Wie helfen?

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ditalia
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 03:12    Titel: Wie helfen? Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt und weiss nicht mehr, wie ich meinem Freund helfen kann. Er raucht immer oefter Heroin und macht keine Anstalten damit aufzuhoeren. Er hat zumindest schon zugegeben, dass er abhaengig ist und es nicht mehr schafft, nicht zu rauchen, aber er unterschaetzt meiner Meinung nach ganz gewaltig die Folgen und Risiken dieser Droge. Er raucht fast immer allein. Ich kann schon verstehen, dass jemand Drogen nimmt. Mach ich auch ab und zu, aber nie alleine um irgendwas in mir zu betaeuben. Er nimmt auch sonst so ziemlich alles was ihm in die Haende kommt. MDA, Kokain, Speed, eigentlich alles ausser Haschisch.
Wir stehen uns sehr nahe und ich moechte ihm wirklich helfen. Er hat eine Arbeit und geht dieser auch nach, noch. Seine Familie weiss nichts von den Drogen, weder die Eltern noch der Bruder. Ich hab ihm schon damit gedroht, es seinen Eltern zu sagen, aber er ist 25, was sollen die schon tun...
Ich lebe nicht in Deutschland, also bitte gebt mir keine Tipps wohin ich ihn zur Drogenberatung schleppen koennte. Mal davon abgesehen, dass das meiner Meinung nach keinen Erfolg haette. Er ist sehr, sehr intelligent. Ich denke oft, dass er das tut, um sich langsam aber sicher umzubringen. Psychologe? Hab ich ihm auch schon 1000mal vorgeschlagen, will er nicht.
War irgendjemand von Euch in der gleichen Situation und kann mir einen Ratschlag geben?
Und zudem haette ich gerne mal eine praezise Auskunft ueber Risiken des Heroinrauchens. Welche koerperlichen Schaeden traegt man davon? Ist es moeglich an einer Ueberdosis des Rauches zu sterben? Vielen Dank im Voraus.
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Trini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1147

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist so das dein Freund auf dem besten Weg nach unten ist. Er fängt gerade erst an H zu konsumieren also wird er auch wohl so schnell nicht aufhören.
Ja sicher unterschätzt er die Folgen vom H so wie alle anderen wohl auch.
Über die Folgen vom H Konsum steht hier unendlich viel im Forum.
Zitat:
Mach ich auch ab und zu, aber nie alleine um irgendwas in mir zu betaeuben

heroin oder was konsomierst du? Warum konsumierst du denn? Jeder will doch bewußt oder unbewußt die realität täuschen beim Konsum. Sonst bräuchte man auch keine Drogen oder?
Zitat:
Ich hab ihm schon damit gedroht, es seinen Eltern zu sagen

und was würde das bringen außer das du ihn vor versammelter Manschaft bloßstellst?
Zitat:
Er ist sehr, sehr intelligent.

das sind die meisten
[/quote]Ich denke oft, dass er das tut, um sich langsam aber sicher umzubringen.[/quote]
da gibt es andere wege die nicht so viel geld kosten
Zitat:
Er nimmt auch sonst so ziemlich alles was ihm in die Haende kommt. MDA, Kokain, Speed, eigentlich alles

da steht deine Antwort. Ich würde mich fragen ob ich das will. Einen Mann der immer nur drauf ist und zu nichts anderes mehr in der Lage ist als sich betäuben zu wollen.
Du kannst ihm nicht helfen. Er ist 3x7 und entscheidet selber was er machen will und er will konsumieren. Nichts und niemand wird ihm davon abringen können wenn er es will!
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RaMa41
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.07.2010
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu fällt mir nur ein Spruch für Dich ein...Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...


Denk an meine Worte...Ein Schrecken...ohne ohne ohne...ENDE

Und Du kannst nichts tun ...nichts

Alles gute... Ralle
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ditalia
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann doch nicht Euer Ernst sein? Irgendwas muss ich doch machen. Ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, nichts getan zu haben. Ich glaube nicht, dass schon der Punkt erreicht ist, an dem es zu spaet ist. Es ist erst seit Januar so, dass er fast taeglich raucht.
Zu meinem Drogenkonsum: ich bin 35 und hab erst mit 28 den 1. Joint geraucht. In meinem ganzen Leben habe ich keine 10mal Drogen genommen. Heroin hab ich einmal probiert, ist nicht meine Sache, genausowenig wie Haschisch. Allerdings kenne ich mich sehr genau und weiss, dass ich ein Suchtproblem habe, also halte ich mich von Drogen fern und nutze sie nur, wenn mir wirklich danach ist und nur mit Freunden zusammen. Ich kann eben auch noch Nein sagen, mein Freund leider nicht.
Wie lange dauert die koerperliche Entwoehnung denn?
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Trini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1147

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Doch das ist unser Ernst.
Wenn es eine Lösung geben würde hätten nicht soviele Partner bzw Angehörige das gleiche Prob wie du.
Lies dich hier doch mal durch, schnell wirst du sehen wie ausweglos das ganze sein wird wenn dein Freund nicht selber etwas ändern WILL!
Und das du dir selber Druck machst ihm helfen zu müssen würde ich auch schnell ablegen.
Frag dich lieber wie lange du dir das ansehen kannst ohne selbst daran kaputt zu gehen
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SmokyMo
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 17.12.2010
Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen

Ich kann mir vorstellen wie entsetzt du von den Antworten bist.
Leider ist es aber so. Du kannst nur deine eigenen Entscheidungen treffen. Die Entscheidung ob dein Freund konsumiert liegt allein bei ihm.
Und wenn dein Freund jetzt bereits 3 Monate täglich Heroin konsumiert ist mal eben aufhören nicht drin.
Du selber kannst dich einfach nur entscheiden in wie weit du mit dem Konsum leben kannst und willst.
Ich weiß das das jetzt sehr ernüchternd ist, aber so siehts aus.
Wenn er nicht bald selber die Notbremse zieht und in Behandlung geht , seh ich schwarz.
Es tut mir leid.
Alles gute für euch beide.
SmokyMo
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lumiundfiva
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 16.06.2009
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 9. März 2011 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

hi ditalia,

das problem ist nicht die dauer der entwöhnung, die i. d. R. eine woche dauert, wenn nix anderes als H konsumiert wurde.

das "richtige" problem kommt danach. die entgiftung ist zwar hart, doch durchaus zu überstehen. immer vorausgesetzt, daß der jenige FREIWILLIG, also OHNE DRUCK VON AUSSEN zu entwöhnen beginnt.

sobald die freundin, familie oder der staatsanwalt die treibende kraft darstellt, ist so ein vorhaben zum scheitern verurteilt. reinst imho. oftmals braucht ein junger mensch seine zeit, sich und die droge auszuleben. meistens ist diese zeit gespickt mit haftzeiten, overdosen, psychiatrieaufenthalten, trennungen und ähnlich krätzigem zeug.

ein befreundeter arzt spricht gerne vom "leidensdruck", der eine bestimmte größe bzw stärke erreichen muß. soll heissen, der abhängige darf keinen boden mehr unter den füssen spüren. total pleite, familie kaputt, freunde weg, sprich im freien fall ins nichts sein.

viele junkies die ich kenne/kannte begannen erst ab diesem zeitpunkt zu reflektieren. und etwas zu ändern.

sei bitte nicht traurig und belaste dich nicht mit selbstvorwürfen!

Was du für deinen freund tun kannst, ist für ihn dazusein. versuchen, ihn zu unterstützen. nicht mit geld oder ähnlichem materiellem. ihn einfach nur wissen lassen, daß du ihn nicht fallen lässt.

dies stellt m.M.n. die größte herausforderung, denn irgendwo ist bei aller liebe immer eine grenze. das liegt natürlich bei dir, wo und vor allem wie weit du hier gehen willst bzw kannst. klare ansagen bzw abmachungen können helfen, doch musst du UNBEDINGT KONSEQUENT BLEIBEN, sonst "tanzt er dir auf der nase herum".

erzwingen wirst du leider gar nichts können, wie schon gesagt.

schau´dich im forum um, hier gibts viel hilfreiches natürlich auch mindestens ebenso viel unnützes zeug. pick´dir die rosinen heraus und ziehe deine schlüsse. informiere dich über die sog. "co-abhängigkeit" wäre noch ein gutgemeinter rat an dich.

lieben gruß,

L & F
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ditalia
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 10. März 2011 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank ersteinmal fuer Eure Antworten und die Zeit die Ihr dafuer aufgebracht habt.
Ich habe heute auch mit einer Bekannten gesprochen die in einem Zentrum fuer Drogenabhaengige arbeitet. Sie hat mir im Prinzip das gleiche gesagt.
Heute Abend habe ich dann auch mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass ich es nicht mehr ertragen kann, zu sehen, wie er sich und sein Leben ruiniert und dann ich dabei nicht tatenlos zusehen kann. Entweder er laesst sich helfen oder er wird mich und auch die Wohnung verlieren (wir leben in einer WG zu siebt, und die andere tolerieren das noch weniger als ich). Er sagt staendig, dass er aufhoeren will, dass er sein Leben zurueckhaben will, dass er sich im Spiegel anschaut und sich erschreckt. Ich denke, er hat verstanden, dass ich diesmal nicht scherze. Ich hab ihm angeboten, ihn zu allen Sachen zu begleiten. Morgen gehen wir zu seinem Handyanbieter und lassen die Nummer des Dealers sperren, der ruft ihn naemlich auch gerne mal an, wenn er sich nicht meldet. Dann hoffe ich, dass er zu einem Psychologen geht, denn ich denke, dass aufhoeren nicht reicht. Es wird ja einen Grund haben, warum er das tut. Er sagt, dass er depressiv ist und dass das Heroin ihn den Alltag ueberstehen laesst.
Ich weiss nicht, die Hoffnung stirbt zuletzt... mehr als jetzt kann ich nicht tun und ich habe eben nicht vor, MEIN Leben zu ruinieren.
Wie kann man den Entzug foerden, gibt es irgendwas was die Entzugserscheinungen lindert? irgendwelche Tipps?
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TwiggyRamirez
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 292

BeitragVerfasst am: 10. März 2011 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

ditalia hat Folgendes geschrieben:
Morgen gehen wir zu seinem Handyanbieter und lassen die Nummer des Dealers sperren, der ruft ihn naemlich auch gerne mal an, wenn er sich nicht meldet. Dann hoffe ich, dass er zu einem Psychologen geht, denn ich denke, dass aufhoeren nicht reicht. Es wird ja einen Grund haben, warum er das tut. Er sagt, dass er depressiv ist und dass das Heroin ihn den Alltag ueberstehen laesst.
Wie kann man den Entzug foerden, gibt es irgendwas was die Entzugserscheinungen lindert? irgendwelche Tipps?


Also allein die Handynummer des Dealers sperren zu lassen,damit er nicht mehr an H kommt,bringt nicht viel.Wenn er wirklich Heroin will,dann bekommt er es auch.Außerdem hört sich das Ganze nicht so an,als ob er wirklich was ändern will.Und dann hat das alles keinen Sinn.Wie man Entzugserscheinungen lindern kann?Durch bekannte Ersatzdrogen
oder man macht ihn kalt,dann können heisse Bäder,Sauna etc. ein wenig hilfreich sein.Bleibt
nur zu hoffen,dass er es aus Eigeninitiative machen will...
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Fentanyl
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 22.05.2010
Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 11. März 2011 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
hört sich so an, als ob DU clean werden willst.
Ist ja schön, wenn du versuchst ihm zu helfen, aber es ist definitiv keine Hilfe, wenn Du Vorschläge machst was zu tun ist und er nur mitzieht.
Sei also nicht enttäuscht wenn es umsonst ist.
ER muß es für sich wollen
LG
Fenta
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jopi
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.12.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 11. März 2011 16:07    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

hi ditalia,
es ist so zum kotzen ich weiß!
ich war selbst 2,5 jahre mit einem h-abhängigem zusammen, hab mir selbst immer mut zugeredet und gedacht mit liebe schaffen wir das schon.
glaub mir... nix und niemand hält ihn auf wenn er nicht aufhören will mit dem dreck!
ich nehme keinerlei drogen, ich rauch nichtmal mehr, aber mich hat die beziehung mit ihm RICHTIG krank gemacht. immer angst und sorgen und zum schluss kriegt er ne psychose und beschuldigt und beschimpft mich nur noch.
seit einem halben jahr lebe ich nicht mehr, sondern funktioniere nur noch. ich vermisse ihn trotz allem jeden tag!
das, oder so ähnlich wird deine zukunft sein und wenn du so ähnlich veranlagt bist wie ich, wirst du dich auch nicht abhalten lassen und auf niemanden hören.
ich wünsche dir von ganzem herzen viel kraft...
lg jopi
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Calendula
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 11. März 2011 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, die Geschichten der Betroffenen ähneln sich alle. Jeder denke, das schaffen wir schon mit viel Liebe. Letztendlich geht man kaputt an der Beziehung, weil der junkende Partner gar keine Lust hat (und oft keinen Grund), an seinem Verhalten etwas zu ändern. Ich habe auch alle guten Ratschläge in den Wind geschossen seinerzeit und mich belastet das alles heute noch, 25 Jahre später.

Man kann ja hier nur seine Erfahrungen mitteilen, Ratschläge geben, letztendlich muss ditalia beispielsweise selbst wissen, was sie davon annimmt oder ob sie ihre eigenen (wahrscheinlich) schmerzlichen Erfahrungen selbst machen möchte statt sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen. Ich könnte es ja irgendwie sogar nachvollziehen, wenn sie bleibt und das erstmal durchziehen möchte, hoffe aber, dass sie schneller die Kurve kriegt, als die meisten anderen hier.
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