Mein Mann kifft...

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Autor Nachricht
Mieze
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.06.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 5. Jun 2011 18:05    Titel: Mein Mann kifft... Antworten mit Zitat

Unsere Geschichte...

Ich (31),bin mit meinem Mann(32) seid meinem 18 Lebensjahr zusammen und auch verheiratet(wir heirateten nach drei Monaten).
Ich hatte schon einen Sohn den ich mit in die Beziehung brachte von knapp 2 Jahren,ich wurde mit 16 damals Mama.
Alles war schön,wie es so ist frisch verliebt und ich dachte ich bin entlich angekommen,meine eigene Kindheit war die totale Hölle und nichts wünschte ich mir mehr wie eine "normale" Familie.
Mein Mann kiffte eigentliche immer schon,seid er 15 war und das Regelmässig,von seiner Ex wusste ich das das auch damals ein Thema bei ihnen in der Beziehung war.
Als wir zusammen kamen war er 20 und hörte auch einige Zeit mit dem Kiffen auf,wenn auch nicht mal 4 Monate?
Immer hieß es"Schatzi,ich habe nur einen Kolegen getroffen und der hatte ganz zufällig was dabei,das war ganz Spontan.
Oder er war in nem Reisebüro um sich für einen Urlaub für uns zu Informieren.wenn er einfach wegblieb,wobei er bei dieser komischen Ausrede selber irgentwann ins Schmuntzeln geriet...den unsere Haushaltskasse sah zu dem Zeitpunkt eher bescheiden aus.
Am schlimmsten wurde es als er mit seinem Kumpel anfing zu Kiffen.wir hatten mittlerweile auch ein gemeinsamen Sohn bekommen,der war zu diesem Zeitpunkt etwas über 1 Jahr.
Sein Kumpel war Jungeselle und konnte ja tuen und lassen was er wollte,mein Mann war zu der Zeit arbeitslos und war nur noch bei seinem Kumpel oder mit ihm unterwegs.
Ich fühlte mich aleine,und verraten weil er mich nur noch belog,ich konnte ihm einfach nichts mehr glauben,das machte mich so unentlich traurig.Er sagte immer,"Schatz ich belüge dich doch nur in dieser Sache.Was er übrigens bis heute sagt...macht es das so viel besser?
Immer wenn ich versuchte mit ihm zu reden das es so nicht weitergehen kann wurde er immer sehr verletzend,ich wäre ne Spiezertante und soll mich nicht immer so anstellen.
Seinem Kumpel war ich immer ein Dorn im Auge,wenn er mitbekam das wir uns mal wieder wegen der Drogensache stritten sah ich ihm jedesmal an wie er sich an der Situation aufgeilte.
Meine Wut wuchs aber auch meine Hilflossigkeit...
Durch seinen Onkel bekam mein Mann die Chance auf einen Job,er nutze die chance das war unsere Chance unsere Ehe zu Retten.
Es lief besser,wir zogen um der große kam in die Schule und waren wieder Glücklich,bis ich irgentwann rausbekam das mein Mann jedesmal bevor er mit dem Hund geht sich auf der Toilette wieder anfing eine Tüte zu drehen.Das Zeug wieder versteckte und das Lügen wieder von Vorne begann.
Natürlich war es wie es immer war,ich bin die SPiezeralte die sich nur anstellt und einen Moralapostel hergibt.
Das ich mich hintergangen fühlte wenn er mir jedesmal dreckig in Gesicht log spielte für ihn keine Rolle.Es war doch nicht so schlimm...er belog mich ja nur in Sachen Drogen.
Die Frage ist ja...was glaubt man in so einem Fall überhaubt noch?
Ich war eigentlich immer auf mich aleine Gestellt.weil die Drogen meinen Mann so veränderten in seinen HöchstkonsumZeiten das man mit ihm einfach nicht mehr reden konnte.
2008 bekamen wir nochmal nachwuchs,ungeplant unsere großen waren ja schon 12 und 8 Jahre,aber wir freuten uns dann doch.
Die ersten Monate lief eigentlich auch alles,der mittlere reagierte sehr eifersüchtig auf seinen kleinen Bruder.
Eine einfache Zeit war das nicht,aber wir meisterten auch dieses und es entwickelte sich alles zum Positiven...bis auf die Drogensucht meines Mannes,die blieb.
Alle Probleme stand ich für mich aleine durch,ich bin sehr oft Depressiv,vor Zwei Jahren bekam ich die erste Panikatacke im Supermarkt und seid dem ist mein Leben nicht mehr das selbe.Die Angst vor so einer Atacke wurde so groß das ich mich nicht mehr in einen Laden traute.Ich mied schleichend immer mehr Situationen um soeiner zu entgehn und isolierte mich zum Schluß immer mehr.Man fühlt sich als schlechte Mutter wenn man seine Kinder eigentlich nicht mehr selbst versorgen kann,denn ich konnte ihnen ja nicht mal mehr was zu essen kaufen.Und die Angst das mein Mann mich wieder als Phychofrau beschimpft war zu groß...ebenfals das er mich verlässt deswegen.
Auch wenn ich immer für ihn da war und auch wenn er sehr liebevoll sein kann,so gibt es auch diese Seite an ihm die sehr kalt und verletzend ist.
Ich schickte meinen Sohn einkaufen oder fragte meine Schwester...bis es irgentwann so nicht mehr weiterging und ich ihm alles sagte...und gegen meine Angst angingwas ich noch heute mache.
Ich leide heute noch sehr darunter,es gibt gute Tage und schlechte,jetzt wo ich meinem Mann brauche belastet mich die ganze Situation noch mehr als die ganzen Jahre.
Und immernoch lügt er mich ständig für die Drogen an und nein...ein Problem hat er nicht mehr...hat er doch vor gut 12 wochen mit dem Kiffen aufgehört weil er wieder so weit war das er jeden Tag Kiffen musste und sogar manchmal nicht mal mehr bis auf den Abend warten konnte.
Als er aufhörte war er so überzeugend das es diesmal für immer war,er sagte er wäre so froh aus dieser Abhängigkeit raus zu sein.
Ihn kotzte es selber an jeden Abend auf dem Balkon zu Kiffen wie er sagte...ich war glücklich.
Ich arbeitete an mir und meinen Ängsten und hätte die ganze Welt umarmen können.
Meine Familie war mir immer das wichtigste,ich würde alles für sie tun,wirklich alles...ich liebe meinen Mann auch unentlich aber ich kann nicht mehr.
Vor Zwei Tagen erst wieder war er obwohl er mir versprochen hatte nicht mehr zu Kiffen bei seinem Kumpel und belog mich wieder.Ich könnte ihn verlassen...aber ich liebe ihn ich möchte ihm ja helfen nur ich bin mit meiner Kraft am Ende...stelle ich mich wirklich nur an?
Es gab Zeiten da duldete ich das Kiffen einfach des Seelenfriedens wegen,ich war des Streiten müde und wollte auch nicht mehr belogen werden.Und eigentlich immer artete es in einem Täglichen Konsum aus,wenn er dann aufhörte wurde er aggro und konnte Abends schlecht einschlafen.
Er konnte auch Monate durchhalten mal nicht zu Kiffen,aber er fängt immer wieder an und immerwieder artet es zu dem selben aus.
Was soll ich nur tun? Ich meine wir haben drei Kinder von mittlerweile 14,10 und 2 jahren,sowas setzt man doch nicht aufs Spiel für dieses Scheißzeug?
Ich bin so entäuscht und traurig...mir kommen jetzt schon wieder die Tränen wenn ich nur drann denke...
Dieses Scheißzeug macht echt alles kaputt...

(Verzeiht mir meine Rechtschreibfehler,ich bin so verzweifelt im Moment... )
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gast01
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 14.04.2011
Beiträge: 231

BeitragVerfasst am: 5. Jun 2011 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

naja ok ,aber ich sage edweder gleubst du nur das er kifft oder er sag es dir nur um es zu verhamlosen,weil eigendlich würde ich sagen lieber kiffen als saufen,vvll nimmt er ja was anderes?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 5. Jun 2011 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, viele hier denken vielleicht erstmal: Sei froh, dass er nur kifft und keine härteren Drogen nimmt. Das hilft Dir aber nix. Tatsache ist offenbar, dass Du einen Punkt erreicht hast, an dem Du so nicht mehr weitermachen kannst. Deine Kinder sind teilweise schon recht groß und können schon einiges mitkriegen.

Ein deutliches Warnsignal war die Panikattacke, die Du im Supermarkt hattest. Blieb es bei der einen Attacke? Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es überhaupt nichts bringt, Situationen aus Angst vor der Angst zu meiden. Es ist unglaublich anstrengend, aber es hilft nichts: Stelle Dich immer wieder der Situation, sonst traust Du Dich bald gar nicht mehr vor die Tür.

Ich finde es zunächst einmal wichtig, dass Du Dich emotional von Deinem Mann löst. Auch wenn ihr in einer Wohnung lebt, muss das nicht heißen, dass Du nicht Dein eigenes Leben gestalten kannst. Die Kifferei würde ich erstmal ignorieren. Solange er jeden Tag arbeiten geht und Dir ausreichend Haushaltsgeld zur Verfügung stellt, kannst Du das Ganze zunächst einmal als Zweckgemeinschaft so weiterlaufen lassen.

Kümmere Dich um Dich selbst und Deine Kinder, nimm Deinen Mann und das was er tut oder nicht tut nicht mehr so wichtig. Werde geistig und emotional unabhängig und besinne Dich darauf, wer DU bist und was DU willst!
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Marla
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 354

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2011 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Der Rat von Veilchenfee finde ich sehr gut und passend, ansonsten, falls das mit den Panikattacken weitergehen sollte, so gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit mit Deinem Hausarzt darüber zu sprechen.
In unserer heutigen Gesellschaft gibt es sehr viele Menschen die mit irgendetwas (sei es das Leben allgemein, oder die Gesellschaft mit all Ihren Problemen) nicht zurecht kommen.
Dagegen gibt es zB antidepressiva, oder aber die Selbstmedikamentation.
Wie es zB Dein Mann betreibt.
Ich werde Kiffen nicht verharmlosen, aber aber es wäre mir lieber einen Mann zu haben der Kifft, als einen Alkohol User.

Hast Du mal probiert mit Ihm darüber zu reden warum er kifft? Oder hast Du mal versucht seine Kifferei zu akzeptieren, so, das er Dich eben auch nicht mehr belügen muss?
Es hört sich zwar nicht so an als könntest Du so weiterleben, aber was stört Dich denn mehr, das Kiffen an sich, oder deswegen belogen zu werden?
Dir sollte mittlerweile ja klar sein das er wirklich wesentlich schlimmere Drogen nehmen könnte.
Mir selber wurde irgendwann klar das Kiffen mir nichts mehr geben kann, und ich es genausogut lassen kann.
Und das war ausgerechnet an dem Ort der Welt wo es das Beste Dope gibt.
Ich habe von einem auf den anderen Tag aufgehört, und ich habe damals Mengen weggerraucht wie die Sadhus auf dem Kumb `Mela.
Entzugserscheinungen gab es nicht die Bohne, in der Beziehung ist KIffen wirklich harmlos.
Vielleicht kommt dein Mann ja irgendwann auch auf den Trichter, das er es eigentlich gar nicht braucht.
Allerdings muss diese Erkenntnis erst von Ihm selber kommen, Ich stelle mir schwer vor das er auf Druck von aussen reagiert.
In der Beziehung sind Kiffer teilweise recht (wie formuliere ich das jetzt?) teilweise etwas "Jung" geblieben. Hoffe ich trete mit dem letztem Satz niemanden zu nahe.

Nicht zu vernachlässigen sind jedoch die Folgen die ein Dauerkonsum mit sich führt.
Aber mit ein zwei Tüten am Tag sollten die sich in Grenzen halten.
Ansonsten sind da natürlich die Antriebslosigkeit, das Gedächtnis leidet darunter, diese extreme Gleichgültigkeit ( Kiffen macht gleichgültig? Mir Egal!) und je nach Mensch eben auch unangenehme Folgen beim Kiffen selber (Psychosen, Angstzustände, sowas eben.
Das trifft allerdings nur auf wenige Menschen zu, so das dies meist das Kiffen auch von alleine wieder sein lassen.

Kann es sein das Dein Mann sich einfach ein Stück seiner Jugend bewahren will (er kifft ja seitdem er 15 ist, oder?)
Ausserdem würde mich interressieren wieweit er sich verändert wenn er bekifft ist, nach so langen Konsum, sollte er eigentlich gar nicht mehr eine dermassen starke Wirkung erzielen, als das mit Ihm nichts mehr anzufangen ist, oder doch?

Tut mir leid wenn ich so viele Fragen stelle, aber ich würde Dir gerne helfen, da ich mich in diesem Bereich von mehreren Seiten der Medaille auskenne.

Oft ist dem Drogenbenutzer auch gar nicht klar wie sehr er seine lieben damit quält.
Als ich zB eine Zeitlang Benzos nahm, kam ich mir selber relativ normal vor, für meinen Partner war es jedoch die Hölle, da ich mich total verändert hatte, und aber auch gar nichts mit mir anzufangen war.

Tja, der Übersicht halber:
Was ist für Dich schlimmer , angelogen zu werden, oder das Kiffen an sich?
Warum kifft er überhaupt? Klingt nach ner doofen frage, kann aber dennoch interressant sein, will er einen Teil seiner Jugend bewahren, hat er das Gefühl ohne nicht leben zu kennen, oder findet er es einfach nur geil?
In wie weit verändert er sich wenn er bekifft ist, und was ist für Dich das schlimmste dabei?
Soweit erstmal von meiner Seite. Bitte lass den kopf nicht hängen, denn auch wenn einem das Leben immer wieder ein Bein zu stellen scheint, so gibt es einem auch meistens die Kraft dazu die Prüfungen zu meistern.
Und zum schluss kann ich Veilchenfee nur rechtgeben, kümmere Dich um Dich und Deine Kinder, es wäre es nicht wert das Du ernste Probleme (angstzustände, Depressionen etc) bekommst, nur wegen einer im Prinzip harmlosen "Leidenschaft" Deines Mannes.

Alles Liebe, und Kopf hoch, Marla Mia!
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Calendula
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 08.01.2011
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2011 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gehöre jetzt nicht gerade zu den Leuten, die Kiffen als völlig harmlos ansehen. Würde es hier um die allabendliche Flasche Bier zum Entspannen gehen (das Feierabendbier), würden sich wahrscheinlich alle entrüsten, teilweise weil's um Alkohol geht, aber sicher, weil es um täglichen Konsum geht, obwohl nicht davon auszugehen ist, dass jemand bei eienr Flasche betrunken ist. Täglicher Drogenkonsum (unabhängig von welcher Droge) hat m. E. in Familien mit Kindern keinen Platz, gehört da auch nicht hin.

Mir ist absolut verständlich, dass du, Mieze, mit dem täglichen (und mehrfachen) Konsum deines Mannes nicht zurecht kommst. Nüchtern hast du ihn wahrscheinlich selten erlebt und wenn dann mit Suchtdruck und aggressiv. Für mich spiegelt sich da ein ungeheurer (typischer?) Egoismus wider, schon an der Stelle, als von bescheidener Haushaltskasse die Rede ist und er sich immer noch sein "harmloses Hobby gönnt".

Den Text habe ich mir nun mehrfach durchgelesen und mir kommt es so vor, als würde sie vergleblich auf Hilfe das Partners hoffen, ein weiteres Problem.

Mieze, ich kann dir ebenfalls nur empfehlen, dass du erstmal sehen muss, dass es dir wieder gut geht. Nicht nur, um (alleine?) für die Kinder sorgen zu können, sondern schon um deinetwillen. Hättest du die Möglichkeit eine Kur zu machen, um mal Abstand zu gewinnen oder zur Ruhe zu kommen? Vielleicht auch eine Mutter-Kind-Kur, bei der du deinen Jüngsen mitnehmen könntest? Ich habe den eindruck, dass es dir mal sehr gut täte, da rauszukommen, denn dich frisst das auf.
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