mein 20 jähriger Sohn ist grad auf Entgiftung...

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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2011 08:31    Titel: mein 20 jähriger Sohn ist grad auf Entgiftung... Antworten mit Zitat

und für mich sind seit ein paar Monaten Welten zusammengebrochen!Nichts kann mir mehr Freude bereiten,ich kann nicht mehr lachen,ich steh neben mir.Es ist mein erster Gedanke in der Früh wenn ich aufsteh und mein letzter bevor mir die Augen zufallen.
Verhaltensveränderungen merkte ich schon länger bei ihm...will gar nicht länger darauf eingehn,es war die Hölle. Seit er im Juli einen Autounfall hatte,bei dem er auf der Autobahn eingeschlafen ist,weiß ich dass er Cannabis konsumiert.Ihm ist gottseidank nichts passiert,er fuhr in den Graben,wir konnten es vertuschen.Ein paar Tage später gestand er mir diesen Konsum,zuvor schwörte er immer Stein auf Bein,er könnte jederzeit einen Drogentest machen,wie wir nur sowas von ihm denken könnten.Immer sehr sehr glaubhaft...einmal sagte er mir "mama,weißt du,vor 2 Jahren hab ichs einmal probiert...jetzt weißt du es...aber mir gings so sauschlecht drauf,dass ich es nie wieder probiert habe"..also,dem war nicht so,im Gegenteil,schätze mal seit fast einem Jahr hat er ständig und täglich konsumiert,immer mehr und mehr. Kurz vor unserem Elterngespräch in der Klinik kam nun raus,dass er auch Crystal genommen hat. Wir waren schockiert!Heute sind es genau 2 Wochen wo er dort ist (übrigens freiwillig,geht ja nicht anders,er hat seinen Chef ohne unseres Wissens Bescheid gegeben und sah ein dass er Hilfe dabei braucht). So,und wenn ich da jetzt abends anrufe heißt es oft,er schläft schon...er hat sich was geben lassen...sie wollen die Medis so gering wie möglich halten,aber wenn er darauf besteht...er wird auch ungehalten,wenn sie sie ihm verweigern wollen...das macht mir Angst!Sie sagen,es wäre wegen der Unruhe...Meine Frage nun an euch..was kann man zuhause gegen diese Unruhe machen?Gibt es denn da nichts natürlicheres,wie Johanniskraut oder sowas? Was könnte da helfen?Ich will verhindern,dass er rückfällig wird...ich bin so hilflos...er ist mein Kind und ich liebe ihn über alles,ich will dass er sein Leben in den Griff kriegt..sonst ist meins auch nicht mehr lebenswert...ich muss es aber leben,ich hab noch einen 16 jährigen Sohn,der mich braucht.Ich bin am Ende.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 30. Sep 2011 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hey didda,

auch wenn es jetzt grausam klingt, aber: Du darfst Dein Lebensglück auf gar keinen Fall von deinem älteren Sohn abhängig machen! Du schreibst ganz richtig, dass Du auch noch einen jüngeren Sohn hast, der Dich braucht. Also, um Himmels Willen, entlasse Deinen Älteren in die Eigenverantwortung! Immerhin ist er erwachsen genug, einzusehen, dass er Hilfe braucht und immerhin ist er alleine in die Entgiftung gegangen. Das ist doch schonmal was! Keiner hat was davon, wenn Du Dich von der momentanen Situation so sehr runterziehen lässt.

Zitat:
Meine Frage nun an euch..was kann man zuhause gegen diese Unruhe machen?Gibt es denn da nichts natürlicheres,wie Johanniskraut oder sowas? Was könnte da helfen?Ich will verhindern,dass er rückfällig wird...ich bin so hilflos...er ist mein Kind und ich liebe ihn über alles,ich will dass er sein Leben in den Griff kriegt..


Nein, es gibt eigentlich nichts und Du kannst ihm höchstens dadurch helfen, dass Du ruhig und besonnen mit der Situation umgehst. Er ist erwachsen, er kann sich letztendlich nur selbst helfen bzw. durch Therapeuten helfen lassen. Auch sein Leben kann er nur selbst führen, Du kannst ihm da nichts abnehmen.

An Deiner Stelle würde ich mir überlegen ob es nicht sinnvoll wäre, selbst therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du leidest ja anscheinend schon ziemlich lange - das ist kein Zustand. Du kannst Deinen Kindern nur dann eine Hilfe sein, wenn Du selbst stabil bist! Jeder muss erstmal sich selbst helfen, dann kann er auch etwas für andere tun!
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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2011 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

vom Verstand her weiß ich das,Veilchenfee...aber ich bin überzeugt,dass mir da niemand helfen kann...diese Sucht macht mir schreckliche Angst...ich kanns immer noch nicht glauben,dass es mein Kind erwischt hat...das ist so schlimm für eine Mutter,das kann sich nur eine Mutter vorstellen,die das gleiche durchmacht.Mein Mann und ich waren letzte Woche zum erstenmal bei der Drogenberatung,haben nächste Woche dort wieder Termin. Er ist auch fix und fertig,meiner Meinung nach kapiert er aber die psychische Abhängigkeit nicht ganz. Ich habe Angst,dass er zu hart mit ihm umgehn könnte,er hat Angst dass ich zu weich sein könnte.Wir arbeiten daran und werden da öfter hingehn.Nichtsdestotrotz bringt das unser ganzes Leben durcheinander...und die Sorge frisst mich mich auf...wie konnte sowas nur passieren?Heute fahren wir ihn wieder besuchen...ich möcht ihn wieder lachen sehn...ich wünsche mir,dass er wieder Freude am Leben hat ohne Drogen...ich würd alles,alles dafür geben...
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Anka83
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.08.2011
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 1. Okt 2011 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Moin ihr Lieben...

@didda:
was ihr gerade durch macht, spiegelt genau das wieder, was meine Eltern (und wahrscheinlich auch alle anderen Eltern) durch gemacht haben...

Als ich zur 1.Entgiftung gegangen bin (ich war 17), dachten meine Eltern, dass ich nur kiffen würde...aufgrund von einigen Rückfällen musste ich ihnen sagen, dass ich ein Junki bin...Sie waren auch mehr als fertig...
Mein Vater, der normalerweise sehr hart und streng ist, weinte oft...das machte mich auch fertig...

Dein Sohn ist älter als ich damals und hat sich für den Weg der Entgiftung entschieden...
was definitiv ein großer Schritt ist...
Ich seit für ihn da, was auch wichtig ist...
Aber ER muss an sich arbeiten und wissen, dass es OHNE besser ist...

Letztendlich, könnt ihr nicht mehr machen...
Er muss sich entscheiden...

Ihr wart bei der Drobs? Geht ihr noch dahin?
Es gibt auch Beratungsstellen von betroffenen Eltern, denke, dass würde Euch gut tun...
Wie erleben es andere Eltern, wie gehen die damit um...
Oder einfach der Austausch...

Drücke Euch und Eurem Sohn ganz fest die Daumen...

Alles Liebe
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 2. Okt 2011 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Didda,
ich kann dein ängste sehr gut nachvollziehen.
Habe selber eine erst 18 jährige tochter, die dem heroin verfallen ist und nun nach langen hin und her nun endlich auf therapie ist, um sich helfen zu lassen.
Du musst wirklich, wie die anderen schon sagten, ihm selber die möglichkeit geben zu erkennen und vorallem um zu entscheiden, dass er ein problem mit drogen hat und dieses bekämpfen will. Nur er selber kann es wollen.
Du selber, besser noch zusammen mit deinem mann, solltest ihn soweit unterstützen, das er weiss, dass immer jemand hinter ihm steht. Worauf er sich verlassen kann, wo er halt und verständnis (im rahmen) bekommt.
Geld oder andere dinge die ihn wieder zur droge treiben, solltest du abstellen. Auch das du den konsum (wenn er noch zu hause wohnt) ihm verbietest.
Sehr gut ist es das ihr euch an eine suchtberatung gewandt habt.
Wie soll es denn danach weiter gehen. Möchte er auch therapie machen? Denn gerade ein strukturierter tagesablauf ist für einen süchtigen, nach der entgiftung sehr wichtig. Auch das er professionelle hilfe erhält, die im ein leben ohne drogen wieder erlernen lässt, ist von vorteil.
Habt ihr euch darüber auch schon gedanken gemacht?
LG
Frau Holle
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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 3. Okt 2011 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Frau Holle,

darüber denk ich momentan ständig nach...wie soll es weitergehn?Wenn wir "Pech" haben,wird er vielleicht diesen Freitag schon entlassen..mir wäre lieber,wenn er noch ein Weilchen dort bleiben könnte. Von der Entgiftungsklinik bin ich enttäuscht! Es hieß im Prospekt Beschäftigungstherapie,Einzel und Gruppengespräche...was in Krisensituationen zu machen ist ect...nichts von dem passiert. Es gäbe genug Krisensituationen auf der Station,denen sie ausgesetzt sind...
Also die von der Drogenberatung sagten,er könne wöchentlich oder 14 tägig zu ihnen in die Drogenberatung kommen,wo auch Tests gemacht werden könnten,die wir aber selbst bezahlen müssten (kein Problem). Ich denke aber,er sollte eine ambulanteTherapie machen..eine richtige...nur bei wem? Und wie bekommt er da ganz schnell einen Platz? Dass dem alles mal auf den Grund gegangen wird...was ihn dazu gebracht hat...was seine Schwächen sind...wie er daran arbeiten kann...z.b. in Krisensituationen zu widerstehn? Dass sein Selbstbewußtsein gestärkt wird...ihm seine Stärken bewußt werden..
wie geht es deiner Tochter jetzt? Was hat sie gemacht? Ist sie von den Drogen weg?
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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 3. Okt 2011 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

er hat nämlich trotz des Drogenmißbrauchs seine Lehre als Fachinformatiker abgeschlossen,und ist dort auch weiterbeschäftigt...auf eine Langzeittherapie würde er mir momentan sowieso nicht gehn,weil es für ihn schon dort sehr schlimm ist eingesperrt zu sein.Aber ich möchte gerne über alle Möglichkeiten informiert sein,was ihm danach helfen könnte..

@anka,wie geht es dir jetzt? bist du von den Drogen weg? Wie hast du es geschafft? Und was hast du konsumiert?
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frau holle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 3. Okt 2011 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Didda,
meine tochter befindet sich seit 1 wo. auf therapie. Ihr gehts so lala. Sie hat natürlich starkes heimweh, sie ist auch das 1.x von zu hause weg und das auch noch so lange. Das muß man schon verkraften können. Sie war davor auf entgiftung (heroin).
Auf entgiftungen wird zwar immer alles angeboten, aber meistens wird es dort dann nicht gemacht, weil keiner lust dazu hat oder wie auch immer. Auf th ist man ja nicht eingesperrt. Meine tochter darf z.b schon ab dem 1.tag telefonieren, briefe schreiben und bekommen und mit anderen klienten ins dorf oder sonstwohin gehen.
Geht dein sohn denn auch hin zur drogenberatung? Was sagen denn die zur therapie? Würde er ambulant weitermachen?
Toll ist es, dass er schon seine lehre abgeschlossen hat, würde er denn da weiterarbeiten? Was sagt sein chef dazu?
Aber eigentlich wäre die drops dazu da, euch, vorallem deinem sohn nach der entgiftung weiterzuhelfen. Das heisst kostenzusage beim rententräger beantragen und all das.
Aufpassen musst du nur, da die drops, z.b. caritas, zuerst natürlich ihre eigenen angebote euch vorschlagen werden. Schau doch mal im netz nach therapiemöglichkeiten in deinem bundesland nach (wenn er in der nähe bleiben will), welche geeignet wäre für deinen sohn. Das hab ich auch gemacht und dann der rentenversicherung mitgeteilt, dass meine tochter gern da hingehen möchte. Meistens genemigt die rentenvers. diesen wunsch, da eine th ja nicht gerade billig ist. Aber irgendetwas muß dein sohn tun, denn sonst fällt er ganz schnell wieder zurück zu den drogen.
Was aber am wichtigsten ist, was sagt dein sohn zu all dem? Will er selber irgendetwas gegen seine sucht noch tun oder meint er, dass mit der entgiftung, das war es schon?
Sorry, viele fragen, aber nur so kann ich dir hilfreiche tips geben.
Du und dein mann sollten sich im klaren sein, dass der weg der jetzt euch allen bevorsteht, recht lang und mit umwegen von statten gehen könnte.
Wichtig dabei ist, dass euer sohn die gewissheit hat, dass ihr (im rahmen) immer hinter ihm steht.
Vorallem stellt die sucht nicht vor euer eigenes leben, denn sonst geht die kraft, die ihr für euren sohn braucht, schneller verloren, als euch lieb ist.
Das habe ich auch selber bemerkt. Es hat 1 jahr gedauert, bis mein kind endlich auf th gegangen ist und das zerrt sehr an den nerven, das kannst du mir glauben.
Deshalb ist es gut, dass ihr selber auch bei der drops seit, (bin ich auch). Auch das forum hier, hat mich aufgebaut, zurechtgewiesen und unglaublich gute ratschläge gegeben, sonst wäre ich nicht so weit, wie ich es heute bin. Mein thread lautet: Verhandlung tochter wegen heroinbesitz und -konsum.
Alles gute
LG
Frau Holle
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Anka83
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.08.2011
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 3. Okt 2011 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

didda hat Folgendes geschrieben:

@anka,wie geht es dir jetzt? bist du von den Drogen weg? Wie hast du es geschafft? Und was hast du konsumiert?


Hey ihr Lieben...

Liebe didda zu deiner Frage:
...ich habe alles konsumiert, was ich zwischen die Hände bekommen habe...
...richtig *hängengeblieben* bin ich auf Heroin und Kokain...
...welches ich dann auch spritzte Crying or Very sad ...

Ich ließ mich vor vielen Jahren beim Arzt auf ein Substitut (damals Methadon) einstellen...
...wechselte dann auf Subutex und heute bin ich auf Suboxone...
Ich bin seit über 7Jahren beigebrauchsfrei, aber den letzten Absprung habe ich mich bisher nicht getraut...
Ich bin verheiratet, habe eine Tochter, eine Ausbildung und arbeite in Vollzeit...
zur Zeit läuft alles gut...

Wie geht es dir?
Wie war der Besuch, bei eurem Sohn?
Bekommt er dort Medikamente?

Was möchte er denn, wenn er entlassen wird?

Es gibt ja auch die Möglichkeit einer ambulanten Therapie oder einer Tagesklinik...
Eigentlich ist die Drobs ein super Ansprechpartner, die können Euch auch den genauen Ablauf erklären und euch behilflich sein und vorallem beraten...

Wünsche Euch weiterhin alles Liebe
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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 4. Okt 2011 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

danke euch allen erstmal...richtig verstehn können das alle nur Betroffene..ob selbst oder bei Angehörigen!
Der letzte Besuch am Samstag war o.k...ich würde ihn halt so gerne wieder gelöst und locker sehen...lachen hören...aber ich denk mal,da erwarte ich mir zuviel...
Auf eure Anregungen hin hab ich heute bei dem Neurologen angerufen,bei dem er zuletzt war (mit ihm hat er über das Kiffen gesprochen und sein Ads,wurde im Alter von ca. 11 diagnostiziert,er nahm Medikinet..die letzten Jahre eigentlich nicht mehr).Er ist leider diese Woche nicht da..aber die Arzthelferin sagte,er mache schon Therapien..aber Therapien dieser Art müsse ein Psychotherapeut machen.Aber ich hab schon mal 2 mögliche Termine ausgemacht...möcht schon,dass die Medikamenteneinnahme von ihm ein wenig überwacht oder überdacht werden kann. Donnerstag haben mein Mann und ich den zweiten Termin bei der Drogenberatung, da werd ich mich auch nochmal schlau machen. Auch der Neurologe kann uns bestimmt wegen Therapie helfen.
Ich würde mir so wünschen,dass er mal bei einem Besuch z.b. sagt "man,was hab ich da für einen Scheiss gemacht...so wa würd ich nie wieder tun" oder iwas in der Art.Ist es für ihn selbstverständlich,dass er es nie wieder tun würde...oder nicht?
Mein Mann ist ziemlich überzeugt,dass er es schafft...da hab ich auch Angst,was ist,wenns nicht so ist? Er hat zwar mittlererweile eingesehn,wie er sagte,dass er mit Schreien und teilweise Androhen von Gewalt (er hat ihn noch niemals in seinen Leben geschlagen) nicht weiterkommt...aber da hab ich auch schreckliche Angst...weil man da viel damit kaputt machen könnte...ich muss auch an mir arbeiten..ich darf nicht zu weich sein..ich hab da wahrscheinlich Angst,wenn ich iwas nicht nach seinem Kopf mache,dass das für ihn wieder ein Grund sein könnte anzufangen...ach herrje..was hab ich irgendjemand getan...warum in aller Welt muss ich diese Erfahrung machen?
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didda
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 4. Okt 2011 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

ohmann...gerade die Station angerufen...wir fahren heut extra 160km um ihn zum Zahnarzt zu fahren...er darf aber nur zum ZA-Termin raus und muss gleich wieder kommen,da er 3 Verwarnungen hat!Mein GOtt,die sind zur Entgiftung dort...kommen nie raus,außer einmal pro Woche zum Besuch...es wird nichts gemacht,von wegen Einzel oder Gruppengespräche...nicht einmal Beschäftigungstherapie,weil iwer Urlaub hat oder krank ist...an Anfang einmal zu spät gekommen...dann einmal in die obere Station,wo es ihnen verboten ist,o.k.,das lass ich mir eingehn...aber die Opiatabhängigen dürfen runter gehn...und gestern vehement an die Tür geklopft und Entgiftungstee verlangt und nicht eingesehn,dass keine Zeit ist. Regeln sind o.k...aber die können doch auch nicht verlangen,dass dort Musterknaben sind! Wenn man etwas sagt,dass sämtliche Sachen,die auf dem Flyer stehn nicht gemacht werden,heisst es nur,ihr Sohn ist freiwillig hier und wenn sie der Meinung sind wir sind nicht dir richtigen,steht es ihnen frei blablabla.
Ich hoff mal,wir können ihn heute iwie aufbauen,damit er durchhält,der Test war heute zu dünn und konnte nicht gewertet werden...wahrscheinlich hat er soviel getrunken und dadurch erhofft,er könnte clean sein..

Mir ist klar,dass die sich dort an Regeln halten müssen...aber kann man nicht ein klein wenig Rücksicht nehmen damit sie besser durchhalten?
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Gonzo
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 15.11.2007
Beiträge: 119

BeitragVerfasst am: 4. Okt 2011 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

@didda

Wenn ich mal was dazu sagen darf. Ich selbst war ein einziges mal in einer Entgiftungsklinik und wurde dort mit sooo vielen Vorurteilen seitens der Pfleger und Schwestern konfrontiert dass ich es echt nicht fassen konnte. Respekt hab ich dort von Seiten des Personals überhaupt nicht bemerkt und habe auch nach einer einzigen Nacht abgebrochen weil mir das einfach zu dumm war. 1 Jahr später hab ich dann selbst, kalt engiftet weil ich diesen ignoranten und engstrinigen Menschen nicht die Genugtuung geben wollte dass sie irgendeine art von Macht über mich haben.

Man darf von einer Entgiftungsklinik nicht zu viel erwarten. Eher das Gegenteil, denn für das Personal dort sind Menschen wie ich und andere Süchtige wahrscheinlich nur Dreck. Die haben null Respekt vor Süchtigen und das zeigen einige auch oft genug.

Wer es allein nicht schafft muss da eben durch, stark sein und einfach hinnehmen dass man für die nur menschlicher Abfall ist und immer daran denken dass man es schafft und besser ist als die.

Ich kann sehr gut verstehen wie du und dein Sohn euch fühlen müsst, aber Rücksichtnahme auf den Süchtigen kann man höchstens in einer Therapieeinrichtung erwarten. Die Leute in einer Entgiftungsklinik haben überhaupt keine Ahnung von dieser Thematik. Die wissen nur um die physischen Begebenheiten der Sucht, aber was im kopf eines Süchtigen vorgeht können die sich nicht im Ansatz vorstellen, geschweige denn verstehen.

In der Klinik in der ICH war hat mich sogar der Psychologe richtig herablassend behandelt und ist überhaupt nicht auf mich eingegangen. Die Oberschwester oder was auch immer die war hat mir sogar ins Gesicht gesagt dass ich für sie nichts wert bin, daraufhin erwiederte ich: Gleichfalls. Hab meine Papiere genommen und bin einfach rausspatziert. Heute bin ich 1,5 Jahre völlig abstinent von allem was berauscht und weis genau dass ich besser bin als diese Ignoranten.

lg Gonzo
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didda
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2011 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

@gonzo, ich bin über jede Meinung hier froh und freue mich wenn iwer etwas dazu zu sagen hat, ob er mit mir einer Meinung ist oder nicht...ich will ja lernen! Ich sag morgen auf jedenfall auf der Drogenberatung,dass ich diese Klinik nicht empfehlen würde und meine Gründe! Die können nicht einfach iwas auf den Flyer schreiben,was sie dann gar nicht machen. Wir haben uns für diese Klinik entschieden,obwohl sie etwas weiter weg ist,weil es dort eine Jugendsuchtstation gibt,im Gegensatz zu den näher gelegenen.Alter so 14-23! Z.b. hieß es jugendspezifische Erlebnisprojekte...auf den Flyer sah man sie beim Bergsteigen,Kanufahren ect...Ich sag jetzt nicht,dass so eine Entgiftung ein richtiger Urlaub sein sollte...ich hab mir jedoch erhofft,dass mein Sohn dort abgelenkt wird,vielleicht sieht,was alles auch Freude machen kann...es hieß dort es werden Einzel und Gruppengespräche z.b. zur Krisenbewältigung geführt...gar nichts! Sie haben nicht einmal einen Garten...können nur raus,wo sich laut meines Sohnes eine Art "Vogelhäuschen" befindet zum Rauchen. Ansonsten sagt er kann man den Gang auf und ab gehn. Ein wenig Therapie sollte schon gemacht werden...
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Anka83
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.08.2011
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2011 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgäähhhnnn...

@didda...
das klingt aber nach einer richtigen Enttäuschung Crying or Very sad
tut mir leid...

Was sagt denn der Chef der Klinik zu seinem Flyer und der Nichtumsetzung?

Denn er *verspricht* ja etwas, was nicht eingehalten wird?

Alles Liebe
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didda
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Bronze-User


Anmeldungsdatum: 30.09.2011
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2011 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

@anka,wir haben mal kurz mit der Stationsärztin drüber gesprochen..kam das gleiche raus. Ich denk mal,dass er am Freitag rauskommt,dann müssen wir uns drauf konzentrieren,wie es dann weitergeht.

Auch die Drogenberatung sagte uns,dass wir gewisse Regeln zuhause brauchen...wir haben uns jetzt gedacht,dass wir eben von ihm verlangen,dass er regelmäßig zur Drogenberatung geht (was er ja auch sagt,was er machen will)...dass am WE spätestens um 12 Schluss mit Schlafen ist...vorher hat er oft bis 3 oder 4 sogar 5 geschlafen,wahrscheinlich wenn der Konsum alles durcheinander gebracht hat)...dass er sich auch mal um sein Zimmer oder Auto kümmert,und ich hab mir noch gedacht,dass wir uns die ersten Monate auch einmal wöchentlich zusammensetzen und einen Blich auf seine Finanzen werfen..denn da kam er noch nie mit seinem Geld aus...wir finanzierten wahrscheinlich seinen Drogenkonsum mit! Also Geld wirds für ihn von uns in Zukunft nicht mehr geben. Er verdiente in der Ausbildung ca. 720 Euro...jetzt seit Juli bekommt er 1500 Euro raus...auch mit dem Geld war Mitte des Monats keins mehr da...gut,bei den ersten 2 Gehältern musste er jeweils 400 euro Schulden wegen dem Auto das er nach dem Unfall brauchte an uns zurückzahlen...hatte dann aber auch noch 1100 euro!Ich weiß nicht was die Drogen kosteten...aber andere müssen von so einem Geld ihr ganzes Leben finanzieren...meiner Meinung nach wäre es gut,wenn wir da mit ihm zusammen etwas drauf schauen würden...damit er dann auch mal merkt..."man,jetzt hab ich was von meinem Geld..jetzt kann ich mir auch mal nen URlaub oder ein Snowboard oder was weiß ich was leisten"...oder findet ihr das falsch?Ich will ihm keine Vorschriften machen,was er sich leistet oder nicht,ich will nur nicht dass er es in Drogen steckt! Und wir verlangen von ihm 150 Euro Kostgeld! In der Ausbildung musste er nichts zahlen,und seit Juli hab ich davon abgesehn,weil er ja eh keins hatte..
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