angst um meine tochter es geht weiter!

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frau holle
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 12:11    Titel: angst um meine tochter es geht weiter! Antworten mit Zitat

hallo an alle! Ich habe ja schon angefangen über mein problem zu schreiben nun gibt es neues zu berichten. Also wie schon beschrieben hat sich das verhalten meiner tochter nicht großartig verändert. Nur habe ich ein schlechtes gewissen bekommen, weil ich sie rausgeschmissen habe und den geldhahn zugedreht habe. An diesem wochenende ist sie dann nach hause gekommen. Ich sagte ihr das ich immer noch auf einen drogentest bestehe, denn sonst würde sich nichts ändern. Daraufhin erzählte sie mir das sie am freitag eine morphiumtablette genommen hat. Also hatte ich doch recht mit meiner vermutung. Darauf sagte ich ihr das ich von ihr nun erwarte das sie das ganze wochenende zu hause bleiben muß keinen besuch empfangen darf, damit ich sehe das sie 48stunden daheim bleiben kann ohne einen entzug zu kriegen. Sie willigte ein, aber das wochenenden war nicht immer schön zwischen uns. Denn sie regte sich selbstverständlich darüber auf das ich ihr nicht glaube. Wie denn nach der aktion die sie gebracht hat. Ich sagte ihr daraufhin das der drogentest trotzdem noch gemacht wird irgendwann wenn ich es ihr sage denn sonst bleibt meine angst immer noch bestehen. Was meint ihr? habe ich richtig gehandelt oder seht ihr so wie ich es gemacht habe als falschen weg an? Wenn das so ist dann frage ich: "Was ist der richtige Weg?" vielen dank für zuhören liebe grüße
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Holle

ich als aussenstehende kann leicht reden und raten. Aber wie ich das sehe versucht du Kontrolle in das Chaos zu bringen was zu nichts führt ausser das deine kleine noch mehr Lügen und Ausreden erfinden wird.
Was willst du denn mit einem Drogentest bezwecken? Weißt du denn nicht schon längst das der positiv ist? Das schürt zu noch mehr Misstrauen und Verzweiflung sie zu ertappen.
Gehe Diplomatisch an die Sache dran. Achte auf dein Bauchgefühl und versuche sie zu nichts zu zwingen.
Du wirt ihren Konsum mit keinen Mitteln der Welt einschränken können. Du kannst nichts tun.
Überlege dir welche Grenzen du delbst für dich hast und handel danach.
Wenn sie Geld für Lebensmittel braucht kann man ja auch zusammen mit ihr einkaufen gehen statt ihr nen 50er in die Hand zu drücken usw.
Helfen kann man immer auch wenn man nichts tut.
Sei einfach für sie da und denk dran : Kontrolle bringt nichts
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frau holle
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

hallo trini,
danke für deine antwort. Ich weiß das ich ihr nicht wirklich helfen kann. Der grund dazu ist das ich selber auch ein drogenproblem (hoffe es fühlt sich keiner verarscht von mir) hatte, dieses aber in den griff bekommen habe. Deshalb bin ich auch so wachsam was die veränderung meiner tochter anbelangt.
Außerdem ist ihr freund seit montag in der supstitution. Also ich weiß nicht früher bekam man nicht so schnell ersatzdrogen. Der hat noch nie einen entzg gemacht, nimmt nicht mal sehr lange heroin und bekommt nun polamidon. Meine tochter ist froh darüber denn sie liebt ihn sehr wie sie sagt. Ich habe natürlich bedenken was diese beziehung angeht, lass sie aber, kann sowieso nicht dagegen tun. Also weiß sie eigentlich was heroinsucht bedeutet, sagt aber das ihr das nie passiert denn sie weiß ja von mir und nun auch von ihrem freund was süchtig sein bedeutet und was es so nach sich zieht. Abere trotz allem ist sie nicht abgeneigt was drogen anbelangt. Deshalb bin ich um jede antwort froh, denn es tut gut mit gleichgesinnten darüber sprechen zu können. Mir tut es gut! Rolling Eyes
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann doch sehr positiv sein das sie schon selbst erfahrung durch dich gesammelt wie und was die Sucht bedeuten kann. Obwohl ich das an sich ja nicht befürworten will.

Es ist aber auch kein Garant. Je nachdem wie stark deine Tochter ist.
Was war denn deine Sucht? Und wie und warum hast du aufgehört?

Es ist schwer mit einem Abhängigen zusammen zu sein, kann sehr anstrengend sein besonders wenn man sich selbst zur Aufgabe gemacht hat ihn davon wegzubringen.
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Djack
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 25.10.2008
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau H.!
Also das mit dem Drogentest halte ich schon für angebracht.Dann siehst du auch erst was Sie wirklich alles nimmt. Das mit der Morphiumtablette halte ich für eine Notlüge.Denk doch mal nach, wenn der Freund Heroin nimmt wird deine Tochter auch welches nehmen.Ich weis aus eigener Erfahrung wenn der Freund H. nimmt, nimmt Sie allein aus Neugier auch H..Das mit dem Geldhahn abdrehen ist richtig, vielleicht ist Sie ja noch nicht ganz soweit abgestürzt. Du musst mal so ganz ohne Vorwürfe eine Basis finden um mit ihr über alles zu reden.Ich hoffe deine Tochter ist dazu bereit sich dir zu öffnen.
LG Djack
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Jana
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 1470

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

@Frau Holle: Ich weiß, dass du bereits über deine Tochter geschrieben hast, nach wie vor sind aber weder du noch dein Kind Mittelpunkt des Universums, ihr seid noch nicht einmal Mittelpunkt dieses Forums. Mach es uns doch also bitte einfach und verwende für ein und das selbe Problem einen Thread.
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2010 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich halte nich viel von dem drogentest, denn wenn das Ergebnis offenbart welche drogen konsumiert werden bring niemanden weiter. Schon gar nicht deine angeprangerte Tochter die sich noch mher schämen wird.
Das sie auch Heroin ausprobieren wird "nur" weil es ihr Freund ja auch tut halte ich für Schwachsinnig.
Denn meine Erfahrung ist eine andere. Und ich habe auch einen H abhängigen an meiner Seite. Würde aber im Leben nicht so bescheuert sein und mir das zeug reinpfeifen.
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

hallo an ALLE also ich habe alle drogen durchgemacht und am heroin hängeblieben. War auf drei therapien und leider auch im knast. Der knast hat mir aber die augen geöffnet und deshalb beschloss ich (was nicht immer leicht ging) keine drogen mehr an mich ranzulassen, jetzt werden es zwei jahre. Meine tochter hat mich während dieser zeit sehr vermisst. Sie mußte derzeit bei ihrem vater wohnen mit dem sie sich aber nicht so gut versteht. Ich genauso wenig. Also ist auch kein normales gepräch mit dem vater möglich der gibt mir sowieso immer an allem die schuld. Aber das wochenende hat anscheinend ihr die augen geöffnet zum teil wenigstens. Sie ist jetzt wieder öfter zu hause. Nur geht sie halt leider auch nicht mehr in ihre arbeit. Sie wär jetzt im zweiten lehrjahr zur arzthelferin. Lässt einfach so ihre lehre sausen und ich kann da auch nichts dagegen tun ausser ihr ins gewissen zu reden. Ich weiss auch nicht aber irgendwie kann ich ihr doch glauben das sie keine drogen nimmt zumindest kein heroin. oder? keine ahnung! Vielleicht lass ich mich nur einlullen von ihr und lieber daran glauben das sie doch nicht dazu greift. Ich fühl mich so dermaßen hin und her gerissen das ich gar nicht mehr von wahrheit und lüge unterscheiden kann. Was meint ihr?
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

hallo trini du schreibst das du mit einem süchtigen zusammen lebst. Funktioniert das wirklich? Ich hatte immer die meinung das wenn nur einer drauf ist dieses niemals funktionieren wird. Wie ist es bei euch so? Wie kannst du damit leben das würde mich sehr interessiern wenn du darüber sprechen willst würd ich mich freuen von dir zu hören liebe grüße
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Trini
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

So genz zusammenleben tun wir nicht. jeder hat seine eigene Wohnung und er ist seid 1 Jahr in Substi. Geht vorbildlich zur Drogenberatung und zur Bewährungshilfe.
Er hat sehr zu kämpfen mit dem alltäglichen Stress und manchmal bin ich auch recht froh das wir getrennt wohnen.
Ich will mir zeit lassen und sicher sein wenn ich mit ihm zusammenziehen werde. Noch bin ich das nicht und man muß ja nichts überstürzen, immerhin habe ich eine 13 jährige Tochter.
Ich mache mir nichts vor indem ich mir einrede er wird nie wieder schwach werden.
Dazu habe ich hier viel zuviel gelesen. Ich lass die Dinge seinen Lauf und werde sehen was kommt.
Unsere Beziehung läuft relativ cremig. Aber so manchmal, besonders wenn es einen Konflit in der beziehung gibt macht sich das ziemlich bemerklich. Ich merke wie er daran arbeitet, das finde ich toll. Wir wollen auch beide Paargespräche bei der Drogenhilfe inanspruch nehmen damit wir auch dieses Problem besser bewältigen können.
Ich bin ja auch nur ein Mensch und nicht fehlerfrei. Manchmal platzt mir auch der Kragen und kann mich nicht mehr beherschen.
Aber die Sucht ist bei uns eher nicht so das thema. Wenn ich was wissen will frage ich.
Allerdings würde dies anders aussehen würde er jetzt noch fleissig konsumieren. Damit würde ich gar nicht klarkommen und hätte sich erledigt.
Ich glaube nicht das man dieses als Beziehung nennen kann wenn der eine nur noch für seinen Stoff lebt und dem somit auch kein Stück vertrauen kann. Breit neben mir im Bett liegt und für meine verhältnisse kein Berechtigter Partner ist.
Ich kann es mir nicht vorstellen und Drogen und Liebe passen irgendwie nicht zusammen.
Schon gar nicht wenn Kinder mit im Spiel sind
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frau holle
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo trini
find es echt bemerkenswert wie leicht du mit dieser sache umgehen kannst. Aber vielleicht fällt es dir gar nicht leicht sondern du hast die nur ne art schutzmauer gebaut. Denn wie du schon sagtest das du so kein vertrauen zu ihm haben kannst. Ich hatte immer vertrauen zu meiner tochter nur heute fällt es mir schwer nicht alles was sie sagt gleich anzuzweifeln.
Das du dir das nicht jeden tag mit ansehen willst oder kannst, kann ich sehr gut verstehen. Aber was ist mit deiner tochter? Weiss sie was los ist mit deinem Freund? Wie sieht dein freund denn eure beziehung an? Ist er froh jemand an seiner seite zu wissen der mit diesem dreck nichts zu tun hat?
Ne menge fragen aber ich find dein leben sehr interessant und ich glaub das ich davon viel lernen kann. Chiao hoffe bis bald
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Trini
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann nur deshalb wahrscheinlich leicht an die sache rangehen weil die Sucht nicht unser Leben bestimmt. Zumindest bekomme ich das nicht so mit. Ich kann ja nur für mich sprechen.
Ich sehe den Willen von ihm clean zu werden. ich hoffe das bleibt so.
Es wäre sicher nicht so wenn das andersrum wäre.
Ich begleite ihn dabei und versuche so gut wie möglich eine Stütze für ihn zu sein.
Mit meiner kleinen kommt er gut zurecht. Sie hingegen will mich natürlich für sich allein aber das ist für mich verständlich da ich ja ziemlich lange single war. Wir kommen gut zurecht.
Auch in dem Pupertätswahn.
Leider weiß sie von seiner Sucht. Als ich im Forum reinschaute sah sie auf den Bildschirm und wußte es dann.
Habe dann mit ihr geredet. ich hätte es aber lieber verheimlicht.
Ja er ist sehr froh glaube ich.
Nicht nur ich bin eine stütze, auch er ist es für mich.
Es gibt nicht nur die Sucht im Leben sondern auch die anderen Sachen die Probleme bereiten.
Wir helfen uns beide und sind füreinander da.
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frau holle
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe es meiner tochter auch sehr lange verheimlicht. Mit 10 Jahren mußte ich es ihr sagen weil ich auf therapie mußte. Sie war natürlich nicht sehr begeistert und hält mir es heute manchmal noch vor. Aber hat deine tochter sie ist ja alt genug, nicht angst das du auch an drogen gelangst? Also meine tochter hat nach meiner rückkehr ( die sie sich gewünscht hat) sehr aufgepasst und nun muß ich auf meinen tochter aufpassen. Ist schon komisch wie sich alles so ändert oder? Du bist für deinen freund mit sicherheit die größte stütze die er hat und er wird sich hüten diese in irgendeiner form zu ruinieren. Was aber auch enorme kraft kostet für ihn und vor allem auch für dich! Ich zieh aber den hut vor dir wie du dies alles zu packen weisst. Das schafft nicht jeder.
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

so einfach ist das nicht wie sich das vielleicht anhören mag, aber wir haben uns arrangiert mit dem Thema.
Anfangs hatten wir große Probleme, weil die Sucht da war und er auch drauf gewesen ist, was er mir verheimlichte. Sein Verhalten war alles andere als logisch und ich stand oft vor Rätseln.
Als er dann kleckerweise am Telefon über wochen mit der sprache rausrückte und ich mitbekam wie er wieder auf der Strasse unterwegs war um Geld für Stoff zu besorgen fragte ich ihn ob er weitersinken will (da wo er die letzten 10 Jahre war) oder ob er morgen früh sich in den zug setzt und zu mir kommt und auch bleibt. Wohlgemerkt in seinem Druff zustand.
Er kam am nächsten Tag und blieb. Wir gingen zur Drogenberatung und leiteten die ersten Schritte ein mit Wohnung suchen, Substi Platz usw. . 2 wochen später fuhren wir in seine alte wohnung (bei seinen Eltern) und luden meinen Kombi voll mit seinen Klamotten und 2 Katzen.
Bis zur substi hielt er sich mit auf der strasse gekauften subutex oder methadon über wasser.
Es war auch oft zu wenig also war er auch öfters affig.
AAAber das war ja nur vorrübergehend sagte ich mir immer wieder.
Seid dem ist alles geschmeidig dachte ich. Bis ein Brief vom Gericht kam mit einer Anklage aus alter Zeit.
Das war ein großer Rückschlag für ihn und er bunkerte sich in seine Wohnung ein. Er war fix und fertig. Meinte er wäre eine Last für mich. Er sei doch kein Umgang.
Das war hart. Aber auch das haben wir gemeistert und er kam nicht in den Knast.
Ich kann nicht mit Sicherheit sagen ob er in dieser Zeit Beikonsumfrei war. Ich habe ihn noch nie so fertig erlebt.
Er hat mir wirklich richtig leid getan und fühlte mich sehr hilflos.
Meine Tochter hat damit überhaupt kein Problem. ich glaub es interessiert sie gar nicht. Als sie es erfuhr sagte sie nur aha und gut is. Das sie Angst hat ich könnte auch draufkommen glaub ich nicht.
Ausserdem sind ja Drogen in meiner Nähe auch nur wenn überhaupt Theorie. Es ist kein Dauerthema bei uns. Wir versuchen ganz normal zu leben mit allem drum und dran.
Ich weiß nicht wie lange das so gut gehen wird denn wenn ich die Zahl von 1-2% sehe wird mich schlecht. Aber verhindern kann ich gar nichts. Ich weiß nur das eine Beziehung mit exesiven Konsum nicht gut gehen wird.

Das du deiner Tochter die Wahrheit gesagt hast ist gut. Kinder wissen sowiso mehr als wir schlauen Eltern ahnen. Sie bekommen immer das mit was sie nicht wissen sollen. Nichts ist besser als offener Umgang mit solch Problemen besonders wenn du dann noch ausserhalb in eine einrichtung mußtest. Da bringen lügen doch nichts.
Du hast dich sicher geschämt. Aber du kannst stolz darauf sein das du den Absprung geschafft hast. Das ist eine große Leistung und jeder Tag zählt.
Wenn deine kleine jetzt tatsächlich auch Drogen nimmt ist das hart. Denk an deine Erfahrungen die du selbst gemacht hast. Versetz dich in ihre Lage. Es gibt immer einen Grund die fehlende Lücke zu füllen. Finde ihn mit ihr herraus.

Was war dein Grund mit Drogen anzufangen?
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frau holle
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2010 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

hallo trini,
bei mir begann alles mit 15 jahen. Ich war in einer clique (wovon ich mit 3 leuten heute sogar noch kontakt habe) da war auf einmal Hasch da. Neugierig wie ich (wir) waren und erfuhren das diese droge nicht so schlimm ist probierte ich es schließlich aus. War total begeistert von der wirkung. Nach etwa 2 jahren kam lsd dazu, ich probierte es auns und war wieder total begeistert. Wir nahmen alles ausser heroin. Da hatten wir einen codex drauf niemals heroin. Es haben sich auch alle bis heute daran gehalten ausser ich. Ich war halt der kandidat der drogen einfach nur toll fand und nützte dieses sinnlos aus um abzustürzen bis nach ganz unten. Meine freund von damals konnten dies natürlich nicht verhindern und als ich dann auch noch wegzog war die einzige verbindung zu "normal" lebenden menschen auch gekappt. Sie wußten auch von meinem absturz aber wie gesagt war die entfernung zwischen uns zu groß. Als ich bei meiner eresten therapie wochendheimfahrt hatte verbrachte ich dies bei einer guten freundin aus dieser clique. Wir hatten uns ja ne zeitlang nicht gesehen und so war es für sie ein wenig anstrengend da sie meine negative veränderung ja nicht live miterlebt hat. Als das wochenende vorbei war war sie glaub ich sehr froh darüber. Sie gab mir einen Brief mit den ich unterwegs erst lesen sollte, denn ich wollte von ihr wissen ob ich mich verändert habe. Als ich ihn las erschrak ich. Denn darin stand wie ich vor der opiatsucht war und wie mich die opiate verändert haben. Davor war ich: Nett hilfsbereit nicht stressig! Danach, da stand nur: Stressig! Obwohl mich diese worte bis heute begleiten, verhinderten sie mich nicht daran weiter drogen zu nehmen. Das war auch meine einstellung auf jeder therapie auf der ich war. Irgendwiediese TH schaffen und danach gleich weiter Drogen nehmen. Drogen das war einfach mein leben! Leider! Es hat dann noch insgesamt etwa 10 jahre gedauert bis ich selber es nicht mehr wollte.
Die einzige zeit in der ich keine drogen nahm war als ich schwanger war. Zu der zeit war meine hauptdroge kokain. Aber gleich nach der geburt hielt ich sofort meine nase wieder in das zeug ohne darüber nachzudenken das ich ja jetzt es auch bleiben lassen könnte. Nachgedacht vielleicht schon aber angekommen ist es bei mir nicht. Dann als meine tochter 2 jahre alt war verfiel ich dem heroin und nahm dieses weiter so an die 10 jahre lang.
So nun genug von mir. Deshalb ist es für mich ja auch so schlimm nun mit ansehen zu müssen wie meine tochter genauso anfängt wie ich. Das ist so, als wenn man sich sein eigenes leben zur strafe mit ansehen muß. Heftig daran ist das dein eigenes kind die hauptrolle dabei spielt.
Deshalb bin ich auch so an dir interessiert da ich davon überzeugt bin, obwohl wir uns erst kurz kennen von dir einiges mitnehmen kann. Ok freu mich wider von dir zu hören bis denn lieben gruß
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