Opi's an der Schwellgrenze zum Entzug konsumieren

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Strayble
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.02.2010
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2011 13:50    Titel: Opi's an der Schwellgrenze zum Entzug konsumieren Antworten mit Zitat

Moin liebe Community.

Ich hoffe mit dieser Frage fühlt sich niemand provoziert oder ähnliches, musste ja feststellen, dass meine Fragen schon über einiges an Ärgernis verursacht haben Embarassed

Nichtsdestotrotz folgendes:
Habe die letzten 4 Tage wieder ein bisschen Fentanyl und Heroin genommen.
Dosierungen: 2 Tage Heroin jeweils ein Straßengramm (~0,7g), Durchschnittliche Reinheit davon laut Polizei ca. 15%. Wurde mal bei einer Verhandlung von mir verlesen und die Quali ist hier immer relativ konstant. Also 150mg/g.
Dann nochmal 2 Tage Fentanyl, relativ wenig 1/20 von einem 50µg Pflaster mit insgesamt 8,4mg Fentanyl gesamt. Ich bin mir nicht sicher wie die Potenz davon ist (Durogesic SMAT). Habe in einem Rahmen von 100-300x Morphin gerechnet, um auf BUP umzurechnen, weil ich mir das besser vorstellen kann, das ergab eine Tagesdosis Buphrenorphin von 1,5mg - 6mg.

Davor hatte ich ca. 1 Woche + Entzugszeit komplett ohne Opiate/Opioide.

Zur Frage: Wielang kann man das Spielchen treiben, bis wieder körperliche Entzugssymtome auftreten? 1 Tag? 1 Woche? 1 Monat?

Würde nämlich bevor ich in absoluter Abstinenz lebe, erstmal auf "Wochenend-Junky" machen und unter der Woche wenn ich nicht klar komm Notfalls mal ein Näschen Pep ziehen oder ne ordentliche Tüte rauchen.
Weil das ganz cleane - so musste ich feststellen - ist im moment noch nichts für mich... Aber bekomme bald Ritalin und/oder Amphetimsulfat verschrieben, davon erhoff ich mir einiges.


Greetz
Strayble
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Thanatari
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 31.03.2011
Beiträge: 190

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2011 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

ach strayble!
hab grad gelesen du bist 19,was in diesem zusammenhang so einiges erklärt!
meinst du nicht genau das haben wir alle nicht schon 10 mal ausprobiert?
dieser dumme gedanke,"ach einmal","ach,nur ab und zu kann ich mal" ist genau der,der daran schuld ist das ich nach 20 H-entzügen und 3 polaentzügen immer noch drauf bin..
Exclamation es geht nicht! Exclamation
ich sag es dir,nur es wird nix bringen,denn ich hab schon so oft diese erfahrung am eigenen leibe gemacht und werde mir vermutlich auch beim 30. entzug per wunschdenken einreden,1x oder ab und zu ginge!
das geht bei jemandem der noch nie drauf war ne weile gut,aber bei uns nicht!
4 tage sagst?
ich denke mal es ist jetzt schon too late!
nach so kurzem abstand zum entzug reichen wenige tage,ne woche ist schon utopie!
schade mann,ich wollte grad zum anhänger deiner drogenunterstützten entzugs theorie werden Wink !

LG,THANI
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2011 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Strayble,

wenn Du vier Tage am Stück konsumierst, bist Du schon kein Wochenend-Junkie mehr! Wenn Du aber z.B. 2 Tage hintereinander konsumierst, würde ich danach mindestens 3, besser 4 Tage pausieren. Oder z.B. 2 Tage Konsum, 1 Tag Pause, 1 Tag Konsum, dann aber 4 oder 5 Tage Pause.

Wenn Du es schaffst, nur sehr Exclamation wenig zu nehmen, müsstest Du auf diese Art ohne Entzug über die Runden kommen. Aber Du willst ja schließlich was merken, unterstelle ich mal. Dann funktioniert das meiner Ansicht nach auf diese Art schon nicht mehr.

Außerdem quälst Du Dich mit dieser Methode ziemlich, weil die Gier auf diese Art niemals nachlassen wird. Ich selbst habe, als ich noch "dabei" war, letztendlich auch fast jeden Tag (mindestens 4 von 7) Codein genommen. Durch die äußerst geringe Einzeldosis ist es mir aber gelungen, entzugsfrei zu bleiben. Wenn ich nach Hause kam, habe ich mir meist sofort (bloß nicht nachdenken) meinen Saft gegönnt. Außerdem sah ich (trotz der geringen Dosis) echt scheiße aus. Heute, mit 40, sehe ich besser aus als mit 27.

Nach einer Woche Dauerkonsum dürftest Du auf jeden Fall wieder Entzugserscheinungen haben.

Aber probieren geht über studieren.

So, jetzt war Thani schneller mit dem Posten, was sie schreibt, stimmt natürlich auch.
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CrazyMan
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 2108

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2011 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist dir ja sicher klar, dass man dir dein Vorhaben wieder auszureden versuchen wird? Genauso werde ich es jetzt tun, bemühe mich aber, nicht nur Vorhaltungen zu machen, sondern es möglichst brauchbar zu gestalten. Du weisst das alles bestimmt selbst, es ist aber oftmals hilfreich, es wiederholt und in verschiedenen Formen von außen zu hören...

Du hast es also geschafft, clean zu werden und willst dir wieder alles kaputt machen? Das mit dem "nur am Wochenende" wird über lange Zeit ohnehin nicht funktionieren. Es wird wieder täglich werden und du hängst wieder im gleichen Schlamassel, aus dem du dich erst mit viel Kraft rausgequält hast. Schmeckt dir dein Leben ganz clean nicht? Fehlt dir jetzt irgendetwas, ist eine Leere vorhanden, so etwas wie Depressionen? Meinst du nicht, dass du die irgendwie anders bekämpfen kannst? Sport zum Beispiel, gehe doch ins Fitnessstudio und powere dich dort so richtig schön aus. Du wirst dich gut fühlen! Das kannich dir garantieren, denn ich weiss, was für ein Gefühl es ist, sich eine Stunde ausgepowert zu haben. Wenn man stolz ist, wieder etwas mehr an Gewicht oder ein paar Wiederholungen mehr bewältigt zu haben.

Ich selber habe damals mit Wochenendkonsum angefangen. Es war aber in einer Gegend, in der das Zeug nicht so sehr hochprozentig verjubelt wird. So hielt sich der Entzug in Grenzen.

Freitag Abend ein Gramm, Samstag Abend wiederholt, dann vielleicht noch Sonntag etwas, wenn ich nicht so müde war, dass ich den ganzen Tag durchpennte. Das haute mich nämlich immer heftigst weg. Nicht selten bin ich auf der Toilette bei dem Versuch eingeschlafen, etwas herauszubekommen, was unter Opiaten schwierig werden kann. Erschocken wachte ich dann mehrere Stunden später auf, konnte nicht verstehen, wie die Zeit so schnell vergehen konnte, jeder Knochen schmerzte durch die verbogene Haltung. Schlief ich nicht ein, telefonierte ich sehr gerne, bekam einen Laberflash. Doch auch hier bekam ich oft Schwierigkeiten, kam in einen seltsamen Zustand, halb-wach-und halb-schlafend fing ich an zu Fantasieren, sagte mitten im Gespräch plötzlich "ja, er sagte, dass...", merkte dann schnell, was ich für einen Unsinn rede und unterbrach den Satz.

Montag also nichts mehr, Dienstag fing es dann an, dass dieses eklige Gefühl auf der Haut spürbar wurde. Als ob die Nervenzellen allesamt überreizt sind, eine Art Kältegefühl, aber in sehr ekliger Form. Und das Einschlafen war nicht leicht. Außerdem verspannte sich die Muskulatur in den Händen sehr unangenehm, eine leichte Form von Krämpfen vermutlich.

In diesem Rhytmus hätte ich es weitertreiben können. Doch auch schon so merkte ich, dass die Wirkung von H nachließ. Dieses angenehme Gefühl, dass 5 bis 10 Minuten nach dem Sniefen eintrat, wurde immer lauer, kaum noch bemerkbar, was den Konsum in Frage stellte. Außerdem schwitzte ich immer sehr stark. Auch in der Woche bekam ich plötzlich Hitzewellen.

Der Konsum ausschließlich an Wochenende führt also, so zumindest war es bei mir, auch zu Entzugserscheinungen, zu Beeinträchtigungen, wenn auch in leichterer und erträglicher Form.

Nach einem Umzug in eine Gegen, in der H hochwertiger erhältlich ist, wurde auch ein Wochenendkonsum nicht mehr ganz so leicht hinter sich gelassen. Wenn ich zuvor sogar eine ganze Woche konsumieren konnte, ohne dass ich nennenswert mehr Probleme bekam, wurde es mir plötzlich zum Verhängnis, ich wurde tatsächlich abhängig, etwas, was ich mir vorher nie vorstellen konnte.

Mit Fentanyl habe ich keinerlei Erfahrungen. Ich hoffe, du konntest aus den Schilderungen etwas für dich gewinnen. Ansonsten wünsche ich dir, dass du einen Weg findest, komplett ohne Drogen auszukommen. Ich kenne deinen Namen noch von früher und weiss, dass du schon länger damit zu tun hast. Deshalb wundert es mich jetzt auch, dass du schon wieder aufgibst, nachdem du dich doch erst erfolgreich herausgekämpft hattest.
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Marla
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 354

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2011 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

hmm, genau das was Du vorhast habe ich jahrelang erfolgreich praktiziert.
Offen gestanden habe ich die Leute nie verstehen könne die drauf kommen.

Tja,leider ist in Indien mein pASS GESTOHLEN WORDEN.

Das bedeutete 1 Monat in neu delhi rumzuhängen, keine schöne Stadt, schauts euch mal bei u tube oder so an.
Es gab also nichts zu tun, aber die Heroion Verfügbarkeit war Billig, und qualitativ mit nichts zu vergleichen ausser mit Thai-H ( das echte aus thailand, nicht das was man hier manchmal bekommt),

Tja, ich dachte dann halt immer heute noch mal, und dann ne woche Pause.
Nun, irgendwann war der Punkt wohl überschritten.
Und was letztlich der Auslöser für das einmal noch und dann nicht mehr, mal x ist, spielt dann keine Rolle mehr.

Dennoch, es funktioniert tatsächlich eine Zeit lang, aber meistens passiert irgendwas im Leben das einen Runterzieht, sei es in der Beziehung, oder eine Krankheit, oder oder oder, und man nimmt dann doch ein wenig mehr bzw etwas länger und dann steckt man drin.

DAS, und das sollte man wissen, lässt sich noch relativ leicht überwinden.
Ein paar Muskelkrämpfe, schlaflose Nächte, grippegefühle etc fertig.

Wer sich aber bei den ersten Anzeichen eines Affen nicht sofort an den Entzug macht (der dann echt noch gnädig ausfällt) der hat sehr wahrscheinlich ein langwieriges Problem.

Als ich mit 18 anfing, hielt ich das mit dem "Gelegenheitskonsumententum" bis ca 22 erfolgreich praktiziert.
Jetzt bin ich knappe 40, also mehr als die hälfte meines Lebens drauf auf dem Zug.


Aber um Deine Frage zu beantworten, einmal im Monat, und nicht mehr als 3 Tage am Stück.
Hatte es auch schonmal nur am Wochenende, aber unter der Woche, denkst Du nur noch daran (je nach Veranlagung).
Aber wenigstens sieht man nach 5 Monaten nicht aus wie nach Crystal Meth.

Im Prinzip kann ich aber nur abraten, ich hätte gerne meine Freiheit wieder, bin aber nicht sicher ob ich das je wieder schaffe.

Viel Erfolg, Marla
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Marla
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 354

BeitragVerfasst am: 26. Mai 2011 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

HALT STOP
Ich habe in meinem obigen Beitrag eine Kleinigkeit vergessen, all die Jahre als WE Junkie waren OHNE vorher jemals drauf gewesen zu sein.
Hast Du jedoch schon einen oder mehrere Entzüge hinter Dir, dann kann ich nur davon abraten.

Du kennst doch sicher das Beispiel vom Trockenen Alkoholiker und der "Mon Cherie" Praline?
Nach allem was Du so schreibst scheinst Du ja sehr "experimentierfreudig" zu sein, aber auch ziemlich Intelligent.
Aber in Deinem speziellen Fall Halte ich einen reinen WE Konsum für Quasi ausgeschlossen.
Tut mir leid Dir das sagen zu müssen, sicher ist jeder Mensch anders, aber bei einem halbwegs normalen Menschen, würde ich in Deinem Fall von einem WE gebrauch absehen.

Wenns denn nicht anders geht (und glaub mir, ich kann Dich gut verstehen) dann taste Dich über einmal im Monat, oder besser einmal im Vierteljahr an die Toleranzgrenze heran.
Das Problem dabei ist leider das diese Grenze sich verschieben kann, also alles was man Dir raten kann, kann eigentlich nur geraten sein (jaja dummes wortspiel, ist mir auch klar).

So, das wollte ich klarstellen, denn in meinem obigen Beitrag gings NUR um Leute bei denen das Suchtgedächtnis sich noch nicht ausgebreitet hat.

Sorry für den Fehler, Marla
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Tollkirsche
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 15.05.2011
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 26. Mai 2011 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist durchaus möglich, einmal H zu probieren, ohne gleich drauf zu kommen. Es ist ebenso möglich, über mehrere Jahre hinweg ab und zu mal H zu nehmen, ohne drauf zu kommen. Ich selbst habe das über mehrere Jahre praktiziert. Mal zwei Wochenenden hintereinander, danach ein paar Wochen Pause, mal mehrere Monate Pause. Ich bin nie auf die Straße gerannt, um mir etwas zu besorgen, aber wenn in meinem Bekanntenkreis etwas verfügbar war, habe ich ganz gern mal zugeschlagen. Vielleicht hätte sich das sogar irgendwann von selbst gegeben - wenn nicht auf einmal zwei Dinge zusammen kamen: Mir ging es psychisch so richtig scheiße und parallel dazu habe ich eine richtig gute Quelle aufgetan. Und so bin ich nach mehreren Jahren Gelegenheitsjunkie drauf gekommen und nie wieder runter. Ich habe oft zuhause entzogen und es ein paar Mal geschafft. Aber dann kam irgendwann ein Anruf von "alten Freunden" und ich dachte mir, ach früher hat das doch auch geklappt, nur ab und an mal was zu nehmen. Pustekuchen.

Eins weiß ich seit dieser Zeit genau: Wenn man einmal richtig drauf war, kann man das mit dem Gelegenheitsjunkie völlig vergessen. Jetzt gibt es nur noch ganz oder gar nicht. Und das ist bei jedem so, den ich kenne. Also mach Dir nichts vor und lass es bleiben. Nach allem, was ich hier von Dir gelesen habe, befürchte ich nur, dass Du extrem experimentierfreudig bist und Dir früher oder später etwas anderes suchen wirst, was Dir einen Kick verpasst. Ich hoffe nur, Du kommst nicht vom Regen in die Traufe.
Es wäre schön, wenn Du bei etwas anderem Deinen Kick finden könntest, z.B. beim Sport. Du bist doch noch so jung und hast noch Dein ganzes Leben vor Dir. Und Du scheinst intelligent zu sein. Wäre echt schade um Dich.
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