Das Spiegelbild und die Realität

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Ich: Gast
Gast




BeitragVerfasst am: 3. Dez 2007 03:35    Titel: Das Spiegelbild und die Realität Antworten mit Zitat

Ich möchte euch was fragen. Wie seht ihr euch wenn ihr vor dem Spiegel steht? Denkt ihr, dass ihr normal ausseht oder schon eher magersüchtig bzw. untergewichtig?

Ich habe ein paar Freunde, die immer wieder gefragt werden, ob sie magersüchtig sind und so. Da machen sich die anderen richtig Sorgen. Ich beobachte das alles eher. Auf jeden Fall haben mir die Betroffenen oft gesagt, dass sie sich gar nicht dünn sehen, sondern total normal. Was auch immer normal sein mag, aber jedenfalls nicht "ungesund".

Kann es denn wirklich sein, dass jemand dann eine totale Verzerrung hat und sich wirklich dick sieht? Wenn ja: wie passiert das? Biologisch betrachtet zum Beispiel? Wie kann man etwas ganz anderes sehen? Hat das schon etwas mit einer Verhaltensstörung zu tun? (Also nur die Wahrnehmung, unabhängig von der Essstörung an sich?)

Was sind eure Erfahrungen oder was habt ihr da für Fachwissen? Freue mich auf Diskussionen!

Ich, Gast
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Gast





BeitragVerfasst am: 6. Jan 2009 02:00    Titel: Antworten mit Zitat

also, ich bin zwar nicht richtig stark essgestört aber, ich hab das problem , dass ich denke, dass ich zu dick bin. hatte deswegen auch vor 2 jahren regelmäßig mein mittag-abendessen ausgekotzt. scheint echt was gebracht zu haben, da ich in der zeit auf meinen 54 kg mit 170cm blieb. nun, nach 2 jahren, von denen 14 monate eine feste beziehung wra, habe ich mir das kotzen abgewöhnt (auch wegen pille) . nunja nicht abgewöhnt, aber es kam kein kotzreiz mehr. hab oft so lange gewürgt, bis mein hals sich iwie verrengt hat.
also mit dem kotzen wars aus und meine pfunden gingen hoch (bei bis zu 3 mal warmes essen täglich auch kein wunder) habe bis mitte dezember noch 65 kilo gewogen (von meinem männlichen freundeskreis kam immer, ja sieht doch perfekt aus, bla bla, du bist gut so). wenn ich mich im spiegel angucke, seh ich noch ganz gut aus, nicht zu dick, eig. ziemlich gute figur. wenn ich dann aber an mir runtergucke, sieht alles total dick und wabbelig aus. mir sind z.t sogar schon die hosen in der obelschenkel innenseite gerissen. habe diese hosen aber auch schon seid ich noch frische 14 war.
seid mitte dezember (ungefähr seid den ferien) habe ich nun nur noch eine warme mahlzeit am tag und sonst iwas kleines kaltes. habe es so auch schon von 65 auf 61 geschafft. fühle mich jetzt auch schon richtig besser. nicht nur mein spielgebild sieht gut aus, sondern auch meine beinchen + bauch, wenn ich an mir runtersehe. finde so macht abnehmen auch spaß, wenn man die erfolge sieht.
heute hatte ich jedoch sonen fetten fressflash vom smoke kiffen und ich glaub ich hab die dreifache menge an nahrung zu mir genommen, die sonst für mich üblich ist. nun gut.

also ja: spiegel gibt iwie sich selbst war als man selbst es gut
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Shorty
Gast




BeitragVerfasst am: 18. Apr 2009 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

also ich denke, dass viele menschen ein verzerrtes wahrnehmungsbild haben. da ich selbst bulimie habe und schon oft kliniken mit essgestörten zusammen war, habe die erfahrung gemacht, dass sich diese alle dick gefühlt haben, egal wie dünn sie waren. dies geht mir nicht anders, egal wie oft andere sagen, dass ich perfekt bin!
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johy
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 03.02.2007
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 30. Nov 2009 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin übergewichtig und sehe mich auch so.
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2010 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, ich habe eine normale einschätzung von mir. aber meine mitmenschen, freunde und familie sehen alles anders als ich. deshalb mache ich mir auch langsam gedanken darüber, ob vielleicht nicht ICH ein falsches bild von mir habe. denn ich bin die einzige, die sich so sieht. aber wenn ich mich im spiegel betrachte, hasse ich meinen Körper und mich selbst...
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shorty
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 24. Jan 2010 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

hallo zimtsternchen,
ja ich hasse mich auch grade sehr Sad
ich hasse mich dafür, dass ich ich fett bin und nicht abnehme!
alle sagen ich wäre schlank, aber ich finde mich fett!
ich versuche nichts zu essen um abzunehmen und dann kommen die FAS, oh man ich weiß grad echt nicht mehr weiter Crying or Very sad
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Jana
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 24. Jan 2010 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

"ja ich hasse mich auch grade sehr " - achso, "gerade" hasst du dich. Ist das eine neue Mode? Wenn ich mich hassen, so richtig verachten würde, würde ich mich doch um diesem Wort Bedeutung zu verleihen, den ganzen Tag selbst verprügeln. Oder hasst du dich eigentlich gar nicht und bist nur ein jammerndes Menschlein, dass gestreichelt werden will?
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Maria
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.09.2009
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 24. Jan 2010 22:51    Titel: Re: Das Spiegelbild und die Realität Antworten mit Zitat

Ich: Gast hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte euch was fragen. Wie seht ihr euch wenn ihr vor dem Spiegel steht? Denkt ihr, dass ihr normal ausseht oder schon eher magersüchtig bzw. untergewichtig?

Ich habe ein paar Freunde, die immer wieder gefragt werden, ob sie magersüchtig sind und so. Da machen sich die anderen richtig Sorgen. Ich beobachte das alles eher. Auf jeden Fall haben mir die Betroffenen oft gesagt, dass sie sich gar nicht dünn sehen, sondern total normal. Was auch immer normal sein mag, aber jedenfalls nicht "ungesund".

Kann es denn wirklich sein, dass jemand dann eine totale Verzerrung hat und sich wirklich dick sieht? Wenn ja: wie passiert das? Biologisch betrachtet zum Beispiel? Wie kann man etwas ganz anderes sehen? Hat das schon etwas mit einer Verhaltensstörung zu tun? (Also nur die Wahrnehmung, unabhängig von der Essstörung an sich?)

Was sind eure Erfahrungen oder was habt ihr da für Fachwissen? Freue mich auf Diskussionen!

Ich, Gast

Natürlich ist die Wahrnehmung eines Menschen, der über Monate oder Jaher hungert, verändert. Hat etwas mit der Biochemie im Gehirn zu tun. Zuerst fühlen sich die Hungernden euphorisiert, denn das Hungern verursacht eine Ausschüttung des Endorphins im Gehirn. Wenn aber das Gehirn keine Energie aus der Nahrung erhält, kann sich das Gehirn soweit verändern, dass es schädigend ist. Es kommt dann zu Wahrnehmungstörungen und schwersten Depressionen.
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ,

also ich habe mich eben mal vor dem Spiegel gestellt . nackt . was ich sehe? Doch, natürlich sehe ich, dass meine Schulterknochen rausstehen, das taten sie schon immer, aber jetzt ist es extrem...man sieht die Rippen meines Brustkorbes...Oberweite? Ist schon fast nicht mehr vorhanden...und wenn ich das sehe, kann ich wirklich nur weinen, weil ich möchte ja normal aussehen..ich weiß ja, dass es auch schöner und attraktiver ist...ich beneide Frauen mit schöner Oberweite...aber ich kann einfach nicht anders...wenn ich mehr gegessen habe...fühle ich mich 10 kg schwerer...das halte ich nicht aus. dieses gefühl, versagt zu haben. vielleicht ist meine wahrnehmung etwas gestört, aber ich kann sehen, dass es schon sehr...dünn ist. nicht gesundheitsschädlich...aber naja...ich finde es ja selbst nicht schön. aber ich kann es nicht lassen...
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zimtsternchen25 hat Folgendes geschrieben:
...fühle ich mich 10 kg schwerer...das halte ich nicht aus. dieses gefühl, versagt zu haben.


Bei allem Verständnis, aber die Aussage "das halte ich nicht aus" geht mir in meiner momentanen Stimmung ein klein wenig auf den Wecker. Begib Dich mal in ein Krankenhaus oder denke an die Soldaten der Weltkriege. Oder (ganz aktuell) an die Menschen in Haiti. Die haben Anderes auszuhalten!

Wehleidig zu sein ist ja ganz nett, wenn man es sich erlauben kann. Aber, verdammt noch mal, kannst Du Dir nicht selbst in den "A****" treten? Der Mensch kann eine Menge aushalten und manche müssen das sogar. Versagensgefühle gestehe ich jemandem zu, der es nicht schafft, seine schwerverletzten Angehörigen aus Trümmern zu befreien und der zuhören muss, wie sie langsam krepieren ...

Nicht böse gemeint aber trotzdem, menschenskinder, hab mal ein bissel Kampfgeist!

Veilchenfee

(P.S.: 10 kg ist ganz wenig, wenn man z.B. von einer Krankheit niedergestreckt wird. Leute, die in die Klinik müssen, kommen oft wenig später 10 kg leichter wieder raus. Du hättest im Zweifelsfall keinerlei Reserven. Also was sind schon 10 imaginäre Kilo! Iss und sei fröhlich!)
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

dann sage ich jetzt einfach mal. okay, ich esse was und bin fröhlich. okay. das ist ja total einfach. natürlich weiß ich, dass es krank ist, was ich hier schreibe...warum schreibe ich wohl hier...ich kann es doch niemandem zumuten...atürlich weiß ich, dass es millionen von menschen schlechter geht als mir, weil sie hungern müssen, nicht, weil sie es wollen. und sie daran sterben.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

O.K. Zimtsternchen, mein Post war nicht sehr einfühlsam. Niemand sagt, dass es einfach ist. Aber das Leben ist kein Ponyhof und Du bist bald erwachsen, auch wenn Dir das vielleicht im Moment noch nicht so vorkommt. Verzweiflung, Jammern, Heulen und Schreien im stillen Kämmerchen kenne ich (auf anderer Ebene, aber trotzdem...). Es ist bei mir nur schon so lange her und ich bin froh, dass es rum ist.

Durch den Tod naher Angehöriger und meinen Beruf wurde ich irgendwann gezwungen, erwachsen zu werden. Da bleibt keine Kraft und Zeit mehr für Selbstmitleid. Jeden Tag bin ich darauf angewiesen, voll leistungsfähig zu sein. Würde ich mir heute noch Schwächen erlauben, müsste ich meinen Beruf aufgeben, würde mein Haus verlieren und müsste schlussendlich sozusagen verhungern.

Ich habe lernen müssen, hart zu mir selbst zu sein. Ich hoffe, es gelingt Dir auch noch.
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Zimtsternchen25
Anfänger


Anmeldungsdatum: 16.01.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2010 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das verstehe ich auch. ich versuche ja auch, stark zu sein...meine Großmutter ist vor kurzem gestorben, ich muss ja auch für meine mutter da sein und ich unterstütze sie, so sehr ich kann. auch, wenn es für mich ein rückschlag ist. in der schule mache ich alles, so gut ich kann...äußerlich bin ich ja auch immer di, die alles unter kontrolle hat. die, die glücklich ist. ich kann damit ja leben, denn es denken sowieso alle, mir fällt alles in den schoß und ich in perfekt. ich muss nur noch lernen, mit mir selbst klarzukommen.
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marisa85
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 6. Feb 2010 11:14    Titel: Re: Das Spiegelbild und die Realität Antworten mit Zitat

Ich: Gast hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte euch was fragen. Wie seht ihr euch wenn ihr vor dem Spiegel steht? Denkt ihr, dass ihr normal ausseht oder schon eher magersüchtig bzw. untergewichtig?

Ich habe ein paar Freunde, die immer wieder gefragt werden, ob sie magersüchtig sind und so. Da machen sich die anderen richtig Sorgen. Ich beobachte das alles eher. Auf jeden Fall haben mir die Betroffenen oft gesagt, dass sie sich gar nicht dünn sehen, sondern total normal. Was auch immer normal sein mag, aber jedenfalls nicht "ungesund".

Kann es denn wirklich sein, dass jemand dann eine totale Verzerrung hat und sich wirklich dick sieht? Wenn ja: wie passiert das? Biologisch betrachtet zum Beispiel? Wie kann man etwas ganz anderes sehen? Hat das schon etwas mit einer Verhaltensstörung zu tun? (Also nur die Wahrnehmung, unabhängig von der Essstörung an sich?)

Was sind eure Erfahrungen oder was habt ihr da für Fachwissen? Freue mich auf Diskussionen!

Ich, Gast



Also, ich seh mich seit Jahren anders als ich wirklich bin.
Ich glaub, ich weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, sich so zu sehen, wie ich wirklich bin. Beim Blick in den Spiegel würd ich den Spiegel am liebsten einschlagen. Ich empfinde mich als dick (oder besser: fett) und hässlich.
Die meisten Leute in meinem Umfeld bezeichnen mich als schlank und hübsch. Ich fühl mich immer voll verarscht, wenn das jemand sagt. Was soll bitte an mir hübsch sein, frag ich mich dann immer. Denn das Spiegelbild sagt mir etwas ganz anderes.
Naja im Grunde weiß ich, dass Größe 38 bei einer Körperlänge von 1,80 ok ist, vor allem, wenn man erst vor wenigen Monaten entbunden hat,
aber was in meinem Kopf vorgeht hat nix mehr mit Logik zutun. Da hasse ich es, so eine "riesen Größe" zu haben. War ja sonst immer nur höchstens 36 gewohnt. Und wenn ich dann in den Spiegel schaue, könnte ich kotzen.

Vorrangig ist das eher eine Wahrnehmungsstörung, nur in Verbindung mit einer Essstörung eine Verhaltensstörung. Zumindest meiner Meinung nach.
Es gibt auch eine biologische Erklärung für diese verzerrte Wahrnehmung, ich kriegs grad nur nicht zusammen. Muss ich nochmal drüber nachdenken, irgendwas war da auf jeden Fall.

LG Marisa
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Jana
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 6. Feb 2010 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Man setzt also Kinder in die Welt, ohne überhaupt mit den eigenen, unwichtigen Problemen fertig zu werden? Du bist so lange hässlich, wie du's dauernd von dir behauptest und auch dauernd den Anschein erweckst, du wärst voll und ganz davon überzeugt. Mit solchen Menschen will einfach keiner etwas zu tun haben.
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