15 Jahren tägliches Kiffen, Angst vor Schlaflosigkeit

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Gründaumen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 13:46    Titel: 15 Jahren tägliches Kiffen, Angst vor Schlaflosigkeit Antworten mit Zitat

Hallo liebe Gemeinde!
Nachdem ich hier einige Tage die zahlreichen Beiträge mit interesse gelesen habe möchte ich hun auch einmal meine Geschichte posten.
Da ich hier mit meiner Geschichte nicht allein stehe, würde mich natürlich interessieren wie hier alle Langzeitkiffer, damit meine ich Menschen die deutlich über fünf Jahre am Stück täglich Konsumierenmit Ihrer Sucht umgehen und in wie weit sie von dieser Behrrscht werden.

Kurz mal zu meiner Person:
Ich(männlich) bin genau 30 Jahre und kiffe wie schon gesagt seid nunmehr fast 15 Jahren täglich. In all diesen Jahren habe ichnur einmal im Alter von ca. 20 Jahren eine dreimoatige Pause geschafft in der es mir auch sehr sehr gut ging. Dummerweise war diese Pause durch eine Wette entstanden. Nach dieser Frist habe ich sofort wieder angefangen, obwohl ich merkte das es mir ohne Kiffen viel besser geht. Naja, der Plan war auch eigentlich das Kiffen danach streng zu limitieren was natürlich nicht geklappt hat. Kurz gesagt, seid dieser Pause von 10 Jahren kiffe ich wieder täglich.
Ich habe mit ca 15 Jahren, als Teeny, in den 90er Jahren angefangen. Jeder der diese Zeit kennt wird wissen, dass Kiffen damals fast zum guten Ton gehörte und Cannabis extrem verharmlost wurde. Damals gab es an jeder Ecke Headshops, Hanfsamen waren legal zu kaufen und diese völlig sinnfreien "Hanfmagazine" kamen auf den Markt. Kurz gesagt, fast jeder hat gekifft und es war cool.
Ich habe damals auch rel schnell begonnen Gras anzubauen, dass war so erfolgreich, dass ich im Alter von ca. 18 Jahren über mehrere Kilos sehr gutem Gars verfügte.
Jeder kann sich denken das ich und meine damaligen Kumpels auch Kiloweise geraucht habe, z.T. 20-30 Köpfe pro Tag! An den Wochenenden haben wir 10-20 Gramm verbraucht, das war völlig normal.
Durch diesen starken Konsum haben wir uns immer mehr zu einer reinen Kiffergang entwickelt, soll heißen, wir haben nur noch irgendwo rumgehangen und gekifft. Deswegen kam auch unser Sozialleben in dieser Zeit sehr zu kurz.
Zu dieser isolation kamen dann auch noch Probleme in der Schule, Ausbildung, Beziehung etc.
Um die Geschichte abzukürzen: mittlerweile bin ich 30 JAhre, hhabe meine Ausbildung damals erfolgreich beendet, obwohl ich unter großen Konzentrationsproblemen gelitten habe. Mein Studium habe ich auch erfolgreich beendet, trotz anhaltender Konzentrationsprobleme und ich kiffe seid ca. 5 Jahren i.d.R. nur noch eine Joint am Abend kurz vor dem schlafen gehen.
Und genau da liegt mein Problem, ich wünsche mir seid Jahren diesen einen Joint nicht mehr zu rauchen. Ich kann den ganzen Tag nicht kiffen, denke auchnicht oft dran. Aber ich MUSS diesen einen Joint vor dem schlafen haben, weil ich panische Angst dafor habe nicht pennen zu können.
Die Folge ist, dass ich jeden Morgen völlig gerädert bin, weil bekifft schlafen gegangen. Deswegen bin ich antreibslos bis in den NAchmittag, am frühen Abend wieder müde und habe die typischen Konzentrations- und Gedächtnisprobleme.
Dazu kommt noch, dass ich allgemeinm it meinem Leben zur Zeit nicht so zufrieden bin und es gerne insgesamt ändern würde. Aber ich habe es bis her nicht geschafft, diesen lächerlichen einen Joint direkt vor dem zu Bett gehen wegzulassen.
Ich habe auch 15 Jahre geraucht, seid sechs Moanten rauche ich nicht mehr. Es fällt mir überhaupt nicht schwer auchf das Rauchen zu verzichten, obwohl ich jedes WE in Kneipen und Club hänge wo geraucht wird, meine Freunde rauchen fast alle aber ich bin nicht einmal rückfällig geworden. Warum kann das beim kiffen nicht so sein.
Um den Rahmen nicht zu sprengen komme ichnun zu meiner Frage:
-Kennt jemand von euch dieses Problem, wenn ja, wie geht ihr damit um.
- Wie habt ihr den "Absprung" geschafft?
- Was habt ihr gegen die Langeweile getan
- wie kommt ihr mit der Tatsache zurecht, das ihr wahrscheinlich nie
- wieder kiffen könnt/dürft?
- wie steht es um eure Konzentration und allg. Antriebsstärke? Hat sich etwas gebessert oder verändert?
- was ratet ihr Leuten in dieser Situation?
- was fällt euch sonst noch zu diesem Thema ein?

Ich wünsche auf jeden Fall allen von Euch viel Erfolg bei euren Zielen mit der/den Drogen zuleben oder damit aufzuhören, letztlichmuss auch in diesem Fall jeder seinen eigenen Weg finden. Die Drogen wirken ja auch bei den meisten Menschen unterschiedlich

Ich freue m ich über jeden Antwort oder Reaktion auf diesen Thread!
Bis dahin viele Grüße von Gründaumen Very Happy
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gründaumen!

Schön, wie Du das alles hingekriegt hast! Ich erkenne in Deiner Geschichte auch einen Teil meiner Geschichte wieder. Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass man es im fortgeschrittenen Jugendalter allmählich ruhiger angehen lässt.

Dass Du Angst hast, ohne Deinen einen abendlichen Joint nicht pennen zu können, kann ich nachvollziehen. Allerdings: Was ist so schlimm daran, mal nicht zu pennen? Früher haben wir doch auch mal ne Nacht durchgemacht und sind am nächsten Tag trotzdem zur Schule gegangen, oder? Also.
Und selbst wenn man nicht schläft, kann man Körper und Geist in eine Art Ruhemodus fahren. Der Erholungseffekt ist gar nicht so schlecht, wenn man ruhig, mit geschlossenen Augen daliegt und einfach nur Zeit vergehen lässt. Mir ist das (unabhängig vom Nicht-Kifffen) 3 oder 4x passiert, dass ich nicht schlafen konnte. War gar nicht schlimm. Auch der darauf folgende Arbeitstag nicht.

Mit geht es ähnlich wie Dir - ich habe das Kiffen zu 99,8% aufgegeben. Blöderweise hänge ich an den verbliebenen 0,2% viel zu sehr, als dass ich es ganz bleibenlassen möchte.

Übrigens schläft man "ohne" ausgezeichnet. Alles Einbildung, glaub mir. Um ganz sicher zu gehen, trink ein gemütliches Bier (ausnahmsweise), Du wirst sehen, dass es klappt. Vielleicht ist das Argument mit der Schlaflosigkeit aber auch gar nicht der wahre Grund, warum Du abends Deinen Joint rauchst. Vielleicht hängst Du - wie ich - noch zu sehr an der Erinnerung an die lustige, unbeschwerte Jugendzeit, mit der das Kiffen untrennbar verbunden ist.

Grüße!
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morpheus
Anfänger


Anmeldungsdatum: 30.08.2009
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gründaumen,
es gibt hervorragende Antidepressiva gegen Schlafstörungen. Versuchs mal mit Stangyl. Das Zeug hilft mir jetzt schon seit 2 Jahren sehr gut. Zuvor hatte ich einen ähnlichen Werdegang wie du.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 15. März 2010 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

@morpheus:
Warum rätst Du Gründaumen gleich zu einem Medikament? Er sagt nicht, dass er nicht schlafen kann, sondern er sagt, dass er ANGST hat, nicht schlafen zu können. Das ist ein Unterschied. Soll er es doch erstmal so probieren, bevor er Tabletten schluckt.

Nun zur Beantwortung der konkreten Fragen:
Zitat:
- Wie habt ihr den "Absprung" geschafft?

Ich habe den Absprung geschafft durch allmähliches "Herauswachsen" aus der ganzen Thematik. Dreißig ist ein gutes Alter, um diesen Prozess langsam aber sicher abzuschließen.

Zitat:
- Was habt ihr gegen die Langeweile getan

Gegen die Langeweile hilft es, ein altes Hobby wieder aufleben zu lassen oder ein neues zu beginnen.

Zitat:
- wie kommt ihr mit der Tatsache zurecht, das ihr wahrscheinlich nie wieder kiffen könnt/dürft?

Das ist ein völlig falscher Denkansatz. Natürlich kann und darf ich jederzeit jede nur denkbare Droge nehmen - ich tue es aber nicht. Das ist meine freie Entscheidung, die ich jeden Tag aufs Neue treffe.

Zitat:
- wie steht es um eure Konzentration und allg. Antriebsstärke? Hat sich etwas gebessert oder verändert?

Ich werde nicht jünger und damit nicht unbedingt belastbarer. Den Zenit meiner Leistungsfähigkeit habe ich mit fast 39 schon überschritten. Dennoch kann ich mich nicht beklagen. Meine Konzentrationsfähigkeit ist gut, die Antriebsstärke richtet sich nach den Anforderungen, die an mich gestellt werden. Aus echten Herausforderungen erwächst ein größerer Antrieb als aus nervtötendem Alltag.
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Lenchen
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.02.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 16. März 2010 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gründaumen,
die Angst vor Schlaflosigkeit kenne ich sehr gut,das war für mich das schwerste als ich das Kiffen aufgehört habe.
Ich habe mir Schlaftee aus der Apotheke besorgt (enthält Hopfen und Baldrian) und den getrunken.Er macht Dich etwas ruhiger aber morgens bist Du nicht müde.
Unser Körper hilft uns dabei aber auch.Wenn Du mal 2-3 Nächte sehr wenig geschlafen hast bist Du so müde,daß Du schlafen kannst.Tagsüber dafür zu sorgen,daß der Körper ausgepowert wird hilt dabei auch sehr gut.

Ansonsten kann ich mich Veilchenfee nur anschließen.

Gruß
Lenchen
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Gründaumen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 16. März 2010 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und Guten Morgen,
erstmal vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Es bestätigt mich darin was ich auch schon durch eigene Beobachtungen gemacht habe. Mein Konsummuster ist im bereich Cannabis rel weit verbreitet. Es scheint wirklich so zu sein, dass es eine bestimmte Anzahl von Menschen gibt die Dauerkonsumenten über eine lange Zeit werden. Andere Leute hingegen konsumieren nur ab und zu oder hören nach rel. kurzer Zeit wieder völlig auf.
Naja, wie dem auch sei... also von Antidepressiva möchte ich mich, soweit es nicht medizinisch notwendig ist, erstmal distanzieren. Trotzdem vielen Dank für den Tip Morpheus!
Als ich mit 20 meine "Pause" begonnen habe, habe ich eine Zeit lang jeden Tag zwei bis drei Hefeweizen getrunken um die nötige Bettschwere zu bekommen. Der Vorteil war, dass ich gut pennen konnte allerdings war ich morgens doch nicht so fit Rolling Eyes ! Allerdings hat sich das nach einiger Zeit von selbst eingestellt und ich war wirklich "clean"
An sich habe ich auch wenige Angst vor der Schalfstörung, es ist wohl auch zum Teil das Aufgeben des alten Rituals.
Einer der weiteren Gründe für meinen Wunsch das regelmäßige Kiffen aufzugeben ist die Tatasache, dass mittlerweile einige Bekannte von mir wegen Regelmäßigem Kiffen, auch wenn es nur ein Joint pro tag war, bei Polizeikontrollen Ihren Führerschein verloren haben. Da ich beruflich auf den Lappen angewiesen bin macht mir das schon sorge. Zumal ich in letzter Zeit öfter mal in Routinekontrollen gekommen bin und es nur Glück war, dass die Bullen keine Urinprobe gemacht haben. Hätten sie es gemacht wäre ich meine Lappen auch los, weil THC habe ich auf jeden Fall im Blut und Urin, auch bei nur einem kleinen Jont pro Tag!

Ansonsten erstmal vilen Dank für eure Tips, die Sache mit dem Bier, der Bewegung, dem wenig schlafen und den natürlichen Schlafmitteln werde ich auf jeden Fal mal testen.
Man muss sich auf jeden Fall immer wieder sagen, dass es doch NUR Cannabis ist und man einen freien Willen hat und einfach nur konsequent bleien muss!

In dem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag und beste Grüße Very Happy
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handicap
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.04.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 14. Apr 2010 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Gründaumen,
wenn du tatsächlich mit dem Joint vor dem schlafen gehen aufhören möchtest hätte ich mal ein paar wenige Vorschläge:

Versuch dohc mal ein anderes Ritual zu finden, was genau kann ich ja net genau sagen, ich schätze mal dass da eins von deinen Hobbys und Interessen passen könnte. - Musst du halt ausprobieren.

Ne andere Möglichkeit die mir spontan eingefallen ist ist Neurolinguistisches Programmieren(kurz NLP)- das ist eine Methode um Ziele zu erreichen. - Sollte dich das interessieren google es einfach mal oder meld dich grad mal bei mir- mag blöd klingen aber habe schon bei einigen gelesen dass das geholfen hat.

Ich hoffe die beiden Tipps helfen dir etwas.

Lg
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