Eigenartige Reaktionen meiner 15 jährigen Tochter!

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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:11    Titel: Eigenartige Reaktionen meiner 15 jährigen Tochter! Antworten mit Zitat

Ich brauche dringend Hilfe!
Heute Mittag hat meine Tochter nicht sprechen können. Ihre Sprache war verwaschen und ihre Sätze ergaben keinen Sinn. Sie konnte nicht in eine Richtung schauen. Kennt das jemand?
Ich war heute mit ihr im Krankenhaus. Ein Urintest wurde gemacht aber ich warte noch auf das Ergebnis.
Bin total verunsichert, sie läßt niemanden an sich heran, kapselt sich immer mehr ab. Was soll ich tun?
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Den Rat der Ärzte befolgen. Wegen solchen Sachen fragt man nicht wildfremde, zumal du hier nicht in einem Mediziner-Forum bist. Warte das einfach ab, so schwer es auch sein mag.
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Bjelle
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Wozu gibt es dann dieses Forum? Etwa um zu erfahren wie man was nimmt? Ich dachte es gibt evtl. Leute mit ähnlichen Erfahrungen?! Ich habe heute Morgen etwas erlebt, was ich nicht einfach so hin nehmen kann. Ich hatte Angst um meine Tochter!
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst wäre es hilfreich zu wissen, was bei dem Urintest herausgekommen ist. Danach richtet sich das weitere Vorgehen. Wie reagiert Deine Tochter auf Gesprächsversuche? Es wundert mich, dass sie Dich überhaupt freiwillig ins Krankenhaus begleitet hat. Ich hätte da mit heftiger Gegenwehr gerechnet.

Dass sie sich abkapselt und niemanden mehr an sich heran lässt, halte ich in diesem Alter für normal. Suche trotzdem immer wieder das Gespräch und zeige Interesse an ihrem Leben. Ermuntere sie, ihre Freunde nach Hause mitzubringen, dann kannst Du Dir ein Bild von ihnen machen. Versuche festzustellen, wofür sie sich interessiert und was sie so macht in ihrer Freizeit.

Damit wirst Du sie zwar gewaltig nerven, aber für noch schlimmer halte ich es, wenn Du sprachlos neben ihr her lebst. Sie könnte dann auf die Idee kommen dass, wenn sich sowieso niemand für sie interessiert und keiner sie versteht, sie sich auch komplett und endgültig von der Familie distanzieren kann. Teenie- Logik halt.

Wie sind ihre schulischen Leistungen? Hat sich da schon was verändert?

Grüße!
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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Danke veilchenfee!
Ich kenne die meisten ihrer Freunde. Ich nerve sie mindestens 2-3 mal pro Woche mit Fragen. Natürlich will ich alles wissen.
Das sie mich freiwillig ins KH begleitet hat liegt daran, daß sie selbst sehr erschrocken war über das was heute Vormittag passiert ist.
In der Schule: Sie war auf dem Gymnasium und hat dort zum 2. Mal die 9. Klasse nicht geschafft. Heute hat sie uns erzählt seit wann sie kifft. Ihr Verhalten wurde jetzt auffälig. Seit einigen Wochen ist sie völlig anders und das heute hat mich echt schockiert. Das Ergebnis des Drogentests bekomme ich spätestens morgen früh um 7:15 Uhr.
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bjelle hat Folgendes geschrieben:
Wozu gibt es dann dieses Forum?


Um sich über Suchtmittel zu informieren?! Rolling Eyes Nebenher, um Erfahrungen auszutauschen, nicht aber, um Fachwissen studierter Mediziner zu übersetzen. Auch da gibt's zwar Stümper, aber es ist normalerweise ein leichtes, abzuwägen, wem man mehr glauben kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir hier Mist erzählt wird ist größer als im Krankenhaus.
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Bjelle
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Jana hat Folgendes geschrieben:
Bjelle hat Folgendes geschrieben:
Wozu gibt es dann dieses Forum?


Um sich über Suchtmittel zu informieren?! Rolling Eyes Nebenher, um Erfahrungen auszutauschen, nicht aber, um Fachwissen studierter Mediziner zu übersetzen. Auch da gibt's zwar Stümper, aber es ist normalerweise ein leichtes, abzuwägen, wem man mehr glauben kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir hier Mist erzählt wird ist größer als im Krankenhaus.


Es gibt doch hier aber vielleicht Menschen die ähnliches schon erlebt haben und die mir evtl. doch keinen Mist erzählen wollen. Will auch keine Medizinischen Diagnosen sondern einfach nur Erfahrungen anderer lesen, wie z.B. andere Eltern damit umgehen.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Dass sie selbst erschrocken war, ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Das könnte bedeuten, dass sie noch nicht alle Hemmungen verloren hat. Anscheinend habt ihr ja doch noch ganz guten Kontakt - Du kennst ihre "Leute" - das ist super. Bleib dran! (Und versuche den Schlingel zu identifizieren, der die Drogen besorgt!)

Auch ich musste das Gymnasium nach der 9. verlassen und habe es als enorme Erleichterung empfunden, diesem wahnsinnigen Leistungsdruck nicht mehr ausgesetzt zu sein. In der Realschule hatte ich dann keine Probleme mehr, mein Stolz hätte nicht zugelassen, auch dort zu versagen. Vielleicht geht es Deiner Tochter ähnlich.

Wie willst Du vorgehen, wenn das Ergebnis vorliegt? Glaubst Du, dass sie an einem ruhigen, sachlichen, ernsten Gespräch konstruktiv teilnehmen wird?
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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2010 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wir hatten heute schon sehr viel Gelegenheit zu reden. Sie hat auch in eine stationäre Therapie eingewilligt. Ich glaube sie begreift. Das Gymnasium hat sie sich selbst ausgesucht, habe nie zuviel von ihr verlangt. Sie will später sogar trotzdem ihr Abitur nachholen. Ich hoffe, es ist noch nicht alles verloren. Ich wünsche es mir nicht für mich, sondern wirklich nur für ihre Zukunft.
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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das Ergebnis. Leider war es nur ein quantitavier Test und zeigt nicht die Menge an. Cannabis und Amphetamine wurden nachgewiesen. Ich war heute schon bei einer Suchtberatungsstelle und bei unserer Hausärztin. Mein Mädchen hat der Therapie zugestimmt. Sie ist zwar noch ganz schön genervt aber es wird. Ich hoffe, daß wir das alles bald wieder hinter uns lassen können.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4060

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ich weiß nicht ... glaubst Du wirklich, dass es damit getan ist? Therapie und gut? (Auch noch stationär!)
Sie hat ja Gründe gehabt, Drogen zu nehmen. Kennst Du diese? Weißt Du, mit den Drogen ist es nicht wie mit einer sonstigen Krankheit. Sie hat ja gerade erst angefangen, die Welt der Drogen zu entdecken. Warum sollte sie jetzt damit aufhören wollen? Weil sie ein Mal ein bisschen zu früh nach Hause gegangen ist und Ärger bekommen hat?

Wenn sie es wirklich begriffen hat und aufhören möchte - um so besser, aber an Deiner Stelle würde ich sehr wachsam bleiben. Auch und gerade im Anschluss an die Therapie. Mein Gedankengang als Teenie wäre folgender gewesen: O.K., ich bin aufgeflogen,dann mache ich halt die Therapie, damit meine Mutter Ruhe gibt. Und danach - besser aufpassen und nicht mehr erwischen lassen - bzw. erst dann wieder nach Hause gehen, wenn man wieder sprechen kann.

Wobei ich nach dem bisher Gelesenen den Eindruck habe, dass Deine Tochter wesentlich weniger "hart drauf" ist, wie wir das vor fast 25 Jahren waren.

Grüße!


P.S.: Ich fände es hochinteressant, wenn sich Deine Tochter auch hier anmelden würde und wir ihre Version der Geschichte parallel lesen könnten!
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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, ich werde ein wenig falsch verstanden. Therapie und gut... nee nee, so ist das sicher nicht. Ich bin sehr wachsam, schon allein wegen meinem Bruder. Es ist ja nicht der einzige Weg den ich gehe. Ich habe heute ja auch die Suchtberatungsstelle besucht und ein langes Gespräch dort geführt. Auch kenne ich noch eine Mutter die arge Probleme mit ihrer Tochter hatte und die auch dort in der Klinik therapiert wurde. Ihr geht es heute sehr gut und sie ist auch noch sehr jung und war während der Therapie noch jünger als meine Tochter jetzt ist.
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Anmeldungsdatum: 11.07.2010
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich selbst habe auf Druck von meinen Eltern 3 Therapien gemacht,habe insgesamt 5 stationere Therapien gemacht.
2 davon abgeschlossen.
Habe den Absturz vom Gymnasium bis hin zum BVJ mitgemacht,obwohl ich in der 4. Klasse als hochbegabt eingestuft wurde und den Test fürs Gymnasium mit 1,2 bestanden habe!
War insgesamt 4,5 Jahre clean nach einer der durchzogenen Therapien.
Jetzt bin ich seit 9 Jahren mit einer sehr hohen Methadon-Dosis substituiert... Confused
Meine Mutter war sehr angagiert,war in Elternkreisen,Drogenberatungsstellen usw...Sie ist durch ihre übertriebene Fürsorge Co-Abhängig und stark Nervenkrank geworden!

Was ich Dir damit bewusst machen will,dieses Thema ist so Complex,manchmal geht´s schnurstraks den Abgrund hinunter,obwohl die Eltern meinen,jetzt schafft´s unser Kind!
Ich weis nicht,ob es Dir schon die Ärzte gesagt haben,aber Amphetamine sind Drogenmässig so ziemlich das übelste was es gibt...um einiges gefährlicher als Heroin oder Kokain...macht sowohl Körper und vor allen Dingen rasant das Hirn kaputt!

Deswegen immer abwegen und sich selbst hinterfragen,ist das,was ich hier tue das beste für mein Kind oder etwa das beste für mich...?

VlG C
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Anmeldungsdatum: 11.07.2010
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde an Deiner Stelle auf Schockwirkung setzen...
Rufe eine Entgiftungsstation im Krankenhaus an und frage sie,ob Du mit Deiner Tochter,die 15 ist und am Anfang einer Drogenkarriere steht,vorbei kommen kannst...?!
Die Patienten dort werden natürlich gefragt werden,aber es wird sich sicherlich keiner dagegenstellen,einer 15 jährigen die nackte Wahrheit zu zeigen!Einige Eltern,die ich kenne,haben damit sehr positive Erfahrungen gemacht.
Wenn sie erst einmal gesehen und gehört hat,was Drogen aus Menschen machen können,wird es vielleicht bei Ihr klick machen...
Und wenn Die Entgiftung es ablehnt,einfach die nächste anrufen und fragen...
Auf jeden Fall wünsche ich Deiner Tochter und Dir alles gute...

VlG C
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Bjelle
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 26. Jul 2010 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich heute von einigen Ärzten vor den Kopf gestoßen wurde, werde ich das wohl jetzt auch tun. Sie ist heute Abend schon ein wenig zugänglicher. Habe jetzt nicht mit ihr über das große Problem gesprochen sondern einfach nur gefragt wie es ihr geht und ob alles ok ist. Sie lächelte mich an, das war ein schönes Gefühl. Natürlich ändert es nichts an der Situation und ich gehe weiter den Weg und bleibe lieb und konsequent. Ich lasse mich nicht von ihr beirren. Ich habe ihr Schokolade mitgebracht, die macht nicht blöd im Kopf Wink.
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