Wie schützen Abhängige ihre Kinder vor Sucht?

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michaela
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 11:06    Titel: Wie schützen Abhängige ihre Kinder vor Sucht? Antworten mit Zitat

Hey!

Mich interessiert es als Mutter eines 16jährigen Sohnes und selbst Opiatabhängig und nun seit gut 3 Jahren substituiert, wie Ihr als selbst suchtkrank und mit Drogenerfahrung mit Euren Kindern umgeht!

Ward Ihr offen in Bezug auf Eure eigene Sucht? Wie habt Ihr Eure Sucht gelebt? Offen? Versteckt? Wie haben Eure Kinder darauf reagiert? Gab es dadurch Entwicklungsstörungen? Gibt es bei Euch Kinder mit ADHS? Instabilen Persönlichkeiten?

Haben Eure Kinder selbst schon Erfahrungen mit Drogen? Oder leben sie abhängige Beziehungen?

Bitte teilt Euch mit. Habe gerade selbst mit meinem Sohn zu kämpfen, der sich sowohl in abhängiger Beziehung zu seiner Freundin befindet als auch erste Drogen- und Alkoholerfahrungen macht.
Er hat erst im Alter von 12 Jahren von meiner Sucht erfahren, als ich meine erste Therapie gemacht habe.
Lt. eigener Aussage hat er nie mitbekommen, dass ich suchtkrank bin. Er hat mich niemals konsumieren sehen.
Meine "Stimmungsschwankungen" waren für ihn Depressionen. Ich habe nicht mal Alkohol in seiner Gegenwart konsumiert und wirklich versucht, alles was mit Sucht und Konsum zu tun hatte, vor ihm zu verbergen. Sein Vater "verschwand" als er 7 Jahre alt war und tauchte in Großbritannien ab. Seitdem hat er keinen Kontakt mehr zu ihm.

Es würde mir sehr helfen, ein paar Berichte von Euch zu bekommen, denn als Mutter ist man eben doch zu subjektiv und zu nah dran. Wie geht Ihr damit um? Vielen Dank für Eure Beiträge.

Lieben Gruß - Michaela
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Djack
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich bin auch seit 20 jahren mal mehr mal weniger drauf und habe es auch immer Gut vor meinem Sohn(18j.) verheimlicht und dachte das er von meiner Sucht nichts mitbekommt doch das war ein Irrtum.Die Kinder bekommen schon mit das da etwas nicht stimmt.Vor 6 Jahren habe ich mich dann endlich mal getraut ganz offen mit meinem Sohn darüber zu spechen, wie es dazu kam das ich angefangen habe Drogen zu nehmen usw. Das war eine sehr gute entscheidung, seit dem habe ich ein noch besseres verhältnis zu ihm und er zu mir. Er ist jetzt auch in dem Alter wo er gewisse Sachen ausprobiert, doch ich spreche ganz offen mit ihm darüber welche nachteile das hat und zeige ihm dann immer meinem Werdegang auf und wohin das führen kann. Ich glaube mann kann seinem Kind nur durch Gespräche und ohne Druck einen besseren Weg zeigen.Verbote machen bestimmte Sachen nur interessanter. Doch mann muss auch versuchen Regeln aufzustellen die von beiden eingehalten werden müssen ,ansonsten neigen die Kids dazu einen nicht mehr zu respektieren. Gruss Djack
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No one
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 12.04.2010
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 15:01    Titel: Wie schützen.. Antworten mit Zitat

Hallo Michaela!
Genau das ist auch Eins meiner Themen, dazu hab ich schon einiges geschrieben, unter :Ich stelle mich vor!
Meine Kinder sind noch jünger und wissen das ich Drogensüchtig bin und Metha nehme. Als ich mit ihnen in Therapie war gehörte die Aufklärung unserer Kinder mir zu den Aufgaben die unserer Therapeut von uns verlangte! Sie waren 6 und 7Jahre alt, mein Sohn wurde dort eingeschult! Sowohl damals als auch noch heute können sie wenig damit anfangen, sie wissen das es mir schlecht geht wenn ich mein Metha nicht habe und noch stellen sie keine Fragen! Natürlich habe ich vor ihnen nicht konsimiert, aber die Kids sind ja nicht dumm (zum Glück)!
Vor der Zeit wenn sie Fragen stellen, wegen dem Warum fragen, davor habe ich Angst. Mein ständiges schlechtes Gewissen macht es auch nicht leichter, es fält mir schwer Grenzen zu ziehen und meine Kleene nutzt das manchmal aus! Meine hatten keinen Entzug nach der Entbindung, war im Programm und hab mich so weit es ging runterdosiert, sie sind beide gesund und clever, kein ADHS oder ähnliches. Sie waren auch immer bei mir, haben einen Vater den sie alle 14Tage sehen. Ganz normal, bis auf die süchtige Mama eben Wink
Regeln müssen sein, ganz ohne Grenzen kann auch als desinteresse verstanden werden!
LG No One
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Maria
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.09.2009
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,
ich habe auch ein Kind, bin alleinerziehend, seid fast acht Jahre abstinent von Heroin und Methadon, jedoch Raucher, mehrfach traumatisiert über das ganze Leben hindurch, und leide seid über 15 Jahren an einer chronischen Schizophrenie, momentan nicht akut und Hepatitis C.
Es ist hart, vor allem, weil die Traumatisierungen über Generationen weiterverbt wurden, weil man einfach alles tabuisiert hat, geheim gehalten hat, verdrängt hat. Und leider kamen eigene Traumatisierungen zusätzlich dazu.Habe unglaubliche Sorge, dass ich die Abdrücke meiner Traumatisierungen und Erkrankungen an das Kind vererbt habe. Der Kindsvater ist auch suchtkrank, und hat zudem auch noch andere psychische Probleme. Leider ist er mir gegenüber auch gewälttätig gewesen, was das Kind miterleben musste, mittlerweile aber sehr verdrängt hat. Er hat Umgangsrecht und Sorgerecht.
Ich versuche mit meinem Kind häppchenweise eins nach dem anderen kindgerecht zu besprechen und zu verarbeiten. Es ist jedoch so viel, dass ich nur noch verzweifeln möchte.
Hinzu kommen auch noch aktuelle Probleme wie Arbeitslosigkeit aufgrund der Erkrankungen, wohnen im sozialen Brennpunkt, Pendeln zwischen zwei Städten, etc.
Manchmal weiß ich wirklich nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe wirklich Angst um mein Kind.
Grüsse
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe zwar (noch) keine Kinder, möchte mich aber trotzdem diesbezüglich äußern.
Ich denke, man sollte die Kinder nicht ZU früh mit der Wahrheit konfrontieren, da sie damit einfach überfordert sind und/oder gar nichts über Drogen wissen (und auch noch nicht sollten). Befindet man sich in Substitution, reicht es m. E, von dem Substitut als Medikamt zu reden, welches man nunmal täglich nehmen muss.
Erst ab dem Eintritt in die Pubertät halte ich es für sinnvoll, den Kindern die komplette Wahrheit zu erzählen. Es gibt manche Dinge, wozu Drogen wie Sexualität gehören, mit denen Kinder in ihrer Kindheit wirklich noch nicht in Berührung kommen brauchen. Sobald sie aber eine gewisse geistige Reife haben (und wenn möglich bevor das Thema in der Schule durchgenommen wird), würde ich meine Kinder über meine Vergangenheit und Sucht aufklären.
Und natürlich in Folge dessen über Drogen im Allgemeinen. Sachlich und wahrheitsgemäß, ohne irgendeine Verteuflung, Mystifizierung oder Heroisierung. Verhindern wird man wohl eh nicht viel. Die Entscheidung liegt ja immer noch bei dem Kind.
Nun ja. Schwieriges Thema imo. Vor allem schwer, über "richtig" und "falsch" zu urteilen. Zum Glück habe ich damit noch ein bisschen Zeit, verdränge ich also diese Gedanken auf in 15 Jahren. Wink

@Maria:
Ist jetzt zwar stark Offtopic, aber mich würde mal interessieren, wie sich deine Schizophrenie bei dir äußert? Ich verbinde damit irgendwie immer (fälschlicherweise?) eine dissoziative Identitätsstörung - liegt die bei dir auch vor? Ich frage aus reiner Wissbegierde, aber es tut mir leid, wenn ich dir in irgendeiner Weise zu nahe trete.
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Maria
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.09.2009
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Sienna hat Folgendes geschrieben:
@Maria:
Ist jetzt zwar stark Offtopic, aber mich würde mal interessieren, wie sich deine Schizophrenie bei dir äußert? Ich verbinde damit irgendwie immer (fälschlicherweise?) eine dissoziative Identitätsstörung - liegt die bei dir auch vor? Ich frage aus reiner Wissbegierde, aber es tut mir leid, wenn ich dir in irgendeiner Weise zu nahe trete.

Hier ein link http://www.aufrecht.net/utu/psychose.html
So genau erkenne ich keine Unterschiede zwischen Dissotiation und Schizophrenie. Ursache ist auf jeden Fall die Kindheitstraumatisierung bei familiärer Disposition.
Eigentlich dissoziieren wir alle, im Kleinen. Wenn wir zum Beispiel Fahrrad fahren, und in Gedanken versinken.
Bei einer akuten Schizophrenie erlebe ich Flaschbacks, akustische Halluzinationen und optische, und Paranoia.
Eine Psychose entsteht über einen jahrelangen bio-chemischen Mangel im Gehirn. Irgendwann gehen die Filter auf, das Gehirn drückt auf die Gaspedale, und man wird überschüttet von Reizen, Reizüberflutung, der absolute Stress.

Zu dem anderen, was Du geschrieben hast: Ist schon richtig, dass man Kinder nicht überfordern sollte. Man sollte aber auch nichts verheimlichen, denn Kinder haben feine Antennen, und man kann mit Tabus manchmal ebenso viel Schaden anrichten. Ehrlichkeit ist wichtig, und dieses sollte kindgerecht verpackt werden. Ist sehr schwierig, wie ich finde, da einen guten Mittelweg zu finden, aber nicht unmöglich.
Ich erzähle meinem Kind, dass ich krank sei, und dass sie keine Schuld hat wegen meiner Krankheit. Das entlastet sie. Sie atmet dann richtig auf. Denn sie bekommt schon mit, fühlt mit, dass irgendetwas nicht stimmig ist. Und um sie nicht zu belasten, versuche ich ihr wenigstens das Schuldgefühl zu nehmen.
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Maria
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.09.2009
Beiträge: 287

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, der beste Schutz vor Sucht ist viel Liebe.
Seine Kinder bedingungslos zu lieben, zu achten, zu trösten. Sie zu verstehen, auffzufangen, ihnen Geborgenheit und Halt zu geben.
Es anders zu machen, als man es selbst erlebt hat. Da zu sein, zuzuhören, Wärme zu spenden.
An sich selbst zu arbeiten, zu reflektieren, Fehler zuzugeben, Mensch zu sein.
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michaela
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal an alle ein dickes DANKESCHÖN! Ich bin wirklich froh, bis jetzt nur ehrlich und ernstgemeinte Antworten zu bekommen, von Menschen, die sich wirklich Gedanken machen und nicht einfach hier herein schneien, um meine Fehler zu korrigieren oder mit der "Selbst-Schuld-Keule" zu schwingen, nach dem Motto: "was kriegt ihr schwachen ungewaschenen drogenabhängigen Hartz IV-Empfänger auch noch Kinder!" -

Ich habe auch immer geglaubt, genug Liebe und Vertrauen wäre der Schlüssel zum Glück. Aber offensichtlich hat das allein nicht gereicht. Das Problem heute ist viel mehr, dass mein Sohn argumentiert, dass ich es doch auch geschafft hätte, einen Weg zu finden aus der Sucht heraus zu kommen und er doch schließlich nur Alkohol und THC ausprobieren würde und kein Heroin.
Es ist sehr schwer, da logisch und vernünftig mit ihm zu argumentieren. In erster Linie ist es seine Freundin, die ein Drogen- und Alkoholproblem hat: sexueller Missbrauch in der Kindheit, eine schwierige Familie, sozialer Brennpunkt, etc. Mein Sohn hat da eher eine Art Helfersyndrom und versucht, sie "auf den rechten Weg" zu bringen.
Letztlich mache ich mir da den Vorwurf, dass er quasi nachlebt, was er selbst erlebt hat. Nachdem ich mich von seinem Vater getrennt hatte, fühlte er wohl eine Art Verantwortung für mich als "Mann im Haus" und erlebte mich mit meinen Stimmungsschwankungen sicherlich viel intensiver, als ich es mir damals eingestanden habe.
Er wiederholt mit seiner Freundin quasi die damalige Beziehung zu mir und das macht mir sehr zu schaffen. Natürlich weiß ich, dass Vorwürfe an mich selbst da auch nichts bringen und ich ihm weiter vertrauen muss, dass er weiß, wann er aufhören muss und das er erkennt, wenn die Sache aus den Fugen gerät.

Er kann seine Freundin nicht retten und das sieht er nicht ein! Ich bin nun dabei, ihn in Richtung Therapie bzw. Paargespräche zu bewegen, obwohl es im Grunde genommen sie wäre, die eine Therapie machen müsste. Natürlich hätte ich es am liebsten, er würde sich von ihr trennen, aber es ist natürlich so, dass er um so mehr an ihr hängt, je mehr er spürt, dass mir diese Beziehung ein Dorn im Auge ist.
Ich fühle mich da manchmal sehr hilflos. Als hätten all die Bemühungen über die Jahre, der Ausstieg aus der Sucht, die Versuche, ihn nie spüren und wissen zu lassen, was wirklich mit mir los ist, überhaupt nichts bewirkt. Und das macht mir natürlich Angst, wie einigen von Euch ja auch.

Wie alt sind Eure Kinder? Haben Eure schon Beziehungen? Wie offen redet Ihr da miteinander? Habt Ihr das Gefühl, dass Eure Kinder Euch akzeptieren und vor allem respektieren? Wie geht Ihr mit der Angst vor der Zukunft Eurer Kinder um?

LG - Michaela
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Rote Zora
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2010 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich lese aufmerksam mit Cool .
Habe selbst 2 Kids die aber noch zu jung sind.Die Große ist 9 und die Kurze 2 . Ich habe mich schon oft mit dem Thema beschäftigt, und auch schon was hier in den Threads dazu geschrieben!
Hmm...*grübel*...,is schon was länger her,wenn ich Zeit habe,suche ich die Posts mal raus,dann brauch ich nicht alles nochmal schreiben Wink

lg Zora
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michaela
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hey!

Ich habe mir gestern noch mal lange die Artikel zur Epigenetik durchgelesen, die Maria verlinkt hat und das macht die Sache natürlich auch nicht gerade besser.
Wenn es tatsächlich so ist, dass bestimme Gene an- bzw. ausgeschaltet werden DURCH die Erlebnisse und Trauma der Mütter/Eltern und dies dann natürlich auch an die Enkel weitervererbt würde, macht das nicht wirklich Mut.
Studien an Ratten haben letztlich beweisen, dass depressive Mütter auch ihre Kinder depressiv machen und sich dies auch genetisch nachweisen lässt.
Nun kann man entgegen wirken mit Medikamenten oder auch Therapien, aber letztlich stellt sich mir die Frage, warum ich das alles habe sein lassen:
die Drogen, die Zigaretten, den Alkohol. Ich habe in der Schwangerschaft gelebt wie ein Mönch! Genutzt hat es wohl am Ende nichts, wenn es schon vorher durch mein Gene bestimmt war.

Ich finde diese Thesen wirklich interessant und dies würde auch erklären, warum sich manche Ereignisse durch Generationen hinweg ziehen. In meiner Familie war es immer sexueller Missbrauch und eine gewisse emotionale Kälte aller weiblichen Mitglieder. (schon meine Uroma wurde im Krieg vergewaltigt.)
Ich habe geglaubt, diesen Kreislauf unterbrechen zu können, als ich einen Sohn bekam. Tatsächlich scheint er eher eine Mini-Ausgabe von mir selber zu sein.

Ich habe eine gute Freundin, die auch mal meine Therapeutin war: Kirstin. Sie ist Psychologin und arbeitet in der Sucht- und Drogenhilfe. Als ihre Tochter 15 war, erzählte sie mir, dass sie anfing sich zu schneiden. Sie war da genauso hilflos, obwohl sie doch eigentlich "vom Fach" ist. Das ist schon zum Mäuse melken!

Mein Sohn ist leider überhaupt nicht mehr zugängig für Argumente. Für ihn zählt momentan einzig und allein seine Freundin. Gut, die Schul läuft noch nebenher. Aber alle Hobbys wie Musik machen und Freunde sind derzeit auf Eis gelegt. Das hat letztlich auch schon einen sehr süchtigen Charakter.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Maria hat Folgendes geschrieben:

So genau erkenne ich keine Unterschiede zwischen Dissotiation und Schizophrenie. Ursache ist auf jeden Fall die Kindheitstraumatisierung bei familiärer Disposition.

Ich meinte eigentlich im Besonderen eine dissoziative Identitätsstörung. (multiple Persönlichkeiten ausbilden) Wikipedia meint, das eine hätte nichts mit dem anderen zu tun.
Zitat:
Schizophrenie hat mit einer Persönlichkeitsspaltung nichts zu tun - dennoch ist dieser Irrtum laut einer Studie weit verbreitet.

Damit wäre das ja geklärt.
Hat mich nur mal interessiert, was eine Betroffene dazu sagt. Finde das Thema äußerst interessant, daher meine Frage.


Maria hat Folgendes geschrieben:
Zu dem anderen, was Du geschrieben hast: Ist schon richtig, dass man Kinder nicht überfordern sollte. Man sollte aber auch nichts verheimlichen, denn Kinder haben feine Antennen, und man kann mit Tabus manchmal ebenso viel Schaden anrichten. Ehrlichkeit ist wichtig, und dieses sollte kindgerecht verpackt werden. Ist sehr schwierig, wie ich finde, da einen guten Mittelweg zu finden, aber nicht unmöglich.

Da stimm ich dir zu: Man muss es dem Kind nur kindgerecht beibringen. Mit Begriffen wie "Sucht", "Heroin", "Substitution" etc. wird ein kleines Kind recht wenig anfangen können und auch sollen.
Dass Mama krank ist und seine Medizin benötigt, ist meiner Meinung noch die beste Variante, es zu erzählen. Natürlich würde ich auch nie vor dem Kind konsumieren, egal um welche Droge es sich handelt.
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Maria hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, der beste Schutz vor Sucht ist viel Liebe.
Seine Kinder bedingungslos zu lieben, zu achten, zu trösten. Sie zu verstehen, auffzufangen, ihnen Geborgenheit und Halt zu geben.
Es anders zu machen, als man es selbst erlebt hat. Da zu sein, zuzuhören, Wärme zu spenden.
An sich selbst zu arbeiten, zu reflektieren, Fehler zuzugeben, Mensch zu sein.


Hmm, JA einerseits.
Ich finde aber, dass das alleine nicht reicht.
Meiner Meinung kommt eine Sucht nicht immer von familiären Problemen. Ich weiß, dass du anderer Meinung bist.
Ich kann nur von mir (und einigen mir bekannten Fällen) sprechen, die eine tolle Kindheit und Familie im Allgemeinen hatte bzw. hat.
Trotzdem wurde ich abhängig.
Man kann seine Kinder immer nur in ihrem Handeln beeinflussen, nicht aber ihre Entscheidungen treffen. Wenn sie sich bewusst für Drogen entscheiden - warum auch immer, sei es Neugier, Abenteuerlust - hat es doch nicht gleich etwas mit der Erziehung und dem Elternhaus zu tun.
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Gela
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Anmeldungsdatum: 19.04.2010
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sienna,find ich super,das Du keine Kinder hast.Man könnte Deine Kinder vor Deinen Augen missbrauchen,und Du würdest nicht einschreiten,weil "WARUM SOLLTE JEMAND SOWAS TUN?"Und abgesehen von Deinem Geisteszustand und wie super Du Dich in der Welt der Schizophrenie auskennst,das sagt echt eine Menge über Dich aus.Eine wahre Meisterin---------IM WEGSEHEN_______ws ich nicht will,das ist auch nicht da.Las das man lieber mit den Kindern-----auch nicht in 15 Jahren Evil or Very Mad
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin eher Siennas Meinung. Es gibt genug Beispiele von Geschwistern, die in derselben Familie unter denselben Bedingungen aufgewachsen sind und einer wird süchtig, der andere nicht. In manch einem Menschen steckt es vielleicht einfach drin, da kann auch das beste Elternhaus nichts verhindern.

Davon abgesehen: Was bedeutet schon "gutes" Elternhaus? Manchmal passen Eltern und Kinder von ihrer Persönlichkeit und ihren Veranlagungen her einfach nicht zusammen. Die Eltern tun das Richtige, nur eben nicht für IHR Kind im Speziellen.

Gegen Marias Anspruch, Kinder mit größtmöglicher Liebe, Geborgenheit, Menschlichkeit etc. großzuziehen, ist natürlich nichts zu sagen, das sollte selbstverständlich sein.

GELA, Dein Post ist unsachlich und unkonstruktiv.
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2010 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Gela hat Folgendes geschrieben:
Hallo Sienna,find ich super,das Du keine Kinder hast.Man könnte Deine Kinder vor Deinen Augen missbrauchen,und Du würdest nicht einschreiten,weil "WARUM SOLLTE JEMAND SOWAS TUN?"Und abgesehen von Deinem Geisteszustand und wie super Du Dich in der Welt der Schizophrenie auskennst,das sagt echt eine Menge über Dich aus.Eine wahre Meisterin---------IM WEGSEHEN_______ws ich nicht will,das ist auch nicht da.Las das man lieber mit den Kindern-----auch nicht in 15 Jahren Evil or Very Mad


Haha?
Soll ich jetzt darüber lachen, oder verwechselst du mich mit jemandem?!
Aus welchem Beitrag von mir schließst du solche Behauptungen? Würde mich wirklich mal interessieren!
Deinen ganzen Text versteht kein Mensch, nun ja, sagt auch viel über dich aus, was? Rolling Eyes
Du willst mir unterstellen, ich sei schizophren, weil ich mich für das Thema interessiere? Selten so gelacht. Warum bin ich eine Meisterin im Wegsehen?
Laughing Oh man, merkst du überhaupt, was für ein sinnloses Geschwafel du hier ablässt? Bist du auf Drogen oder was?
Nächstes Mal bitte denken und begründet mir Dinge unterstellen, ansonsten wirkst du schlichtweg lächerlich, Schätzchen.
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