Rückfall mit allen Rauschmittteln.

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Örnie666
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 00:22    Titel: Rückfall mit allen Rauschmittteln. Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich will nicht rumjammern, oder versuchen die Schuld auf irgend jemanden schieben, für das was ich jetzt schreibe. Ich bin mir auch (noch) im Klaren, daß das nicht der richtige Ort ist, um folgendes los zu werden:

Meinen Vater (Schwerstalkoholiker) kenn ich nicht, nur aus Erzählungen und von meiner Mutter (Schwerstalkoholiker) habe ich das letzte mal vor 12 Jahren gehört. Damals als ich 15 war, zwang sie mich, direkt nach Schulbeendigung mit ins Ausland zu gehen, versprach mir ne Ausbildung etc, Ziel Gran Canaria (Spanien). Von Ausbildung keine Spur, aber Arbeit gabs da reichlich. Während meine Mutter dort in the sunshine ihre Brandys weggeschluckt hat und allen in Deutschland erzählt, sie würde da das fette Geld machen, bin ich malochen gegangen, Tellerwäscher von morgens um 9Uhr-17Uhr und danach Küchenhilfe von 18Uhr-22Uhr, 6 Tage die Woche in zwei verschiedenen Fresshallen. Den Lohn hab ich von beiden Chefs am ersten jeden Monats in bar gekriegt. Kohle in der Wohnung meiner Mutter versteckt, in der ich auch lebte. Am 02.10.1998 kam ich nach der Arbeit nach Hause - Wohnung dicht, Schloß gewechselt. Mutters rief aus dem Fenster:"Verschwinde, spring von den Klippen. Also, ohne Geld, mitten in der Fremde Obdachlos zu sein, hat keinen Reiz. Da braucht man schon Freunde, die ich ja auch hatte. Die haben mir Unterkunft gegeben, so daß ich mir ein One-way-Ticket nach Deutschland erarbeiten konnte. Anfang Dezember`98 bin ich Heimgekehrt.
Seitdem nichts mehr von meiner Erzeugerin gehört. Ich habe mein Leben gemeistert mit Ausbildung, immer feste Arbeit, eine kleine Exestens, ein bisschen kiffen, feiern, saufen, harte Drogen bis in die Abhängigkeit, doch bei allen, was ich gemacht habe, habe ich nicht einen Gedanken an Gran Canaria, oder an meine Mutter verschwendet.
Seit einigen Monaten bin ich in Substi und alles hat sich wieder normalisiert naja, Beikonsum, gelegentlich). Letztes Wochenende erfuhr ich, daß meine Mutter nicht nur am Leben ist, sondern, daß sie hier in Deutschland ist, was in mir einen völligen Zusammenbruch hervorgerufen hat. Ich wollte nicht darüber nachdenken, aber ich tus doch. Ganze Vergangenheit wie Gegenwart. Folglich knall ich mir alles rein, was ich kriegen kann: 2g Koka an einen Abend, Shore kiff, 40mg Subutex auf einmal. War seit 2 Tagen nicht bei der Substi, bin lieber zum Psychologen. Hab Flunitrazepantropfen gekriegt und vom Schwarzmarkt noch Diazepam, Rivotril, Lorazepam. Will eigentlich lieber wieder in Substi, bloß wie soll alles andere weitergehen?

Das soll kein Jammernsein, @all die das gleich wieder in den falschen Hals kriegen. Bin nur ratsuchend und hätte gerne eine Antwort von jemanden, der vielleicht ähnliche Erfahrung gemacht hat.
GÖ6
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Rote Zora
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 01:27    Titel: Antworten mit Zitat

Die Erfahrung habe ich nicht gemacht,doch ich lass das erstmal sacken,und bemühe mich,morgen darauf zu antworten!

Und hau Dir nicht alles in den Balg! Abdichten kann ich ja noch halbwegs verstehen,aber nicht mit "all" dem was Du da gepostet hast!

Melde mich
Gruß Zora
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1039

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Oernie,
ist doch ein guter ort deine geschichte zu erzaehlen. verdraengt hast du sie offensichtlich lange genug.
ich habe auch meine story, alkifamilie, vater dann selbstmord usw. so what?
mir ist nicht ganz klar was du moechtest? ne patentloesung? intravenoes? oder pillenfoermig?
... abdichten .. tolles wort, habe ich auch noch nie gehoert, danke Zora

nimm einfach weiter drogen. das ist okay. irgentwann bist du halt tot.
oder du stellst dich dem ganzen kram. merkwuerdigerweise ist das mit klarer birne oft gar nicht so schlimm.
manchmal ist es schlimm, tut weh, aber es bringt mich nicht um.

viel kraft.
joe
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1039

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

nachtrag:
also, fuehl dich einfach verstanden. vielleicht ist das erstmal das wichtigste.
mitgefuehl hat der welt noch immer gutgetan.
patentloesungen gibts eh nicht. versuch dir was gutes zu tun.
joe
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Free Spirit
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

hi
so'ne krassen Erfahrungen wie Du mußt ich z. Glück nicht machen, dennoch gibts auch bei mir eine Person (leibl. Mutter, die mich als Baby zur Adoption freigegeben hat).
Als ich achtzehn war, wollte Sie mich umbedingt kennenlernen, bot mir b. Treffen auch indirekt zwielichtige Jobs an...( in Nachtclubs arb. ect.)

Muß dazusagen, daß ich klasse Adoptiveltern habe, auf die ich mich immer verlassen kann, die f. mich meine wahren Eltern sind, hätte ich damals auf meine leibl. Mutter gehört, wär ich heut zumindest total abgewrackt, wenn nicht sogar noch schlimmer...

Ich bin so mit der Situation umgegangen, daß diese Person für mich gestorben und begraben ist,egal, ob sie hier in DE oder in Timbuktu lebt, für mich ist sie nicht (mehr) existent.
Vielleicht gelingt es Dir, eine ähnliche Einstellung aufzubauen, laß Dir nicht v.'Ihr' Dein bisheriges Leben wegnehmen! (Klingt vielleicht erstmal einfacher , als es ist, aber es etlastet mehr und mehr)!
Gibt es nicht eine Möglichkeit, mit Deiner Ärztin offen zu reden und dann wieder ins programm einzusteigen?
Wünsch viel Glück Exclamation *Daumen drück
LG FS
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1039

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

hallo FS,
leider funktioniert das nicht auf dauer. das mit dem gestorben sein, mit dem wegdruecken.
irgentwann holt uns unsere vergangenheit immer ein.
joe
PS. wie gehts dir ? da war doch was mit entzug?
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Free Spirit
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe, ja, möcht wieder frei werden, hab aber meine Schwierigkeiten bekommen, hab deshalb gestern d.Ticker auf S.Tex angespr., der will versuchen, es ranzukriegen...
ich antworte weiter in Deinem Thread, sag nicht, das mit dem Verdrängen klappt nur auf Zeit, dann müßt ich ja auch wieder Probs damit kriegen, will's nicht hoffen! (klappt immerhin schon über 15 Jahre) Wink
LG @all
Free Sprit
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Örnie,

das Problem ist, dass Kinder ihre Eltern IMMER lieben, egal was sie ihnen angetan haben. Und je schlechter das Kind behandelt wurde, desto verzweifelter fleht es um Liebe und Anerkennung. Wie Du aus dieser Nummer rauskommst, weiß ich auch nicht. Vielleicht nie, solange Du lebst. Vielleicht ist es wirklich schonender, wenn Du den Kontakt zu Deiner Mutter vollständig unterbindest. Andererseits ist es doch Deine Mutter ... und die Hoffnung auf eine positive Klärung Eures Verhältnisses besteht vielleicht trotz allem noch...

Eine Grundlage unserer christlichen Welt sollte sein, dass man auf Kränkungen und schlechte Behandlung stets mit Wohltaten reagiert. (Siehe: Jesus). Das würde bedeuten, dass Du Deine Mutter gütig und wohlwollend gegenübertrittst, egal wie sie sich verhält und was sie veranstaltet. Das kostet schier unmenschliche Kraft und ich glaube kaum, dass ich das fertigbrächte.

Auch mein Vater ist Alkoholiker und ich mache mir ständig Sorgen um ihn. Er lebt alleine und ich werde die Angst nicht los, er könnte tot daheim liegen oder auf der Straße totgeschlagen werden. Wenn er nüchtern ist, fürchte ich seinen nächsten Absturz. Wenn er besoffen ist, verachte ich ihn und habe Angst, dass ihm was passiert. Ein Leben zwischen Hoffen und Bangen.

Halte uns auf dem Laufenden, ich drücke Dir die Daumen!

Grüße!
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Einen Rat willst du? Es sein lassen. Ich schmeiße einen Teller auf den Boden, er zerspringt, ist kaputt. Wo soll ich da nach weiterem Rat fragen? Du nimmst Drogen, hast keine Kontrolle über dich, und erleidest Rückfälle. Und weiter? Du musst dir schon mal selber helfen können. Weder ein Problem lässt sich hier erörtern - das hast du selber schon getan - noch kann dir von uns irgend jemand dein Zeug wegnehmen... selber arbeiten, wer Feste feiern kann, kann auch feste arbeiten.
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Free Spirit
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

@veilchenfee

Glaubst Du an Christus?

Fänd ich irgendwie voll in Ordnung...! Very Happy

LG, schreib ruhig mal mehr darüber, falls das Thema Dich auch beschäftigt?! Wink !
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Free Spirit!

Ich hatte vorhin was darüber in dem Thread "Injizieren von Kokain" geschrieben:
Zitat:
Was ich unbedingt noch loswerden möchte:

Für dieses grauenhafte Gefühl der grenzenlosen Verzweiflung hatte ich eines Tages eine Definition: Es ist die totale ABWESENHEIT VON GOTT. Bis dahin hatte mir Religion gar nichts gebracht, bloße Therorie, seltsame Storys und das Auswendiglernen von irgendeinem inhaltslosen Blödsinn, der mich nicht betraf.

An diesem Tag habe ich meine reflexartige Abwehrhaltung aufgegeben. Mir wurde klar, was mit "GOTT" und "SATAN" gemeint sein könnte. Das bedeutet nicht, dass ich jetzt fromm in die Kirche renne, auch die Bibel habe ich immer noch nicht gelesen. Mein Verhältnis zur Institution Kirche ist nach wie vor sehr kritisch.

Aber ich habe viel nachgedacht. Und sehe mittlerweile in manchem einen Sinn. Und habe Schiss, dem "Teufel" wieder zu begegnen. Daher würde ich mir nie wieder Koks spritzen. Klingt merkwürdig, ist aber so. Peace


Mit Christus habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Basiswissen, klar. Aber eine "Beziehung" habe ich zu ihm nicht. So mancher Weisheit aus der Bibel stimme ich aber mittlerweile absolut zu.

Wie ist das bei Dir?

Grüße!
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Habe den Widerspruch gerade bemerkt: Ich schreibe, ich hätte die Bibel nicht gelesen, stimme aber einigen Weisheiten zu ... ich habe sie nicht GANZ gelesen. Nicht mal annähend. Ist ja auch ein dickes Buch. Aber auch da - Basiskenntnisse sind vorhanden.
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Free Spirit
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.11.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo V.-Fee,
war gerade bei dem Koks iv-thread, hab's grad gelesen.

Wirst lachen, hab auch schon nachts was Übles in der Richtung (Teufel) auf Drogen erlebt, bzw.wohl geträumt, aber es kam mir in diesem Moment voll echt vor, hab dann gebetet, dann ging es weg.

Ja doch, ich glaub an Christus, renne aber deswegen nicht ständig in die Kirche, naja, Drogen nehmen ist wohl auch nicht in seinem Sinne, trotzdem versuch ich, eine Beziehung zu Ihm zu haben, find den Gedanken daran sehr schön...
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin kein besonders spiritueller Mensch, eher "erdgebunden". Allerdings glaube ich, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als unser unzureichender Geist erfassen kann.

Ich bin der Ansicht, jeder sollte

- nach Kräften versuchen, das Beste aus sich zu machen, sich zum Positiven weiterzuentwickeln. Wie lange er dazu braucht ist nicht so wichtig, auf das Bewusst-Sein kommt es an.
- Sich versuchen frei zu machen von Habgier, Neid, Zorn, Rachegedanken, Eitelkeiten etc.. (schlechten Gedanken im Allgemeinen).
- andere Lebewesen respektvoll behandeln, ob Mensch, Tier oder Pflanze. Tiere essen ist in Ordnung, ein Hühnchen (oder eine Gurke) im Kühlschrank vergammeln lassen nicht.

Das ist die Kurzform meiner Philosophie. An eine "Person" (Jesus) kann ich mich dabei nicht binden, ich finde es aber völlig in Ordnung, dies zu tun. Auch ich entwickle mich ja weiter, wer weiß was da noch kommt.

Im Übrigen bin ich absolut keine Heilige. Ich tratsche z.B. gerne mal, bin teilweise gehässig, ungeduldig, machtbewusst und hacke auf Unterlegenen rum. Aber ich reflektiere das, habe ein schlechtes Gewissen und versuche es besser zu machen.

Und jetzt hole ich die arme Gurke endlich aus dem Kühlschrank. Rolling Eyes
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Örnie666
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 25. Feb 2010 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Warum sollte es Gott nicht geben. Nur man sollte sich den Glauben nicht schön reden. Satan und Gott gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Ich bin eigentlich Atheist und glaube nur an die Materie. Aber wenn ich das Weltgeschehen mal aus der Sicht eines Gläubigen betrachte, dann ist Satan das Übel dieser Welt, verkörpert durch den Terrorismus, Seuchen, Kathastrophen und Gott lässt es zu. Die Menschen, die dabei draufgehen, sind ihm egal, weil jeder einzige ein Sündiger ist und sowoeso in die Hölle fährt. Schließlich ist der Mensch der größte Parasit auf der Erde, plündert Resorcen, vernichtet den Regenwald und verpestet die Weltmeere. Warum sollte Gott so eine Kreatur auf seiner Schöpfung schützen, nein im Gegenteil: jeder von uns, der hinüber ist sind Gottes Genesung, wir sind die Krankheit und Satan ist das Antibiotukum.
Ist nicht böse gemeint, aber könntet ihr dafür ein neues Thema eröffnen? Ich toleriere zwar die Christen, doch über ihr Handeln denk ich nunmal anders.

GrußÖ6
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