Wie soll ich mich verhalten?

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SusiSorglos
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 27.07.2010
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 15:49    Titel: Wie soll ich mich verhalten? Antworten mit Zitat

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin die Mama eines seit ca 15 Jahren von Heroin abhängigen Sohnes.
Nachdem er in die Sucht geraten war, hat er es geschafft, einen Beruf zu lernen und auch, in diesem zu arbeiten.
Jedoch, wie er sagt, hat er in der ganzen Zeit mal mehr mal weniger konsumiert. Genaues kann ich dazu nicht sagen, weil er mit mir über diese Dinge eigentlich nicht spricht und ich nur über Dritte etwas erfahre.

Seit Mai ist er arbeitslos und total versumpft. Soviel ich weiß, nimmt er Heroin, Kokain, Alkohol. Es ist für mich sehr schlimm, diesen Abstieg mit anzusehen, aber noch schlimmer finde ich, dass er nun offenbar unter Wahnvorstellungen leidet.
Er hat den Eindruck, dass er von Würmern befallen ist, die unter seiner Haut sitzen und ihn sozusagen von innen auffressen. Er hat sich an mich gewandt, damit ich ihm helfe, nachdem er selbst schon einige Ärzte konsultiert hat - er war sogar schon bei einem Tropeninstitut. Er zeigt mir Muttermale und kleine Hautveränderungen, sagt, es seien Wurmeier oder Würmer und versucht dann mit einer Nadel den Wurm herauszuholen. Ich bin echt am Ende. Ich habe ihm gesagt, dass er eine Psychose hat. Doch das empfindet er als Beleidigung und kann es nicht annehmen.

Die Drogenberatung hat mir geraten, ihn abzuweisen und den Kontakt auf 1x pro Woche zu beschränken. Doch das geht nicht so einfach. Soll ich mein Kind wegschicken, wenn es mich um Hilfe bittet und auch offensichtlich Hilfe braucht?! Er geht doch komplett unter!
Wie kann Hilfe für ihn aussehen?

Ich habe mich schon viel mit Co-Abhängigkeit beschäftigt und auch versucht, nicht in diese zu geraten. Aber das geht echt über meine Kräfte.
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Seit 15 Jahren abhängig? Ich gehe mal ganz nüchtern davon aus, dass er mindestens 30 ist, wenn er seit 15 Jahren abhängig ist. Dein Sohn ist kein kleines Kind mehr, das du erziehen musst. Das ist vorbei. Jetzt ist er ein drogenabhängiger Arbeitsloser und er hat die Konsequenzen seines Drogenkonsums zu spüren bekommen. Vielleicht hast du als Mutter das meiste richtig gemacht, und das ist alles auf seinem eigenen Mist gewachsen, vielleicht hast du bei der Erziehung Fehler gemacht - ändert nur nichts.

Mir ist nicht genau klar, was du nun von uns willst? Einen Rat, wie du dich verhalten solltest, in meinen Augen, habe ich. Schreibe ihn ab. So schwer es auch sein mag. "Sohn" ist kein anderes Wort für einen Menschen, den du dein Leben lang vor sich selbst schützen musst. Er kann sich genau so als ein fauler Sack ohne Perspektive erweisen, wie die Söhne anderer Mütter, die dich vielleicht nerven. Und wie gesagt, vielleicht hast du nichts falsch gemacht. Die wenigsten Brandstifter werden von Mama und Papa dazu animiert worden sein.
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marisa85
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Also ich glaube nicht, dass sie hier eine Frage stellt, um lesen zu können, dass ihr Sohn ein arbeitsloser Drogenabhängiger ist und somit in deinen Augen ein fauler Nichtstuer. Dass er arbeitslos ist, weiß sie selbst, dass er drogenabhängig ist, ebenfalls.
Und den Rat, dass sie ihn abschreiben soll, ist ja wohl nicht Ernst?! Ich hab ja schon so einiges fieses von dir gelesen, aber jetzt bin ich echt 100% sicher, dass du völlig gefühllos bist!
Eine Mutter kann ihr Kind nicht einfach so abschreiben, egal, wieviel Mist es gebaut hat. Es ist und bleibt ihr Kind! Und auch dann, wenn das Kind schon 30 ist. Oder 40, oder 50...spielt keine Rolle, für eine Mutter wird ihr Kind immer ihr Kind sein.
Ach und nebenbei glaub ich nicht, dass es ihr hilft, wenn ihr hier noch gesagt wird, dass sie eventuell Schuld ist, weil sie Fehler gemacht hat.

@SusiSorglos: Natürlich ist es schwer, den Kontakt auf ein Mal pro Woche zu verringern, aber im Moment ist es auch für dich das beste. Wenn du komplett in die Co-Abhängigkeit abdriftest, kannst du deinem Sohn nur noch weniger helfen können. Deshalb ist es wichtig, dass du auch an dich denkst, auch für das Wohl deines Sohnes.
Wenn dein Sohn sich schon an sämtliche Ärzte wendet, weil er denkt, er sei von Würmern befallen, wäre es eventuell möglich, ihn dazuzubringen, in ein Krankenhaus zu gehen. Klinik für psychische Erkr., wo er gleichzeitig auf Substi umgestellt werden kann und erstmal in guten Händen ist. Ihn dazu zukriegen kann zwar schwer werden, aber vielleicht hilft seine Wahnvorstellung dabei, dass er sich stationär behandeln lässt.
Er kann dort eine Ersatzdroge bekommen und gleichzeitig behandelt werden, in seinen Augen der Wurmbefall. Vielleicht kannst du ihm das -evtl. mithilfe der Drogenberatung- vorschlagen?
Oder auch mithilfe von evtl. anderen Familienmitgliedern...Vater, Geschwister?
Ist vielleicht ne blöde Idee, aber das fiel mir eben so spontan ein.
LG Marisa
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Jana
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist nicht Aufgabe der Eltern, ein Kind bis zu dessen Lebensende durchzufüttern. Traurig, wenn ein Kind behindert zur Welt kommt, hier reden wir aber von einem Menschen, der seinen eigenen Weg gehen muss.

Ich streite gar nicht ab, das so etwas sehr schwer ist. Bekannte meiner Eltern bspw. haben einen Sohn, der im Knast war. Der ist bei denen das schwarze Schaf, man spricht eben nicht gern darüber, die Familie lehnt inzwischen auch jede Hilfe ab - warum auch Jahre lang Zeit und Geld verschwenden, es gibt Dinge, die sind aussichtslos. Nicht immer ist der beste Weg auch der perfekte Weg zum Glück. Kompromisse eingehen. Abstriche machen. Die geringeren übel in Kauf nehmen.

Wer tatsächlich mal unverschuldet in Not gerät, sollte sich freuen und dankbar sein, eine starke Familie im Rücken zu haben, aber das hier ist vergebene Liebesmüh. Irgendwo läuft das Fass auch mal über.
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Cappu
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2009
Beiträge: 483

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Die Psychose wird schlimmer werden und dann landet er automatisch irgendwann in einer Klinik. Also brauchst du einfach nur abwarten, falls du ihn nicht dazu bewegen kannst sich helfen zu lassen.
Mehr kannst du nicht tun.
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SusiSorglos
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 27.07.2010
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

@Jana
Ja, mein Sohn ist über 30, ja, er ist ein arbeitsloser Drogenabhängiger.
Aber er ist noch vieles mehr als das. Meiner Ansicht nach ist jeder Mensch wertvoll. Du, ich und auch mein Sohn.

@marisa85
Ich hab ihm schon meine Unterstützung zugesagt, falls er sich für eine Entgiftung entscheidet. Das lehnt er aber momentan ab.
Das Problem ist, er hält den Wurmbefall für die unverrückbare Wahrheit und versteht überhaupt nicht, warum ihn niemand Ernst nimmt. Er sieht den Zusammenhang zwischen seinem Drogenkonsum und den Wahnvorstellungen nicht. Er ist keinen Argumenten zugänglich, will nur, dass er endlich gegen die Würmer behandelt wird. Es hat ein gemeinsames Gespräch mit allen Familienmitgliedern (2 Geschwister und wir Eltern) gegeben Das hat ihn nicht beeindruckt.
Aber trotzdem vielen Dank für deine Meinung. Ja, ich denke, es wird das Beste sein, mich nicht mehr so viel einspannen zu lassen.

@cappu
Wie kann er automatisch in einer Klinik landen? Da braucht er doch eine Einweisung? Er spricht mit niemandem sonst über seine Würmer. Würde gerne einfach nur abwarten und glauben, dass er automatisch in eine Klinik kommt.
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Jana
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

@SusiSorglos: Wie definierst du denn "wertvoll"? Bei arbeitsunfähigen/-unwilligen Menschen kann ich keinen "Wert" erkennen, genau so wenig wie bei jugendlichen Unruhe-Stiftern. Ich persönlich toleriere nicht alles, was ich sehe.
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marisa85
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

@Jana: Es geht nicht nur ums durchfüttern, es geht vor allem um Hilfe! Ich kann mir trotz deiner vielen kalten Beiträge nicht vorstellen, dass du, wenn du ein Kind hättest, es in so einer Situation hängen lassen könntest. Und wenn doch, ist es mir schier unverständlich, wie jemand so kalt sein kann.
Selbst wenn Dinge noch so aussichtslos erscheinen, eine Mutter glaubt an ihr Kind und genau das ist etwas, was schon eine große Hilfe sein kann.
Wenn man weiß, dass jemand trotz allem hinter einem steht, ist das mehr wert als jedes Geld der Welt.
Und es ist sicherlich kein Kompromiss, jemanden einfach hängen zu lassen.

@SusiSorglos: Ja, dass er sich vor einer reinen Entgiftung sträubt, hab ich mir schon aufgrund deines anfänglichen Beitrag gedacht. Ich dachte eher daran, ihm eine stationäre Wurmbefallbehandlung vorzuschlagen, um ihm zunächst zu zeigen, dass er ernstgenommen wird. Um ihn in eine psychiatrische Klinik zu bekommen, könnte man den Vorwand nehmen, dass er nur dort auch sein Ersatzmittel bekommen würde, damit er nicht unter Entzugserscheinungen leiden muss, während der Behandlung. Wenn das Personal ihn dort ernstnimmt, könnte das eventuell ein erster Schritt sein. Ich weiß, das ist etwas weit hergeholt und es erscheint vielleicht etwas hinterlistig, aber ich sehe es als eine erste Möglichkeit. Zum einen könnte ihm so das Gefühl gegeben, ernst genommen zu werden und zum zweiten hättest du zunächst mal etwas Zeit zum Entspannen, da du ihn vorerst in Sicherheit weißt.
Anders wüsste ich nicht, wie ihm geholfen werden könnte, da diese Wahnvorstellung ihm einfach die Sicht wegnimmt. Für ihn ist es einfach da, es zählt kein Warum und Weshalb, er fühlt nur Panik, dass er zerfressen wird. Und da hinterzukommen, kann meiner Meinung nach zunächst nur mit einer Notlüge geschehen.
Ich weiß, dass es eine verrückte Idee ist, aber vielleicht kannst du es so schaffen. Mithilfe von Drobs und eventuell dem Arzt deines/seines Vertrauens.

LG Marisa
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="marisa85"]
Wenn man weiß, dass jemand trotz allem hinter einem steht, ist das mehr wert als jedes Geld der Welt.

Wenn jemand das nicht anerkennt, dann ist das gar nichts wert. Ich opfere mich nicht für undankbare asoziale auf, um es mal so zu sagen. Ich bin zwar nicht Maßstab für jeden, aber das nur als Anregung.

marisa85 hat Folgendes geschrieben:
Und es ist sicherlich kein Kompromiss, jemanden einfach hängen zu lassen.


"Einfach" hängen lassen? Ersetz' das doch einmal durch "Nach Jahre langer Erfahrung sich selbst überlassen". Grauenhaft, wie hier das vorsätzliche Zerschießen der Birne noch als Kavaliersdelikt abgetan wird. Mir persönlich wird schlecht, wenn ich Berechnungen sehe, wie viel uns Steuerzahler die Hartz IV-Empfänger und deren Kinder kosten. Da würde es mich erst recht grausen, so etwas auch noch aktiv durch mein Geld unmittelbar zu fördern.
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marisa85
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du das nicht tust, ok. Deshalb muss das aber noch lange nicht richtig sein und es muss erst recht nicht jeder so handeln wie du. Wenn das so wäre, wäre dieses Land noch "ärmer" (nicht im materiellen Sinne natürlich) als es ohnehin schon ist.

Ich wünsche dir, dass du irgendwann mal in eine Situation kommst, in der du Hilfe benötigst. Vielleicht kannst du dann besser nachvollziehen, dass es viel Wert ist, Hilfe zu bekommen. Und zwar egal für wen und von wem. Jeder Mensch ist wertvoll und hat deshalb auch das Recht auf Hilfe!
Außerdem hab ich nix von aktiv mit Geld fördern geschrieben, Hilfe kann auch ohne Geld geschehen. Aber wie es schon oft zu lesen war von dir, entweder driekt oder aber zwischen den Zeilen, ist Geld für dich alles. Doch leider, liebe Jana, ist nicht alles käuflich...
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

marisa85 hat Folgendes geschrieben:


Ich wünsche dir, dass du irgendwann mal in eine Situation kommst, in der du Hilfe benötigst.


Warum so gehässig?

marisa85 hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht kannst du dann besser nachvollziehen, dass es viel Wert ist, Hilfe zu bekommen.


Ich helfe vielen Leuten und bin froh, wenn ich auch Hilfe bekomme. Eine Hand wäscht die andere. Im Fall unseres Muster-Beispiels ist es aber dann eher ein unterwürfiges Arsch Abputzen.

marisa85 hat Folgendes geschrieben:
Jeder Mensch ist wertvoll und hat deshalb auch das Recht auf Hilfe!


Auch Mörder und Vergewaltiger? Sehe ich das richtig?

marisa85 hat Folgendes geschrieben:
Außerdem hab ich nix von aktiv mit Geld fördern geschrieben, Hilfe kann auch ohne Geld geschehen.


Wer logisch denken kann, wird 1 und 1 zusammenzählen können - es läuft zwangsläufig darauf hinaus, dass dieser jemand Geld benötigen und dann auch verlangen wird. Klar ist mir Geld wichtig. Dir nicht? Ist der Kühlschrank bei dir automatisch voll, erstattet man Dir deine Miete oder lebst du gar im Wald? Meine Hochachtung.

marisa85 hat Folgendes geschrieben:
Aber wie es schon oft zu lesen war von dir, entweder driekt oder aber zwischen den Zeilen, ist Geld für dich alles.


Unverschämte und dreiste Behauptung, die du nicht stützen können wirst.

Trotzdem schönen Abend, scheinst ja ein netter Mensch zu sein Smile

Jana
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SusiSorglos
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 27.07.2010
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

@Jana
Ok, ich versuche deine Frage zu beantworten.

Für mich ist der Wert eines Menschen gleichzusetzen mit seiner Menschenwürde. Von daher ist der Wert eines Menschen gar nicht in Frage zu stellen. Denn die Menschenwürde ist unantastbar, wie es schon im Grundgesetz steht.

Was das Thema Toleranz angeht, da unterscheide ich zwischen dem Menschen an sich und seinem Verhalten.

Ein Verhalten kann abzulehnen sein, aber nicht der Mensch. Jeder Mensch hat aufgrund seiner Würde verdient mit Achtung und Respekt behandelt zu werden.

Nehmen wir das Beispiel Drogengebrauch, worum es ja in diesem Forum hier geht.
Ich lehne ich das Verhalten "Drogengebrauch" ab und heiße es nicht gut. Trotzdem halte ich drogengebrauchende Menschen für wertvoll, bringe ihnen Respekt und Achtung entgegen.
Es ist eine Grundeinstellung, respektvollen Umgang miteinander zu haben und sein Gegenüber zu schätzen.

Oftmals ist es ja auch so, dass man sich selbst größer fühlt, wenn man andere klein macht und als wertlos bezeichnet.
Vielleicht brauchst du einfach mal ein bißchen Lob für deine tolle Leistung? Das kann ich dir gern geben: schön, dass du so strebsam und fleißig bist.

@marisa85
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Mal sehen, wie es weiter geht.
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sugar_basel
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich finde den Wert eines Menschen festzulegen ist jetzt ein sehr komplexes Thema und geht schon in den Philosophie Bereich...

Wie auch immer ich finde das ist jetzt alles Ansichtssache, natürlich könnte man deinen Sohn als totalen Vollversager sehen, der mit 30 bei seiner Mutter wohnt und im Leben noch nichts erreicht hat, aber wer weiß vielleicht so an sich hat er ja ein ganz netten Charakter und ist ein ganz netter Mensch wenn er nicht grad auf Drogen ist.

Das mit dem aufkratzen kommt vom Kokain, ich kenne viele die das gleiche gemacht haben und auch dachten sie hätten Käfer unter der Haut oder irgendwelche Pickel und müssten das jetzt aufkratzen, das ist furchtbar und die Leute sehen echt schlimm danach aus, wenn das ganze Gesicht blutig aufgekratzt ist.

Eine Entgiftung wäre meiner Meinung nach wohl auch das beste für ihn, klar solltest du ihm das Gefühl geben immer hinter ihm zu stehen bis zu einer Gewissen Grenze, wenn man von vorn bis hinten nur, ich sag jetzt mal beschissen wird, dann hat es auch keinen Wert, weil so geht es weder ihm noch dir besser damit, viele Menschen lernen erst etwas zu schätzen wenn es nicht mehr da ist, vielleicht braucht er die Erfahrung wie es mal ist richtig tief zu sinken und wer weiß vielleicht wird er von selbst wieder zurück zu dir kommen.

LG sugar
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Cappu
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2009
Beiträge: 483

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Man landet zum Beispiel automatisch da, wenn man für sich selbst eine Gefahr darstellt und z.b. in der Öffentlichkeit auffällt. (randalieren etc.)
Oder aber man wird durch die Polizei eingewiesen falls hier Konflikte entstehen - oder aber er wird noch weitere Wege zu Ärzten suchen.

Du kannst auch versuchen ihn einweisen zu lassen wenn er sich selbst dauernd verletzt.
Über kurz oder lang wird er nicht mit der Psychose leben können und sich Hilfe holen. Es ist eher unwahrscheinlich dass er nie in die Situation gerät dass ein Arzt mal genauer hinschaut, vor allem nicht wenn er unter Wahnvorstellungen leidet was zu weiteren "Ausbrüchen" führen kann.
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marisa85
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 13.12.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 27. Jul 2010 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Da man mit dir nicht vernünftig diskutieren kann und du ohnehin auf deine Meinung bestehst, nur noch soviel:
1. Ich bin nicht gehässig, ich sage nur meine Meinung, was in diesem Land ja schleißlich erlaubt ist. Und diese Meinung ist eben, dass jemand, der in seinem Leben noch nie auf Hilfe angewiesen war und auf hilfebedürftige nur von oben herabsieht (und diese oft genug auch beleidigt), irgendwann mal selbst auf Hilfe angewiesen sein sollte.
2. Ich kann nicht viel dazu sagen, da ich dich (zum Glück) nicht persönlich kenne, aber hier im Forum scheinst du alles andere als hilfsbereit zu sein. Was ich hier schon für Klopse von dir gelesen hab, da wird mir schlecht. Vor allem von dem, was man zwischen deinen Zeilen lesen kann.

3. Hier geht es nicht um Mörder und Vergewaltiger, hier geht es um das Thema dieses Forums. Und das sind nun mal Süchtige, egal ob Drogen oder nicht stoffgebunden.

4. Nicht immer, ich kann auch jemandem helfen, indem ich ihm zuhöre, ihn ernst nehme und für ihn da bin. Indem ich eine Freundin bin, Freundschaft hat nichts mit Geld zutun. Und ja, es läuft nicht immer auf Geld geben hinaus. Zumindest nach meiner Erfahrung.

5. Natürlich ist Geld wichtig, aber es ist mir nicht wichtiger als nicht materielle Werte, die dir eben nicht sehr wichtig sind. Dafür aber materielle Werte umso mehr, wie man oft genug lesen konnte.
Und ich kann mich glücklicherweise ernähren, ohne wer weiß wieviel Geld zu benötigen, indem ich koche und backe und dazu viel aus dem Garten nutze.

6. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich mindestens zwei solcher Beiträge finden, weil ich noch genau weiß, sowas mal vor längerer Zeit gelesen zu haben. Auch und gerade zwischen den Zeilen. Aber diese Zeit hab ich leider nicht, da es Wichtigeres gibt.

7. Danke, ja, ich bin ein netter Mensch Smile vielleicht zu nett für diese Welt...

@Susi: Bitte, wünsche dir bzw. euch alles Gute!

So und nun gute Nacht an alle...
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