soll ich mein lebenslauf teilen?

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pretender
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2013 00:58    Titel: soll ich mein lebenslauf teilen? Antworten mit Zitat

Hi,

ich bin neu hier und finde dass dieses Forum fuer mich ideal ist.

Meine Frage:
Ich bin mittlerweile 38 Jahre alt und war fast 10 Jahre Heroinsuechtig. (Von meinem 18 - 28 Lebensjahr. Nun bin ich 10 Jahre absolut clean. Bin ausgewandert und habe einen kalten Entzug gemacht, darueber will ich spaeter sprechen. Meine Idee: Ich habe vor ein Buch ueber mein Leben zu schreiben. Da ich auf alle Details ueber meine Vergangenheit erzaehlen moechte und alles ueber mein damaliges Leben und meiner Umgebung, sowie meinem Freundeskreis schreiben will, bin ich mir nicht sicher ob ich alles preis geben soll. Aber vielleicht kann ich mit meinen Erfahrungen jemandem helfen und dann waere es schon ein Erfolg ...

Natuerlich werden alle Namen aus der Szene veraendert und dass ein pers. Schutz gewaehrleistet werden kann.

Wass meint Ihr? Ist dass ein gefaehrliches Thema in die Oeffentlichkeit zu gehen, als ehemaliger Junkie, Dieb, Raueber, Mafiamitglied... usw...

Wie denkt Ihr darueber? Soll ich meine Mitmenschen informieren oder lieber sein lassen?

Danke fuer jede Antwort.
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Nehell
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2013 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pretender,

kommt eben drauf an, in was für Dinge du verwickelt warst als du
in diesen Kreisen gesteckt hast. Gut wäre halt wenn du dich vorher
darüber informierst ob auch alles verjährt ist und du nicht mehr
im nach hinein irgendwie von Polizei oder Mafiosis
belangt werden kannst.
Prinzipiell finde ich deine Idee mit dem Buch gut und fände
es auch eine Bereicherung wenn du es veröffentlichst.
Aber es soll dir ja keine Schwierigkeiten machen.
Dafür gibt es ja auch andere Möglichkeiten z.B. indem du
dein Erlebtes auf eine dritte imaginäre Person überträgst und
von ihr als Erzähler berichtest.
Oder das Buch im Eigenverlag heraus bringst, denn du weißt
ja auch nicht wenn du als Lektor und Verlagsdirektor bekommst,
wenn du dichan einen Verlag wendest und ob der auch
wirklich vertrauenswürdig ist und sich nicht heimlich mit
irgendwelchen Reportern trifft,
die eine gute Story in dir als Autor wittern könnten...
Das sind eben so die möglichen Unvorhergesehenheiten und
möglichen Nachwirkungen einer Veröffentlichung
die man kennen und deren Risiken man nach Möglichkeit schon
vorher ausbügeln sollte...
Aber falls du im Nicht-EU-Ausland lebst, ist es ohnehin leichter so
ein Buch für den deutschsprachigen Raum zu veröffentlichen,
ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

LG

Nehell
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Nehell
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2013 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist noch was eingefallen:
Wenn du das Buch veröffentlichst, veröffentliche es auf jeden Fall
unter Pseudonym und wenn möglich im Eigenverlag wo du alles selbst
Korrektur liest und über alles die Kontrolle hast und nur die
Druckerei beauftragst und sonst niemand dazwischen wie einen
Lektor, Agenten, Verlagsdirektor.
Viele Lektoren kürzen auch gerne das Manuskript des Buches
nach eigenem Gutdünken und so können aussagekräftige
Stellen einfach verschwinden oder den Gesamteindruck schmälern.
Deshalb ist es besser wenn man alles im Eigenverlag macht.

Viel Erfolg

Nehell
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Kullerbunt
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.05.2012
Beiträge: 778

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2013 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Nehell hat Folgendes geschrieben:
Viele Lektoren kürzen auch gerne das Manuskript des Buches
nach eigenem Gutdünken und so können aussagekräftige
Stellen einfach verschwinden oder den Gesamteindruck schmälern.
Deshalb ist es besser wenn man alles im Eigenverlag macht.


Arbeite selbst in einem Verlag und nach gutdünken wird nun wirklich nicht gekürzt. Das hat schon Gründe, manchmal ist es einfach der Platz. Und mit dem Autor wird das alles besprochen. Du ahnst gar nicht, wie kompliziert manche Autoren sind und nicht begreifen, warum nicht alles nach ihren Wünschen umsetzbar ist.
"Eigenverlage" boomen gerade. Self-Publishing geht ja übers I-Net prima, amazon bitet das zum Beispiel an. Da wird ein Buch idR erst gedruckt, wenn auch wirklich eins bestellt wurde (print on demand). Die Lieferzeit ist so zwar länger, aber für den Autor ist es bezahlbar. Selbst in Vorkasse für zB 100 Bücher zu gehen ist nicht billig. Außerdem übernimmt ein profisioneller Verlag das Marketing, alle Rechtlichen Angelegenheiten (zB Blidrechte), den Satz, die Covergestaltung, haben connections zu Druckerein. Wenn man wirklich ernsthaft ein Buch veröffentlichen möchte, das auch gelesen wird, dann rate ich vom Self-Publishing eher ab. Aber erstmal nen Verlag zu finden ist auch schwierig.
Vielleicht wäre für den Threadstarter ja ein Blog eher was?!
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pretender
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 3. Okt 2013 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich bin momentan dabei mein Script abzuschliessen. Habe einen Verlag gefunden mit dem ich eine zufriedenstellende Vereinbarung schliessen konnte. Melde mich sobald ich Neuigkeiten habe.

Herzlichen Dank für die Infos.
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Kullerbunt
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.05.2012
Beiträge: 778

BeitragVerfasst am: 4. Okt 2013 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

das klingt super pretender. sicher magst/darst du ja noch nicht verraten, mit welchem verlag du in verhandlungen bist. aber mich würde es schon interessieren, ob es ein großer verlag ist oder einer ein underground-ding?!
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Nehell
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 723

BeitragVerfasst am: 4. Okt 2013 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kullerbunt,

ich habe selbst vor Jahren ein Buch raus gebracht, allerdings in einem
kleinen Verlag und mit einem speziellen Thema über Sinti und Roma.
Als ich mit dem Lektor das Buch durch ging wollte er gerade die
aussagekräftigsten Stellen streichen und das führte zwischen uns
schnell zu Antipathie und Missstimmung.
Mit so einem intellektuellen Besserwisser werde ich mich jedenfalls
nicht noch mal an einen Tisch setzen. Wenn ich eine Fortsetzung
schreiben sollte, dann wird die im Eigenverlag erscheinen.

LG

Nehell
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Kullerbunt
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.05.2012
Beiträge: 778

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2013 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

naja...bei einem wissenschaftlichen Buch ist es für den Lektor eh schwerer, weil ihm ja im Gegensatz zum Autor das Fachwissen felt. Aber nur weil er ein Idiot war, sind ja nicht alle Verlagsmitarbeiter so. Das klingt bei dir zu, oder so verstehe ich es.
Zumal man beim Self-Publishing vielleicht als Autor 100% seine Ideen umsetzt, aber eben auch die Arbeit machen muss, die einem der Verlag abnimmt.

Ach shit, nehme das gerad bissel persönlich, merkste ja
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Nehell
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 723

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2013 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kulli

ja, da gebe ich dir recht, der Lektor war wohl verunsichert und wollte es
möglichst so gestalten, das es allgemeinkonform gut ankommt, aber das
sollte es gar nicht. Ich will auf gar keinen Fall Lektoren an sich schlecht
machen,nur damals in meiner Situation war das eine unglückliche Verbindung.
Ich hatte auch viele Erwartungen in das Buch rein gesetzt und wusste
auch gar nicht wie man ein Buch veröffentlicht und habe dann halt
auch ein paar Anfängerfehler gemacht.
Bitte nimms nicht persönlich, ich denke es gibt auch sehr fähige
Lektoren.

LG

Nehell
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pretender
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2013
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 9. Okt 2013 19:28    Titel: Antwort zu User - Kullerbunt Antworten mit Zitat

Kullerbunt hat Folgendes geschrieben:
das klingt super pretender. sicher magst/darst du ja noch nicht verraten, mit welchem verlag du in verhandlungen bist. aber mich würde es schon interessieren, ob es ein großer verlag ist oder einer ein underground-ding?!


Hallo, habe einen Freund in mein Vorhaben integriert, der als Reporter ganz gut finanziell zurecht kommt (also für Dich ein bekannter Verlag, jedoch lass mir noch ein wenig Zeit um alles Preis zu geben. Vielleich mal über Mail und nur privat.) Daher hab ich ihn gebeten, da er die Branche kennt, dass er sich etwas umschaut. Von Ihm kam auch die Idee dass ich erstmal ein Skript schreiben soll und dann sehen wir weiter. So kam alles eigentlich zu schnell für mich Smile aber ich arbeite fast Tag und Nacht daran.

Habe Ihm auch die momentanen Fortschritte gezeigt und er ist begeistert. Jedoch ermahnte er mich dass ich zu viel Einzelheiten erwähne. Jedoch bin ich nicht der selben Meinung. Denn die Einzelheiten sind die spannenden Höhepunkte eines jeden Kapitels. (Denke ich... oder meine Schreibweise verlangt es..). Ich gebe keine (Original-) Namen oder Orte bekannt, jedoch jemand der diese Szene kennt, könnte sich der Handlung entsprechend, wieder erkennen.

Wie weit soll ich gehen?

Ich am Liebsten würde so weit wie Möglich gehen... da es ja ein provozierndes und vorallem sehr abschreckendes Buch für Jugendliche werden soll. (Oder liege ich da mit meiner Meinung falsch?)

Bitte um Hilfe Ihr Lieben...
Bin über jede Meinung und Hilfestellung seeehr dankbar.

Danke sehr
Pretender
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