Eine alte Freundin...

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Fargo777
Anfänger


Anmeldungsdatum: 17.10.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2010 17:27    Titel: Eine alte Freundin... Antworten mit Zitat

eines tages hats bei mir an der tür geklingelt und ich ging nichtsahnend ran. da stand jemand den ich sehr lange nicht mehr gesehen hab. es war eine freundin die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, weil sie mit 7 oder so in die usa gezogen ist. war außerdem total vernarrt in sie früher. der letzte besuch den sie abgestattet hat war denk ich mal 5 jahre her (wir sind beide 20). aber wo ich sie gesehen habe wusste ich sofort das alles anders wird.
wir haben uns wieder super unterhalten. ihr charakter ist sehr einzigartig und speziell als das man ihn beschreiben könnte. sehr lieb lebhaft. jedenfalls bemerkte ich stiche an ihrem arm und wusste sofort was läuft. ihre eltern haben sie wieder nach deutschland geschickt weil sie harte drogen (heroin, speed, usw.) genommen hat und auch dreimal im gefängnis war. jetzt ist es auch so das wenn sie in die usa zurückfährt sofort verhaftet werden würde und sie deshalb seit 3 monaten bei mir in der nähe wohnt.
das war der absolute schock für mich, weil man kann ihr absolut nichts anmerken und es passt alles absolut nicht zusammen. ich habe mir jedenfalls nicht viel anmerken lassen bei unserm gespräch.jedenfalls als sie wieder nach heimgefahren ist musste ich mich sofort übergeben. genauso am nächsten tag in der arbeit auf der baustelle. keine ahnung aber das hab ich nicht verkraftet das ganze. ich gebe zu selber häufig cannabis zu rauchen und selten auch ein bierchen zu trinken.
ich hab in nächster zeit jedenfalls viel zeit mit ihr verbracht was dann dazu führte das meine freundin die ich da hatte sehr eifersüchtig war (verständlich, auch wenn ich da nie etwas im sinn hatte) und sich unsere wege nach zweieinhalb jahren beziehung einfach so trennten.
dann kam es dazu das ich mit ihr geschlafen habe und wir ein gegenseitiges einverständnis hatten das wir keine beziehung haben wollen. war selber froh darum auch wenn ich nach einer zeit bemerkt hab das mir unglaublich viel an ihr liegt. und sie hat mir auch seitdem zeichen gegeben das da mehr ist.
vor nem monat is ihr bester kumpel an einer überdosis heroin gestorben. was sie auch total fertig gemacht haben muss, aber nach zwei tagen wirkte fast alles iwie vergessen, als wär das ganz natürlich.
Es ist jedenfalls davon die rede das sie doch relativ bald wieder in die usa kommen kann, weil der haftbefehl vielleich erlassen wird. abgesehen davon das mir kein mensch mehr abgehn könnte als sie habe ich ne riesige angst davor. auch wenn sie noch so eine tolle persönlichkeit hat...sie wird rückfällig werden. es kann nicht anders laufen. und es ist für mich der größte alptraum das sie einfach eine weitere zahl in einer statistik von drogentoten werden würde. und das wird sie weil sie einfach noch nicht so weit ist.
ich habe teilweise richtig schlimme träume deswegen. ich fürchte auch das egal wie sehr ich es versuche nichts ändern kann und das macht mich iwie kaputt.
das alles soll jetzt keine ansammlung von selbstmitleid sein, aber ich möchte mit meinen freunden nicht so gern drüber reden (weiß auch nicht warum) und schreibs einfach hierein. wahrscheinlich wirr geschrieben und sehr viel weg gelassen. aber kennt jemand so eine situation?
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sugar_basel
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2010 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fargo,

es ist zwar echt nett wie du dich um deine Freundin sorgst, aber ich denke du musst die Dinge einfach so laufen lassen, es wird zwar schwer für dich sein, aber du wirst nichts dran ändern können.
Hast du sie denn schon mal drauf angesprochen? Wenn nicht, warum?
Versuch doch mit ihr weiter Kontakt zu halten, wenn sie zurück in die USA geht, um dich wenigstens zu erkundigen wie es ihr geht, ich denke mehr wirst du nicht für sie machen können, außer ein guter Freund für sie zu bleiben.


LG sugar
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der hoffnungslose?
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 30.09.2010
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2010 18:22    Titel: hallo Antworten mit Zitat

momentan habe ich eine ähnliche situation, meine ex war auch über ein jahr weg. aber da war alles o.k
jetzt ist sie wieder in HH und hatte schon wieder einen rückfall,von dem ich weiß, aber jetzt hat sie eine wohnung außerhalb bekommen.
klar ich hätte sie gern bei mir weil ich sie immer noch mag.
aber für sie ist es das beste.hier würde sie untergehen.
hast du mal mit ihr darüber geredet, ob es nicht mehr sinn macht hier zu bleiben?
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Trini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1140

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2010 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Fargo

das tut mir echt total leid und kann echt nachvollziehen was das für ein scheiss gefühl sein muß.
Schlimme Dinge kommen sehen und rein gar nichts dagegen ausrichten können ist eine sehr große Last an der man echt kaputt gehen kann. Es reißt einem das Herz raus und nichts ist mehr wie es einmal war.
Du mußt jetzt wirklich auf Dich achten und Dich irgendwie ablenken.
Du weißt das du nichts ändern kannst, also versuche es hinzunehmen und zu akzeptieren.
Rede mit ihr darüber wenn es dir hilft.
Schreib dir hier die Seele aus dem Leib,
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Fargo777
Anfänger


Anmeldungsdatum: 17.10.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2010 07:06    Titel: ... Antworten mit Zitat

Ich kann ihr nicht sagen, das mir das angst macht. Das würde sie entmutigen und das will ich ihr nicht antun. 
Niemand anderen hat sie hier der sie irgendwie unterstützen könnte. Sie ist komplett alleine hier. 
In diesen 3 monaten hab ich 10 kilo abgenommen, weil ich einfach keinen appetit mehr habe. Daran ändert der cannabiskonsum auch nichts mehr, also hab ich ihn reduziert weil sowieso kein positives gefühl mehr kommen will. 
Nur wenn ich zeit mit ihr verbringe wird alles wieder wärmer und nicht mehr so grau. 
Klar haben wir schon darüber geredet das es für sie besser wäre nicht mehr nach L.A. zurückzugehen aber natürlich will sie irgendwann zurück.
Es macht alles auch nicht leichter das ich seit längerem als elektriker in einer nervenheilanstalt arbeite wo das thema drogensucht allgegenwärtig ist.
Ich weiss das jammern und das alles natürlich nicht weiterhilft und das es mir im grunde eig gut geht. aber das iwie mal mitzuteilen und das es menschen gibt wie zum beispiel trini oder der hoffnungslose denen es ähnlicht geht/gegangen ist macht es ein wenig erträglicher.  
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