Drogenhierachie?

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Tamal_Freundin
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 269

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 10:01    Titel: Drogenhierachie? Antworten mit Zitat

Liebe Forenmitglieder,

ich frage mich schon seit Woche ein paar Dinge, die ich jetzt gern mal in die Runde stellen würde.

Angefangen hat mein Gedanke mit der Thema, dass es manchmal in Diskussionen vorkommt, dass den Nicht-Konsumenten in bestimmten Situationen vor die Augen gehalten wird dies und jenes nicht verstehen zu können, da sie selbst ja noch nie in einer solchen Situation waren. Ich habe mich dann gefragt, ob dann denn erstens immer alles durchgemacht haben muss, um etwas zu verstehen und zweitens ob ich immer alles verstehen muss.
Im Laufe des darüber nachdenkens ist mir in Gesprächen mit meinem Ex und hier im Forum mal ein paar Sachen aufgefallen, die nahe legen, dass es eine Hierarchie unter Abhängigkeitserkrankungen gibt, die dann zur Kompetenz des mitredenkönnens führt. Um das mal an einem Beispiel zu erläutern (welches ich bewußt übertreibe, um zu zeigen, was ich damit meine): Der Cannabisraucher 'checkt' nicht so viel, wie der Pepp- und Kokain-Schnüffler. Und erst der Heroinabhängige kennt alle Tricks und Kniffel und der kann dann komplett mitreden. Alle anderen haben sowieso keine Ahnung.

Meine Frage ist, worum geht es da eigentlich, was die Nicht-Konsumenten oder Konsumenten softerer Suchtmittel nicht kapieren?
Scheint es nur so, oder ist man in Suchtkreisen akzeptierter, um so härtere Drogen man konsumiert? Wenn ja, wie erklärt ihr euch das?
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Luke86
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 04.04.2011
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

hi,

also ich gebe mal meine Meinung dazu.
Manchmal denke ich auch so, wie du es beschrieben hast, bin gelegenheits Konsument.
So jetzt könnte man vermuten, spekulieren und und und, das manche Sagen, ja noch gelgenheitskonsument aber bald dauerkonsument, manche sagen sie sprechen aus Erfahrung manche sagen das ist in der heutigen Gesellschaft so.

Ich denke und habe es mal in der Entgiftung erlebt, dass manche damit sich beweisen wollen der eine zählt den anderen stolz ich habe so und so viele Flaschen Korn am Tag weggehauen, manche aber sagen es mit stolz manche aber sagen es eher mit "einsicht, da Sie im moment Reflektieren"

Also ich denke darüber kann man sehr gut und ausgiebig disskutieren, sich andere Meinungen einholen, ist sicherlich ein interessanten Thema, meiner Meinung nach MUSS man nicht erst das ganze Durchmachen um mitreden zu können, wenn man sich mit solchen Themen beschäftigt, weil man es Studiert kann man doch auch mitreden, denn schliesslich weiß man ja einigen bei Thema Drogen.

Die Konsumenten werden vielleicht sagen, die anderen haben keine Ahnung wie das ist, ja natürlich haben Sie keine Ahnung, das denke ich auch manchmal, dass es auch so besser für Sie ist, insofern seit froh dass ihr so Stark seit, es nicht zu konsumieren.

Jeder Konsumiert, aus füllig verschiedenen Gründen und und und, deswegen denke ich es ist immer individuell und man redet ja automaitsch mit, wenn man sich nur informieren möchte, also erfahrungen hören möchte, irgendwann hat man dann auch ein gewisses maß an wissen, ohne konsum und kann dann erwähnen, dass man es sich versucht oder vielleicht vorstellen wie Sucht ist.

Beispiel: Mein BeWo konsumiert ja nicht selber, klar sonst wäre die falsch am Platz Very Happy
Aber da Sie schon Ihre Erfahrungen gemacht haben mit Menschen, Situationen und und und, weiß ich, dass es sicherlich noch andere draußen gibt, mehr oder weniger die sich in meinen Geschichten wiederspiegeln und ich spiegel mich auch bei manchen wieder.


Das ist denke ich so ein geben und nehmen von Erfahrung, interesse, Sozialer begierde sich mit Themen auseinander zu setzten die einen interessieren.
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Sorgenkind
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tamal Freundin,

Ich finde die Frage sehr gut.
Auch ich kenne es von meiner "Suchtgruppe der Psychatrie" belächelt zu werden.

Da war so eine 18 Jährige Gore die bereits die 10te Entgiftung durch hatte,und immer ganz besonders cool tat Cool

Ich war in Suchtgruppe 2 (Illegale Drogen) und war die einzige die kein Heroin konsumierte.
Auch ich habe mich in der Gruppe anfangs sehr verloren gefühlt, weil ich auch ein ernsteres Interesse daran hatte was daraus mitzunehmen.
Irgendwann meinte diese Göre so von ober herab zu mir " du bist ja garnicht süchtig " weil du kein Heroin konsumiert hast und keinen Körperlichen entzug kennst.
An dem Tag war ich etwas aufbrausend und habe einmal die Gruppe aufgemischt ^^

Ich fragte sie also wie sie es nennt wenn man über Jahre jeden Tag mit Pep beginnt damit man auf der Arbeit funktioniert und jeden Abend über 12 Jahre mit Kiffen beendet ?
Und am Wochenende kein anderes Ziel hat als, mit was auch immer ,möglichst Dicht zu werden ?
Zusätzlich habe ich mich dann noch Entschuldigt das ich zwar nicht so tief im Dreck lag wie Sie. Aber ich halte es für eine Unverschämtheit mir zu sagen das ich kein Suchtproblem habe.
Ich habe noch Heute Suchtdruck ! Und bin schon ein Jahr komplett raus aus der Szene. Rolling Eyes
Da finde ich es enorm unangebracht auf andere so runter zu schauen...
Naja... ich habe auf jeden Fall klar machen können was ich meine Laughing

Natürlich kann ich nicht nachvollziehen wie es ist Körperlich abhängig zu sein. Aber muss ich das ?

Ich bin auch der Meinung das jemand der nie Süchtig war , nicht nachvollziehen kann wie es ist ! Das kann man eben nicht Exclamation Aber das ist keine Schande. Sondern einfach eine andere Sicht der Dinge.
Und ich finde es absolut gut das es Menschen gibt die zumindest versuchen zu verstehen wie ein Süchtiger denkt.

Niemand kann sich das wirklich vorstellen. Genauso wie sich niemand vorstellen kann wie es ist Mutter zu sein wenn kein Kind da ist.
Oder wie es ist eine Krebskrankheit zu haben dessen Folge der baldige Tod ist .

Und ich will damit sagen das es gut ist das es da unterschiedliche Sichtweisen gibt.
Man muss nicht alles erlebt haben um mitreden zu können !

Ich finde auch das man nicht auf "mangel an Erfahrungen" runterschauen kann. Denn das ist sicher nicht der falsche Weg !

Ich persönlich finde das man anderen mit Respekt begegnen sollte. Denn ein Leben läuft eben für jeden anders Idea

Und ich finde es auch nicht beleidigend, wenn ein süchtiger sagt Arrow du kannst das nicht verstehen.
Das ist eben so ! Und ist gut wie es ist !

lieben Gruß das Sorgenkind
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Leoni
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst dich in etwas reinversetzten aber verstehen tust du es erst wenn du es selbst erlebt hast. Die Omas und Opas die vom Krieg erzählen beispielsweise, wir können uns schon vorstellen wie schlimm es damas war aber es ist was ganz anderes wenn man es selber am eigen Leib erfahren hat. Und sicher man, muss nicht immer alles verstehen. Es ist ja schon schön wenn jemand anderes versucht sich in deine Situation reinzuverseetzten.

Als Junki haben die meisten alles durch an Drogen, alles probiert und sind beim Heroin hängen geblieben. Wenn du so eine Kariere hinter dir hast, hast du dir schon einiges an Wissen angeignet und checkst alles ab außer deine eigene Sucht und dein eigenes Leben.

Bei mir war es jedenfalls so. Jedoch bilde ich mir nichts ein auf mein "Wissen". Denn das was ich weiß muss man nicht unbedingt wissen. Uns sicher bin ich auch nicht stolz auf meine Drogenkariere. Doch worauf ich solz bin ist, das ich den Absprung gefunden. Zwar über Methadon aber ich führe heute ein "normales Leben" und auch wenn ich mir manchmal noch was reinpfeife weiß ich wann ich aufhören muss. Das was ich jetzt habe, dieses Leben das nun wieder Lebenswert ist, will ich nicht verlieren.
Und da bin ich wiederum froh um meine Erfahrungen die ich gemacht habe. Aber wie gesagt einbilden tue ich mir nichtst daruf.

Vielleicht kommt es manchmal so rüber, eben weil man schon selber in solch einer Situation oder einer ähnlichen war und dann sagt man eben was man erlebt hat, teilt anderen sein Wissen mit aber ich denke eher um den anderen vor Dummheiten zu schützen und nicht um zu posen. Auch wenn man weiß das es sinnlos ist.
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Tamal_Freundin
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 269

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Antworten.

Also ich glaub ich hab mich ein wenig blöd ausgedrück. Mir ist schon klar, dass es schwierig ist etwas komplett nachvollziehen zu können, was ich nie erlebt hab. Ich hab ja eine Angsterkrankung gehabt und war da zeitweise auch in einer Selbsthilfegruppe und selbst die Phobiker untereinadern konnten nur die eigene Angst nachvollziehen. Ich hab ja eine Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln, weiten und kleinen Räumen usw.) und konnte beispielsweise soziale Phobien gar nicht nachvollziehen.

Mir ging es speziell um den Punkt, dass es offenbar so eine Art Katastrophengefälle gibt und ich diesen Punkt interessant fand. Da ich ja nicht süchtig bin, kann ich auch schwer verstehen warum das so ist. Also wie in Sorgenkinds Antwort: Warum ist man als Heroinkranker 'schlechter dran' als als Peppsüchtiger? Woher kommt das? Geht es da um: Ich hab mehr Mitgefühl verdient? Ich habs viel schwerer als du?

@Leonie: Herzlichen Glückwunsch! Es ist schön zu lesen, dass du wieder in den Alltag zurückgefunden hast und schöne Seiten entdecken konntest!
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Sorgenkind
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tamal Freundin,

Wenn ich überlege, glaube ich das es genau darum geht.
MIR GEHT`S VIEL SCHLECHTER...
Oder aber auch ICH HAB MEHR ERFAHRUNGEN.

Das Risiko dabei drauf zu gehen ist bei H weitaus größer. Auch üble Krankheiten sind akut gefährlich und der Körperliche Endzug ist sicher auch nicht schön.

Aber mal ehrlich. Wer schonmal ne krasse Grippe hatte kennt alle symtome einer Entzugserscheinung ! Und HALLO ! wir haben diese auch überlebt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie es sein kann das sich ein abhängiger über den anderen stellt.

Probleme haben sie ja alle. Mit unterschiedlichen Stoffen oder sogar Verhalten !

Wer will da richten ?
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gast01
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 14.04.2011
Beiträge: 231

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

nein so würde ich es nicht sagen ne grippe ist etwas völlig anderes alls ein affen,und mit der sprache seit froh das ihr nicht immer alles versteht den hey mann muß nicht um mitreden zu können gleich h nehmen,da ist es lieber mal was nicht peilen als das dürch machen,so denke ich drüber... Cool
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 22. Mai 2011 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Eine altbekannte Schwäche des Menschen an sich ist, dass der Mensch sich gerne "erhöht", indem er andere "erniedrigt".
Wenn ein Drogenabhäniger schon nicht viel hat, auf das er stolz sein kann, dann will er wenigstens auf seine Erfahrung stolz sein können. Anderen voraus sein. Mehr wissen, mehr Durchblick haben. Wenigstens in dieser Hinsicht.

Was das "Verstehen" anbelangt: Gefühle kann man schwer erklären. Das Beispiel mit dem 2. Weltkrieg passt da ganz gut. Man kann es uns noch so oft schildern, aber wir werden nie wirklich verstehen können, wie sich ein kleines Mädchen im Feuersturm von Dresden gefühlt hat. Oder der Soldat des ersten Weltkrieges im Schützengraben vor Verdun. Daher kann ein Nichtkonsument auch nie wissen, wie sich ein körperlicher Entzug anfühlt oder Suchtdruck. Anhand von Beispielen lässt sich das aber so einigermaßen verdeutlichen. Z.B. Suchtdruck erkläre ich gerne so: Stelle Dir ein 3-jähriges Kind an der Supermarktkasse vor. Das Kind möchte unbedingt eine Süßigkeit haben, die Mutter möchte sie ihm aber nicht kaufen. Daraufhin wirft sich das Kind in tiefster Verzweiflung auf den Boden und brüllt und strampelt und lässt sich durch nichts beruhigen. Auch Strafen zeigen keine Wirkung. So ungefähr wie das Kind fühlt man sich, wenn man schlimmen Suchtdruck hat. Bloß dass man meist nicht strampelt und sich auf dem Boden wälzt, schließlich ist man schon älter.

So oder so ähnlich.
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Tamal_Freundin
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 269

BeitragVerfasst am: 23. Mai 2011 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Das Nachvollziehen von Gefühlen ist klar schwer. Aber ich frage einfach lieber mal nach, bevor ich mir da selbst was zusammenreime, was man durch nachfragen eben leicht klären könnte.

Ich philosophiere mal ein bißchen: Diese Erhöhung könnte sogar, wenn man den Gedanken weiterspinnt, auch erklären, warum sich die Aussagen: 'Ich linke die Ärzte, die sind ja so blöd' und 'Die Ärzte können mir nicht helfen' für Suchtkranke keinen Widerspruch darstellen. Den Arzt zu hintergehen würde dann Stolz auslösen. Das sie damit jedoch dem Heilungserfolg selbst im Weg stehen, weil sie dann eben nicht ehrlich zum Arzt sind und dieser eben oft nur helfen kann, wenn er das ganze Bild kennt und nicht nur das Halbe, ist dann wohl für Suchtkranke schwer zu denken, weil das einer Krankheitseinsicht entsprechen würde, die ja eben gerade oft die Schwelle darstellt, ob man suchtkrank bleibt oder ein cleanes Leben führen kann. Da sieht man echt wie schwer es ist Suchtkranke ohne Krankheitseinsicht zu behandeln...

@ Sogenkind: Deine Aussage und Veilchefees zusammen könnte ergeben: Wenn ich schon in meinem Leben wenig hinbekommen hab, dann bin ich wenigstens im Krank sein besonders gut (extrem).
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Calendula
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 23. Mai 2011 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube ebenfalls, dass Nichtkonsumenten ganz unten angesiedelt sind, weil sie sich nicht nur Vergnügen im Leben versagen, sondern auch gar nix raffen. Weiterhin glaube ich, dass Alkis ebenfalls auf der ganz unteren Stufe stehen. Konsumenten illegaler Drogen glauben m. E. häufiger mal etwas Besonderes zu sein, bzw. sich die "bessere Droge" ausgesucht zu haben.
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Sienna
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 23. Mai 2011 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Calendula hat Folgendes geschrieben:
Weiterhin glaube ich, dass Alkis ebenfalls auf der ganz unteren Stufe stehen. Konsumenten illegaler Drogen glauben m. E. häufiger mal etwas Besonderes zu sein, bzw. sich die "bessere Droge" ausgesucht zu haben.

Das ist m.E auch so, denn Alkohol ist eine ziemlich räudige Droge, was Toxizität und Folgeschäden angeht (und nebenbei auch Rausch, aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache).
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Calendula
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2011 03:09    Titel: Antworten mit Zitat

Sienna hat Folgendes geschrieben:
Calendula hat Folgendes geschrieben:
Weiterhin glaube ich, dass Alkis ebenfalls auf der ganz unteren Stufe stehen. Konsumenten illegaler Drogen glauben m. E. häufiger mal etwas Besonderes zu sein, bzw. sich die "bessere Droge" ausgesucht zu haben.

Das ist m.E auch so, denn Alkohol ist eine ziemlich räudige Droge, was Toxizität und Folgeschäden angeht (und nebenbei auch Rausch, aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache).


Ich würde meinen, das sind einige illegale Drogen auch und die Wirkungsweise von ich glaube es ist Speed - bin aber gerade nicht sicher - ist doch ähnlich.

Mit Rausch meinst du zuviel Alkohol, also betrunken sein?
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Trini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 1147

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2011 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich so darüber nachdenke habe ich nicht diese Erfahrung gemacht, weil ich die Substanz nicht kenne nicht mitreden zu können.
Ich kannte zwar damals schon einige H abhängige mit denen ich auch häufiger Kontakt hatte und der eine mir auch öfters sein Herz ausschüttete aber dennoch hatte ich nie das gefühl bekommen keinen Peil zu haben.
Natürlich hab ich keinen blassen schimmer wie sich ein affe anfühlt und wie es ist den nächsten Druck zu besorgen oder an der flasche hängen zu müssen. Aber das will ich auch überhaupt nicht. Ich muß es auch nicht wissen, es gibt in dem zusammenhang andere Dinge, zwischenmenschliche zuammenhänge für die man nicht wissen muß wie es ist abhängig zu sein.
Vielleicht liegt es auch daran das gerade die, die ich getroffen habe nicht so ein gehabe an den Tag gelegt haben mit das kannst du gar nicht nachvollziehen.

Was mich nervt ist ein Freund der selbst ein alkoholprob hat meiner meinung und jetzt eine Freundin hat die selber mal gut ins Glas schaut. Er spielt das opfer in der beziehung. Den retter sie von der Flasche zu holen. Wenn man ihn reden hört denkt man oje der arme was hat er sich da aufgeladen. Lernt man die Frau aber besser kennen meint man das er gut übertreibt. Denn er ist kein stück besser wie sie.
Kommt es zur sprache das er auch auf seinen Alk verzichten muß redet er sich raus und verharmlost das alles und ich kann da ja nicht mitreden usw.
Er vergleicht seine Bez. ständig mit meiner zum H abhängigen. Das sehe ich anders wie er.
Und das nervt mich gewaltig^^
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Tamal_Freundin
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 269

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2011 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Calendula hat Folgendes geschrieben:
Sienna hat Folgendes geschrieben:
Calendula hat Folgendes geschrieben:
Weiterhin glaube ich, dass Alkis ebenfalls auf der ganz unteren Stufe stehen. Konsumenten illegaler Drogen glauben m. E. häufiger mal etwas Besonderes zu sein, bzw. sich die "bessere Droge" ausgesucht zu haben.

Das ist m.E auch so, denn Alkohol ist eine ziemlich räudige Droge, was Toxizität und Folgeschäden angeht (und nebenbei auch Rausch, aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache).


Ich würde meinen, das sind einige illegale Drogen auch und die Wirkungsweise von ich glaube es ist Speed - bin aber gerade nicht sicher - ist doch ähnlich.

Mit Rausch meinst du zuviel Alkohol, also betrunken sein?


Ich hatte befürchtet das genau diese Diskussion aufkommt. Ich würde vorschlagen jetzt nicht die gesamte Latte psychischer und körperlicher Unterschiede der Substanzen zu diskutieren. Auch ist klar das ein Suchtkranker je nach Substanz andere Herausforderungen beim clean sein hat (Heroinkranke bspw. durch gesellschaftliche Akzeptanzprobleme, ein Alkoholkranker hat sein Suchtmittel permanent greifbar und ist ständig damit konfrontiert).

Der Punkt ist an der Stelle für mich sehr interessant, was ja auch schon in meinem Eingangsposting anklang, warum Suchtkranke das überhaupt hierarchisieren - also warum es 'bessere' und 'schlechtere' Drogenabhängigkeiten gibt und es nicht einfach so ablaufen kann: Wir haben alle das gleiche Problem, nämlich die Abhängigkeit.

@Sienna: Sucht sich denn ein Mensch bewußt rational eine Droge aus von der er abhängig wird, wie im Supermarkt? Also hm. Koks ist mir zu teuer, dann schau ich mal ins andere Regal. Hm. Alkohol ist zwar billig, aber macht den Körper kaputt, dann bleiben nur noch Opiate. Ist jetzt natürlich total übertrieben dargestellt, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine.
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2011 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Tamal_Freundin"]
Der Punkt ist an der Stelle für mich sehr interessant, was ja auch schon in meinem Eingangsposting anklang, warum Suchtkranke das überhaupt hierarchisieren - also warum es 'bessere' und 'schlechtere' Drogenabhängigkeiten gibt und es nicht einfach so ablaufen kann: Wir haben alle das gleiche Problem, nämlich die Abhängigkeit./quote]
Weil es mMn einfach so IST, dass es bessere und schlechtere Drogen gibt?! Es gibt nun einmal verschiedene Substanzen, die sich selbstverständlich in ihrer Schädlichkeit, Wirkweise, Abhängigkeit etc unterscheiden, das ist ganz normal! Manche Substanzen machen eben schneller, effektiver kaputt als andere, zum Beispiel Alkohol oder Crack (siehe Frankfurter Crackszene).
Klar ist die Abhängigkeit bei allen Substanzen nicht so prickelnd, aber auch in der Abhängigkeit gibt es Unterschiede! So wäre ich lieber von einer Substanz abhängig, die nicht solch einen großen Suchtdruck erzeugt wie zum Beispiel Heroin/Opioide.
Ich für meinen Teil sehe bei gewissen Drogen Vorteile gegenüber anderen, das ist meine Meinung. Jedoch würde ich andere nicht diskriminieren, weil sie beispielsweise Alkoholiker sind (macht die Gesellschaft schon zu genüge). Leben und leben lassen. Irgendwo belächle ich es aber, denn ICH kann nicht verstehen, wie man zum Alkohol greifen kann. Das soll nicht überheblich klingen, aber ich finde überhaupt kein Gefallen am Alk und kann mich dementsprechend nicht in die Alkies reinversetzen, so wie sie sich wahrscheinlich nicht in einen Heroinabhängigen hineinversetzen können.

Tamal_Freundin hat Folgendes geschrieben:
@Sienna: Sucht sich denn ein Mensch bewußt rational eine Droge aus von der er abhängig wird, wie im Supermarkt? Also hm. Koks ist mir zu teuer, dann schau ich mal ins andere Regal. Hm. Alkohol ist zwar billig, aber macht den Körper kaputt, dann bleiben nur noch Opiate. Ist jetzt natürlich total übertrieben dargestellt, aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine.

Das kann man zwar nicht verallgemeinern, aber ich denke schon, dass es bis zu einem bestimmten Grad eine freie Wahl der Droge gibt. Es ist vielleicht kein direktes Beschließen (bei mir war das so, schon irgendwo krank), aber durch Experimentieren mit Drogen findet dann jeder so "seine" Droge, auf der er hängen bleibt. Ich weiß, dass es zahlreiche Leute gibt, die die Wirkung von Alkohol lieben, sich aber vielleicht nicht über die Schädlichkeit bewusst sind. Alkohol ist ja meist eh die erste Droge, mit der man in Berührung kommt. Die Leute, denen Alkohol gefällt, probieren dann nichts anderes mehr aus (kann natürlich auch an anderen Gründen liegen, wie zB der Drogen-sind-böse!11!"-Einstellung).

@Calendula:
Also Speed kann man imo gar nicht mit einem Alkohol-Rausch (also betrunken sein) vergleichen. Speed ist ein Upper, Alkohol ein Downer. Von Speed wird man wach und euphorisch (je nach der Qualität), von Alkohol müde und sediert.
Du meinst wahrscheinlich etwas anderes, aber man kann Äpfel auch nicht mit Birnen vergleichen
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