starke Wechselwirkungen - was ist passiert?

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Strayble
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 10:07    Titel: starke Wechselwirkungen - was ist passiert? Antworten mit Zitat

Moin,

da ich momentan im Entzug bin, nehme ich eine ganze Palette an Medikamenten, um abends ein Auge zu zu bekommen.
Die meisten habe ich verschrieben bekommen, alle sind aber mit meinem Substi-Arzt abgeklärt gewesen. Habe ihm eben gesteckt das ich mir das und das von illegalen Quellen geholt habe und er meinte die Medikation findet er soweit auch sinnvoll.

Solang wie ich in Substitution war, hatte ich immer nur 25mg Valdoxan und 50mg Chlorprothixen (Truxal) genommen. Ab und zu mal 75mg Lyrica entretadiert, um besser einschlafen zu können. Mein Arzt hat mir dann noch Tetrazepam verschrieben, um den Krämpfen des Entzugs ein bisschen entgegen zu wirken. Er hat mir einfach einen Streifen mitgegeben und meinte bis zu 200mg bei Bedarf kann ich davon nehmen. Ich hatte ihn dann bei meinem letzten Termin gefragt, ob ich die Chlorprothixen erhöhen kann und ob ich da mit Absetzerscheinungen rechnen müsste. Er meinte ich könne problemlos bis zu 200mg davon nehmen. Evtl. bin ich dann leicht benommen aber absolut ungefährlich.

Vor drei Tagen habe ich dann 50mg Valdoxan genommen, 150mg Chlorprothixen, 100mg Tetrazepam und 75mg Lyrica entretadiert. Dazu zwei dicke Köpfe Hasch geraucht. Nach einer guten Stunde hat alles angefangen zu wirken, und ich bin relativ schnell müde geworden und eingeschlafen.

Am Tag drauf dann habe ich das gleiche nochmal genommen, nur das Chlorprothixen von 150mg auf 100mg reduziert. Dazu nicht gekifft oder sonstige Drogen genommen.

Nach ca. einer Stunde hat es mich von der einen Sekunde auf die andere total umgehauen. Als ob ich zu schnell aufgestanden wäre und der Kreislauf Probleme hat. Nur als Dauerzustand. Mir ging es aufeinmal total übel, bin gelb angelaufen, als ob ich zehn Gramm geraucht hätte und habe mich schnell ins Bett geschleppt. Als ich gelegen bin war ich "nur" noch total benommen und verwirrt. Teilweise auch sehr eingeschüchtert davon. Sobald ich aufgestanden bin, ging es ein paar Sekunden und mir wurde wieder total schwarz vor Augen und mein Zustand wurde schrecklich. Bin dann auch zum Glück nach wenigen Minuten im Bett eingeschlafen.


Ich bin jetzt total verwundert, was da passiert ist, da ich am Tag davor ja noch mehr Chlorprothixen genommen habe und da gings mir echt gut. Haben da irgenwie die Medikamente Wechselwirkungen gehabt? Wieso gings mir am Tag mit der höheren Dosis nicht auch so schlecht?


Achja eins noch: Einmal am Tag nehme ich jetzt Tabletten mit Magnesium (400mg), Vitaminen und Folsäure. Ab und zu Ibuprofen, gegen die Kopfschmerzen der Grippe. Denke mal das wird nicht ausschlaggebend sein, aber man weiß ja nie. Und als letzte Info: Ich bin 18.

Grüße
Strayble
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Jana
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 11:30    Titel: Re: starke Wechselwirkungen - was ist passiert? Antworten mit Zitat

Hallo,

Was erwartest du denn jetzt genau? Du schreibst ein paar Medikamenten-Namen nieder und denkst, irgendjemand hier kann Dir genau sagen, was bei Dir da passiert ist? Von außen pauschal sagen kann das nicht einmal ein Arzt Rolling Eyes Es grenzt ja bald an Selbstverarsche - die Drogis bekanntermaßen nun allerdings auch oft praktizieren - dass du sichere Antworten in Aussicht stellst, gleichzeitig aber doch davon überzeugt bist, du könntest dich selbst versorgen.

Strayble hat Folgendes geschrieben:
Habe ihm eben gesteckt das ich mir das und das von illegalen Quellen geholt habe und er meinte die Medikation findet er soweit auch sinnvoll.


Hättest du so etwas gesagt hätte ich Dir stumpf gesagt, dass ich dir so einen Blödsinn nicht glaube. Da du es aber geschrieben hast, und ich vermute, dass man beim Schreiben doch noch mehr über seine Worte nachdenkt, setze ich mal voraus, dass er das wirklich so gesagt hat. Dann ist das ein absolut bescheuerter Arzt. Ein gerade mal 18-jähriger Medizin-Laie geht im Alleingang los und holt sich seine Medikamente. Ohne zu wissen, was er bekommt. Ohne, dass der Arzt genau sagen kann, was du genommen hast. Der werte Herr hat seinen Beruf nicht verstanden.
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Sun-Tzu
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich kein Fachmann oder keine besondere kenntnisse
als Apotheker habe, halte ich zu den Wechselwirkungen einfach
mal den Sabbel.

Daher mal aus allgemeiner Sicht eine erklärung:
Du hattest ja schon mal an anderer Stelle geschrieben das Du vorher
beim Konsum richtig Gas gegeben hast (der Körper hatte sich daran gewöhnt)
...dann bist Du auf Subutex (habe es so im Hinterkopf) und
der Körper hat sich wieder umgewöhnen müssen ...
Du bist dann sehr schnell vom Subutex wieder runter und der Körper
musste sich wieder anpassen...

Ich glaube eigentlich eher das Dein Körper momentan alle Reserven
in die Anpassung bzw. für die umgewöhnung an das clean sein verbraucht.
Du hattest ja auch die letzten Tage diese Grippe, macht sich dann zusätzlich mit bemerkbar.
Dazu kann ich mir auch noch ein paar Psychlogische mechanismen
vorstellen die sich dann zusätzlich mit körperlich auswirken.
Das alles zusammen wirkt sich dann echt heftig auf den Kreislauf aus.


Ich hoffe aber mal das sich CBT112 (?, also unser Medizinfuzzi Wink )
zu den Wechselwirkungen noch mal meldet. Der ist da wirklich fitt
drauf.

Was mich auf jeden Fall beruhigt ist das Du das alles mit dem
Subbi-Doc durchgesprochen hast.

Warnung:
Fällt mir gerade so auf, kann es sein das Du eine "allergische Reaktion"
auf das Zeug hast ? Ist jetzt nur so ein Gedanke.
Dann kann es sein das beim ersten mal die Intolleranz entsteht (geringe Probleme)
und bei jeder nachfolgenden Einnahme die Reaktion allergisch wird,
also immer heftigere Reaktionen des Körpers auf die Subtanz (nicht auf die Menge alleine).
Wie gesagt, bin kein Pharmakologe, ging mir jetzt nur mal so durch
den Kopf. Den Gedanken solltest Du aber streichen können wenn Du die
schon mehrmals genonnen hast und keine Probleme danach hattest.

Sollte es aber mit den Nebenwirkungen schlimmer werden, dann rufe
bitte auf der nächsten Entgiftungsstation an. Die sind 24/7 Stunden da,
haben die meisten Erfahrungen mit der Thematik und können Dich für
den Notfall sofort aufnehmen. Da brauchst du keine überweisung oder so
etwas...(akute Notaufnahme). Telefonisch helfen Die Dir auch gerne
weiter...ist zumindestens bei uns so. Also bitte kein falsches Heldentum.


PS: finde es Klasse wie Du das durchziehst. Bin stolz auf Dich !

LG Sun-Tzu
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Strayble
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

@Jana: Erwarten, tu ich gar nichts! Schließlich ist niemand verpflichtet hierauf zu antworten. Du übrigens auch nicht Wink.
Allerdings hoffe ich, dass jemand sich mit den Medikamenten auskennt und mir sagen kann, ob und warum diese Wechselwirkungen kamen. Ein Arzt könnte mir das bestimmt sagen, da der die Wechselwirkungen dieser Medikamente kennt (oder ggf. nachschlagen kann) und sich mit deren Wirkung auf den Organismus auskennt. Werde aber bestimmt nicht zum Arzt rennen, nur um sowas zu fragen. Schließlich lebe ich noch.

Und ob du mir glaubst, was ich hier rein schreibe oder nicht, ist mir genau genommen schnuppe. Ich bin auch nicht auf die Szene gerannt und habe willkürlich irgendwelche Medikamente gekauft. Bei dieser Aussage ging es um das Lyrica und vor etwas längerer Zeit Lorazepam. Beide Medikamente hatte ich schon lange Zeit bei mir rumliegen, diese haben sich in der Vergangenheit bewährt und (zufälligerweise!) wollte er mich darauf ansprechen, mir Lyrica und Diazepam (ähnlich wie Lorazepam) für den Entzug zu verschreiben. Hat er dann nicht, da ich eh beides daheim hatte und man muss das Geld ja nicht zum Fenster herausschmeißen.

An der Kompetenz meines Arztes hat nie irgendein Patient gezweifelt. Und das hat so auch seine Richtigkeit.



@Sun-Tzu:
Danke für deine schnelle Antwort.
Eine allergische Reaktion war auch mein erster Gedanke, habe ich aber dann auch gleich wieder ausgeschlossen, da ich das Chlorprothixen auch schon eine Weile täglich nehme. Hatte davon nie irgendwas gemerkt, auch keine Benommenheit o.ä.

Deine andere Erörterung würde aber echt passen, ob es realistisch ist, kann ich jetzt nicht bewerten, allerdings hört es sich schonmal schlüssig an.

Meinem Arzt immer die Wahrheit sagen, ja... Er weiß, dass Rückschläge menschlich sind, warum ihn dann verheimlichen wie man was und warum macht. Er schätzt es auch an mir, dass ich so ehrlich zu ihm bin, vertraut mir auch sehr. Einmal, als ich UK hatte und gerade davor auf der Toilette war, hat er mir einen Zettel gegeben, auf dem die Ergebnisse angekreuzt werden (vom Arzt bzw. Arzthelferin!) und meinte ich solle ihm das ausfüllen, dann ist es o.k. für ihn. So musste ich schon nicht ewig warten, bis ich wieder konnte Very Happy.

Zu der Entgiftungssache:
Wusste nicht, dass es sowas wie einen akuten Notfall diesbezüglich gibt.
Weil ich gerade mitten in der Entgiftung bin, oder wie?
Musste damals 3 Monate warten, bis ein Platz in der Entgiftungsstation für mich frei war.


Danke und Grüße
Strayble
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Strayble hat Folgendes geschrieben:


An der Kompetenz meines Arztes hat nie irgendein Patient gezweifelt. Und das hat so auch seine Richtigkeit.



Das ist auch klar, denn ein Junky, der auf ihn angewiesen ist, hat diesbezüglich nicht frech zu werden. Fakt ist, dass dieser Arzt Blödsinn redet, wenn es stimmt, was du sagst.

Wenn du wegen so etwas nicht zum Arzt gehen willst, weil du ja "noch lebst", warum machst du dann hier doch ein so großes Thema deswegen auf? Wenn du das nächste Mal bei ihm bist, dann frag' ihn halt nebenher.
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Strayble
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Das ist auch klar, denn ein Junky, der auf ihn angewiesen ist, hat diesbezüglich nicht frech zu werden. Fakt ist, dass dieser Arzt Blödsinn redet, wenn es stimmt, was du sagst.


Frech werden und sich seinen Teil über eine Person zu denken ist ein Unterschied.

Zudem hat der Arzt nicht immer Substituiert, es gibt auch andere Patienten, deren Meinungen alle einstimmig sind. Gut, das die Junkys ihren Arztdealer mögen, ist irgendwo klar. Aber auch als Junky hat man ein Recht wie jeder andere behandelt zu werden, fachliche, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich ggf. über fehlende Kompetenz zu beschweren.


Zitat:
Wenn du wegen so etwas nicht zum Arzt gehen willst, weil du ja "noch lebst", warum machst du dann hier doch ein so großes Thema deswegen auf? Wenn du das nächste Mal bei ihm bist, dann frag' ihn halt nebenher.


Ganz einfach: Ungeduld!
Werde sicher meinen Arzt beim nächsten Termin darauf ansprechen, aber dieser ist im Urlaub und der nächste Termin lässt noch mehrere Wochen auf sich warten. Bis dahin muss ich ja auch meine Medikamente nehmen. Die kleinen Dosen bringen bei einem Entzug nicht wirklich viel. Daher hole ich mir hier Rat ein, von Leuten die sich auskennen. Das ersetzt vielleicht nicht ein Gespräch mit einem Arzt, aber hilft um die Zeit bis zu diesem zu Überbrücken.

Wäre schön wenn noch was zum Thema kommt, bevor der ganze Thread wegen sinnloser Diskussion gesperrt wird.

Grüße
Strayble
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Sun-Tzu
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zu der Entgiftungssache:
Wusste nicht, dass es sowas wie einen akuten Notfall diesbezüglich gibt.
Weil ich gerade mitten in der Entgiftung bin, oder wie?
Musste damals 3 Monate warten, bis ein Platz in der Entgiftungsstation für
mich frei war.


Nich nur...ich erkläre es mal anders herum.
Du musstest die 3 Monate warten um deinen Willen (beikonsumfrei zu
leben usw.) zu testen! Wie willig ist er? Wie verhält sich der Konsum?
Wie regelmäßig kommt er zu Drogenberatung? Wie sauber sind die UK´s
in der Subtitution ? Will er in 3 Monaten auch noch clean werden oder
fehlt Ihm einfach nur das Geld zu ballern?

All das sind die Gründe für die Wartezeit...hinzu kommt dein Alter,
bist halt sehr jung um aus zu steigen (fällst ein wenig aus der Norm Wink ).


Gründe für eine akute Aufnahme sind:

- Schwangerschaft (Schutz des ungeborenem Leben´s)
- Clean und akut Rückfallgefärdet (z.B.: Suchtdruck aufg. psych. Probleme)
- Mitten in der priv. Entgiftung und Krampfgefahr, Kreislaufgefärdet usw.
- und noch vie mehr...

Um es mal anders zu erklären.
Immer wenn Du schon etwas erreicht hast und Du akut Rückfallgefärdet
bist sowie gesundheitliche Aspekte das etwas bei der Entgiftung passieren
kann das Dich schädigt, gefährdet oder medizinisch Risikobehaftet ist,
ist eine Notaufnahme möglich und Ratsam.

Deshalb kannst Du da ja auch Anrufen und hast dann ein Gespräch mit
dem Diensthaben Arzt. Der Checkt das ab, fragt ob noch ein Notaufnahmeplatz
frei ist und entscheidet dann nach eigenem Ermessen.
Wobei es dann von Vorteil ist wenn er direkt mit dem Subbi-Arzt
Rücksprache halten kann oder Dich von einem Aufenthalt schon kennt.
Auch wenn Du schilderst was Du bisher erreicht hast und warum es
gerade akut ist sind ausschlag gebend.

Um mal aus der Trickkiste zu reden...hmmm...Entgiftungsstationen
müssen immer ein paar Plätze als Notfallaufnahme aus den Krankenhäusern
frei halten . Wink

Was den umgang mit deinem Arzt angeht:
Ich glaube Dir gerne das dein Arzt Dir den Zettel für die UK in die Hände
gibt und ausfüllen lässt. Er spart sich die 30€ und das Ergebnis ist das selbe
wie mit scharfem Test.
Begründung:
Ärzte hören das raus ob einer ehrlich ist und wirklich aussteigen
will. Das hören auch die Fachleute raus die sich mit der Thematik auskennen
und bei Dir kann ich es aus den Zeilen rauslesen.
Daher mein vertrauen zu Dich und in das was Du schreibst.

Daher lass Dich nicht verunsichern, für mich gehörst Du zu den 10%
die es schaffen können und dein Arzt sieht es genau so...

Viel Glück und viel Kraft, mach weiter so...

@Strayble
Du und nur Du darfst mich gerne auch mit meinem Vornamen ansprechen,
ich heiße Thomas Wink
Hat sich bei mir halt so eingebürgert, Scenen-Namen verwende ich in der
Scene wenn einer drauf ist...Vornamen wenn Sie clean sind und den absprung schaffen.
Daher ist ein Zeichen meiner Achtung vor dem Menschen und was Sie geleistet haben Very Happy
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WegVonDrogen
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 29.07.2010
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi

Also ohne dich angreifen zu wollen weil ich früher genau so verfahren bin.

Aber... ich kann heute nicht mehr verstehen, das wenn man einen Entzug macht sich x Medikamente besorgt. Egal ob draussen oder vom Arzt.

Es ist ja reichlich bekannt das solche Ärzte nur an Kohle denken. Keine Verantwortungsvoller Arzt verschreibt so viele Sachen auf 1 Schlag.

Daher mein Tipp, wenn Du schlafen willst, nehme 160mg Dominalforte und nix anderes. Die helfen gut. Und im Entzug schläft man nunmal nicht gut.
Dafür haben wir ja dem Körper auch zuviel reingehaun.

Ist doch klar das sich der Körper bei so vielen Sachen verabschiedet.

Esse gut und lasse das Hasch weg. Trinke viel und viel viel Ruhe. Ich wünsche mir für dich das Du jemanden hast der sich liebevoll um dich kümmert u. dich unterstützt.

LG alles Gute Viel Glück
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Strayble
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Also dann, Thomas, dann bin ich auch ab sofort Marc für dich Smile.

Wenn ich in Entgiftung gehe, dann sowieso nur in die Station in der ich schon war. Ist ein Zentrum für Psychiatrie, riesiges Gelände, gut eingerichtet. Der Stationsleiter hat mir damals schon angeboten, dass ich gerne wieder kommen kann.
Werde mir im Laufe des abends mal Gedanken machen, ob ich da morgen anrufe. Danke für die Auskunft.

@WegvonDrogen: Die Medikamente habe ich nicht für den Entzug verschrieben bekommen, mit Ausnahme von Tetrazepam. Weiß nichtmal, ob er daran verdient, er hat mir das nach dem Gespräch einfach direkt von seiner Praxis aus mitgegeben. Nichts mit Rezept o.ä.

Das Problem ist, das ich schon seit der Kindheit unter starken Einschlafstörungen leide. Teilweiße habe ich nur 2-3 Stunden pro Nacht geschlafen. Manchmal nur jeden dritten Tag, wenn mein Körper einfach nicht mehr konnte und schlapp gemacht hatte. Ganz unabhängig vom Drogenkonsum. Lediglich die Dosen habe ich erhöht, damit ich einigermaßen schlafen kann jetzt. Teilweiße dreifache Dosis und schlechtere Ergebnisse wie vor dem Turkey ist... ernüchternd!

Gut essen und trinken konnte ich die längste Zeit durch die Grippe auch nichts, das hat sich aber zum Glück gebessert.

Aber warum das Hasch weglassen?

Grüße
Strayble
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Strayble,

wo ist Dein Enthusiasmus geblieben? Vor einigen Tagen warst Du doch noch ganz optimistisch und schriebst, das sei doch alles nicht so dramatisch mit dem Entzug. Blöd natürlich, dass Du Dir jetzt auch noch ne Grippe eingefangen hast.

ABER: Auch wenn Du noch sehr jung bist und es Dir im Moment schlecht geht: Versuche, in größeren Dimensionen zu denken. Damit meine ich: In längeren Zeitabschnitten. Wenn man älter ist, nimmt man Zeit anders wahr. Was bedeutet schon ein halbes Jahr, ein Jahr, fünf Jahre? Es wird Dir nicht ewig schlecht gehen und ich bin sicher, Du kannst das ertragen. Übe Dich in Geduld, es geht vorbei, auch ohne dass Du Dir einen Haufen unterschiedlichster Medikamente einwirfst.

Fast jedem Menschen geht es im Laufe des Lebens immer mal wieder schlecht. Höre Dich um bei Leuten, die schon älter sind. Schicksalsschläge, Unfälle, Verletzungen, Krankheiten, Schmerzen, Depressionen, Angsterkrankungen ... das alles gehört zum menschlichen Leben dazu, fast niemand kann all dem entrinnen. Da wir alle nunmal auf der Welt sind, müssen wir das ertragen.

Eine Erklärung dafür, warum das so sein muss und warum die Menschen nicht einfach in Glück und Frieden leben können, liefert die Bibel. Nicht dass ich diese Erklärung für mich akzeptieren könnte - aber dass es vor 2000 Jahren niedergeschrieben wurde beweist, dass Menschen schon von je her mit ihrem Schicksal gehadert haben.

Hab Geduld, ertrage es, stehe es durch, versuche gelassen zu bleiben - und lass die Zeit für Dich arbeiten.

Grüße!
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Strayble
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die aufbauenden Worde, veilchenfee.

Tut echt gut mal was anderes wie Vorwürfe wegen Suchtdruck und Abbruchgedanken zu hören. Mein Enthusiasmus... ist wohl auf der Strecke geblieben.
Ich denke, ich sollte doch besser in die Entgiftung gehen, da kann ich nicht so einfach Rückfällig werden. Aber diese Regelungen dort, kann ich mal gar nicht ab.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm, objektiv BESSER gehen wird es Dir in der Klinik wohl nicht, aber Du bist eingesperrt und quasi sicher vor Dir selbst. So weit, so gut. Es wird Dir also genau so mies gehen wie im Moment, nur dass Du auf die ganzen Annehmlichkeiten, die das eigene Zuhause bietet, verzichten und Dich an irgendwelche blöden (jaja, sinnvolle und nötige Rolling Eyes) Regeln halten musst.

Gespräche mit Profis ... werden wohl stattfinden (?), aber ich schätze Dich so fit und intelligent ein, dass Du eigentlich schon weißt, was die Profis Dir erzählen werden. Das zu schreiben ist zwar jetzt unvernünftig und mein persönlicher Arroganz-Film Cool, aber ich habe während der letzten 20 Jahre niemanden getroffen, der mir was Neues erzählen konnte.

Meine Weisheiten habe ich durch Erfahrung, beobachten, nachdenken und das Lesen guter (!) Bücher erworben. Und egal was andere einem erzählen - umsetzen muss man es schlussendlich doch selbst.

Hast Du eigentlich schon Pläne gemacht was Schule, Ausbildung etc. angeht? Solange Du daheim und nicht ausgelastet bist, wird es noch schwieriger, denke ich. Auch wenn Du es Dir im Moment nicht vorstellen kannst und die erste Zeit vielleicht extrem anstrengend wird: Hock Dich lieber in die Schule anstatt in eine Entzugsklinik, das bringt Dich im besten Fall auf komplett andere Gedanken.

Hoffentlich liege ich nicht völlig daneben, ich möchte Dir die Klinik auf keinen Fall ausreden. Wenn Du wirklich das Gefühl hast, es nicht zu packen, wäre es natürlich dämlich, nicht da hin zu gehen. Ich stelle mir nur vor, wie Du deprimiert in der Klinik sitzt und noch dazu die ganzen Pappnasen dort ertragen musst.
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Sun-Tzu
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Marc,

ich hatte Dir das geschiebrn mit der Entgiftung da Du mich gefragt hattest.
Ich glaube aber nicht das Du da rein solltest. Du schafst das auch so.

Feilchenfee hat Dir da schon so einiges zu geschrieben und ich sehe es auch so.

Also Kopf hoch und A...backen zusammen kneifen,
kaum einer hätte Dir bis hierhin folgen können.
Sei darauf Stolz, Du darfst es sein!

LG Thomas
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Strayble
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2010 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Ratschläge,

werde mir jetzt im Bettchen nochmal alles durch den Kopf gehen lassen. Momentan überwiegt noch das Contra, aber da kommt sicher noch was.

Werde dann morgen posten, ob ich in Entgiftung gehe, oder nicht.

Gut's Nächtle euch
Marc
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