Hilfe-Tillidin Entzug-Mutter ist am Ende

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CrazyWitch
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14. März 2010 16:34    Titel: Hilfe-Tillidin Entzug-Mutter ist am Ende Antworten mit Zitat

Hallo,
ich hab mich hier wegen meiner Mutter angemeldet. Ich weiß einfach nicht mehr was ich mit ihr machen soll.
Zur Vorgeschichte:
Meine Mutter (50) hatte vor 13 Jahren ihren 2. Bandscheibenvorfall. Ihr damaliger Hausarzt hat ihr dann Tillidin verschrieben. Damit gings ihr auch gut. Es folgten 2 weitere Banscheibenvorfälle. Die Dosis von Tillidin hat sie natürlich gesteigert. Morgens/Mittags/Abends. Vor einiger Zeit hat sie mir mal erzählt das sie am Tag sicher 80-? Tropfen nehme. Da sie auch unter Depressionen leidet nimmt sie zwischendurch mal extrem viel. Ich denke sie macht das um sich zu beteuben. Sicher weiß ich das nicht. Sad Ich habe ihr schon ettliche male gesagt sie solle bitte vorsichtig sein es sei nicht gut für sie. Aber irgendwie interessiert sie das nicht. sie sagt nach 13 Jahren Tillidin sie sei nicht süchtig. Manchmal reicht ihr eine große Flasche Tillidin nur 2 Wochen. Wenns ihr ein bisschen besser geht schon mal 3-4 Wochen.
Nun zu dem Hauptproblem weshalb ich hier überhaupt schreib.
Sie war am Donnerstag bei ihrer Hausärztin. Sie brauchte eine neue Flasche Tillidin. Da wieder nur 2 Wochen Abstand war hat sie keine neue Flasche verschrieben bekommen. Sie sitzt nun ganz ohne da. Sie weint fast nur noch,geht bei jeder kleinigkeit an die Decke,läuft rum wie nicht ganz hier,hat schmerzen ohne ende und das überall. In den Armen,Rücken,Beinen. Sie wacht Nachts alle 2-3 Stunden auf und weiß nicht was machen.
Ich weiß einfach nicht wie ich ihr helfen kann. Sad Sie schluckt nun ohne ende Tetrazepan. Ich hab einfach angst das sie zusammenklappt oder komplett ausrastet.
Habt ihr vielleicht Tips was ich mit ihr machen kann bzw. wie ich ihr helfen kann?Sad
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 14. März 2010 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich finde es mal wieder krass, wie die Hausärztin das Problem angeht. Es ist kein Geheimnis, wie viel Tilidin Deine Mutter verbraucht. Das läuft ja schon seit Jahren so und ein Blick in den Computer reicht, um das nachzuvollziehen. Sie jetzt plötzlich auf Null zu setzen ist nicht in Ordnung. Deine Mutter braucht erstmal ihr Medikament, um die aktuen Entzugsschmerzen loszuwerden. Andererseits können ihr die Schmerzen bei der Erkenntnis helfen, dass sie eben doch süchtig ist.

Um der Angelegenheit mittelfristig beizukommen, müsste man sie auf eine exakte Dosierung einstellen, die sie - unabhängig vom Befinden - einzuhalten hat.

Gegen ihre Depressionen sollte man schnellstmöglich ein anderes Medikament verordnen.

Ich hätte als Tochter wahrscheinlich den Impuls, ihr das Tetrazepam wegzunehmen und einzuteilen, damit sie nicht zu viel schluckt. Ob Du das aber durchsetzen kannst, ist fraglich.

Jedenfalls ist anscheinend die Zeit gekommen, wo Deine Mutter sich nicht mehr durchwursteln kann. Am besten vernünftig auf Tilidin einstellen lassen (evtl. Arztwechsel), Depression behandeln und DANN vielleicht irgendwann an Entwöhnung denken. Dass Deine Mutter allerdings kein Problembewusstsein zeigt, macht die Sache nicht einfacher.

Ich möchte jedenfalls im Moment nicht mit Dir tauschen. Das Restwochenende müsst Ihr wohl noch irgendwie überstehen. Könntest Du sie nicht gleich morgen früh zu einem Arzt begleiten? Notfalls auch zur bisherigen Ärztin. Ich bin davon überzeugt, dass sie das alleine nicht unter Kontrolle kriegt. Sie braucht jetzt Betreuung, was bei einer erwachsenen Person natürlich schwierig durchzusetzen ist, wenn sie nicht möchte.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Glück und Erfolg!
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CrazyWitch
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14. März 2010 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen dank für deine Antwort.
Ich werde meine Mutter gleich morgen früh zum Arzt begleiten. Sie sagte mir auch vorher unter Tränen das man sie nicht einfach auf 0 setzen kann wenn doch alle sagen sie sei süchtig.
Die Tetrazepan,ich weiß nicht ob ich sie ihr wegnehmen kann ohne das sie den vollkommenen Ausraster bekommt. Es wäre nicht das 1. mal das wir uns wegen wegnehmen eines Medikaments (Tillidin)e fast bzw. schon kloppen. Dazu muss ich sagen ich bin schwanger und habe ganz einfach angst das etwas passiert. Auf jedenfall werde ich sie gleich morgen packen und zur Ärztin gehen und das besprechen. Ich kann das einfach nicht mit ansehen. Vorallem ist ihr jetzt die ganze Zeit kalt und sie ist nur noch am Zitter.
Vielen vielen dank für deine Antwort. Du hast mir wirklich sehr geholfen. Jetzt weiß ich wenigstens wo ich anpacken muss.
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Rote Zora
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

WOW...es muß heftig sein seine Mutter so leiden zu sehen... Sad
Darf ich fragen wie alt Du selbst bist?( Reine Neugier Wink )

Ansonsten kann ich mich nur Veilchenfee anschliessen! Die Ärztin muß sich des Konsummusters erstmal selber bewußt werden,vielleicht hat sie es nicht gesehen?Alles andere wär grob fahrlässig. Kannst ja mal berichten,wie es Deiner Mutter jetzt...im Entzug...geht. Merkt sie jetzt,das sie abhängig ist? Sie zum Doc zu begleiten halte ich auch für sinnvoll...sofern sie es will?!
Ich wünsch Euch alles Gute und jede Menge Kraft!
lg Zora
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CrazyWitch
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich selbst bin 21.
Wir waren heute beim Arzt. Gott sei dank war nur eine der 2 Ärztinen da. Nämlich die bessere. wir haben die situation geschildert. Sie hat jetzt ein neues Rezept bekommen und auch gleich eine Überweisung zu eine glaub ich schmerztherapeuten bekommen. Bin mir aber nimmer sicher. Sie wird jetzt auf jedenfall erstmal richtig eingestellt.
Leider hatte die Apotheke heute schon zu. Also kann sie ihre Tropfen erst morgen holen.
Der Entzug äußert sich gerade folgend: Totale gereiztheit,teilweise schon aggressiv. Andauernd ist ihr kalt,sie hat schmerzen am ganzen Körper,Arme,beine,Rücken,Kopf usw. Ab und an ist sie ziemlich viel am weinen. Sie ist einfach total fertig. Aber ich glaube das hat ihr gezeigt das sie süchtig ist. Jetzt versteht sie es auch und möchte sich helfen lassen...
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Dann ist sie ja schon seit Freitag oder Samstag ohne?! Und kriegt erst morgen wieder was?! Das ist eine wunderbare Chance, gleich mal mit einer ziemlich geringen Dosis wieder einzusteigen. Da ist jetzt Fingerspitzengefühl gefragt. Und jemand, der es ihr einteilt. Ich hoffe, Du kannst das regeln und ich hoffe, Deine Mutter weiß Deine Unterstützung zu schätzen!

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Erfolg!
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