Wie bzw.kann man seine Kinder vor Drogenkontakt schützen?

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Cashia
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.01.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 02:56    Titel: Wie bzw.kann man seine Kinder vor Drogenkontakt schützen? Antworten mit Zitat

Liebe Leserinnen und Leser,
Ich mache mir die letzten Tage vermehrt Sorgen und Gedanken, ob und wenn ja, wie ich meine Kinder später vor Drogenexperimenten schützen und ihnen eventuell die negativen Folgen ersparen könnte.
Kurz zu mir:
Ich bin 3-fache Mutter und kämpfe seit 3 1/2 Wochen gegen den ungeheuren Suchtdruck an, nicht mehr zu Fentanyl zu greifen.
Genaueres steht im Heroinforum im noch laufen Thread "Fentanyl zu Hause entzogen..."
Zum meiner Frage zurück:
Familienkonstellation, Erziehung, Bildung und Lebensqualiät spielen m.M.n. sicherlich eine nicht unbedeutende Rolle.
Doch kann ein Kind aus geordneten und wohlbehüteten Verhältnissen genauso süchtig werden wie ein aus sozialen Brennpunkten stammendes.

Ich selbst habe eine liebevolle, sinvoll strukturierte und v.a. unbeschwerte Kindheit erleben dürfen.
Ich habe ein Gymnasium besucht und meine Freunde waren eigentlich alle aus "gutem Hause".
Nur Weinige haben je Drogen probiert bzw. es nicht beim probieren belassen.
Doch ich war neugierg und rutschte mit über Jahre sinkender Hemmschwelle in immer tiefere Drogenkreise.
Ich musste zu meinem Glück nie kriminell werden, ich habe sogar während meiner Junkiezeit mein Studium beenden können. Doch habe ich alles ersparte und geerbte Geld (das mein "Startkapital ins Leben sein sollte) in wenigen Jahren verballert.
Meine Eltren fielen aus allen Wolken, als sie das Ausmaß meiner Sucht erkannten
Shocked ...

Heute denke ich, als Vater oder Mutter fragt man sich doch unwillkürlich: was haben wir falsch gemacht?
Ich kann meinen Eltern keine groben Erziehungsfehler vorwerfen, die meine Drogenkarriere auch nur im Ansatz "rechtfertigen" könnten...
Irgendwann lässt der Einfluss des Elternhauses nach und dann kann es eine (falsche) Entscheidung sein, die das komplette Leben verändern wird. (habt Ihr "butterfly effect" gesehen?)
Ichwar 3 Jahre lang Junkie und dann über 11 Jahre lang sauber. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals wieder die Marionette meiner Droge werden könne...
Sonst hätte ich mich wahrscheinlich nicht für ein Kind entschieden (dass es Drillinge geworden sind, war nicht geplant Shocked

Ich habe in meinem Leben echt Glück gehabt und mir durch meine Sucht nicht die berufliche Zukunft verbaut. Wir können unseren Kindern ausreichend finanzielle Sicherheit bieten und sie dürfen einfach Kind sein.
Die Kindheit meiner eigenen Sprößlinge verläuft ähnlich sorglos wie meine.
Nur dass meine Mutter nie drogen- oder medikamentensüchtig war.

Früher dachte ich immer, MEINEN Kinder werde ich sofort ansehen, wenn sie zugedröhnt nach Hause kommen.
Durch meine Erfahrungen könnten sie es nicht lange vor uns geheimhalten.
Doch wünsche ich ncihts sehnlicher, als dass sie nie damit in Berührung kommen!
Was denkt Ihr: Greifen Kinder von Süchtigen eher zur Droge als Kinder von "Anderen".?
Oder kann ich eher eingreifen, weil ich früh erkenne was meine Eltern lange nicht sahen (oder sehen wollten).
Soll ich meinen Kinder jemals von meinen Erfahrungen erzählen oder macht sie das vielleicht erst neugierig?

Ich vergaß zu erwähnen, dass die Kids erst 10 Jahre alt sind und wir in eher ländlicher Gegend wohnen. Doch Drogen gibt es in den kleinsten Käffern, man muss nur die richtigen (eig. die falschen) Leute kennen lernen.
Wenn ich hier im Forum öfter lese, dass Kinder schon mit 10 Jahren rauchen, mit 12 kiffen, mit 14 Chemie einwerfen und mit 15 zum H greifen, wird mir Angst und Bange...
Ist einfach Schicksal oder ändert meine Drogenerfahrung etwas zum Guten oder etwa Schlechten?
Wie sind Eure eigenen Erfahrungen, als Kind oder selbst Elten, Eurer Freunde o.ä.?
Ist das Dro-GEN vererbbar?

Grüße von Cash
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Cash,

die Frage gab es hier schon öfter, ob das Interesse an Drogen womöglich in den Genen steckt. Ich finde, irgendwie schon. Ich schon als Kind mit Interesse beobachtet, wie Erwachsene rauchen und trinken. Ebenso habe ich die Ohren gaaaanz weit aufgesperrt, wenn irgendwo die Rede von den (schlimmen) Drogen war. Ich war "ganz Ohr". Mit 10 Jahren fasste ich den Entschluss, auf jeden Fall irgendwann mal Drogen zu nehmen und ich habe mich daran gehalten. Wie war das bei Dir? Wann ist Dein Interesse an Drogen erwacht?

Ich würde meinen Kindern nichts von meinen Erfahrungen erzählen. Sind sie interessiert, gibst Du ein schlechtes Vorbild ab. Sind sie nicht interessiert, kriegen sie womöglich Angst oder sind verunsichert.

Genaues Beobachten halte ich für wichtig. Wie reagieren Deine Kinder auf den Alkoholkonsum Erwachsener? Finden sie Schokozigaretten lustig? (Gibt es die überhaupt noch?) Haben sie schon eine Einstellung zu der Einnahme von Tabletten / Medikamenten? Ohne jetzt auf diesen Themen herumzureiten würde ich bei den passenden Gelegenheiten einfach etwas genauer hinschauen und hören.

Was mich immer sehr interessiert: Selbst wenn die Veranlagung zur Drogensucht besteht: Warum gehen einige mit wehenden Fahnen den Bach runter und andere nicht? Das hängt dann vielleicht doch ein bisschen mit der Vita zusammen.

Grüße!
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo cash,
bei mir war es in der kindheit so ähnlich wie bei veilchenfee.
Ich spielte am liebsten an der tankstelle, die gleich gegenüber auf der anderen seite war, wo ich wohnte. Ich roch das benzin so gerne. Auch dachte ich immer, dass wenn ich 5 Mark im monat habe, dann reicht es für zigaretten, bier und benzin. Damals war ich auch 10 jahre alt.
Hatte aber nie im kopf das ich später mal die drogenlaufbahn einschlagen würde.
Ist aber passiert. Habe alles genommen, bis zum heroin.
Meine kindheit verlief auch ziemlich normal. Weder meine drei schwestern, noch meine eltern nahmen drogen. Aber ich halt. Heute aber nicht mehr, zum glück
Nun habe ich eine 17 jährige tochter. Ich habe auch immer daran geglaubt, dass ich sofort bemerke, wenn mein kind mit drogen abrutscht.
Habe ich aber leider nicht!
Meine tochter war 10 jahre alt, als ich ihr erzählen mußte, was mit mir los war.
Der grund war, dass ich zu einer stationären therapie mußte (§35).
Bis dahin, wußte meine tochter nichts von meiner drogensucht.
Es viel mir verdammt schwer, ihr dieses zu erklären. Auch das sie deswegen für 6 monate zu ihrem vater ziehen muß.
Leider sind aus den 6 monaten 5 jahre geworden. Der grund war LEIDER, dass damals die drogen für mich wichtiger waren, als mein kind. Also schaffte ich auch keine therapie (3 stück) und landete schließlich auch noch im gefängnis (2 Jahre).
Das hat meine tochter psychisch nicht verkraftet.
Sie war und ist deswegen schon, seitdem ich weg war, in psychologischer behandlung.
Während dieser zeit habe ich alles so gut es geht ihr erklärt. Jede frage die sie mir per brief in den knast schickte.
Ich bin dann, auf ihren wunsch hin, wieder zu ihr in die sadt gezogen, wo sie mit ihrem vater wohnt. Sie wohnt jetzt auch wieder bei mir.
Aber der knacks den ich ihr zugemutet habe, ist bis zum heutigen tag nicht gekittet.
Klar sagte sie zu mir, dass sie niemals drogen nehmen wird. Denn sie möchte auf keinen fall so enden, wie ich.
Ich dachte, kann sie sowieso nicht, denn ich würde es sofort erkennen.
Als die zeit dann begann, als ich den verdacht hatte, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Ich sie darauf ansprach und sie mir 100% versprach und beteuerte, dass sie keine drogen nimmt und auch keine nehmen wird.
Fazit war, dass sie erwischt wurde von der polizei. Sie hatte heroin bei sich. Ende des liedes, ist eine verhandlung.
Nun zu deinem anliegen!
Ich weiß leider bis heute noch nicht, was der richtige weg ist. Seinem kind die wahrheit sagen, bevor etwas schlimmeres passiert und du sie deshalb einweihen mußt. Ist halt hart, sie vor vollendete tatsachen zu stellen, finde ich jetzt.
Wenn man aber versucht dieses für immer geheim zu halten, ist die gefahr auch groß, dass sie es anderswo erfahren und was dann?
Ich denke auch das dieses schreckliche problem irgendwie vererbbar ist. Vielleicht ist "VERERBEN" das falsche wort, aber egal.
Fazit ist, dass meine tochter obwohl sie ganz genau wußte, wie und wo das alles enden wird,
trotzdem zu drogen gegriffen hat.
Sie ist zwar jetzt sauber, aber das heißt gar nichts!
Vielleicht ist es doch am besten, nicht mit der türe ins haus zu fallen.
Beobachte deine kinder, wie sie sich verhalten. Wenn du bemerkst das etwas nicht stimmt, dann frage vorsichtig nach. Du wirst erkennen, was und wieviel du erzählen kannst und mußt.
O mann, es ist verdammt schwer, es wirklich richtig zu machen!
Hoffe ich konnte dir trotzdem ein klein wenig helfen!
LG frau holle
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Pantoffelheldin
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr 3.Wink
ich weiß nich ob ihr meinen beitrag' schon gelesen hat, also veilchenfee schon. Wink
soweit ich weiß .

ich bin jetzt 15 jahre' aöt habe mit 10 angefangen zu rauchen & auch zum ersten mal zum alkohol' gegriffen . -.-
bin darauf auch nich stolz wirde ich es heute anderst machen können bzw. hätte die möglichkeit dazu , dann wiürde ich .
aber vermutlich wirden das viele. nun ja , aus meiner familie hat niemal's jemand auch nur annähernd drogen genommen & trotzdem weiß ich sehr viel darüber ... & habe auch immer die möglichkeit daran zu kommen & auch die interesse dafür war da nur, trau ich mich nich ran & nach den paar' antworten hier werde ich auch zu 99,5 % die finger davon lassen. die andern 5 % ? nun ja man sollte niemals nie sagen, wer weiß ob ich noch mal richtig tief abrutsche. natürlich hoffe ich es nich denn ich bin trotz dem verlauf' meines leben's nie abgerutsch ausser 2 mal in der klapper ' gelandet . aber sonst eigentlich nix weiter ausser das wir ne familienhilfe haben' .

& darauf bin ich stolz.
nun ja ob man seine kinder' davon noch fern halten kann heut zu tage.
ich sag mal nein.
denn ehrlich gesagt , wenn das interesse da is , is es da & wenn sie schlau sind & die richtige erziehung haben dann versuchen' sie es garnicht ... oder auch wenn ihr ein gutes verhältnis haben reden sie mit dir darüber.
aber ... welches kind' will schon seiner mutter das sagen ob sie drogen' nimmt?
ich habe meiner mam 4 n halb jahre' verheimlicht das ich rauche & sie hat es nie mit bekommen, trotz das ich in meinem eigenem zimmer' geraucht habe etc.

sie hat auch immer gesagt ich merke das. & dann?
also ich glaube auch nich das , dass erblich bedingt is ausser wenn du vielleicht in der schwangerschaft' was genommen hast , denn da kann's sein das es durch die nabelschnur übertragen wurde. -.-
aber halt uns auf dem laufenden , wenn sie erstmal 1O sind.
ich kann dir nur sagen bedräng sie nich damit , denn das hätte vermutlich keiner von uns gewollt.
nur ich kann sagen ich hätte damal's gerne jemanden gehabt der gesagt hätte lass die finger vom nicoteen. : )

viel glück' mit deinen kindern. ich hoffe das es nich so weit geht.

MFG , Pantoffelheldin . Laughing
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1147

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cash

Ich glaube schon das es eine sehr große Rolle spielt wie sich die Persöhnlichkeit unserer Kids entwickelt die durch das Familäre Umfeld spiegelt.
Vorbild der Eltern, Liebe, Führsorge, geborgenheit und Schutz.

Ich komme auch aus einer Sucht Familie. Mir selbst war nie bewußt was für ein rattenschwanz die Kinder mit ins weitere Leben mitnehmen.
Mein Vater war starker quartalstrinker der unser Leben zur Hölle machte, Meine Mutter (selber Suchtkind) entschuldigte alles an ihm. Verliess ihn nicht wegen zig gründen.
Fast alle tranken in meinem Familären Umfeld.
Es war normal für mich. Es war wirklich normal. Nach und nach starben so einige. Auch mein Vater.
War ja normal. War vorrauszusehen.
Als ich in die pupertät kam war mir mein Leben sehr gleichgültig. war ja alles scheisse.
Kannte keine Liebe, zuwendung und sonst was. Was mir heute auch manchmal schwer fällt meinem eigenen Kind besser zu machen. Der Rattenschwanz ist lang.
Drogen habe ich auch genommen. Ich bin mir sicher wenn ich den Halt gehabt hätte, hätte ich nie sowas gemacht. Ich bin Gott sei Dank nicht abgerutscht. Meine Tochter hat mich vor dem Abgrund gerettet.

Ich glaube auch nicht daran das wir Eltern es verhindern können das unsere Kinder Drogen probieren. In einem Gewissen Stadium der Pupertät machen sie sowiso ihre Erfahrungen selbst und verschliessen sich. Wenn sie was wollen machen sie es.

Cashia hat Folgendes geschrieben:

Die Kindheit meiner eigenen Sprößlinge verläuft ähnlich sorglos wie meine.


das ist doch spitze. Damit hast du doch den wichtigsten Grundstein deiner Kinder gelegt.
Sehr viele haben dieses Privileg nicht.

Natürlich ist das keine Garantie. Und so wie bei der Partner der abhängigen gilt genau das gleiche bei den Kindern. Du kannst sie nicht bewahren davor sondern nur begleiten. Und das tust du meinermeinung nach sehr gut.
Auch wenn du selber abhängig bist lässt du dich nicht gehen.

frau holle hat Folgendes geschrieben:
Der grund war LEIDER, dass damals die drogen für mich wichtiger waren, als mein kind. Also schaffte ich auch keine therapie (3 stück) und landete schließlich auch noch im gefängnis (2 Jahre).
Das hat meine tochter psychisch nicht verkraftet.
Sie war und ist deswegen schon, seitdem ich weg war, in psychologischer behandlung.
Während dieser zeit habe ich alles so gut es geht ihr erklärt. Jede frage die sie mir per brief in den knast schickte.

Aber der knacks den ich ihr zugemutet habe, ist bis zum heutigen tag nicht gekittet.




Das hat mich sehr bewegt ja.
das ist die andere seite der Medailie. Und alles was ich bereits von dir gelesen hab (ich habe jeden Beitrag von dir gelesen) nehme ich trotz dessen den Hut vor Dir Frau Holle. Allein für diese Einsicht. Das können wahrlich nicht viele Menschen.
Deine Tochter wird das ganz sicher selber eines Tages verstehen was es bedeutet.
Ich warte heute noch darauf das meine Mutter mal solch Erleuchtung kommt.
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1147

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

@Frau Holle

Was ich dringend noch anmerken muß ist.
Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sehr dich das selbst belasten muß mit diesen Schuldgefühlen leben zu müssen.
Aber eines kann ich dir sagen. Du lebst noch und bist deiner Tochter " JETZT " eine gute Mutter.
Du gibst alles für sie und kümmerst dich liebevoll.
Ja du hast scheisse gebaut. Aber es hat Klick gemacht und darauf kannst du verdammt nochmal stolz sein. Deine kleine ist es auch. Wenn nicht jetzt dann irgendwann mal.

Mach einfach weiter so wie jetzt. Denn das Leben ist wie zeichnen ohne Radiergummi
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Pantoffelheldin
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2011 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

oh da kann ich trini' nur recht geeben. & irgendwie beneide ich dich darum auch.
denn ein kind' is heut zu tage nicht leicht noch groß zu ziehen .
& ich find das gut wie du das machst. Wink
macht weiter so , denn kinder' brauchen viel zuwendung etc.

MFG , Pantoffelheldin
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Cashia
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.01.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2011 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Antworten...

Zitat veilchenfee: (Kann am GeschäftsPC nicht ordentlich zitieren, sorry)
Wie war das bei Dir? Wann ist Dein Interesse an Drogen erwacht?

Ich begann mit 15 heimlich zu rauchen und auf Partys ab und zu Alkohol zu trinken.
Da ich Leistungssportlerin war, hielt sich das bei mir aber in Grenzen.
Mit 16 kiffen, mit 18 (kurz nach dem Abi) gings dann ziemlich schnell los: Pillen, Amphe, Tickets, Koks und mit Anfang 20 das braune Gift.

Zitat veilchenfee:
Wie reagieren Deine Kinder auf den Alkoholkonsum Erwachsener? Finden sie Schokozigaretten lustig? (Gibt es die überhaupt noch?) Haben sie schon eine Einstellung zu der Einnahme von Tabletten / Medikamenten?
Sie finden Zigaretten und Alkohol eklig und bequatschen meinen Mann und mich immer, wir sollen doch das Rauchen lassen (ich rauch max. 2 Kippen am tag, mein Mann vielleicht 5-6 Stück).
Muss kurz weiterschaffen, melde mich später noch zu den anderen Beiträgen.
LG Cash
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2011 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

@ Trini und pantoffelheldin
Vielen dank für eure lieben worte. Diese haben mich unwahrscheinlich berührt.
Es ist schön, von anderen menschen mal etwas gutes zu hören.
Ja ich werde immer für meine tochter da sein. Egal was sie macht oder passieren
wird.
zu dir cashia: Du mußt immer aufpassen, egal, es kann so viel passieren. Man kann
leider nicht alles verhindern. Aber wenn deine kinder merken, dass du immer für sie
da bist. Sie vertrauen zu dir haben, dann werden sie sich auch leichter öffnen, dir
gegenüber.
Höre auf dein inneres, auch wenn es schwer fällt, du wirst die zeichen erkennen, wenn
die kids probleme haben. Es müssen ja nicht immere gleich die drogen sein. Es gibt
immer eine vorgeschichte.

LG F rau Holle
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Pantoffelheldin
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2011 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

@frau holle.
kein ding' . ja ich find es auch sehr interessant mal in andere leben' einen einblick rein zu bekommen.
auf jeden fall' kann ich nur sagen seit immer für eure kinder' da ..
Wink & das seit ihr ja. ihr macht euch ja auch sorgen' . das is normal.

MFG , Pantoffelheldin
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Cashia
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.01.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2011 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

So Ihr Lieben,
nun habe ich etwas mehr Zeit um ausführlich auf Eure Beiträge einzugehen.
Wie schon gesagt, ich habe eher als Spätzünder selbst mit Drogen angefangen, doch mich haben diese "besonderen" Leute schon sehr früh interessiert.
Die Jungs waren cooler und ich wollte mich auch in deren Kreisen bewegen.
Ich hatte dann einen Freund, der mit allem möglichen Sachen experimentiert hat und das wollte ich natürlich auch...
Und weils so schön war, ein zweites Mal und dann was anderes- und die Drogen wurden immer stärker (sprich vom Hasch zum XTC, vom LSD zum Koks, vom koks zur Schore, vom Blech rauchen zum ziehen bis zu i.v.).

Meine Zwillingsschwester ist das genaue Gegenteil von mir, sie immer korrekt und konsequent in allem, ich der Freak.
Zitat veilchenfee:
Zitat:
Selbst wenn die Veranlagung zur Drogensucht besteht: Warum gehen einige mit wehenden Fahnen den Bach runter und andere nicht?

Das würde mich auch brennend interessieren. Bei mir wars wohl Glück, dass ich finanziell sehr gut abgesichert war (und immer noch bin), ich musste mich auf der Szene nicht rumtreiben. Ich konnte mir immer gleich größere Mengen kaufen (zum Eigengebrauch) und musste mich nicht mit Geldbeschaffung rumschlagen.
Deshalb wohl auch das beendete Studium...
Zitat frau holle:
Zitat:
Leider sind aus den 6 monaten 5 jahre geworden. Der grund war LEIDER, dass damals die drogen für mich wichtiger waren, als mein kind. Also schaffte ich auch keine therapie (3 stück) und landete schließlich auch noch im gefängnis (2 Jahre).

Ich kann nachvollziehen was Du meinst.
Obwohl es in meinemLeben an Nichts fehlt und ich mich glücklich schätzen sollte über einen tollen Mann, 3 gesunde Kinder, Haus, Betrieb etc., habe ich trotz aller Erfahrungen wieder zum Opioid gegriffen und v.a. daran festgehalten.
Und selbst jetzt, wo ich weiß dass ALLES auf dem Spiel steht, bringt mich die Gier nach Fentanyl fast um den Verstand (zumindest heute ganz extrem, ich wäre fast rückfällig geworden) Crying or Very sad

Deine Erzählung hat mich tief bewegt und ich versuche es mir immer wieder vor Augen zu führen, dass mir ein ähnliches Schicksal blüht, swenn ich wieder zum Fentanyl greife-es bleibt ja dann sicherlich nicht bei einem Mal...
Zitat:
Hoffe ich konnte dir trotzdem ein klein wenig helfen!
LG frau holle

Sehr sogar, dankeschön...
Und bitte mach weiter so und sei für Euch beide stark.

Pantoffelheldin
Zitat:
ich weiß nich ob ihr meinen beitrag' schon gelesen hat, also veilchenfee schon. Wink

Ja habe ich und du warst auch mein Beispiel im Anfangsbeitrag von mir
Zitat:
dass Kinder schon mit 10 Jahren rauchen,

Meine Kids sind im Moment 10 Jahre alt und sehr weit davon entfernt, sie finden rauchen und Alkohol eklig und von "Rauschgift" haben sie gar keine Ahnung.

Zitat:
wenn du vielleicht in der schwangerschaft' was genommen hast , denn da kann's sein das es durch die nabelschnur übertragen wurde. -.-


Nein lange vor, während und lange nach der Schwangerschaft habe ich weder geraucht, getrunken noch sonst Drogen oder Medikamente genommen.
Ich habe mit dem Zeug erst vor ca. 3 Jahren wieder angefangen - nach fast 12 Jahren Abstinenz..blöd, gell...

@Trini
Wenn ich Deinen Lebenslauf lese werde ich sehr traurig, denn es erschüttert mich, wenn Kindern schon im Vorfeld so viele Chancen fürs Leben genommen werden und sie mit Problemen belastet werden ,die für eine Kinderseele eindeutig zu groß sind.

Ich findes er großartig, dass Deine Tochter Dich gerettet hat und nicht Du sie mit in den Drogenstrudel ziehst...Hut ab vor Dir!

Eure Erfahrungen helfen mir heute abend wirklich, mich von der Seh(sucht) wieder etwas zu entfernen...
Ich halte mir vor Augen, dass wenn es meine Kinder nicht wert sind aufzuhören -was dann?
LG von Cash
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Pantoffelheldin
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 22.01.2011
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 27. Jan 2011 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

@Cashia

konnte ich mir ein wenig denken.
ich glaube' du hattest da ja auch geschrieben & mich davor zu warnen.
auf jeden fall find ich es gut das du trotzdem nach all dem mit deinen kinder'n klar kommst. Wink
& wünsche euch auch weiterhin viel spaß & hoffe das du nich rückfällig wirst.

MFG , Pantoffelheldin
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annasonnenblume
Anfänger


Anmeldungsdatum: 01.08.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 1. Aug 2011 04:27    Titel: Antworten mit Zitat

hallo cashia,

ich habe mich heute abend sehr viel mit genau der frage beschäftigt und bin durch googlen auf diesen thread gestoßen.

Ich habe mich in deiner geschichte irgendwie wiedererkannt, nur das ich 19 bin und irgendwie noch wo komplett anders stecke.
Aber ich hatte auch ein gutes Elternhaus, glückliche kindheit, gute schul noten, immer schon fasziniert vom thema drogen, als einzigste in meinem freundeskreis. tolle freunde und bestimmt kein einziger drogenvorfall auf der ganzen schule (kleine waldorfschule) habe als einzigste aus meinem freundes/bekanntenkreis mit 17 ngefangen zu rauchen, durch meinen dahmaligen freund.

letztes jahr bin ich nach bristol in england gegangen um dort meine schulausbildung abzuschliessen, mein vater wohnt dort und ich dachte das mir das bestimmt erfahrung und vorteile bringt im ausland mein internationales bacalaureat stadt abi zu machen.

Und dort habe ich dann gezielt, 'endlich', in die richtigen 'falschen' kreise gefunden. Was erstaunlich leicht war! ich war in der raucherecke von lauter leuten umgeben die von wochenende raves mit mdma redeten und um einen joint in der mittagspause sind die auch nie drumm gekommen... ich habe mich da voller begeisterung reinziehen lassen und bin dann mit einem älteren dealer zusammen gekommen und habe das leben wie in einem rausch gelebt
grass, lsd, mdma, pilze, speed, mephedrone, ketamin...
und schule noch so knapp wies geht neben her, ich meine in dem moment war es dann doch wichtiger den neuen kick zu finden als meine noten da zu behalten wo sie mal waren, kam ja auch ohne viel lernen noch grade durch.

hatte dann nach 4 monaten so eine schlimme mephodrone 'gewohnheit', das mich mein freund, der mich wohlgemerkt am anfang mit allem versorgt hat, deswegen verlassen hat.
hatte dann eine unglückliche zeit, schulnoten im arsch, freund weg, mit ihm die meisten meiner freunde, die ich durch ihn kennengelernt habe. Die das ganze irgendwie zu mehr als einer kleinen gewohnheit gemacht hat, also nicht nur auf partys, sondern auch mal so zwischn durch.
Habe da immer hinundhergeschwankt, mal wollte ich ab jetzt vernünftig sein, dann wieder war mir völlig irrational alles scheißegal.

ich bin jetzt seit 6 wochen wieder in deutschland und war die ersten 4 wochen zwangs trocken, da mir hier die kontakte völlig fehlen, gut gings mir nicht, aber irgendwie war es auch nicht so schlimm wie ich gedacht hätte, ich kenne es ja nicht anders von hier.
Dann habe ich aber, leute gefunden die mir wieder sachen besorgen können... wie gesagt, ist ja im prinzip total einfach und als das wissen da war, da ist doch was was ich haben könnte, ging es irgendwie doch wieder nicht.


mein punkt ist, ich weiß nicht wo es her kommt, es ergibt keinen sinn, ich habe mich letzte woche noch nicht mal zur drogenberatung getraut, zu der mich meine beste freundin aus der schule unbedingt schicken wollte, obwohl ein kleiner teil von mir unbedingt wollte, da ich dachte, die werden doch lachen, ich bin eben KEIN problemkind, ich bin NICHT aus dem brennpunkt oder von der strasse, niemand hat mich zu drogen überredet, gezwungen, nie hat eine gruppe druck ausgeübt, ich habe alles selbst gewollt und selbst gesucht. Würde noch nichtmal sagen das da irgendein einfluss war, sondern ich wollte einfach WISSEN was die große faszination ist!
nur dann habe ich gedacht. Habe ich das recht mir helfen zu lassen?
Irgendwie geht es mir ja gut, meine mutter liebt mich hat mich auf eine privatschule geschickt, hat mich nur mit biokost versorgt, mir in dingen immer beigestanden. Ich fühle mich inzwischen wie ein versager, der sich selber probleme gebaut hat, aus was, aus langweile, neugierde?! probleme die mir hätten so gut ersaprt bleiben können. trotzdem kann ich mir nicht vorstellen es irgendwie anders gemacht zu haben, weil irgendwann währe ich bestimmt in kontakt mit drogen gekommen, vielleicht währe es anders wenn ich dann älter gewesen währe... spekulation Very Happy

ich denke ich weiß auch das irgendwie grade alles von spaß auf problematisch schwenkt und trotzdem wenn jemand sagt nie wieder drogen, denke ich, aber warum denn nicht, das währe doch ok und wenn ich damit vorsichtig bin geht das auch und dann auch nur wen... BLABLA!
. meine deutschen freunde finden mich, ich habe mich 'negativ' verändert. Was mich nur noch mehr nach den englischen partys, den offenen gesprächen im college in der raucherecke über drogenerfahrungen jeglicher art und dem ganzen gefühl hat sehnen lässt.

Das ganze thema macht mich verrückt., ich habe das gefühl den breitengrat zwischen suchen, wollen und brauchen verpasst zu haben. Ich habe das gefühl keinen schuldigen ausser mir zu finden und ich habe das gefühl ganz alleine zu sein, da ich immoment nur 2 arten von leuten um mich habe, die die selber sachen nehmen und an die ich mich nicht wenden kann und sagen kann, ICH hab ein problem, da ich das gefühl habe es wird zuviel. Und die denen ich gar nichts erzählen kann, da sie die ganze welt, art nicht verstehen und nur verurteilen würden.

irgendwo denke ich das du durch deine erfahrungen wirklich besser eingreifen kannst. Ich verstehe totl das du willst das deine kinder keine erfahrungen machen. Aber ich denke es ist irgendwie nicht 100% in deiner kontrolle und wenn also eines deiner kinder auch neugirig ist oder einfach in die falschen kreise kommt weist du wie du reagieren musst, eben so wie du es dir vielleicht nachträglich, oder vielleicht schon damals gewünscht hast.

Die person der ich hier eben am nächsten bin, ist meine mutter. Wir reden gerne und viel. Über politik, meine freunde, meine probleme mit freunden, wie man die welt verändern könnte, was wir so den lieben langen tag gemacht haben und verstehen uns auch meistens ganz gut.
Ich war eben einzelkind alleine mit meiner mutter da steht man sich na.
Schon in england, wenn wir telefoniert haben, habe ich in depressiven momenten oft hinweise fallen lassen, die in die richtung gingen, wie wir waren die ganze nacht unterwegs und die und die drogen wurden konsumiert. Mich habe ich immer aussenvor gelassen, ich frage mich ob meine mutter wirklich blind ist. Ich weiß das sie mich für einen vernünftigen menschen hält und eigentlich will ich dieses bild nicht zerrstören. Aber ich frage mich wie kann sie nicht jetzt spätestens die punkte verbinden, sie müsste doch schon lange gemerkt haben das ich sehr wenig, unregelmässig schlafe, ständig viel geld ausgebe obwohl ich nie was anderes mache als leute zu treffen von denen sie früher nichts gehöhrt hat. Sie weiß das ich schon ein par mal gekifft habe... sie hat es mit einem aha hingenommen
ich weiß sie macht das nicht mit absicht, ich weiß das sie nur einfach es sich so wenig vorstellen kann, das sie da gar nicht drüber nachdenkt. Ich weiß das sie als 19 jährige auch ein interessantes leben hatte, viel gereist und war auch nicht immer die vernünftigste.
ich will auch mit meiner mutter nicht detailiert über meine drogen erfahrungen reden, aber ich wünsche mir wirklich das sie einfach mal fragt wie es mir mit dem thema geht, ob alles ok ist und ob ich alles unter kontrolle habe. vieleicht würde das auch kein unterschied machen, und wahrscheinlich würde ich lügen, aber zu wissen das wenn ich es irgendwann nicht mehr kontrollieren kann e meine mutter gibt die mich auch da, so wie überall anders auffängt, würde mich grade etwas glücklicher machen.

ich weiß nicht ob das irgendwie weiterhilft, ich glaube ich bin beim erzählen etwas abgeschweift, aber ich glaube man kann bei keinem kind, egal welches umfeld wissen wie es mit drogen umgehen wird. Wichtig ist, ein offenes ohr, ohne zu viel gewichtung auf das thema zu legen.

meiner meinung nach sind übrigens schulstunden in denen es um drogen geht oft völlig dähmlich, besonders wenn es zu früh ist, ich habe nie erlebt das jemand da mit einer anderen meinung rausgelaufen ist. Die drogen hasser hassen weiter. Die verstrahlten, strahlen weiter und die neugieriegen laufen mit neuer information wieder in die welt.

Und sonst ist dann ja auch wieder jeder mensch individuell.

sorry, das ist sehr lang geworden. ich bin völlig neu zum konzept forum Very Happy
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