Mutter meiner Freundin wollte sich umbringen

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Malibu
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 11:22    Titel: Mutter meiner Freundin wollte sich umbringen Antworten mit Zitat

Hallo...
Ich schreibe hier für eine Freundin, sie ist erst 13 Jahre alt und hat starkte Probleme mit ihrer Mutter.
Ihr Mutter ist 39 Jahre und hat ein starkes Alkoholproblem.
Sie hat noch einen kleineren Bruder von 10 Jahren, der bei seiner Mutter wohnte.
Ihre Eltern sind geschieden. Meine Freundin hat nicht so ein gutes verhältnis zu ihrer Mutter und auch nicht zum Vater, deshalb wohnt sie bei ihrer Oma.
Wenn ihre Mutter mal wieder besoffen ist (was eigentlich jeden Tag der Fall ist) tyrannisiert sie jeden aus der "alten" Familie, sodass diese immer den Stecker aus em Telefon ziehen müssen.
Die Mutter hat auch bei einem Unfall ihren Autoführerschein verloren, weil sie wie erwartend betrunken war. Sie war auch schon mal wegen des ganzen Alkoholkonsums in einer Klinik, wo man ihr helfen wollte. Sie ist immer sehr aggressiv, wenn man sie auf das Alkoholthema anspricht. Reden kann man absolut nicht mit ihr.
Nachdem sie dann eines Tages auf den kleinen Bruder losgegangen ist, wollte auch der nicht mehr bei ihr bleiben und wurde vom Vater abgeholt. Daraufhin ist sie komplett ausgerastet. Hat wieder jeden tyrannisiert und dann haben sie wieder den Stecken vom Telefon gezogen.
Daraufhin hat sie starke Tabletten geschuckt und ist zur Nachbarin und hat nur gemeint : Hab dich lieb.
Die Nachbarin ist eigentlich ihre beste Freundin.
Dann ist sie wieder in ihre Wohnung und hat sich eingeschlossen. Zu dem Zeitpunkt hatte sie ja schon die Tabletten genommen. Ihre Nachbarin ist dann zu ihr und wollte mit ihr reden, fragen, was los sein. Die Mutter schrie dann nur durch die Tür, das sie Tabletten genommen hat und sich umbringen will. Dadurch, das sie aber so viel Wein und Bier getrunken hat, hat sie alles rausgebrochen. Ihre Freundin hat dann den Krankenwagen geholt und bei meiner Freundin dann auf em Handy angerufen, und wollte ihren Vater sprechen. Die Mutter ist dann ins Krankenhaus gekommen und es wurde allen versprochen, das ihr jetzt geholfen wird, dadurch, das sie sich umbringen wollte, sollte sie auch für längere Zeit in die geschlossene. Allein für den Entzug und für den Mordversuch.
Jeder hat sich irgendwie für sie gefreut, das ihr geholfen wird, und dass sie endlich weg ist.
Nur leider hat die Freude nicht lange angehalten. Sie ist am nächsten Tag von der Klinik ind die geschlossene gekommen. Dort hat sie so einen Terror veranstaltet, das sie die Frau dort nicht behalten konnten. Wegen Freiheitsberaubung (angeblich) hätten sie die Mutter wieder frei lassen müssen.
Meine Freundin ist jetzt total fertig. Sie weiß nicht, was jetzt noch alles passiert. Muss sich ihre Mutter erst wirklich umbringen? Die Kinder wissen gar nicht mehr, was sie machen sollen. In der Schule werden sie als schlechter. Mit ihrem Vater können sie auch nicht richtig reden, der meint nur, das es nicht so schlimm wäre.

Wie kann man zum einen den kleinen helfen (also meiner Freundin und ihrem Bruder) und wie kann man der Mutter helfen, bzw die kleinen von weiteren Anschlägen ihrer Mutter beschützen. Oder, wie kann man die Mutter dazubringen, endlich eine Therapie zu machen?

Vielen vielen Dank jetzt schon mal für die Antworten.
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Trini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Malibu
so wie sich das anhört ist diese Mutter ein hoffnungsloser fall. Sie tyranniesiert, zerstört sich selbst und zieht alle in ihren Sumpf rein weil sie selbst es nicht mehr checkt.
Mit dem Suizid versuch war garantiert ein Fake aus verzweiflung und ihr könnt mich alle mal.
Sie hasst sich und ihr Leben und kommt einfach nicht mehr klar mit sich.
Wenn sie wirklich hätte sterben wollen hätte sie nie im Leben dieses angekündigt.
Es ist ein Schrei nach Hilfe. Und oft gedanklich wohl der letzte ausweg.

Mein Vater war sehr oft cholerisch und tyrannisch. Meine ganze Kindheit. Oft dachte ich sein letztes stündlein hat geschlagen wenn er wiedermal auf dem Sofa entzogen hat.
Später als ich erwachsen war und dieses vierteljährliche Koma saufen sein Tod war war ich schon sehr traurig. Aber trauerte doch anders. Irgendwie : es ist vorbei.
Dieses Elend hat ein Ende. Er hats geschafft.
Für mich hat damals der Tod mehr erleichterung für meinen Vater gesehen als das Elendige Leben was er führte. So blöd wie sich das auch anhören mag.
Zur Klarstellung. Mein Vater war in Kindertagen mein Held. ich war absolutes Papa Kind.
Die Sucht hat ihn zerfressen und er war selber schuld in seinem Elend zu versaufen und an seinem Selbstmitleid zu ersticken.
Unzählige Entgiftungen brachten nichts.

Ich würde das meinem Kind nicht antun und mich von der Mutter distanzieren. Dieses Elend darf ein Kind nicht miterleben.
Zwangseinweisung bringt auch nichts, außer maximal 3 tage glaube ich wenn akute Selbstmordgefahr besteht.
Und danach geht alles von vorne los.

Entweder diese Frau wacht auf und will aus ihrem Elend raus oder sie wird sich zu Tode saufen
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tomate28
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.05.2010
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 29. Sep 2010 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

wie sieht es denn mit dem jugendamt oder kindernotdienst aus? dort könnte man nach hilfe fragen und den fall schildern. wenn die nichts machen, oder machen können, haben die evtl eine idee, was zu tun ist.
passieren muß auf jeden fall etwas um den kindern zu helfen Exclamation
lg tom
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Malibu
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2010 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten, auch wenn mir nicht wirklich damit geholfen ist. Confused

Ich habe ihr auch schon den Vorschlag gemacht, mal zum jugendamt zu gehen, aber meine Freundin ist eigentlich bei ihrem Vater gemeldet, der hat wieder neu geheiratet und sie kommt mit ihrer Stiefmutter gar nicht klar. Bei dieser *** frau ist das auch kein wunder... Kenne sie auch und würde dort auch niemals einziehen. Ja, und sie wohnt wie schon erwähnt bei ihrer Oma. Nicht, das es da irgendwelche Probleme gibt.

Das es so nicht weitergehen kann , das ist klar, aber versuch mal einer 13 jährigen und einem 10 jährigen zu erklären, das es mit ihrem Mom nicht mehr viel sinn hat und sie sich irgendwann zu tode säuft.

Ich bin selbst erst 21 jahre alt. Ich kenn die Familien schon ewig lange. Die Kinder kenne ich schon als Babys. Habe früher immer dort Babygesittet, deshalb fühle ich mich irgendwie ein bisschen verantwortlich für die zwei. Sie können immer zu mir kommen, wenn was ist.
Ich habe auch schon vorgeschlagen, profesionelle Hilfe für die 13 jährige zu suchen. Sie hat aber irgendwie angst da hinzugehen.
Gibt es sonst noch weitere möglichkeiten, da irgendwie rauszukommen? Und auch eine Lösung für die Mutter zu finden?

LG
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tomate28
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.05.2010
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2010 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

hi Malibu
für die mutter gibt es nur hilfe, wenn sie welche in anspruch nehmen möchte. sie ist erwachsen und muß und kann diese entscheidung selbst treffen.
hilfe für die kinder, auf alle fälle für den 10jährigen, halte ich für wichtig. wenn er seine kindheit und jugend mit einer täglich betrunkenen mutter verbringt, wird das nicht spurlos an ihm vorbei gehen und er wird warscheinlich später probleme haben. welcher art auch immer, muß nicht sein aber ist schon warscheinlich.
kann sich die mutter denn überhaupt richtig um ihn kümmern?
leider habe ich auch keine andere idee, außer jugendamt oder kindernotdienst. dort kann man wenigstens einen familienhelfer beantragen.
ich hoffe ihr findet eine lösung, viel glück.
lg tom
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Rote Zora
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.05.2009
Beiträge: 1041

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2010 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das Jugendamt die Situation so erfahren würde,wie Du sie hier schilderst,wären sie schon längst eingeschritten,und hätten die Kids da rausgeholt.Grade bei Suizidandrohung wird "sofort" gehandelt!Das nennt man nämlich Kindeswohlgefährdung!
So wie sich das anhört,wird das für die "Mutter" der einzige Weg sein um sie mal wachzurütteln!Manche brauchen ´nen derben Schuss vor´m Bug um zu sehen was eigentlich los ist.Wenn die Kinder weggenommen werden,ist man gezwungen was zu ändern(sollte man sein),sofern einem die Kinder wichtig sind.Leider gibt aber auch da Mütter die das nicht als Anlass sehen,denen ist dann aber auch anders nicht mehr zu helfen.
Für die Kinder ist das natürlich nicht so toll Confused Aber eine andere Lösung fällt mir bei diesem Fall nicht ein,sorry...Von alleine wird diese Frau nichts ändern,zumal sie ihre Sucht ja anscheinend nicht mal einsieht.
Puuhh,schwere Sache das...wünsche für Dich und die Kids,das eine Lösung gefunden wird
Alles Gute
Zora
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