohne die Flunitrazepam-Tablette gegangen wäre und du dich bewusst dafür entschieden hast? Wenn das so richtig ist, dann sag ich dazu nur selbst Schuld. Sorry wenn ich mir mit der Aussage keine Freunde mache und es sich hart anhört, du hättest es aber selbst besser wissen können und sollen.

Übrigens lässt sich eine Narkose auch ohne "Restdröhnung" durchführen, habe es auch selbst erlebt, 5 Minuten aus dem Op-Saal raus und wieder bei klarem verstand(klar etwas schlapp), ganz ohne zugedröhnt zu sein.

Liebe Grüße.
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Lenchen
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 19. März 2010 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
doch ich verstehe Deine Qualen unter Suchtdruck sehr gut.
Allerdings ist das bei mir zum Glück nicht mehr so heftig und ich habe im lauf der Zeit gelernt besser damit umzugehen.

FürDieNase hat Folgendes geschrieben:

Ps.: Ich habe eben noch aus deinem Beitrag herausgelesen, dass du wusstest das es auch ohne die Flunitrazepam-Tablette gegangen wäre und du dich bewusst dafür entschieden hast? Wenn das so richtig ist, dann sag ich dazu nur selbst Schuld. Sorry wenn ich mir mit der Aussage keine Freunde mache und es sich hart anhört, du hättest es aber selbst besser wissen können und sollen.


Ich wollte ja nicht jammern Wink ,aber ich hab mich nicht für die Tabletten sondern für die Empfehlung der Ärztin entschieden.Weil sie es für nötig hielt hab ich mich darauf eingelassen und den Stress hinterher somit in Kauf genommen.

Zitat:

Übrigens lässt sich eine Narkose auch ohne "Restdröhnung" durchführen, habe es auch selbst erlebt, 5 Minuten aus dem Op-Saal raus und wieder bei klarem verstand(klar etwas schlapp), ganz ohne zugedröhnt zu sein.

Das kommt bestimmt auf die Art der OP an,auf der Station lagen noch mehrere Leute mit der gleichen OP und keiner war fit.
Gruß
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