Horrortrip nach Golden Smoke, Spice. Nie wieder!

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globe00
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 8. März 2010 01:52    Titel: Horrortrip nach Golden Smoke, Spice. Nie wieder! Antworten mit Zitat

Hallo, ich schreib jetzt hier mal meinen Bericht 20 std nach meinem Horrortrip mit golden smoke, was wohl die gl. inhaltsstoffe wie spice hat.
Aus Faulheit habe ich auf Groß&kl.schreibung nicht geachtet, lasst euch davon nicht stören ,-).

Ich bin 24, Student und kiffe seit ca.7 jahren; mal regelmäßig, mal nicht, komme ohne zu recht. Kann von mir behaupten dass ich den konsum regulieren kann, und auch lange zeit ohne auskommen würde, zB in nem Auslandsemster in USA.
Habe es am Do abend zu 2. zum 1. mal probiert. Ein Freund hat nen Joint mitgebracht. Wir haben draussen vorm haus geraucht, so 23 uhr, sind dann rein und haben bissl Videos und Bilder angeschaut von meinem Australienurlaub. Alles in allem ein chilliger abend, der für mich eins zu eins wie auf cannabis war. Knapp 2 Std später noch n kl. grasstütchen geraucht, und es war alles normal. Dann bin auf dem sofa eingeschlafen und es war eine ganz normale nacht.
Am fr. war ich privat bei freunden und ich hab so ca.8-10 bier getrunken, bin um 5ins bett und um 9 wieder aufgestanden weil ich mit miener mutter zu dem geburtstag meiner oma gefahren bin, hatte also extremen schlafentzug. Nach der kl. Geb-feer bin ich Sa. abends dann mit freunden ins kino gegangen
.Und ab da hat sich alles geändert. Kurz vorm film sind ich und mein kollege (vom do.) raus und haben wieder golden smoke geraucht. Nach den ersten 10 min hab ich ganz normale brightness verspürt und wir sind in den Kinosaal gegangen. Die Werbung lief noch, und nach ca. 1 min fing mein trip an. Mein Herz schlug auf einmal wahnsinnig schnell und laut.ich habe mir nur gedacht was is jetzt los udn fing an mich total unwohl zu fühlen.Währenddessen ist der film angelaufen und meine gedanken waren nur bei meinem herzen, unvorstellbar wie schnell und laut es geschlagen hat.Ich konnte deswegen auch nicht auf die leinwand schauen, somit habe ich links und rechts auf die leinwand oder auf den sessel meines vordermanns geschaut, da ich mit der reizüberflutung überhaupt nicht zurecht gekommen bin.(alice im wunderland in 3D).Jetzt waren die ersten 10 min rum & mein Herz schlug immer noch wahnsinnig, ich merkte wie sich die droge im blut durch den ganzen körper ausbreitete; ich hab versucht mich zu konzentrieren, daran zu denken dass ich die droge kontrolliere und nicht sie mich, und tief ein und aus zuatmen, was aber nichts gebracht hat.Von da an habe ich mir gedacht, es wär wohl besser raus zu gehn, ich brauche eine arzt & mein herz schlug noch schneller. Únglaubliches Herzrasen!Ich konnte nicht einschätzen ob ich überhaupt noch in der lage war in einem angemessenen zustand hinauszugehen.V.a. war das ein sehr kl. kinosaal in einer kleinstadt, wo ich nicht unbedingt auffallen wollte, da ja jeder jeden kennt und ein elternteil von mir im öffentl. dienst arbeitet.
Meine Zustand verschlechterte sich zunehmend, und mein Herz schlug mir bis zum hals (vllt. könnt ihr mit dem ausdruck was anfangen). Ich bekam wirklich Todesangst, ich bekam heftige wärme&druck-schübe aus dem bauch heraus, die bis in die beine gingen. Plötzlich schwirrten tausende gedanken in meinem Kopf, und ich dachte so fühlt sich sterben an. Ich hab wirklich gedacht heute gehe ich drauf, kein herz hält so eine riesige belastung aus. Aber irgendwie habe ich das verdrängt und habe gedacht, schau mal wie lange das geht, es kann auch wieder vorbei gehen, und konnte mich nicht überwinden einen notarzt rufen zu lassen. du kannst ja gar nicht sagen, was du wirklich fühlst und was du dir einbildest. Es schlug immer noch wie ein Schranzbass.
Mittlerweile waren so ca. 25 min vergangen und ich konnte nicht mehr klar und zs.hängend denken. Die gedanken tauchten als bilder vor meinem kopf auf,zB meine probleme die ich habe, ganz schön welche angehäuft, da ich gerne unangenehme sachen vor mir herschiebe. Weiter kamen kurze bilder der letzten tage und erlebnisse und ich dachte mir was ist mit meiner mutter wenn ich hier sterbe. Habe dann zB an die Erzählungen von "Nahtoderlebnissen" gedacht, bei denen ihr leben in einem kurzen film noch mal abgespult wird. So habe ich mich gefühlt, weswegen ich mir weiter sicher war dass ich nicht mehr lange durchhalte.

Die Syptome wurden schlimmer, zusätzlich dass ich auch jede sekunde an mein herz dachte und den stress, dass es außenherum keiner mitbekommt. Es begann ein zitter & schüttel-gefühl von den oberschenkeln bis in die beine, wobei ich mir nicht sicher war ob meine beine wirklich zitterten oder es nur das mit drogen vollgepumpte blut dieses gefühl auslöste. diese attacken dauerten ca. 10 sek, mal länger mal wieder 30 sek pause. Dann steigerten sich die attacken und die nächste dauerte ca. 5-10 min. Weiterhin hatte ich Todesangst und dachte aber auch daran, durchzuhalten. So ging das weiter bis ca. 15 min vor filmende. Mein herz begann langsam und vllt. unregelmäßig zu schlagen, sodass ich dachte, in 2 min schlägt nichts mehr. Dann wurde ich auf einmal wieder normal, hatte kein herzrasen mehr, kein unangenehems gefühl od. der gleichen.
Ich war übermäßig erleichtert und dachte, ich habe den tod überwunden.
Als ich zu hause war hab ich sofort im www erfahrungsberichte und schäden und folgen von herzrasen nachgeschaut. am nächsten morgen fühlte ich mich psych. verdammt beschissen und habe ca. 1std mit einem guten freund, der schon so ziehmlich alles probiert hatte, gesprochen, wodurch ich mich danach sehr viel besser fühlte. Je mehr telefonate ich geführt hatte, fühlte ich mich besser, obwohl ich jetzt natürlich immer noch daran denke.
Des weiteren spiele ich mit dem gedanken, mal mein herz durchecken zulassen ob es noch 100% leistungsfähig ist od. es irgendeinen schaden davon genommen hat.
Außerdem bereue ich zutiefst so nen chemiescheiß angerührt zu haben.

Hat jmd. von euch auch so ähnliche erfahrungen gemacht und/oder wie seit ihr damit umgegangen?

Ich kann jedem nur raten die Finger davon zulassen, denn vllt. halten einige Personen diesen druck nicht stand und kommen im weiteren leben damit nicht zurecht.
Gut Nacht
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 8. März 2010 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Herzrasen, Panickattacken, Schwitzen, Schwindel, Kreislaufzusammenbruch - klar, kenne ich alles. Bei mir war der Übeltäter "nur" Cannabis, und all das nach fast 20 Jahren Konsum. Hätte mir zwischendurch jemand erzählt, das mir sowas passieren würde - ich hätte ihn ausgelacht.

Die gute Nachricht: Dein Herz hat höchstwahrscheinlich keinen Schaden genommen. Ich habe im Akutfall mal ein EKG machen lassen - alles bestens. Mein Blutdruck war aufregungsbedingt allerdings enorm hoch.

Die schlechte Nachricht: Es kann wieder passieren, insbesondere nach erneutem Konsum. Und wenn Du Pech hast, auch unabhängig davon. Gehe künftig sorgsam mit Dir um und lass es Dir als Warnung dienen. Du gehörst halt NICHT zu den Büffeln, die sich jahrzehntelang alles einpfeifen können, ohne Schaden zu nehmen und solltest das Kiffen daher bleiben lassen.

Ich finde, Du hast die Situation sehr gut gemeistert, wenn auch nur deswegen, weil Du keinen Skandal auslösen wolltest. Sie geht normalerweise von alleine wieder weg, die Panikattacke. Wenn man es ein paarmal erlebt hat, ist es auch nicht mehr ganz so schrecklich, man kennt´s ja schon. Glücklicherweise hast Du auch einen guten Freund, mit dem Du darüber sprechen konntest.

Also wie gesagt: Kiffen bleiben lassen, dann hast Du eine gute Chance, diesen Zustand nicht mehr zu erleben. Kiffst Du weiter, wirst Du ihn ganz sicher wieder erleben. Mit Schlafentzug etc. hat das alles höchstens am Rande zu tun.

Grüße und viel Glück!
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globe00
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 8. März 2010 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

vielen dank für deine Einschätzung. Nun, ich denke mal schon dass du auf jeden Fall Recht hast, ich sollte mit dem Kiffen aufhören.
Ich denke ich fühle mich auch in der Lage dazu, aber man sollte sich ja nie was in die Tasche lügen.
Da ich aber schon wirklich gerne Gras rauche frage ich dich, wie du darauf kommst, dass die Panikattacke auch einfach so kommen könnte? War das bei dir so, hast du immer noch attacken?
Wie siehst du dehn Zs.hang, ich würde schon gerne weiterrauchen, da ich mir auch sage, dass der trip eben auf spice war?!
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 9. März 2010 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen,

es ist schon spät, ich habe heute schon viel geschrieben und mein Denkvermögen ist mittlerweile etwas eingeschränkt. Werde trotzdem versuchen, eine brauchbare Antwort abzuliefern. Beweisen kann ich nichts von dem was ich schreibe, es beruht alles auf Beobachtungen an mir und anderen.

Also:

Das "Erstereignis" ist in gewisser Weise ein "Point of no return". Die Psyche ist angeknackst und merkt sich das. Der unbekümmerte Konsum ist kaum noch möglich, weil sich im Hinterkopf der Gedanke festsetzt: Es könnte wieder passieren. Schon das ist gefährlich, weil man seinen Körper genauer beobachtet (Herzschlag!) und sich bei geringstem Anlass schnell in etwas hineinsteigert. Das Vertrauen in die Kontrollierbarkeit der Situation ist weg. Der Schock wirkt nach.

Ich habe unterschiedliche Beobachtungen gemacht:

Person 1 kifft seit ein paar Jahren, hat ein solches Ereignis erlebt, das Kiffen aufgegeben und gut war.

Person 2 kifft seit ein paar Jahren, hat ein solches Ereignis erlebt, kifft weiter und ist intermittierender Dauergast in der Psychiatrie.

Person 3 (ich) kifft seit vielen Jahren und hat ein paar kleinere "Warnschüsse" erlebt, aber nicht sonderlich ernst genommen. (Beschleunigter Herzschlag, Unwohlsein, Angst unter Menschen zu gehen, Kreislaufprobleme). Nicht ungewöhnlich bei extremem Konsum. Das große Primärereignis fand unabhängig vom Kiffen statt, ließ sich aber in der Folge durch das Kiffen wieder auslösen.

Ich hatte infolge dessen dann auch (ohne gekifft zu haben) in ganz banalen Situationen Panikattacken und Depersonalisierungsgefühle, die mich auch heute noch (3,5 Jahre danach) völlig unerwartet treffen können. Natürlich weiß ich nicht, ob ich nicht auch ohne das Kiffen diese "Zustände" bekommen hätte. Eine Menge Menschen haben im Laufe ihres Lebens psychische Probleme, ohne dass sie je gekifft hätten. Es ist jedoch erwiesen, dass das Kiffen Psychosen auslösen oder verstärken kann. Wenn man also merkt, dass man für solche Zustände "empfänglich" ist, sollte man die Notbremse ziehen, ehe schlimmeres passiert.

Daher bin ich davon überzeugt, dass Du Deine Chancen gesund zu bleiben deutlich erhöhst, wenn Du das Kiffen aufgibst. Von Spice habe ich keine Ahnung und werfe das der Einfachheit halber mal in den gleichen Topf wie Gras oder Haschisch. Die Symptome sind nämlich dieselben.

Grüße!
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