Ehemaligen Suechtigen um Rat gefragt

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Kalamton
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.06.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 11:21    Titel: Ehemaligen Suechtigen um Rat gefragt Antworten mit Zitat

Hallo,
Meine Mutter war/ist Drogensuechtig, jetzt Alkoholikerin und lebt auf der Strasse.
Jeder Versuch sie zu "retten" scheiterte. Sie lebt auf der Strasse seit ca. 2.Jahren.
Unsere Geschichte ist sehr lang, niemand weiss aber wo sie Anfaengt niemand weiss den Ausgangs Grund fuer ihre Sucht. Mittlerweile geht das aber schon mehr als 20 Jahre so.

Meine Mutter hat vier Kinder, ich bin die aelteste, sie hat uns alle auf Grund ihrers Verhaltens verloren. Einer nach dem anderen. Die zwei juengsten wissen nicht einmal wie sie Aussieht.
Ich und meine juengere Schwester sind bei unseren Oma aufgewachsen.

Meine Mutter hat schon einige Therapien hinter sich einigen davon schienen auch zu helfen. Dann lies sie sich aber wieder auf die falschen Leute ein und alles zerbrach wieder.

Vor ca. 2 Jahren war sie unauffindbar fuer ein halbes Jahr. Dann kam ploetzlich ein Lebenszeichen. Ein halbes Jahr spaeter rief sie mich voellig verzweifelt an. Sie ist am Ende sie schaffe es nicht mehr, sie moechte nach Hause kommen. Sie war in Spanien Alicante.

Meine Tante und ich flogen sofort nach Alicante um sie zu holen, wir freuten uns so sehr ueber ein Lebenszeichen. Jedoch als wir dort ankamen, war niemand da und ein Strassenkuenstler berichtete uns das Sie den vorherigen Tag wegreisste. Wieder machten wir uns grosse Sorgen. 2 Tage Spaeter war sie dann zu Hause. Sie kam mit dem Zug.
Sie blieb aber nicht lange. Wir versammelten die Ganze Familie, auch die di nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen.

Sie ging wieder. Nach Neapel. Diese Zeit war sehr schlimm, sie rief mich fast taeglich an in einem unbeschreiblichen Zustand, und flehte mich sie nach Hause zu holen.
Sie kam dann wieder nach Hause. Wir machten ihr keine Vorschriften oder Forderungen.
Jedoch nach 2 Wochen war sie wieder in der STadt um sich vollzusaufen. Selbst zu Weihnachten war sie in einer Bar besoffen. Wir suchten sie und als sie uns sah weinte sie , weil sie sich schaemte. Sie wird immer sehr ueberheblich und rechthaberisch und alle sind schuld an Ihrem Dilemma nur sie nicht.

Wenn sie dann aber nuechtern ist und man mit ihr Spricht zeigt sie Einsicht und entschuldigt sich. Das macht mich glauben das es noch nicht zu Spaet ist.
Dann aber kommt wieder ein Schlag ins Gesicht, das sie alles was sie bejate und sagte vergessen und weggeworfen hatte. Es kam sogar dazu dass gegenbueber ihrer Mutter handgreiflich wurde.
Darauf hin verschwand sie wieder. Die Gesellschaft ist nicht sehr unterstuezend, alle wollen nicht damit zu tun haben.

Vor einer Woche verstarb ihre Mutter, die Oma bei der ich und meine Schwester Aufwuchs.
Wir setzten alle hebel in Bewegung sie zu finden aber Nichts.
Rein zufaellig traf ein Freund der Familie sie in Verona der auf Geschaeftsreise war.
Er bezahlte ihr ein Zugticket nach Hause.

Und sie kam einen Tag vor der Beerdigung zum Beten.
Ich freute mich so sehr sie zu sehen. Viele der anderen freuten sich nicht , denn meine Mutter war ihrer Meinung nach weder respektvoll genug gekleidet noch nuechtern noch erfuerchtig gewesen. ALLES eskalierte.. Meine Mutter blieb is zur Beerdigung und versoehnte sich mit ihrem Bruder.

Darauf hin fuhr sie noch am Tag der Beerdignung nach Verona zu ihrem Hund.
Es dauerte nicht lange, da rief sie ihren Bruder an, da sie nach Hause moechte.
Eine Streetworkering brachte sie ins Krankenhaus, ihr Bruder besuchte sie dort.

Vielleicht koennt ihr euch mit meiner Geschichte identifiezieren und mir helfen.
Die Gesellschaft ist nicht sehr unterstuezend, alle wollen nicht damit zu tun haben.
Ich aber will nicht aufgeben ich moechte ihr helfen ich weiss das es nicht zu spaet ist.

Ich moechte gerne wissen was ich noch alles tun kann um ihr zu helfen, was ein Alkoholiker denkt , wie seit ihr von Stoff weck gekommen? wie Denkt ein Suechtiger? Haben wircklich immer die anderen Schuld? Kennt jemand ein guten Therapieplatz, oderkennt jemand eine Hilfsorganisation der 3. Welt der mit suechtigen arbeitet?

liebe Gruesse
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Yolande
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Du,

wie alt bist denn du und wie alt ist deine Mutter? Ganz schön traurig deine Geschichte. Ich meine, eine Mama sollte zu seinen Kindern anders sein, ein Vorbild oder zumindest jemand, der seine Kinder liebt und für sie da ist, der sie in den Arm nimmt, wenn sie weinen, der pustet, wenn es hinfällt...na ja, das ganze Programm eben. Nicht du bist die Mutter deiner Mutter, sondern andersherum. Ich verstehe, dass du dir Sorgen machst, aber bist du nicht auch ein bisschen sauer, dass sie dich und deine Geschwister um eine unbeschwerte Kindheit gebracht hat?
LG
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Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 15:58    Titel: Re: Ehemaligen Suechtigen um Rat gefragt Antworten mit Zitat

Hallo Kalamton Smile !

Zitat:
Ich aber will nicht aufgeben ich moechte ihr helfen ich weiss das es nicht zu spaet ist.


Leider ist es so das du garnichts machen kannst solange deine Mutter nicht wirklich mit dem Trinken aufhören möchte. Erst wenn sie zu einem Entzug mit anschließender Langzeittherapie bereit ist, kannst du unterstützend für sie da sein. Möchte sie das denn ?

[/quote]was ein Alkoholiker denkt[/quote]

Da rätsle ich heute noch darüber. Ein Alkoholiker weiß schon was er macht, ich sehe das Problem, wie übrigens bei vielen anderen Süchten auch, dass sobald die Droge intus ist, ein "Leck mich doch alles am Arsch"-Gefühl eintritt. Deshalb auch die "schlechtes Gewissen Phasen" bei Ernüchterung.

Zitat:
Haben wirklich immer die anderen Schuld?


Natürlich nicht. Aber es ist immer einfacher die eigenen Lebensumstände als Entschuldigung herzunehmen, anstatt genau diese zu ändern oder wenn nötig, aufzuarbeiten.

Wo ist deine Mutter denn jetzt zur Zeit ?

Ich habe auch eine ähnliche Geschichte hinter mir, ich wünsch dir viel, viel Kraft ![/quote]
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Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Yolande hat Folgendes geschrieben:
aber bist du nicht auch ein bisschen sauer, dass sie dich und deine Geschwister um eine unbeschwerte Kindheit gebracht hat?


Hallo Yolande Smile !

Sauer ist da kein Ausdruck mehr. So etwas verfolgt dich dein ganzes Leben. Und man wird ganz schön schnell zum Co-Alkoholiker wenn man nicht gut aufpasst Crying or Very sad .
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kalamton,

ich kann mich mit Deiner Geschichte auf jeden Fall identifizieren, bei mir geht es um meinen Vater. So schlimm wie Deine Mutter ist er zwar nicht unterwegs, aber mir reicht es. Auch ich bin am rätseln, wie das Ganze noch weitergehen soll. Ehrlich gesagt bin ich langsam an dem Punkt, an dem ich nur noch an mich denke. Ich vergewissere mich ab und an, dass er noch lebt und das war es dann auch. Auf besoffene Gespräche lasse ich mich auch nicht mehr ein, das wird dann kurz und knapp abgewürgt.

Ich mache mich mit dem Gedanken bekannt, dass mein Vater sich totsaufen wird bzw. aufgrund des Alkohols bald ein Pflegefall werden wird. Ist der Tag gekommen, werde ich meine Pflicht tun und mich darum kümmern, dass er ordentlich versorgt wird.

Es ist nicht leicht, seine Emotionen zu kontrollieren bzw. abzustellen. Eigentlich ist es fast unmöglich. Doch versucht man es nicht, geht man selbst mit vor die Hunde. Das kann es doch nicht sein, dass man jeden Tag damit belastet ist... !

Mehr kann ich im Moment auch nicht dazu sagen, nur, dass Du mein volles Mitgefühl hast.
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Kalamton
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.06.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 17:14    Titel: Hey alle zusammen Antworten mit Zitat

@alle Danke fuer eure Zeilen, es fuehlt sich etwas leichter an wenn man weiss man ist nicht die einzige mit einem solchen oder aenlichen Problem.

@ Yolande: Ich bin 23 Jahre alt und meine Mutter ist 41 Jahre jung.
Auf die Frage ob ich sauer bin.
Ich bin nicht sauer ich habe auch alles verziehen, Vergangenheit ist fuer mich Vergangenheit. Frueher weinte ich viel konnte nicht einmal ueber das Thema sprechen.Heute bin ich aus den Fehlern meiner Mutter gewachsen und habe sehr viel gelernt von ihr. Auch wenn das gelernte nur Sachen sind die ich in meinem Leben nicht machen moechte.
Zudem bin ich auch meiner Oma sehr Dankbar sie war immer eine sehr Gute Zweitmamma.

Natuerlich gibt es Momente in denen ich sehr enttaeuscht bin. Die Gesellschaft im allgemeinen raet mir immer sie ganz zu vergessen und mein eigenes Leben zu Leben. Leider ist das nicht so einfach und ich moechte das auch nicht,da sie immer noch meine Mutter ist die troz allem Liebe.

@ Sonnenscheinchen:
Meine Mutter war vor einer Woche noch auf der Beerdigung ihrer Mutter meiner Oma.
Noch am selben Tag ging sie nach Verona zu ihrem Hund.

eine Streetworkerin rief dann meinen Onkel ihren Bruder an um ihm zu sagen das sie im Krankenhaus ist und sie moechte ihn gerne sehen.
Viele sagen immer mann muss erst am Ende, ganz tief unten sein um zu verstehen das die Droge der falsche Weg ist. Ich verstehe nicht wie weit sie denn noch sinken muss um zu verstehen das dass der Falsche weg ist.

Auf jedenfall ist sie jetzt in einem Odachlosen hilfeStation fuer 2 Wochen untergekommen.
Dort habe ich heute angerufen und sie war so normal, als waere nichts. Ich weiss auch nicht genau wie ich mit ihr umgehen soll. Wir werden uns am Donnerstag Nachmittag treffen, leider weiss ich ueberhaupt nicht wie ich richtig auf sie zugehen sollte.
Ich wuerde ihr gern den Vorschlag fuer eine Therapie machen. jedoch hab ich total Angst davor.

@Veilchenfee:
Danke fuer deine ehrliche Antwort. Jeder geht mit solchen Problemen anders um.
Du erinnerst mich ei bisschen an meine Schwester, die mit der ganzen Sache nicht zu tun haben will. sie moechte nicht verletzt werden. Natuerlich respektiere ich das und bin dankbar eine so tolle Schwester zu haben.

Danke
Liebe Gruesse Kalamton[/list][/quote]
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Kalamton
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.06.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 17:17    Titel: Hey alle zusammen Antworten mit Zitat

@alle Danke fuer eure Zeilen, es fuehlt sich etwas leichter an wenn man weiss man ist nicht die einzige mit einem solchen oder aenlichen Problem.

@ Yolande: Ich bin 23 Jahre alt und meine Mutter ist 41 Jahre jung.
Auf die Frage ob ich sauer bin.
Ich bin nicht sauer ich habe auch alles verziehen, Vergangenheit ist fuer mich Vergangenheit. Frueher weinte ich viel konnte nicht einmal ueber das Thema sprechen.Heute bin ich aus den Fehlern meiner Mutter gewachsen und habe sehr viel gelernt von ihr. Auch wenn das gelernte nur Sachen sind die ich in meinem Leben nicht machen moechte.
Zudem bin ich auch meiner Oma sehr Dankbar sie war immer eine sehr Gute Zweitmamma.

Natuerlich gibt es Momente in denen ich sehr enttaeuscht bin. Die Gesellschaft im allgemeinen raet mir immer sie ganz zu vergessen und mein eigenes Leben zu Leben. Leider ist das nicht so einfach und ich moechte das auch nicht,da sie immer noch meine Mutter ist die ich troz allem Liebe.

@ Sonnenscheinchen:
Meine Mutter war vor einer Woche noch auf der Beerdigung ihrer Mutter meiner Oma.
Noch am selben Tag ging sie nach Verona zu ihrem Hund.

Eine Streetworkerin rief dann meinen Onkel ihren Bruder an um ihm zu sagen das sie im Krankenhaus ist und sie moechte ihn gerne sehen.
Viele sagen immer mann muss erst am Ende, ganz tief unten sein um zu verstehen das die Droge der falsche Weg ist. Ich verstehe nicht wie weit sie denn noch sinken muss um zu verstehen das dass der Falsche weg ist.

Auf jedenfall ist sie jetzt in einem Odachlosen hilfeStation fuer 2 Wochen untergekommen.
Dort habe ich heute angerufen und sie war so normal, als waere nichts. Ich weiss auch nicht genau wie ich mit ihr umgehen soll. Wir werden uns am Donnerstag Nachmittag treffen, leider weiss ich ueberhaupt nicht wie ich richtig auf sie zugehen sollte.
Ich wuerde ihr gern den Vorschlag fuer eine Therapie machen. jedoch hab ich total Angst davor.

@Veilchenfee:
Danke fuer deine ehrliche Antwort. Jeder geht mit solchen Problemen anders um.
Du erinnerst mich ei bisschen an meine Schwester, die mit der ganzen Sache nicht zu tun haben will. sie moechte nicht verletzt werden. Natuerlich respektiere ich das und bin dankbar eine so tolle Schwester zu haben.

Danke
Liebe Gruesse Kalamton[/list][/quote]
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Sonnenscheinchen
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 17:51    Titel: Re: Hey alle zusammen Antworten mit Zitat

Kalamton hat Folgendes geschrieben:
Noch am selben Tag ging sie nach Verona zu ihrem Hund.


Im Moment sieht es so für mich aus als würde sie erst mal lieber vor ihren Problemen flüchten, als sich ihnen zu stellen. Warum hat sie nicht ihren Hund mitgebracht um hier ihr Leben auf die Reihe zu kriegen ? Ich glaube sie ist noch nicht so weit, oder sie will dieses Leben leben.

Zitat:
Eine Streetworkerin rief dann meinen Onkel ihren Bruder an um ihm zu sagen das sie im Krankenhaus ist und sie moechte ihn gerne sehen


Hatte sie doch gehabt als sie zur Beerdigung hier war, oder ?

Zitat:
Wir werden uns am Donnerstag Nachmittag treffen, leider weiss ich ueberhaupt nicht wie ich richtig auf sie zugehen sollte.


Frag sie doch einfach mal wie sie sich ihr zukünftiges Leben vorstellt. Ob sie Pläne dafür hat. Sag ihr das es dir wichtig ist damit du Klarheit für dich hast. Das wäre jetzt erst mal das Wichtigste. Du musst ja auch überlegen wie du damit in Zukunft umgehen sollst oder kannst.

Zitat:
Ich wuerde ihr gern den Vorschlag fuer eine Therapie machen. jedoch hab ich total Angst davor.


Warte ab was sie dir antwortet. Dann kannst du dir ja immer noch überlegen ob du ihr den Vorschlag machst.

Viel Kraft !

Gruß

Very Happy
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2011 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kalamton schrieb:
Zitat:
Du erinnerst mich ei bisschen an meine Schwester, die mit der ganzen Sache nicht zu tun haben will.

Nunja, Du kennst die Story nicht ... vor 3 Monaten habe ich meinen Vater bei mir im Haus aufgenommen, man kann also nicht sagen, dass ich mit ihm bzw. der Sache nichts zu tun haben will. Ich bin nur enttäuscht, dass er auch jetzt noch weitertrinkt. Damit ich mich nicht mehr aufrege als mir guttut, habe ich beschlossen, mich etwas besser abzugrenzen.

Hm, Deine Mutter ist etwa so alt wie ich ...

Jekyll und Hyde, so ist das leider. Grausames Spiel! Ich glaube, das Hauptmotiv "solcher Leute" ist, dass sie ein aufregendes, spannendes, abwechslungsreiches Leben haben möchten. Gerade Deine Mutter, die immer wieder auch ins Ausland geht... Vielleicht ertragen sie das tägliche Einerlei nicht ...
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Kalamton
Anfänger


Anmeldungsdatum: 21.06.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 23. Jun 2011 22:10    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen, danke fuer eure Texte:)

Heute war der Tag an dem ich mich mit ihr traf. Ich kam eine halbe Stunde frueher als geplant am Bahnhof an.

Sie war sehr nett.

Erzaehlte mir wieder von dem Baby das sie ihr ohne Narkose aus dem Bauch taten, und von einer Vergewaltigung als sie 15 Jahre alt war.
Ich weiss, das muss fuer euch alles wie ein schlechter Film vorkommen. Ich wuenschte es waere einer.

Sie lebt fuer den naechsten 2 Wochen in einem Haus "Margarteh" der Caritas, den Hund brachten sie ins Heim. Jetzt hat sie aber Angst dass sie den hund nicht mehr zurueckbekommt.
Anscheinend sagte zu ihr eine Frau des Sozialdienstes , sie sei nicht in der Lage auf den hund aufzupassen und auf Grund ihrehr Krankheit ( leidet unter anderem auch an Hepatitis und hat jetzt eine Bauchspeichelentzuendung) sowieso bald sterben wird.

Ich fragte sie was sie jetzt in naechster Zukunft machen moechte. Ihre Antwort. Sie weiss es selber nicht. Alles was sie weiss ist das sie niemanden mehr enttaeuschen willund Die Kurve krazen moechte Und auf die Frage in ein therapie zentrum zu gehen , sagte sie Nein , denn sie moechte nicht von den Psychologen zu Brei gemacht werden.

Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Sie war so gluecklich als sie mich sah.

Sie hat vor 2 Jahren begonnen in der Welt herumzulungern, ich glaube der Grund dafuer ist dass wir aus einer sehr kleine Provinzstadt kommen und sie dort den Gesellschaftlichen Druck nicht mehr Aushielt. Ich fuehle mich manchmal so alleine weil alle sagen lass sie ziehen sie muss selber draufkommen. Aber ich glaube dass sie auch Nervenkrank sein muss und desshalb gar nicht mehr klar denken kann. Sie tut mir so leid. Ich habe ihr auch heute gesagt das es mir egal ist wie sie lebt solange sie gluecklich ist.

Ich danke euch dass ihr euch Zeit nehmt dies hier zu Lesen. Ich bin fuer jeden Vorschlag zur loesung oder milderung des Problems offen.

Liebe Gruesse
Kalamton
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Yolande
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 24. Jun 2011 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Du bist ganz schön erwachsen für dein Alter. Das liegt wahrscheinlich daran, dass du früh erwachsen werden musstest und schon große Problem als Kind bewältigen musstest.

Ich finde gut, dass du ihr verziehen hast und sie vielleicht in Frieden gehen lassen kannst. SOllte deine Mama tatsächlich sterben, dann ist es für sie sicher wichtig zu wissen, dass du ihr vergibst und dich wirklich für sie und ihr Leben interessiert.

Dennoch wirkt es immer noch, als ob eher du die Mama bist in der Beziehung. Sie erzählt dir von ihren Problemen etc. Fragt sie dich, wie es dir geht? Fragt sie, wie es für dich und die anderen war, ohne ihre Mama zu leben?

Ich könnte das nicht so stark sein, wie du. Hut ab.
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Sonnenscheinchen
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 09.06.2011
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 24. Jun 2011 10:46    Titel: Re: Hallo Antworten mit Zitat

Hallo Kalamton Smile !

Sei erst mal so richtig gedrückt !

Das hört sich ja nun alles nicht gerade gut an, du hast mein vollstes Mitgefühl.

Kalamton hat Folgendes geschrieben:
Anscheinend sagte zu ihr eine Frau des Sozialdienstes , sie sei nicht in der Lage auf den hund aufzupassen und auf Grund ihrehr Krankheit ( leidet unter anderem auch an Hepatitis und hat jetzt eine Bauchspeichelentzuendung) sowieso bald sterben wird.


Die Frau hat leider Recht. Beide Krankheiten sind nicht witzig. Wenn deine Mutter nicht schnellstens was ändert wird sie daran sterben, was mitunter auch noch ganz schön schnell gehen kann.

Zitat:
Ich fragte sie was sie jetzt in naechster Zukunft machen moechte. Ihre Antwort. Sie weiss es selber nicht. Alles was sie weiss ist das sie niemanden mehr enttaeuschen willund Die Kurve krazen moechte Und auf die Frage in ein therapie zentrum zu gehen , sagte sie Nein , denn sie moechte nicht von den Psychologen zu Brei gemacht werden.


Das hört sich sehr nach Aufgabe an. Ein Lebenswille scheint nicht mehr gross vorhanden zu sein.

[/quote]Ich habe keine Ahnung was ich machen soll.[/quote]

Ganz ehrlich ? Solange sie hier ist und du die Möglichkeit hast, frag sie alles was du von ihr wissen möchtest. Das Schlimmste ist, wenn man seine früh verstorbenen Eltern später mal irgend etwas nicht mehr fragen kann. Es tut mir sehr leid das ich dir keinen besseren Ratschlag geben kann, aber der Rest liegt bei deiner Mutter. Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt das sie es packt, aber mir scheint sie hat abgeschlossen.

Viel Kraft ! Du kannst stolz auf dich sein wie du das bis jetzt gepackt hast !
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sternenfan
Anfänger


Anmeldungsdatum: 26.06.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 26. Jun 2011 01:49    Titel: Eine Antwort Antworten mit Zitat

Hallo Du

war bzw bin selber schon ewig abhängig,das obwohl ich schon seit 10 Jahren clean bin!
So wie du diese Thematik erläuterst ist es noch nicht an der Zeit, wo deine Mutter tatsächlich an dem Punkt gekommen ist clean zu sein .
Hatte selber in meiner Cleanzeit 2 Rückfälle , einen davon habe ich fast mit meinen Leben bezahlt!Heute ist mir klar das ich nie über diese Sucht hinweg komme , nein vielmehr lerne ich jeden Tagein bischen mehr damit zu leben!
Egal welcher Mensch, der eine Sucht mit sich trägt , muss erst einmal verstehen und Akzeptieren das er Süchtig ist und es immer sein wird!
Wenn ein Mensch mit einem solchen Hintergrund nicht versteht ,das dieses Laster immer gegenwärtig sein wird,kann er(bzw die Person) nicht wirklich in der Lage sein mit dieser Sucht zu Leben.Es gibt keine Therapie dafür die alles heilt, nein es gibt Wege die gezeigt werden damit zu leben!Bitte auch wenn es weh tut,stecke nicht zuviel Hoffnung in Leere Worte!

MFG Sven
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