Brauche drigend Rat bei einer 76 jährigen alk/oxy abhängigen

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Mr.Niceguy
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 20:46    Titel: Brauche drigend Rat bei einer 76 jährigen alk/oxy abhängigen Antworten mit Zitat

In meiner Verzweiflung u. gnadenlosen Unwissenheit wende ich mich hier an Euch in der Hoffnung das hier der Eine oder Andere mir ein bissl helfen kann.
Da ich selber nur rel. geringe Drogenerfahrung habe, habe wie die meisten halt ne Zeitlang recht heftig gekifft u. ab u. an mal ne Nase Pep gezogen um gut arbeiten zu können u. evtl. zum feiern. Seid ca. 10 Jahren aber nichts mehr.

Jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen, ich habe vor 10 tagen meine 76 jährige Mutter ins hiesige Krankenhaus gebracht zur Behandlung eines essentiellen Tremors u. Abklärung einer evtl. vorliegenden Alkoholabhängigkeit.

Zur Vorgeschichte: Meine Mutter gibt sich seit ca. 4 Jahren in schöner Regelmässigkeit ca. 1 Flasche Wein pro Abend u. ab u. an noch ein bissl anderes (Bier, Schnaps, Ametriptilin, Benzos). Ab u. an bin ich dort angekommen u. Sie war dermassen dicht das sie in die Wohnung urinierte u. nicht mehr klar zu verstehen war bzw. absolut nuschelte. Bei einer ihrer Eskapaden verletzte sie sich durch einen Sturz dermassen das sie einen Beckenbruch davon trug. Ins Krankenhaus gebracht diagnostizierte man zuerst eine schwere Steißbeinprellung u. gab ihr morgens u. abends je 10mg Oxycodon + Novalgin + irgendwelche Injektionen in den Rücken als Therapie. Nach 14 Tagen wurde sie nach Hause entlassen mit weiterhin 10-0-10mg Oxycodon + Metamizol 3x 40Tr. Zuhause wurden die Schmerzen jedoch nach kurzer Zeit wieder schlimmer, wir gaben ihr dann 10-10-10 Oxy u. etwas mehr Metamizol/Novamin. Es wurde auch jetzt nicht besser also zurück mit ihr ins Krankenhaus, hier sagte man uns das für die Schmerzen meiner Mutter wohl eher der Alkoholentzug verantwortlich wäre u. man wolle sie da behalten u. es abklären sowie den Tremor behandeln. Wir liessen sie da, u. man begann eine Medikation mit 20-20-20 Oxy da das abklären Alk scheinbar in Vergessenheit geriet, meine Mutter reagierte völlig apathisch auf die Medikation u. war nach 3 Tagen nicht mehr ansprechbar sondern völlig weg im Kopf. Die Ärzte konnten es sich nicht erklären u. setzten das Oxy sofort ab. Ihr Zustand klarte auf u. Sie wurde wieder wach, nur ist sie seit diesem Zeitpunkt völlig panne im Kopf, sie redet nur noch wirres Zeugs, sieht Käfer aus der Wand kommen, Schreit willkürlich um Hilfe, Sie ist absolut nicht mehr zurechnungsfähig, sieht Leute die nicht da sind, es ist der reinste Horrorfilm. Ich habe eine völlig klare Frau da abgeliefert u. die haben mir einen Zombie aus meiner Mutter gemacht. Weiß evtl. einer hier ob es möglich ist nach 3 Monaten Oxycodon u. einer rel. geringen Menge dermassene Hallus zu schieben ? Oder haben die ihr evtl. irgendwas anderes gegeben u. versuchen das nur auf das Oxy zu schieben-?
Evtl. kann mir einer etwas dazu sagen der schon mal einen Oxy oder Alk- Entzug hinter sich hat, wie verhält sich das? Geht das wieder weg, ist das ein Delirium, was versteht man eigentlich genau unter Delirium ...
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*Cherimoya*
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
oh mann, dass ließt sich wirklich grauenhaft...
kann dir leider überhaupt nicht weiterhelfen, da ich keine Erfahrungen mit Alkohol oder diesen Tabletten habe...

Ich war ein paar mal mit "Alkies" zusammen auf einer Entgiftungsstation, einer wurde dann mal mit einem Delirium eingeliefert... er hat in den Ecken der Räume immer Gesichter ohne Körper gesehen *grusel*... er bekam auch irgendwelche Tabletten und nach 3 Tagen gefesselt an ein Bett, durfte er aufstehen um eine zu rauchen, dabei konnte man auch normal mit ihm reden... ich habe nicht mitbekommen, dass er diesen "Schreckenszustand" noch einmal hatte, während ich da war jedenfalls nicht...

ließ dir mal dies durch:
http://www.suchtmittel.de/info/alkoholsucht/000297.php

Wünsche dir weiterhin viel Kraft und
Alles Gute
*Cherimoya*
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Mr.Niceguy
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

sie ist auch ans Bett fixiert, ab u. an kann man sich auch mal recht normal mit ihr unterhalten, dann weiß sie wo sie ist, sie kann einem normale Antworten geben u. kurze Zeit später gehts wieder los, nur dauert es jetzt schon länger als 3-4 Tage wie bei deinem Beschriebenen Delirium Patienten, ich hoffe echt die haben ihr nicht Irgendwas gegeben das ihr dermassen auf die Birne gegangen ist das sie einfach nicht mehr runter kommt.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ab u. an bin ich dort angekommen u. Sie war dermassen dicht das sie in die Wohnung urinierte u. nicht mehr klar zu verstehen war bzw. absolut nuschelte.


Zitat:
Ich habe eine völlig klare Frau da abgeliefert u. die haben mir einen Zombie aus meiner Mutter gemacht.



Hallo,
es ist schrecklich, wenn man so etwas mit ansehen muss und Du hast mein volles Mitgefühl.
Zu Deinem Beitrag fällt mir einiges ein. Zunächst mal hast Du, wenn ich Deinen Text richtig interpretiere, eben keine völlig klare Frau da abgeliefert, sondern eine ältere Frau, die sich seit 4 Jahren systematisch das Hirn duch Alkohol und Medikamente zerstört hat. Schon ein wesentlich jüngerer Mensch hätte da Probleme.
Womöglich überschneiden sich hier aber auch mehrere Dinge. Kann es sein, dass Deine Mutter an einer alterstypischen Demenz bzw. am Korsakow-Syndrom leidet? Erste Anzeichen hiervon könnten übersehen worden sein, weil sie ja sehr viel getrunken hat. Womöglich war die beginnende Demenz auch Ursache ihres heftigen Alkoholkonsums?


Dann:

Wie kann es sein, dass jemand nach einem Beckenbruch schon nach 14 Tagen wieder nach Hause entlassen wird? Ich meine, ein BECKENBRUCH! ist doch irrsinnig schmerzhaft und verheilt bei einem so alten Menschen nicht innerhalb von 14 Tagen, oder doch? Mit so einer Verletzung ist Rundum-Betreuung angesagt, einkaufen, kochen, Wäsche, Putzen ... völlig unmöglich.

Inwieweit eine Entzugsproblematik hinter der Verwirrtheit Deiner Mutter steckt, kann ich nicht so recht beurteilen. Allerdings kannte ich einen Schwerst-Alkoholiker, den ich während seines Entzuges öfter mal gesehen habe (weil er aus der (Normal- nicht Entzugs-) Klinik ausgebüxt ist, um bei mir einen zu kiffen) und der hatte keine Hallus. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall (gewesen), das Oxycodon langsam auszuschleichen.

Ich wünsche Euch, dass der Zustand Deiner Mutter sich doch noch bessert, ich würde auf jeden Fall versuchen, sie körperlich und geistig in Bewegung zu halten. Rein gefühlsmäßig habe ich aber keine große Hoffnung, dass sie ihre ursprüngliche Klarheit noch mal erreicht.

Denk mal an Harald Juhnke - den hat es irgendwann auch erwischt - und das ist nicht reversibel, sollte es sich darum handeln.

Grüße!
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Mr.Niceguy
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie kann es sein, dass jemand nach einem Beckenbruch schon nach 14 Tagen wieder nach Hause entlassen wird?


Ja, ist echt ein Witz, sie hat zuhause geweint vor schmerzen, die haben ihr schon unterstellt das sie die schmerzen simulieren würde, erst bei der 2. Vorstellung im Krankenhaus hat man in Betracht gezogen auch das Becken mal zu röntgen u. ein MRT zu machen...

Zitat:
Rein gefühlsmäßig habe ich aber keine große Hoffnung, dass sie ihre ursprüngliche Klarheit noch mal erreicht.


Ich hoffe doch sehr das du da falsch liegst, was mir Hoffnung gibt ist das meine Mutter während der Oxy Medikation völlig ohne Alkohol ausgekommen ist u. das für einen Zeitraum von knapp 3 Monaten, ich weiß natürlich nicht in wiefern das Oxy den Alkohol ersetzt.
Sie war wirklich völlig klar im Kopf als ich sie im Krankenhaus abgeliefert hatte.
Ich werde jetzt noch bis Montag warten falls sich bis dahin nicht entscheidendes an ihrem Zustand geändert haben sollte werde ich sie nach Aachen in die Uniklinik verlegen lassen.

Man hat ihr gestern Hirnwasser aus dem Rücken abgenommen der behandelnde Arzt möchte eine Hirnentzündung ausschliessen, ich halte das für unnötige quälerei da sämtliche Blutwerte nicht auf eine solche Entzündung schliessen liessen.
Das Krankenhaus ist mir eh viel zu unheimlich, einen Tag kam ich an u. man hatte vergessen meine Mutter zu fixieren, sie lag der länge lang in ihrem Zimmer, keine Ahnung wie lange...
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vergaß: Mit 2 Korsakow-Leuten habe ich Erfahrung, ich betreue sie medizinisch. Beides Männer, seit vielen Jahren bettlägrig, ca. 10 Jahre älter als Deine Mutter, Dauerkatheter.

Bei dem einen läuft die Kommunikation folgendermaßen:
    Ich betrete den Raum, der Mann sieht mich, er spricht seine Ehefrau an:
    "Mutti, wer ist das?"
    Pause.
    "MUTTI, WER IST DAS, WAS MACHT DIE FRAU DA?"

    Die Ehefrau antwortet:
    "Die Frau wechselt Deinen Katheter, sonst bekommst Du eine Infektion und musst ins Krankenhaus".
    Schweigen.
    Ich beginne an ihm zu arbeiten, er schreit und beginnt um sich zu schlagen: "Hör auf! Mutti, MUTTI, WER IST DAS?"

    und so weiter.

    Der andere Korsakow-Mann sagt viel weniger, wehrt sich aber auch und schreit, obwohl er scheinbar normal im Bett liegt, fern sieht und sich Kekse in den Mund steckt. Nur ein einziges Mal in Jahren gab er eine sinnvolle Antwort auf etwas, das ich zu ihm sagte.

In diesem Zustand können die Leute noch sehr lange Zeit am Leben bleiben. Es ist ein Trauerspiel. Ich habe eine Elends-Angst, dass mein Vater eines Tages auch so im Bett liegt. Er säuft nach eigenen Angaben, seit er 14 ist. Allerdings habe ich ihm mehrere sehr deutliche Ansagen gemacht und ihm einen baldigen Umzug ins Pflegeheim prophezeit. Seitdem hat er gottseidank ein paar Gänge runtergeschaltet und lebt einen brauchbaren Kompromiss.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Warte mal, mir ist da noch was eingefallen: Ist bei Deiner Mutter eigentlich eine Hirnblutung ausgeschlossen worden? Meine Mutter hatte eine Hirnblutung und starb nach 5 Wochen. Während dieser 5 Wochen Klinikzeit redete sie wirr fiel auch aus dem Bett, hatte aber auch völlig klare Momente.
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*Cherimoya*
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
habe ich das richtig verstanden, dass du schon seit einer ganzen Weile ein ungutes Gefühl hast, dass deine Mutter in diesem Krankenhaus liegt?
Wenn sie deiner Mutter dort unterstellen zu lügen (einfach respektlos Älteren gegenüber! Solange es um Schmerzen geht, können sie das selbst bei Demenz noch super einordnen und beschreiben) und sie "auf Entzug" nach Hause schicken, oder sie sogar einfach mal eben "vergessen" zu fixieren und dadurch liegt sie eventuell seit Stunden auf dem Boden... warum bist du dann nicht schon längst mit ihr in ein neues Krankenhaus gefahren, bzw. hast einen "Umtransport" beantragt oder organisiert?

Wenn ich auf Arbeit (Altenpflege) einfach mal jemanden vergessen würde, und der jenige trägt einen Schaden davon, dann wäre ich bestimmt meinen Job los?!
Hast du dich wenigstens beschwert oder hast du das einfach über dich/ sie ergehen lassen?

Ich rate dir, das mal einem Facharzt zu erzählen, was mit deiner Mom los ist, oder du bringst sie wirklich am Montag in eine Uniklinik (wäre sofort meine Wahl gewesen), denn eine Zweite Meinung von einem Facharzt sollte man sich bei soetwas immer einholen!

Auch denke ich, dass die Kombie aus Alkohol und Tabletten ziemlich derb ist... sowas kann auf Dauer einfach nicht gut gehen, erst recht nicht bei hohem Alter und wenn man von beidem auch noch gleichzeitig einen Entzug machen muss, na schönen Dank auch... habe vorhin noch nicht mitbekommen gehabt, dass sie auch auf Tabletten war...
...dieses Krankenhaus sollte mal eine Generalüberholung bekommen, mit neuen Schwestern und anscheinend auch mit neuen Ärzten... oder einfach mit mehr Personal an sich ausgelastet werden... zum kotzen das sowas...

Lass dir nicht alles gefallen und mach dich darüber schlau, was die Ärzte dir erzählen... es geht schließlich um deine Mutter- die einzige die du je haben wirst...

Aber gut, wünsche Dir und Ihr alles Gute und viel Glück
*Cherimoya*
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 7. Aug 2010 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem dürfte sein, dass Ärzte, egal in welcher Klinik, sich bei dieser Kranken- und Vorgeschichte kein Bein mehr ausreißen werden, zumal wenn die Patientin nicht privatversichert ist. Leider.

Ein weiteres Problem ist jeder Tag, an dem die Patientin aufgrund ihrer Schmerzen am Becken nicht mobilisiert werden kann. Es dürfte schwer werden, sie noch mal auf die Beine zu kriegen. Im Moment ist ja wahrscheinlich schon das Sitzen im Rollstuhl eine Qual und wenn sie erstmal ein paar Monate gelegen hat, wird´s wirklich schwierig.
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Sun-Tzu
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Veilchenfee Schrieb:

Zitat:
Ist bei Deiner Mutter eigentlich eine Hirnblutung ausgeschlossen worden?


Du Veilchenfee...der Gedanke geht mir nicht mehr auf den Kopf raus...
eigentlich wollte ich gar nicht antworten aber es lässt mir einfach keine Ruhe.

Habe vor 3 Monaten hier jemanden gehabt der Politox war (mehrfach Süchtig)
und in einer Entgiftung war, ist dann zusammen gebrochen und im
Krankenhaus gestorben.
Ursache:
Aufgrund des Entzuges ist eine Aterie im Bauchraum geplatzt.

Nachdem ich das da oben von Dir gelesen habe...werde ich ein wenig stutzig,
Dilirium wäre nach ein paar Tagen wieder weg...spätestens nach der Entgiftung.
Wenn Sie aber in der Zeit gekrampft hat bzw. einen epileptischen
Anfall hatte der nicht bemerkt wurde ...

Ich möchte Dir da jetzt keine Angst machen Mr.Niceguy
aber lass es bitte mal überprüfen, ich halte es im Rahmen des möglichen.



Zum Umgang mit Älteren und Süchtigen:

Ja manchmal würde ich am liebsten den Pflegern und Ärzten im
Krankenhaus in den Ar... treten und eine Rede halten über unser
Grundgesetz halten.
War vor 4 Stunden noch in der Psychtrie, Alki (harmlos) und hat eine
Gürtelrose, mit Leck-mich-am-A...-Pillen voll zu geblockt.
Was macht so einer in der Psychatri mit dem richtig voll Beklopten?
Nur weil er ein harmloser Alki ist? oder weil er keine Verwandschaft
hat die Ihn besuchen ? Habe auf jeden Fall mal seinen Pastor mit eingeschaltet...
der kennt Ihn auch gut, mal sehen was der darüber meint
und morgen dann mal den Arzt zu Brust nehmen.

Ist Ehtik eigentlich ein wahlfach für Ärzte?
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Moira
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2010
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bist du schonmal auf den Gedanken gekommen, das sie einfach auch mit Demez zu kämpfen hat, die durch die ganze Problematik nicht auffiel oder aufallen konnte? Wenn ich nen absolut aggresivem Typen z.B. Haloperidol spritze, hält der auch die Klappe und muckt nicht. Wenn sie dauernd bedröhnt war...konnte es ja nicht auffallen?
Oder es wurde auch gegebenenfalls durch die Medis und Suff begünstigt? Will jetzt nicht die Ärzte in Schutz nehmen, aber ich hatte auch das ''Vergnügen'', meine Demenz-kranke Oma zu versorgen, und die wurde auch richtig ausfallend : Du bist nicht meine Enkelin, wenn du das wärst, dann würdest du was machen (sie umbringen), hat einen beschimpft, das Essen mit einem Wort : Bah, auf den Boden geschmissen und lauter so Dinger. Zusätzlich hatte sie auch Krebs, hat Tilidin bekommen, zum pennen Oxazepam, und auch Melperon (Neuroleptika) war mal dabei.
Die hat Leute gesehen, um Hilfe geschrien, uns nicht erkannt usw.
nach uns geschlagen, gebissen (mit eher geringem Resultat, ohne Zähne)
Vielleicht ziehst das mal in Betracht? Hab den thread jetzt nicht durchgelesen, nur deinen Thematext...

lg
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Mr.Niceguy
Anfänger


Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hoffe das es nichts mit Demenz zu tun hat, die Anzeichen sind m. E. anders, hier mal ein Erfahrungsbericht des heutigen Besuchtages.
Als ich heute das Krankenzimmer meiner Mutter betrat wurde ich erstmal von Ihrer Zimmergenossin mit den Worten " Gott sei Dank" das sie endlich da sind begrüßt, meine Mutter hatte wohl kurze Zeit vorher einen exzessiven Anfall, hatte versucht sich die Sachen vom Leib zu reissen, die Fixation zu lösen, um Hilfe geschrien, nach dem Personal geschlagen u. sich den Venenzugang heraus gerissen. Man hatte ihr wohl dann "Doxepin" verabreicht das sie ruhig gestellt hatte. Auf mich wirkte meine Mutter bei meiner Ankunft ruhig, ich sprach sie auf das Geschehnis an, sie konnte mir klar antworten u. mir sagen das dies wohl ein vorübergehender Zustand sei u. es ihr bald besser gehen würde. Sie konnte sich über einen Zeitraum von ca. 2 Stunden recht klar mit mir unterhalten, sie sah zwar andauernd irgendwelche Dinge oder Menschen die überhaubt nicht da war aber angesprochen von mir darauf sagte sie, ja ich weiß ich haluziniere u. es wird wieder besser werden. Später wurden diese Wahnvorstellungen extremer bis sie wieder richtig apathisch wurde u. garnicht mehr wusste wo sie überhaubt war. Es ist wie in einem Horrorfilm, sie sah meinen Vater der seit 25 Jahren bereits tot ist u. schimpfte mit Ihm... Der Oberarzt hat nachdem wir ihn drum baten mal ein Schädel CT(wurden wir durch Euch hier drauf hin gewiesen, nochmal vielen Dank!) zu machen ein MRT für den morgigen Tag veranlasst. Auch wird sie zur Vorsicht den heutigen Abend auf der Schlagstation verbringen u. am Monitor angeschlossen warum auch immer u. welcher Monitor gemeint ist konnte man uns auf Nachfrage nicht sagen, nur das der Oberarzt das wohl angeordnet habe. Die weitere Medikation für den Abend ist eine Distraneurin + eine Doxepin u. evtl. irgendwas i. v. aber keine Ahnung was. Man sagt uns im Übrigen das Distraneurin als "Allroundmittel" eingesetzt würde u. keinesfalls nur bei Alkoholentzug wirken würde wie irgendwer gestern hier meinte.
Alles in Allem kann ich mir bei all der Symptomatik nicht vorstellen das meine Mutter entzügig sein soll, ich vermute eher mal eine hirnorganische Ursache oder aber wie ich bereits äusserte das die Ärzte irgend einen Pfusch betrieben haben u. sie auf irgendwas kleben geblieben ist u. nicht mehr runter kommt.
Evtl. werde ich sie morgen verlegen lassen, der zur Zeit behandelnde Arzt ist eh ab Morgen für ne Zeit in Urlaub.
Hab noch vergessen zu erwähnen das man ihr ebenfalls "Dociton" verabreicht hat heute, ich habe gerade mal "gegooglet" u. irgendwie komm ich jetzt gar nicht mehr klar, das ist ein Blutdrucksenker u. kein Psychopharmaka, mit ihrem EKG war lt. Ärzte alles ok.
Hab auch mal den gleichen Thread bei drogen.net gestartet ich hoffe das mir irgendwer was geneaueres sagen kann...
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veilchenfee
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Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ein Blutdrucksenker ist nicht so verkehrt, sollte wirklich eine Hirnblutung vorliegen. Stell Dir einen Gartenschlauch mit einem kleinen Loch vor. Je weiter Du den Wasserhahn aufdrehst, um so größer wird der Druck und um so mehr Wasser (im Gehirn: Blut) tritt aus dem Loch aus.

Die Hirnblutung meiner Mutter war in der Nähe des "Balkens", der beide Hirnhälften verbindet. Also praktisch in der Mitte des Gehirns und daher nicht behandelbar. Was Du schreibst, erinnert mich doch sehr an das Verhalten, das ich vor 8 Jahren bei meiner Mutter beobachten konnte. Ich bin sehr gespannt, was bei den morgigen Untersuchungen herauskommt.

Zitat:
mit ihrem EKG war lt. Ärzte alles ok.

Gemeint war wirklich EKG (Elektro-Kardiogramm, also Herz) oder EEG (Elektro-Enzephalogramm, also Hirn)? Hat/hatte sie eigentlich Kopfschmerzen?

Grüße!
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Sun-Tzu
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veilchenfee..
ich habe mir gerade das gleiche Gedacht als ich das mit dem
Blutdrucksenker gelesen habe...grins

Was mir aber auch gleich auffiehl war das EEG und die Schlaganfall-Station
...Grübel, grübel..waren die Ärzte nervös ?Shocked


Die Monitore auf der Schlaganfall-Station sind EEG´s um die Hirnwellen
auf zu zeichnen und einen Rückfall vor zu beugen. Es lassen sich auch
Krämpfe (Gehirn) und Epileptische Anfälle damit aufzeichnen,
Hirnblutungen hinterlassen entsprechende signifikante Wellestrukturen.

Mit dem Doxepin ist ja der Schritt in die Richtige Richtung, verwenden
Suchtärzte gerne mal bei Alkis um Sie zu beruhigen...Sedierung ist der
Fachbegriff oder auch Leck-mich-am-A...-Pille

Distraneurin ist ein Krampfblocker für Akoholiker in der heißen Phase des
Entzuges...

Mr.Niceguy sei so gut und sichere Dir morgen mal die Krankenakte,
Fotoaparat mitnehmen und den Inhalt fotografieren Wink
Zeuge dabei ist auch Ratsam...

Sollte sich der Verdacht erhärten, rufe bei der Ärztekammer an und
schildere dem Obman deinen Verdacht und schicke Ihm eine Kopie(!)
der Foto´s zu, schriftlicher Bericht von Dir wird auch verlangt soweit Du
dazu in der Lage bist.

Ich wünsch Dir viel Kraft und alles Gute für Euch beide.
In der hoffnung das alles nur schwarzseherei ist.

LG Sun-Tzu
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2010 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Einen schönen guten Abend, Mr. Niceguy!
Gibt es neue Erkenntnisse? Es würde mich sehr interessieren, was die heutigen Untersuchungen ergeben haben.
Grüße!
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