Das Hirn/der Körper erinnert sich doch immer?

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Hydra
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2010 22:49    Titel: Das Hirn/der Körper erinnert sich doch immer? Antworten mit Zitat

Halo an Alle,

Leider war in der Titelzeile nicht genübend Platz, um meine Frage besser zu formulieren.

Wenn man mal voll auf H war, und lange Zeit dem ganzen abgesprochen hat, dann aber doch wieder rückfällig wird, dauert es doch nur kurze Zeit, bis man wieder auf der vollen Dosierung ist, oder?

Oder angenommen, man war lange Zeit voll drauf, hat dann aber Jahrzehnte lang komplett aufgehört u. würde dann irgendwann im Alter mal auf Morphium angewiesen sein. Kann dieses dann noch normal wirken oder wäre dieses dann auch nur noch in einer sehr hohen Dosierung hilfreich, bzw. gar nicht mehr?

Ich selber mußte bei Tramdol schon erkennen, daß man die Dosis steigern muß. Habe nach einer langen Pause nun Tramadolor long 50 mg retard bekommen. Damit kann ich kaum etwas anfangen.
Auch bei Alkohol habe ich festgestellt, wenn 1 Jahr aufhört u. dann wieder trinkt, dauert es nicht lange u. man verträgt die gleiche Menge, wie zuvor.

Meine Hauptfrage ist: Gibt es für Menschen, die lange Zeit voll auf H (oder Fentanyl...) waren, danach aber davon Abstand nahmen, im Alter/Notfall überhaupt noch eine wirkungsvolle Schmerzbehandlung?

Sehr freuen würde ich mich über eine Antwort u. bedanke mich schon mal.

Liebe Grüße von

Hydra
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sugar_basel
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2010 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ja klar erinnert sich das Gehirn immer, DENN eine Sucht bleibt ein LEBENLANG! wer einmal Süchtig war in seinem Leben, egal mit welcher Substanz der wird für immer Gefahr laufen wieder süchtig zu werden und vor allem mit dem was er früher konsumiert hat, egal wie lange es her ist wenn jemand z.B. mal Medikamenten abhängig war und dann wieder Medikamente nimmt nach langer Zeit, würde er viel schneller wieder abhängig werden oder auch mit anderen Suchtmitteln wie jemand der nicht süchtig ist/war der Körper nimmt es viel schneller wieder an und braucht wieder die alte Dosis, sozusagen als wäre man nie clean gewesen. So kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich eine längere Pause hatte und danach wieder konsumiert habe, hat es keine drei Tage gedauert und ich war wieder auf meiner alten Dosis.

Also natürlich bringt es was auch die Menschen mit solchen Medikamenten zu behandeln, vor allem wenn die Person schon lange clean ist, man sollte es einfach nicht zu lange machen und die die schon abhängig sind denke ich können auch mit anderen Medikamenten behandel werdent und es wird anders Dosiert um keine wechselwirkungen zu riskieren, nicht umsonst muss man beim Arzt angeben ob und welche Drogen oder Medikamente man konsumiert.

LG sugar
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2010 23:29    Titel: Re: Das Hirn/der Körper erinnert sich doch immer? Antworten mit Zitat

Hallo Hydra,
Hydra hat Folgendes geschrieben:

Meine Hauptfrage ist: Gibt es für Menschen, die lange Zeit voll auf H (oder Fentanyl...) waren, danach aber davon Abstand nahmen, im Alter/Notfall überhaupt noch eine wirkungsvolle Schmerzbehandlung?


Sicher können Menschen, die davon abhängig waren, im Alter noch damit therapiert werden. Mal ehrlich, ob man nun im hohen Alter opioidabhängig ist oder nicht, spielt dann auch keine große Rolle mehr, oder? Man bekommt die Medikamente ja eh en mass verschrieben.
Oder willst du jetzt darauf hinaus, ob die Medikamente noch wirken werden?
Auch das kann ich bejahen. Ganz so schnell kommt man bei Opiaten nicht auf seine alte Dosis. Das ist nicht wie beim Alkohol, wo du nach einem Schluck sofort wieder abhängig bist. Außerdem, Toleranz hin oder her, bis ins Unermessliche kann die Dosis auch nicht steigen.
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Hydra
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2010 01:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sienna,

vielen Dank für Deine Antwort.
Stimmt, im Alter geht es dann wohl primär um die Schmerzbekämpfung, nicht um eine Abhängigkeit.
Mir ging nur darum, ob die Medikamente dann überhaupt noch wirksam sein würden.

Nun wirft sich mir die Frage auf, was ist noch möglich, wenn einem hochgradig von H (oder von einem vergleichbar legalem Schmerzmittel) abhängigem Menschen eine ganz schmerzhafte Erkrankung oder ein Unfall zustoßen würde, dann wäre doch die Schmerzausschaltung fast unmöglich, oder?

Sorry, ich frage immer so viel.
Ich kann mich nur ganz lieb bedanken u. hoffe, daß mir das keiner übel nimmt.

Ganz liebe Grüße von

Hydra
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2010 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Warum sollte die Schmerzbekämpfung unmöglich sein? In hohen Dosen wirken Opiate ja trotzdem noch schmerzbekämpfend, auch wenn es den Junkies primär um den Rausch geht. Auch bei H kann die Toleranz nicht ins Unendliche steigen, da man irgendwann nah an seine letale Dosis kommt und der Rausch dann nicht mehr erstrebenswert ist.

Vielleicht konnte ich dir damit etwas helfen.
Mach dir keine Gedanken um dein Fragestellen, Wissbegier ist nichts, was einem übel genommen werden sollte. Wink

Grüße
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Hydra
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 05.10.2009
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2010 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

@sugar-basel:
Dir ganz lieben Dank für Dein Antwort.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß man auch nach einer längeren Pause ganz schnell wieder auf die alte Dosis zurückfällt.


@Sienna:
Auch Dir mal wieder ganz lieben Dank für Deine Geduld, mir zu antworten.
Deine Antwort hat mir schon sehr viel weiter geholfen.

Opiate können ja ein Segen für schwer kranke Menschen sein,
dagegen ein Fluch für Menschen, die es falsch verwendet haben.

Nochmals vielen Dank
und ganz liebe Grüße
von Hydra


Hydra
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Gregory
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2010 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Schwelle, für die Schmerzlindernde Wirkung der Opioide, liegt unterhalb der, der Rauschwirk.-induzierenden Dosis. Wenn man jetzt also schon ein paar Jahre clean ist, kann man trotzdem gut, wenn auch evtl. etwas höher dosiert, mit Opioiden Schmerzmitteln behandelt werden.
Die Dosis - Disziplin muß dabei natürlich eingehalten werden.
Wenn man noch drauf ist! (bspw. auf Heroin) dann wird eben solange aufdosiert (bspw. mit Hydromorphon oder Fentanyl, u.U. sogar L-Metha) bis eine ausreichende Schmerzlinderung erreicht wird.
In der Dauer - Schmerztherapie wird meist sowieso mit anderen Medikamenten (Co-Analgetika oder AD's) kombiniert.
Also keine Panik, Schmerzen können trotzdem gelindert werden. Vieleicht sogar mit unterstützenden Maßnahmen abseits der Pharmakologischen Wink
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