reine Kopfsache?

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schneewittchen01
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.04.2011
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 6. Apr 2011 21:58    Titel: reine Kopfsache? Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

ich möchte mal gern wissen warum ein süchtiger on jetzt im metha programm oder H oder benzos erst 100 mal entgiften gehen müssen um es endlich mal zu kapieren?
Wann macht es klick im kopf?
Kann mir das mal jemand genauer erklären?

Danke für alle antworten
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bullit01
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.03.2011
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 07:35    Titel: Antworten mit Zitat

da gibt es kein klick endweder man will es wirklich,dann schafft man es auch oder man macht es für andere dann ist der wille nicht stark genug,und das clean sein ist ja nicht das schlimmste die rückfall gefahr ist das schilmmste...ist halt ne krankheit
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Oliver1971
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 18.11.2010
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schneewittchen,
ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht ganz...Bis es Klick mach?
Du meinst warum man nicht die Finger von all dem lassen kann?
Dafür gibts tausend Gründe...Eine allgemein gültige Antwort gibts darauf nicht.
Beim einen sind es die Lebensumstände die ungünstig sind,das Umfeld das nicht konseqent gewechselt wird nach einer entgiftung.Viele meinen auch das einen Entgiftung alleinen ausreichend ist und man sonst nichts tun müsse um Clean zu bleiben.
Oder man ertägt das Leben mit einem klaren kopf eben nicht.Hinter einer Sucht stecken ja meistens auch noch andere psychische erkrankungen oder zumindest große probleme.
Wenn der Suchtstoff dann weg ist bekommt man diese psychischen Probl.zu spühren,zum einen werden depressionen,ängste ect. auch von dem Konsum erzeugt und viele fallen in eine großes schwarzes Loch ohne den Suchtstoff und seine euphorisierende Wirkung.
Zum anderen hat Bullit ja schon gesagt das es sich um eine chronische Krankheit handelt die man sein ganzen Leben hat.Gerade bei den Drogen die Du angesprochen hast ist es eben nicht nur die Psyche die täglich nach dem Stoff schreit,man wird von all dem eben auch noch körperlich abhänig.Jeder Junky hat eine riesen angst davor einen Affen zu bekommen weil das sehr unangenehm ist und man körperliche schmerzen bekommt und man nichts lieber möchte als seinen Stoff damit man sich wieder "normal"fühlt.Das sind mal ein paar Gründe dafür warum es nicht Klick macht.Wenn Du Dich so sehr für das Thema interessierst dann les Doch mal z.B.Die Sucht Fiebel.Dort findest Du noch zig weitere Gründe dafür warum man nicht mal eben aufhören kann.
Gruß
Oli
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Calendula
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Weiß nicht mehr, wo ich den Beitrag gefunden habe. Das war einerecht interessante Diskussion rund um die Depressionen. Mehrere Konsumenten schrieben (es ging übrigens speziell um Heroin) sie seien nicht mehr belastbar. Die positiven und völlig realitätsfremden gekauften Emotionen würden nicht nur fehlen, sondern man sei nicht mehr in der Lage auch nur minimale negative Eindrücke und Erlebnisse quasi auszuhalten bzw. habe das Gefühl, sich gleich wieder abschießen zu müssen. Die rosarote Welt, die man unter Drogeneinfluss erlebe sei doch angenehmer.

Kann ich mir vorstellen, auch mir fehlt natürlich eine rosarote Welt, die es eben nicht gibt. Wink

Aber nochmal im Ernst. Das scheint ja bei vielen zum Rückfall zu führen, dass sie jahrelang in einer durch H extrem zusammengebastelten Scheinwelt gelebt haben und der Bezug zur Realität abhanden gekommen ist.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Calendula hat Folgendes geschrieben:

Aber nochmal im Ernst. Das scheint ja bei vielen zum Rückfall zu führen, dass sie jahrelang in einer durch H extrem zusammengebastelten Scheinwelt gelebt haben und der Bezug zur Realität abhanden gekommen ist.


Ich würde das nicht unbedingt als "Scheinwelt" bezeichnen. Es ist nun mal so, dass ohne Heroin der Alltag einiges langweiliger wird, und man sich dieses H-Feeling zurückwünscht. Wer einmal Torte gegessen hat, der findet den Geschmack auch besser als den von Brot, oder? Heißt, wenn man schon den "perfekten" Zustand (also drauf) erreicht hat, will man natürlich nicht mehr zurück zu dem, der im besten Fall nur durchschnittlich ist. Da fällt es in der Anfangszeit nach dem Entzug (und manchmal noch Jahre danach, leider...)schwer, sich wieder in dem nüchternen Leben zurechtzufinden. Gerade wenn dann ein schwacher Moment kommt, denkt man sofort zurück an Heroin und wie viel besser es das Leben jetzt machen würde. Bei vielen setzt dann der Verstand aus, und sie holen sich wieder was.
Manche wollen aber auch nicht ohne Opioide leben, daher finde ich es etwas dreist, davon zu sprechen, sie würden es nicht kapieren. Ein "cleanes" Leben muss nicht unbedingt ein besseres sein.
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krebs88
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 13.08.2010
Beiträge: 356

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

hi sienna-
darf ich mal fragen ob du drauf od clean bist?weiß es nicht mehr...denn dein letzten satz finde ich gut...ich würde nur gerne wissen wie du zu dem satz kommst...also aus der erfahrung dass das cleane leben nicht besser ist unbedingt?oder einfach nutr ein gedanke gewesen?

grüße krebs
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Diese frage habe ich mir auch oft gestellt.
Ich meine, dass man ein cleanes leben nicht unbedingt besser nenne kann, aber es ist auf jeden fall anders, als des eines süchtigen.
Es gibt genug "normale" menschen, die ihre probleme genauso in einer schublade verschwinden lassen, wie die "nicht normalen". Nur passiert diesen, am ende, nicht das gleiche wie bei einem süchtigen. Meine damit die konsequenzen.
LG Frau Holle
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

krebs88 hat Folgendes geschrieben:
hi sienna-
darf ich mal fragen ob du drauf od clean bist?weiß es nicht mehr...denn dein letzten satz finde ich gut...ich würde nur gerne wissen wie du zu dem satz kommst...also aus der erfahrung dass das cleane leben nicht besser ist unbedingt?oder einfach nutr ein gedanke gewesen?


Hi Krebs,
ich bin clean, schon einige Zeit. Allerdings frage ich mich auch, ob diese Abstinenz wirklich so erstrebenswert ist. Das Non-Plus-Ultra ist es nicht, drauf sein aber auch nicht. Habe diese Aussage allgemein gesagt, da ich viele Leute kenne, die mit Opioide ein besseres -im Sinne von glücklicher- Leben führen als ohne.
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schneewittchen01
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.04.2011
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

hey sienna,

also natürlich ist das leben als süchtiger beschissener als ein normalo.
Als normalo kann ich mein leben trotz meiner probleme noch gut auf die reihe bringen was ein süchtiger in seinem zustand bestimmt nicht kann.

Die süchtigen werden als assis und pack beschimpft!

Das Leben als nicht süchtiger ist auf jeden fall besser!

Als süchtiger bin ich doch nur auf der suche nach meinem stoff und habe sonst keine anderen probleme weil ich mich ja gleich wieder in meine heile welt schieße, ja sag mal was ist denn das für ein Leben?! Versteh ich nicht! Da gestalte ich mir doch mein Leben so wie ich das gern hätte und mach mich doch verdammt nochmal nicht von irgend etwas abhängig das auch noch mein leben kosten könnte.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

schneewittchen01 hat Folgendes geschrieben:

also natürlich ist das leben als süchtiger beschissener als ein normalo.
Als normalo kann ich mein leben trotz meiner probleme noch gut auf die reihe bringen was ein süchtiger in seinem zustand bestimmt nicht kann.

Bist/warst du jemals von irgendetwas abhängig? Oder hast du nur zu viele HartzIV-Sendungen gesehen?Rolling Eyes

schneewittchen01 hat Folgendes geschrieben:
Die süchtigen werden als assis und pack beschimpft!

In welchen Kreisen verkehrst du denn bitte? Vielleicht wird der Penner auf der Straße "beschimpft" oder wenn man typisch heruntergekommen aussieht, aber wenn du nicht auffällst, beschimpft dich auch keiner. Auf meiner Stirn steht doch nicht "Ich bin drauf", und Drogenkonsum bedeutet noch lange nicht, dass man nicht auf sein Äußeres achten kann.

schneewittchen01 hat Folgendes geschrieben:
Als süchtiger bin ich doch nur auf der suche nach meinem stoff und habe sonst keine anderen probleme weil ich mich ja gleich wieder in meine heile welt schieße, ja sag mal was ist denn das für ein Leben?! Versteh ich nicht! Da gestalte ich mir doch mein Leben so wie ich das gern hätte und mach mich doch verdammt nochmal nicht von irgend etwas abhängig das auch noch mein leben kosten könnte.

Du scheinst hier einiges nicht zu verstehen. Was verirren sich nur immer für Leute hier hin...
Vielleicht erweiterst du deinen Horizont einmal und denkst auch daran, dass es auch Menschen gibt, die von LEGALEN Drogen abhängig sind? Sagt dir Substitution etwas? Da gibt es Leute, die lieber ihr Leben lang mit ihrem Substitut leben wollen, anstatt ein cleanes Leben zu führen, weil sie wissen, dass ihnen ohne Opioide etwas im Leben fehlt und dass sie ohnehin wieder drauf kommen würden.
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schneewittchen01
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.04.2011
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

ich schaue kein hatz4 sender, kenne das garnicht, das wird vielleicht dein problem sein.
ein richtig süchtiger bekommt sein leben nicht auf die reihe, hatte einen in der familie!
ich habe also genug mitgemacht. Die süchtigen haben doch den ganzen tag nichts zu tun, weil die meisten auch nicht arbeiten gehen da sie ja die zeit dazu nicht haben, sie brauchen doch ihren stoff
es gibt auch nichts schlimmeres wie ein süchti-mädel die sich fi... lassen für nen schuß!
ich kann dir auch nicht sagen aber die süchtigen sind selber schuld daran und brauchen auch nicht rum jammern, jeder ist für sein leben selbst verantwortlich aber die kapieren das doch garnicht, alle sind schuld nur sie selbst nicht.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, Schneewittchen01, aus Dir spricht der Zorn und die Hilflosigkeit eines Menschen, der unter der Sucht eines nahestehenden Menschen leidet. Das verstehe ich. Trotzdem ist Deine Sicht der Dinge sehr undifferenziert. Selbstverständlich gibt es auch viele Süchtige, die ihr Leben geregelt kriegen und die auch arbeiten gehen. Das ist bewiesen und das haben wir hier im Forum schon zur Genüge durchgekaut.

Keine Verallgemeinerungen, bitte!
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schneewittchen01
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.04.2011
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

natürlich bin ich verzweifelt, wie gesagt haben einen menschen in der familie den ich über alles liebe und habe auch die ganze szene, zumindest seine, kennengelernt.
die sind echt übel und total fertig und sterben weg wie die fliegen, was soll daran denn besser sein?
trotz allem ist es so das ein nicht süchtiger einfacher und unabhängigeres leben führt.
ich sage ehrlich, wie übel und schlimm oder derb es sich auch anhören mag vielleicht ist das auch die verzweiflung aber ich wäre froh wenn es ein ende bal geben würde, ich glaube du weist was ich meine.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

schneewittchen01 hat Folgendes geschrieben:
ich schaue kein hatz4 sender, kenne das garnicht, das wird vielleicht dein problem sein.

Na wer haut denn hier die typischen Parolen raus?!

Also ich hab mein Leben immer gut auf die Reihe bekommen, nur weil das jemand aus deiner Familie nicht geschafft hat, ist das nicht mein Problem und auch nicht das der ach so asozialen "Süchtigen".
Wie gesagt, ich finde es dreist, dass du hier solche Sachen schreibst. Zum Glück wird heutzutage niemand mehr gezwungen, ein abstinentes Leben zu führen. Es gibt nun einmal Menschen, die ein Leben mit der Droge bevorzugen, auch wenn DU das vielleicht nicht nachvollziehen kannst (was ja überhaupt nichts heißt).
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2011 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zu Deiner Ausgangsfrage Schneewittchen01: Mit der Sucht ist es ähnlich wie mit einer unglücklichen Liebe. Solange man seinen Stoff liebt, kann man nicht von ihm lassen. Egal, was die Vernunft einem rät und egal, wie sehr man leidet.

"Klick" im Kopf macht es bei manchen nie. Diese Menschen sterben entweder oder sie sind lebenslang Patienten. Jeder Weg ist individuell. Bei mir hat es nie "Klick" gemacht, sondern ich stellte fest, dass ich Angst vor meiner Lieblings-Droge bzw. ihren Nebenwirkungen bekam. Irgendwann war die Angst stärker als die Gier. Mein Weg zur relativen Abstinenz war lang und ging nicht immer geradeaus.

Und doch habe ich fast durchgehend gearbeitet. Nunmehr fast 20 Jahre am Stück und ohne einen einzigen Tag krankgeschrieben gewesen zu sein.
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