Beziehung noch zu retten oder Freitod wählen?

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Kassiopeja
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2010 19:29    Titel: Beziehung noch zu retten oder Freitod wählen? Antworten mit Zitat

Vor 2 Wochen haben ich meinen Freund besucht, wir führen seit ca. 6 Monaten eine Fernbeziehung. Ich hatte euch um eure Hilfe gebeten, als er mich, während er arbeiten musste, bei seiner Mutter abgeben wollte und bekam sie auch von euch.- Nochmal recht herzlichen Dank an alle.- So, als ich bei ihm war dachte ich der Fairness wegen, müsste ich ihn auch mal über meine über meine Sucht einweihen und erzählte ihm von meinem Medikamentenmissbrauch. Er sagte dazu, es ist ok, wenn es vorbei ist und ich nun clean bin. Nun hab ich aber noch am Tag meiner Anreise, als ich zu ihm gefahren bin, einen Rückfall verbockt.- Hab mich ja so über ihn geärgert, als er mir sagte, dass er mich zu seiner Mutter bringen will, dass ich am Flughafen noch (obwohl ich den ganzen Tag Zeit gehabt hätte, Rezepte zu besorgen) einen Rückfall hatte, bin in die Apotheke und habe die Apothekerin gebeten beim Doc anzurufen, damit er die Abgabe für ein Codeinpräparat "absegnet", das tat sie auch und ich war überglücklich, das Zeug zu haben. Hab´s natürlich gleich eingeworfen und am nächsten und übernächsten Tag wieder in die Apotheken am "Urlaubsort", wurde dort auch großzügig "versorgt", da ich ja dort keinen Arzt kenne. Nun ist es wieder soweit...Seit Mitte letzter Woche wieder Schmerzen in den Beinen, Tramadol genommen, bin den ganzen Tag nur am heulen, meine Gedanken kreisen nur um Suizid. Ich hab auch inzwischen das Gefühl, mein Freund liebt mich gar nicht. Sondern komme mir so wie eine "gute Gelegenheit" vor. Denn er hat noch nie in einer Beziehung gelebt, hatte immer nur so lockere Umgänge würde ich es mal nennen; und das mit fast 40 Jahren.- Ich weiß nicht was ich machen soll Sad Wie soll ich ihm gegenübertreten? Auf Dauer komme ich mit dieser Fernbeziehung nicht klar.- Er will oder sagen wir mal kan auch nicht zu mir ziehen, weil er noch eine kranke Mutter hat. Andererseits kann ich ohne ihn nicht...ich war schon mit 14 in ihn verknallt und dass bis heute durchgehend, obwohl ich zwischenzeitlich eine 11jährige "Ehe" hatte.- Naja, bin meinen "ehelichen Pflichten" so gut wie nie nachgekommen, da ich ja meinen Mann nicht geliebt hab, sondern nur mit ihm geschlafen habe, als der Kinderwunsch da war und mein Sohn ist mitlerweile auch schon 7 Jahre alt.- Ich hab mir so sehr eine feste Beziehung mit meiner Jugendliebe, also das ist die Fernbeziehung, die ich zur Zeit führe, gewünscht. Mir kommt es aber so vor als wenn er seiner Sache sicher ist, nach dem Motto "die wird mir schon nicht davonlaufen, denn sie wollte mich ja schon vor 20 Jahren".- So wie er seine Prioritäten setzt, weiß ich auch welchen Rang ich bei ihm eingenommen habe, nämlich so ziemlich den letzten. Erst kommt die Mutter, dann sein Hobby und wenn dann nichts weiter ansteht vielleicht ich irgendwann mal.- Es ist zum Kotzen. Soll ich ihn vor die Wahl stellen, entweder zu mir ziehen (samt seiner Mutter) oder die Beziehung beenden, was ich nicht durchstehen würde, jedenfalls nicht ohne psychiatrische Betreuung oder Selbstmord.- Könnt ihr mir helfen?
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HateorLove
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 123

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2010 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Also jemanden vor die Wahl stellen ist immer keine SO gute Idee. Dann fühlt sich das gegenüber gegen die Wand gedrückt und das ist psychologisch gesehen, immer eine sehr schlechte Ausgangslage für GEspräche.

Wenn du meinst, es ist wirklich der richtige Weg den Freitod zu wählen, gerade in Anbetracht deines Sohnes, denke ich mal, dass du dich umgehend in psychatrische Betreuung oder Therapeuten begeben solltest, weil so ist das ja kein Zustand, alleine deines Kindes wegen.

Ich glaube ( und das denke ich schon seit deinem Kinderwunschposting), dass du dich selber da in etwas ganz schön verrannt hast und nun mit aller Gewalt versuchst ein *normales* Leben herbeizuführen. Glaubst du denn, da man nun ja seine Prioritäten kennt, wirklich ihn mit einem Kind an dich binden zu können?
Meinst du nicht, dein Rückfall, war ein Schrei nach Aufmerksamkeit, bleib hier, lass mich nicht alleine, ich bin so hilflos ohne dich?

Nimm mir meine Sätze nicht böse und versuche einfach mal darüber nachzudenken, vielleicht hilft es dir ja einen Schritt in eine andere Richtung. Selbstmord ist defintiv keine Lösung.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 28. Jun 2010 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kassiopeia,

Du bist im Moment nicht nur Abhängig von den Medikamenten, sondern seit geraumer Zeit auch von Deinem Freund. Indem Du diesen Rückfall gebaut hast, hat sich seine Idee, Dich bei seiner Mutter abzuliefern, als richtig und seine Befürchtungen als begründet erwiesen. Was du machen sollst? Dich zu einer eigenständigen, unabhängigen Persönlichkeit entwickeln. Dann wird Deine Jugendliebe auch weniger Angst davor haben, sich wirklich ganz und gar auf Dich einzulassen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Freund Angst davor hat, zusätzlich zu seiner kranken Mutter auch noch eine kranke Freundin zu haben. Vielleicht reicht seine Kraft im Moment nicht für Euch beide.

Ich bin jetzt seit 10 Jahren mit meinem Freund zusammen. Am Anfang wollte er keine Beziehung und sagte, ich solle nichts von ihm erwarten. Daran habe ich mich bis heute gehalten und "fahre" gut damit. Auch Dir würde ich raten, keine Erwartungen in ihn zu setzen. Wenn Du Dich rar machst und souverän agierst, bist Du begehrenswerter, als wenn Du ihm nachläufst.

Mit dem Verstand gegen große Gefühle ankämpfen zu wollen ist schwierig, das sehe ich ein. Aber es ist nicht unmöglich. Versuche an Dir zu arbeiten und fördere Dein Kind. So kannst Du Deinem Freund beweisen, dass Du als gleichwertige Partnerin für ihn in Frage kommst.

Viel Kraft und Glück dabei!
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