Warum will kein Abhängiger die Wahrheit hören?

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soulwoman
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2010 22:24    Titel: Warum will kein Abhängiger die Wahrheit hören? Antworten mit Zitat

klar ist es verletzlich wenn man die wahrheit hört aber man sollte auch nachdenken und das ist der punkt,das tun einige nicht.die meisten denken dann:"die hat was gegen uns!"nein ist nicht so,sonst wäre ich nicht hier und würde nicht schreiben.da kann man mal sehen wer logisch denkt und wer nicht! wisst ihr wie krass es für mich war als ich zu mir kam?ich habe damals geritzt weil ich die wahrheit nicht hören wollte.ich war sehr schwach aber nach ner bestimmten zeit wird man stark und man kann sagen:"Mensch bin ich stolz auf mich!" das war mir sehr wichtig.ich war auch mal so dass ich gesagt habe:"ihr habt doch alle keine ahnung wie schwer es ist!" wenn man etwas änfängt,kann man es auch beenden! warum kann man keine einsicht haben als konsumer?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2010 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Es will dann keiner die Wahrheit hören, wenn es die subjektive Wahrheit einer Person ist, die von der Richtigkeit ihrer Erkenntnisse überzeugt ist und diese als allgemeingültig für den Rest der Menschheit ansieht. Es gibt so viele Wahrheiten wie Köpfe. Du kannst Deine persönliche Wahrheit nicht auf all Deine Mitmenschen übertragen wollen!

Einsicht und Nachdenken - von logischem Denken ganz zu schweigen - kann man nicht einfordern. Das sind Leistungen, die der Mensch aus eigenem Antrieb erbringen muss und jeder braucht dafür unterschiedlich lange.

Gedankenanstöße sind aber jederzeit willkommen und ich beglückwünsche Dich dazu, dass Du Deine persönliche Wahrheit anscheinend gefunden hast.
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GRAUE EMINENZ
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 16.06.2010
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2010 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Soulwomen.

Ich denke weil die Wahrheit oft sehr weh tut ! Die meisten nehmen einem das dann auch richtig übel,und sind Dir noch dankbar für eine Lüge!

Liebe Grüsse
Die Graue Eminenz
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M3V4L0T1
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 22. Jun 2010 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Die objektive, alles überschauende Wahrheit ist nur Soulwoman bekannt. Seit dankbar, dass sie sie uns mitteilt.

(das war Ironie)

btw gibt es viele Süchtige, die sich ihrer Lage durchaus bewusst sind und nicht leugnen, süchtig zu sein.
Aber natürlich MÜSSEN die Leute einsichtig werden, Buße tun, sich schämen...für ihre Sucht... Rolling Eyes
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Kassiopeja
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 22. Jun 2010 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ja, so ist es mit der Sucht...Wir sind dazu verdammt, uns für unsere Krankheit zu schämen. Unsere Gesellschaft betrachtet Sucht leider (meistens jedenfalls) nicht als Krankheit sondern als "Charakterschwäche".- Das find´ich schon krass, ehrlich gesagt.- Wer schämt sich denn für eine Blinddarmentzündung oder Diabetes ect. ? Gestern erst hat mir ein Arzt gesagt (brauchte mal wieder den Bereitschaftsdienst wegen Entzugsschmerzen), dass Sucht tatsächlich eine Krankheit ist und meistens auf frühkindliche Erlebnisse zurückzuführen ist. Wir können nichts dafür! Und trotzdem werden wir von vielen unserer Mitmenschen als "Abtrünnige", ja, Looser, was auch immer betrachtet und belächelt.- Man schaut auf uns herab.- Damit werden wir wohl leben müssen, denn sie kappieren es einfach nicht, leider...
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 22. Jun 2010 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hachje, da sind wir wieder! Das ewige Thema "Ist Sucht eine Krankheit und gleichzusetzen mit einem körperlichen Gebrechen"... endlos wurde hier schon darüber diskutiert und gestritten.

Gerade ist mir aber ein neuer, vielleicht passender Vergleich eingefallen:

Der Eine kriegt bloß einen Schnupfen, der Andere hingegen eine lebensbedrohliche Tumorerkrankung oder eine andere langwierige, schmerzhafte, chronische Krankheit.

Soll heißen: (Sucht)krank ist nicht gleich (Sucht)krank. Wenn ich mich mal als Vergleich nehme: Meine Sucht entspricht in etwa einer soliden Erkältung mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit, die aber nach einer Woche vorbei ist. Meine Sucht war/ist zu verkraften.

Ich habe erfahren worum es geht, kenne Suchtdruck und auch den körperlichen Entzug. Diese Erfahrungen haben mich aber nicht umgehauen. Ich konnte die Situation analysieren, Entscheidungen treffen und danach handeln. Daher habe ich auch keine Therapie nötig gehabt. Was dem Einen relativ leicht fällt, stellt für den Anderen eine unüberwindliche Hürde dar und das sollte allgemein akzeptiert werden.

TROTZDEM hat jeder Mensch die Wahl (und das ist der Unterschied zum körperlichen Gebrechen), ob er ein Suchtmittel einnehmen und kennenlernen möchte oder nicht. Trinken, rauchen, ziehen, schlucken oder spritzen muss man immer noch selbst, das bricht nicht einfach schicksalshaft über einen herein.

Grüße!
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Kassiopeja
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 22. Jun 2010 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß, was du meinst, veilchenfee.- Es liegt an uns, wie wir damit umgehen.- Klar, dass sich nichts von selbst spritzt, zieht, schluckt, was auch immer. Aber alles was konsumiert wurde, ist im Oberstübchen, dein Leben lang "abgespeichert". Und es ist uns ja nicht angeboren, sondern irgendetwas hat diese Sucht ausgelöst. Ich meine z.Bsp. als Kind traumatisiert, was auch immer...Gewalt, Missbrauch, Liebesentzug... jeder verarbeitetes anders.- Der eine wird zum Amokläufer, der nächste begeht Selbstmord oder wird verrückt und wieder ein anderer "beamt" sich durch die Einnahme von Drogen weg...
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Hoschi
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 24.06.2010
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 25. Jun 2010 18:49    Titel: Die wahrheit tut weh Antworten mit Zitat

aber es gibt wie Veilchenfee schon sagte solche und solche Süchtige. Ich z.B. bin Politox und ich mach kein hehl daraus weiß ich auch das ich abhängig bin und vorallem von welchen Stoffen die einsicht zu haben das ich "anders"trinken und sniefen oder teile fressen kann als andere kam mir schon relativ früh ca 1997 aber ich dachte damals ich hab es im griff weil mein leben trotzalle dem super lief. ich hab mitlerweile 3 therapien hinter mir und teste jetzt andere substanzen ich weiß sehr wohl das eine suchtverlagerung gegeben sein kann das hab ich ja schon mal durch aber ich tuh es trotzdem weil mann will es immer wieder irgendwie testen und sich beweisen ich kann mir mit 29 ni vorstellen auf alles verzichten zu müßen obwohl ich weiß das es ein Tanz auf dem Drahtseil ist was ich tuh
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muamphi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 11.06.2010
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 26. Jun 2010 20:11    Titel: politox Antworten mit Zitat

Warum will ein abhängiger nicht die wahrheit hören….. ganz einfach – seine sucht ist stärker, als alles andere, sie ist ihm peinlich und unangenehm, aber er bzw. sie will der sucht, ungestört, nachgehen! Sonst wäre es ja keine sucht…
Ein abhängiger lässt alle leute, die ihm echt gut gesinnt sind sausen, er braucht den „kick“ und irgendwann viele „kicks“….
Freundin, freund, mutter, vater, geschwister und alle die, die diese betreffende person auf sucht ansprechen, werden gemieden.

Ich habe relativ wenig ahnung, aber einen 31 jährigen sohn, der auch mal mit 15 angefangen hat zu kiffen und mir mit seinem damaligen kumpels versucht hat - zu erklären – das ist voll okay!

Die kumpels sind heute väter, berufstätig und was man sonst noch als „normal“ bezeichnet.

Mein sohn war ein absolut liebenswerter mensch und äußerst guter sportler, davon ist wenig geblieben.

Lest in meinen anderen threats nach, er hat ein paar tage vor seiner prüfung einen auflösungsvertrag unterschrieben, lebt seit dem von harz IV, bzw. heute wieder bei seinen eltern, zwischendurch hat er (vor jahren) gelegentlich bei gebäudeabbruch und reinigungsfirma gearbeitet – irre - aber auch nur für den konsum!

Über beziehungen hat er kürzlich ein paar tage bei einer firma gearbeitet, ist mit seinen
drogen einfach überfordert. … er sagt amphitamin, ich denke, allen dreck, was er eben haben kann.

Gerne würde ich euch mal ein paar fotos von meinem sohn schicken, wie ein abhängiger so ist und sich mehr und mehr zum clown macht und, vergleichsweise, wie er mal war. Habe ich aber nicht, ich habe selbst angst vor seinen wahnvorstellungen, er hat bei ca 190 cm noch ein gewicht von 90 kg – ist ok – aber der kopf…. depressiv – kennt ihr…verfolgungswahn auch ? oder eine antwort auf eine tägliche frage dauert von berlin bis hamburg…..?

Heute sind wir co-abhängig, das wünsche ich meinem schlimmsten feind nicht!

Lg muamphi
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Leanakey
Anfänger


Anmeldungsdatum: 04.07.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 4. Jul 2010 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallo erstmal an alle! bin zum ersten mal hier und mir gefällts richig gut hier.ich bin 24 jahre alt und hatte bis davor eigentlich ein unbeschwertes leben bis zum 18 februar der tag hat alles verändert,hab mir die volle dröhnung speed gegeben ,anfangs war alles in ordnung,bis die nacht kam wo ich eigentlich schlafen gehen wollte.ich hatte richtig heftiges herzrasen und bekam übelste panikattacken,ich dachte ich sterbe ich konnte nicht mehr ich dachte gleich ist es vorbei !ich rief den notarzt weil ich nicht mehr klar kam,sowas hatte ich noch nie erlebt,ich mache bis zum heutigen tag die hölle durch,habe sofort aufgehört mit den drogen und bin seit mehr als vier monaten clean .so gross ist die angst davor das es wieder passiert,ich kann euch nur sagen,lasst bitte die finger davon,ich dachte anfangs ach mir passiert sowas nie,aber falsch gedacht,war in einer entzugsklinik gewesen 2 wochen habe in dieser zeit echt schlimmes durchgemacht ,angszustände bis heute noch,schlafprobleme,zittern und das schlimmstew war es das gefühl zu haben nie mehr aufzuwachen! bis heute kämpfe ich dagegen das es endlich wieder besser wird nur es dauert halt seine zeit ,und die alte bin ich längst nicht mehr,nur aufgeben werde ich niemals und drogen nehmen erst recht nicht mehr,viele grüsse leana
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