Endlich Schluß mit kiffen!

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SushiHB
Anfänger


Anmeldungsdatum: 28.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2011 18:03    Titel: Endlich Schluß mit kiffen! Antworten mit Zitat

Hallo!
Wir (meine Partnerin und ich) haben uns nun endgültig entschlossen, das Kiffen (bis 100G/Monat) an den Nagel zu hängen. Die Gründe sind vielfältig. Das liebe Geld, welches man sicher sinnvoller verwenden kann. Die ersten Psychosen die anklopfen, sowie private und berufliche Problem (Burn-out). Ein depressiver Schub (der zweite in diesem Jahr) hat mich letztendlich dazu veranlasst, mir (und somit indirekt auch meiner Partnerin) professionelle Hilfe zu suchen.

Wir sind nun seit 17 Tagen clean und vermissen das kiffen nicht. Da ich mich in einer psychatrischen Tagesklinik in Behandlung befinde und regelmässig auf Konsum getestet werde, ist der Ehrgeiz umso größer. Das Therapieprogram tut mir wirklich gut und neue Freunde habe ich dort auch gefunden. Die Beziehung zu meiner Partnerin läuft wesentlich besser seitdem wir uns den Mist nicht mehr geben.

Die ersten drei Tage haben wir nachts rotz und Wasser geschwitzt. Die Entzugskopfschmerzen klingen so langsam aus. Seit drei Tagen träume ich wieder, was total ungewohnt aber eigentlich ganz erträglich ist. Hinzu kommt ein gesteigerter Appetit. Bei meiner Süßen hat auch der Alkoholkonsum abgenommen (der war bei mir kein Thema, trinke nur selten). Nur die ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit macht uns zu schaffen, aber da müssen wir halt durch. Egal wie heftig der Entzug ist, für mich (oder uns, hoffe ich zumindest) überwiegen eindeutig die positiven Seiten! Inzwischen Frage ich mich wirklich, warum ich mir das all die Jahre angetan habe. Ach ja, heute haben sich das erste mal wieder Emotionen gezeigt. Nach einem netten Gespräch mit einer Mitpatientin war ich richtig voll positiver Energie und bin mit einem fröhlichem Lächeln nach hause gegangen.

Ich kann wirklich nur empfehlen sich prof. Hilfe zu suchen. Wenn man zum ersten mal in die Klinik geht, fühlt sich das vielleicht merkwürdig an, aber die sozialen Kontakte helfen mir zumindest echt weiter.

Keine falsche Scheu! Denn schließlich geht man auch mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt Smile

Ich halte euch auf dem Laufenden. Bis dahin

Sushi
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2011 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sushi,

herzlich willkommen im Forum und Glückwunsch zu Eurem Entschluss, nicht mehr zur kiffen! Noch besser ist, dass Ihr es auch nicht vermisst. Was mich interessieren würde: Was konnten Euch die Therapeuten vermitteln, was Ihr nicht auch alleine geschafft hättet?

Ich wundere mich immer wieder ... habe selbst über 20 Jahre lang gekifft und hatte überhaupt keine Entzugserscheinungen, als ich aufgehört habe. Einer Freundin von mir und einem Kumpel ging es genauso, auch sie hat nach 20 und er nach 30 Jahren intensiven Kiffens aufgehört ohne Probleme. Ich möchte Euch Eure Erfahrungen auf keinen Fall absprechen, man hört ja immer wieder von THC-"Entzügen" mit professioneller Hilfe. Diese Berichte decken sich nur nicht mit meinen Erfahrungen.

Wie lange wart Ihr dabei?

Grüße!
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SushiHB
Anfänger


Anmeldungsdatum: 28.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2011 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veilchenfee!

Also, meine Partnerin hat sieben und ich ca 15 Jahre geraucht.

Wie geschrieben, meine Süße befindet sich nicht in ambulanter Therapie und ich bin ja auch über den Umweg Burnout dort hingelangt. Man darf sich eine Tagesklinik nicht wie einen normalen Therapeuten vorstellen. Es finden kaum therapeutische Gespräche statt. Man wird eher den ganzen Tag beschäftigt, kommt aus seinem sozialen Umfeld (bei mir war es ja die Arbeit, die mich so gestresst hat, das ich immer mehr geraucht habe) heraus und bekommt neue Wege zur Stressbewältigung aufgezeigt. Zudem lernt man neue Leute kennen, was bei einer beginnenden Sozialphobie sehr hilfreich sein kann. Man wirkt auch einer Suchtumlagerung auf z.B. Alkohol entgegen.

Dies ist ja nun auch nicht mein erster Versuch den Joint an den Nagel zu hängen. Die Tagesklinik bietet auch eine kompetente Anlaufstelle bei Stress, bevor man wieder zu den Drogen greift.

Ich denke, es gibt so viele Gründe für eine Abhängigkeit. Meine Geschichte soll ja jetzt auch keine Universallösung sein. Seht es mehr als Tagebuch. So mehr Leute mitlesen, desto höher der Ehrgeiz durchzuhalten Smile

Liebe Grüße

Sushi
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 28. Sep 2011 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, mich stresst meine Arbeit auch gewaltig, naja, mal mehr mal weniger. Meist mehr. Auch ich habe schon Warnzeichen von meiner Psyche erhalten und ich kämpfe mich halt alleine durch - wie immer. Confused

Mein Lösungsansatz war und ist: Arbeitszeit reduzieren und ein lange vernachlässigtes Hobby wieder intensiv betreiben. Anscheinend bin ich auf dem richtigen Weg. Mir ist halt wichtig, dass ich meine Arbeit trotzdem tun kann, denn bei einem klassichen Burnout ist ja erstmal Ende.

Wenn Du Dich in einer Tagesklinik aufhältst, kannst Du im Moment nicht arbeiten, oder?
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