Apotheke verweigert Abgabe von Spritzen

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Tabletten-Mann
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.09.2011
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 13:42    Titel: Apotheke verweigert Abgabe von Spritzen Antworten mit Zitat

Hallo!

Also das Thema hat nur indirekt etwas mit Drogen zu tun, könnte aber für den einen oder anderen ganz interessant sein.

Ich hole mir in der Apotheke öfters mal Spritzen und Injektionsnadeln, nicht für Injektionen, sondern weil ich die zum basteln brauche. Ich fülle darin z. B. Klebstoff ab um ihn genau dosieren zu können oder auch einfach nur Wasser, um kleine Gegenstände zu reinigen. Ich hab noch tausend solcher Anwendungsmöglichkeiten, die ich jetzt aber natürlich nicht alle aufzählen kann. Der Punkt ist, die Spritzen verschleißen und verdrecken durch diese Verwendung recht schnell und deshalb brauche ich öfters Nachschub.

So weit, so gut. Ich bin also eben die Apotheke gegangen und wollte Spritzen und Nadeln kaufen. Auf diese Frage vergrößerten sich die Augen der Apothekerin so abnormal, dass ich dachte, sie bekommt jetzt einen Schlaganfall. So glotzte sie mich erst mal an. Nach einigen Sekunden schweigen fragte sie dann:

Ap: "Wofür brauchen sie die?"

Ich: "Na, jedenfalls nicht für Injektionen."

Ap: "Einen Moment bitte"

Daraufhin flüsterte sie mit dem Chef und verschwand mit ihm im Hinterzimmer. Dann hörte ich, wie beide intensiv miteinander flüsterten, so etwa drei, vier Minuten lang.

Dann kam der Chef wieder hervor:

Chef: "So, sie wollen also Spritzen kaufen? Wofür brauchen sie die?"

Ich : "Muss ich das jetzt beantworten?"

Chef: "Wäre gut, ja."

Ich: "Ich brauche sie nicht für Injektionen!"

(Zu diesem Zeitpunkt wollte ich die Apotheke eigentlich schon verlassen und dem Herrn Chef mitteilen, dass ich mir diese Fragerei nicht gefallen lasse und woanders hingehe. Ich mach mich doch nicht zum Affen und erkläre dem Typen 10 Minuten lang, wofür ich die Spritzen brauche!)

Aber dann holte er die Spritzen doch, guckte mich seltsam an und kassierte.


Jetzt meine Frage an euch: IST DAS NORMAL?! Ich habe schon so oft Spritzen gekauft in mindestens einem Dutzend verschiedener Apotheken, aber so was ist mir noch nie passiert! Die haben einen Terz gemacht, als hätte ich eine 5-Liter-Flasche Opiumtinktur bestellt! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Und was wäre gewesen, wenn ich jetzt vielleicht heroinsüchtig wäre und einfach saubere Spritzen haben wollte, um nicht irgendwelche AIDS- oder hapatitisverseuchten Pumpen benutzen zu müssen? Soweit ich informiert bin, DÜRFEN Apotheken gar nicht nach dem Verwendungszweck von Medikamenten o. ä. fragen, sondern müssen nur über Nebenwirkungen und so was aufklären.

Wie ist das bei euch? Habt ihr schon mal so was in Apotheken erlebt? Wird das jetzt Normalität?
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Jule611
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.09.2011
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das gibts ja gar nicht...

ABER, ist mir auch schon passiert, das eine Apotheke keine Spritzen rausrücken wollte, fand das unmöglich, egal wofür ich die brauchte...

Also bitte, der Freund meiner Ma benutzt die z.B für das Auffüllen von Tintenpatronen, wie du schon geschrieben hast, es gibt zig Verwendungszwecke dafür und ich finde es eine Frechheit, da so ein Theater von zu machen Rolling Eyes
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Leoni
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Habe solche Erfahrungen in den 90ger Jahren gemacht und hoffte eigentlich daß es so etwas nicht mehr gibt.

Damals gab es eine Apotheke die ein 10er Pack Insulinspritzen (damals wußte man es nicht besser da hat man noch Insos benutzt) für DM 16,-- verkauft hat. Der normale Preis lag aber bei DM 6,00 oder DM 6,50.

Habe gelernt, "Alles ist möglich!" So gesehen wundert mich garnichts mehr!

Die meißten Menschen sind einfach link drauf und so kann ich nur sagen, machts besser seit nicht so wie die Anderen,

peace Leoni
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naima
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.10.2011
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

ist mir auch schon mal passiert (vor einigen Jährchen...) und als ich mal dringend die Pille danach holen mußte, hat mir ein Apotheker einen langen Vortrag gehalten, dass das sowas wie eine Abtreibung sei und ich solle mir das nochmal überlegen und bla bla...Apotheker verwechseln sich bisweilen mit Gott...so oder so ähnlich...
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ich habe in den frühen 90ern alles mögliche mit Apothekern erlebt:

In meiner Lieblings-Apo war Bedingung, dass ich gebrauchte Pumpen mitbringe (außer beim ersten Mal). Die habe ich dann in den bereitstehenden Mülleimer entsorgt und daraufhin musste ich dem Apotheker nur noch eine Zahl nennen (20) und ich bekam ganz diskret zwanzig frische Spritzen und Kanülen (keine Insulinspritzen!).

Ein Apotheker wollte mir gleich einen ganzen 100er-Karton Insulinspritzen verkaufen und weigerte sich, weniger abzugeben.

Ein anderer behauptete, keine 1-ml-Spritzen zu haben und speiste mich mit einem 10er Päckchen 0,5-ml-Spritzen ab.

Die allermeisten jedoch zickten nicht rum, sondern verkauften anstandslos (für DM 5,- glaube ich) die geforderten 1-ml-Insulinspritzen von B&D. Die mit den roten Kappen. Diese erschienen uns wertiger und vorallem besser geschliffen zu sein als die der Konkurrenz.
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naima
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 17.10.2011
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

die Rotkäppchen? grins...die galten bei uns als besonders schlecht...(wobei ich zugeben muss, dass ich die auch ok fand, aber an sich waren die zu meiner Zeit sehr sehr out).
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anny
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.10.2011
Beiträge: 464

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe sowas auch schon oft gehört dass es bestimmte Apotheken geben soll wo man beim Spritzen kaufen behandelt wird wie der letzte Mensch. Normalerweise sollte dort jeder Kunde höflich bedient werden. Mal abgesehen davon dass ich es unverantwortlich finde, so wird die Hemmschwelle die Spritzen zu kaufen erhöht und somit steigt das Risiko von Krankheiten, Abzessen und so weiter.

Es gab bei uns auch eine Apo wo der Chef immer noch diese sterilen Tupfer die in Alkohol eingelegt sind mitgegeben hat, dort waren die Preise auch sher human, also im Centbereich. Lasst euch nicht abschrecken, lieber einmal blöde angesehen werden als später mit gebrauchten Pumpen hantieren. Jeder sollte die paar Euro übrig haben um JEDES MAL eine neue Nadel und Kanüle sowie Tupfer benutzen zu können. Zur Not geht man eben zum Pumpentausch. So, das war mein Moralapostel Beitrag für heute:).

Allerdings wollte ich noch sagen: Benutzt um Himmels Willen keine Insulinspritzen! Egal welche Firma, die sind nicht für den i.v. Gebrauch gemacht. Sie reißen das Gewebe auf, Insulin wird ja auch nicht in die Vene injiziert, deshalb sind die Nadeln entsprechend "falsch" geschliffen. So zerstört ihr eure Venen noch schneller.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
die Rotkäppchen? grins...die galten bei uns als besonders schlecht...

Laughing Ja da siehste mal ... auch hierbei gibt es Trends und Modeerscheinungen ... Laughing

Zitat:
Allerdings wollte ich noch sagen: Benutzt um Himmels Willen keine Insulinspritzen! Egal welche Firma, die sind nicht für den i.v. Gebrauch gemacht.

Jo, dafür sind sie aber schön zu bedienen und "laufen" gut. Und machen kleinen Mädchen nicht so viel Angst wie die mit den großen, bösen, langen Nadeln ... Rolling Eyes

Übrigens habe ich mir mal die Mühe gemacht zu recherchieren und habe nix, aber auch rein gar nix gefunden im Netz zum Thema Schliff. Ich hab Ärzte gefragt, einen Anästhesisten, Medizinprodukteberater und auch Apotheker. Kein Mensch konnte mir was dazu sagen ... Exclamation
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Jule611
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.09.2011
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 27. Okt 2011 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Die Insulinspritzen haben so einen dämlichen Widerhaken, kann man auch gut ertasten. Ich hab die dennoch ab und an gerne benutzt, weil man die so einfach aufziehen kann, bzw abdrücken. Aber so sind die der letzte Mist.

Ach ja das man mir Spritzen für richtig viel Geld verkauft hat ist mir auch schon passiert, unverschämt.

Und die Notapo wollte mir natürlich keine Spritze verkaufen, nein auch nur im 20er Pack für 20€ oder so, da bin ich fast ausgeflippt.
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JuleXXX
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2011 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

schönes Thema hast du da angefangen, Tabetten-Mann!
Da kann man richtig schön diskutieren Razz

In meiner Heimatstadt gabs da gaaaaaaaaaaanz viel tam tam um das Thema!
Und zwar komme ich aus einer Großstadt in NRW, normalerweise ist NRW ja recht offen, was Drogenpolitik angeht, meine Stadt (betone nochmal, es ist eine Großstadt, mit einer der höchsten Zahlen von drogenabhängigen, die es in Deutschland gibt!) ist es nicht!

Es kam mehr als einmal vor, dass apotheken sich weigerten, Pumpen und Ndeln zu verkaufen Rolling Eyes Den größten Disput hatten mein Freund und ich aber vor ca. 2 Jahren:
Ich ging mit meinem Freund in eine Apotheke am Bahnhof, die direkt gegebüber von einem Szeneplatz liegt und verlangte 2 5er Pumpen und ne 20er Packung 0,45*12Kanülen.
Die Chefin, die mich bediente, schaute michähm uns total abwertend an. Es leif dann so ab:
Apothekerin (abwertend und angewiedert): wofür brauchen Sie die denn?
Ich (ganz offen und direkt, etwas provokant): zum intravenösen Drogenkonsum!
Apothekerin: Ich glaubs ja nicht, das ist ja ekelhaft! Dass so ein Pack wie Sie sich auch noch bier hin traut, also nein...
...das habe ich ja in meiner 20-jährigen Berufsbahn noch nie erlebt! EKELHFT!
Mein Freund: Wie bitte? Pack? Ekelhaft? ich glaub es geht los!
Apothekerin lacht und sagt: Verlassen Sie jetzt bitte meinen Laden, sSOWA wie SIE wollen wir hier nicht haben!
Ich: Ähm, ja... können Sie mir bitte sagen, was eigentlich ihr Problem ist?
Apothekerin (schnippisch): Gehen Sie! Sonst ruf ich die Polizei!
Ich: Ach, keine Argumente? Okay, wir gehen, aber vielleicht sollten Sie sich mal Gedanken darüber machen, dass Sie mit jeder Verweigerung bezüglich des Verkaufs von Injektionsbedarf, dafür Verantwortung tragen, dass die Infektionsrate vn HIV Hepatitis etc. steigt!
Apothekerin: Das ist mir sowas von egl! Hauen Sie ab!
Wir gehen...

(Kurze Info: Zu diesem Zeitpunkt gabs in unserer Stadt ziemlich viele Drogentote, eine hohe Infektionsrate vn HIV und 2 Fälle von Kindern [Grundschulalter], die sich an einer gebrauchten Nadel stachen, die am Spielplatz lagen!)

So es gibt ja auch noch andere Apotheker die sich weigern, aber aus anderen gründen

Arrow Meine Lieblingsapotheke ist echt toll, der Apotheker ist tolerant, die Mitarbeiter sind nicht abwertend,wenn man sein Metha einlöst/abholt usw. Noch bis vor einem Jahr lief es so ab:
Ich: Hallo, ich wollte mein Metha bholen
Apothekenm.: Ja klar, ich gucke mal gerade,ob`s schon fertig ist.
...
Apothekenm. So, hier haben wirs, bitte schön. Darf es noch was sein?
Ich: Ja, ne 10er Packung 0,45*12er Kanülen
Mitarbeiterin: Okay, einen Moment bitte...
...So, bitte schön. Das macht dann ... Euro

Seit vielleicht 4,5 Monten ist es jedoch so, dass die nur Leuten Nadeln/Pumpen verkaufen, die NICHT im Methadonprogramm sind...
...ich habs erst nicht verstanden!
Jedoch weiß ich es jetzt: Vor einigen monaten ist jemand, derim methadonprogramm war gestorben, weil er eine Thrombose hatte, und sich ein Pfropfen gebildet hatte, der dann in die Lunge wanderte. Er ballerte sich das Metha immer, zusammen mit Atosil. Alle 3 Sachen hat er immer gleichzeitig in der besagten Apotheke eingelöst, also jede Woche: Methadon, Atosil, Pumpen und Kanülen...

Jule
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daniel77
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 08.05.2010
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2011 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

joa das mit dem Spritzenverkauf in Apotheken...ein altes leidiges Thema.
Was wollen sie denn damit machen?
Ich kenne die Fragen und finde es auch sowas von unverschämt und frech gegenüber dem Kunden.
Mir wurden Spritzen auch schon verwehrt, und deshalb mußte ich mir eine Spritze mit einem Freund teilen, Ist wirklich wahr. Das dumme war ja, das es ne Notdienstapo war und die nächste erst 10 km weiter weg war. Tja kein Auto, das Mat in der Tasche und Affig wie Sau. Ist doch klar das man dann ne Spritze teilen muß. Jeder Junkie weiß wovon ich rede.
Bei manchen muß man sogar ne mindestmenge nehmen, also Kanülen nur im 100er Pack und solche Scherze.
Mittlerweile weiß ich in welche Apo ich gehen kann und in welche eben nicht.

Im Endeffekt ist es doch unterlassene Hilfeleistung, oder was meint ihr?
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JuleXXX
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2011 02:06    Titel: Antworten mit Zitat

Oha Daniel,
du bringst mit deiner Frage ("Ist das unterlassene Hilfeleistung") aber ganz schön viel Diskussionsgrund ins Forum! Find ich gut Wink

Zu deiner Frage:
Jooo eigentlich schon, aber nur moralisch,rechtlich: Neeeee!
Denn Iv-Konsum ist eindeutig eine Sucht für sich! Wenn man also jemandem das Mittel, was er für eine saubere Injektion die er in dem Moment benötigt, weil das SZ des Mittelhirns es (die Injektion) gerade verlangt, und man dann auf needle-sharing zurückgreifen MUSS, ist das schon moralisch verächtlich, aber von der rechtlichen Seite her: keine Chance!

Hmmm, obwohl: Im §323c StGB steht "§ 323c
Unterlassene Hilfeleistung.Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Ist es eine "gemeine Gefahr", wenn sich jemand aufgrund einer anerkannten Krankheit (Sucht) gezwungen fühlt, auf Needle-Sharing zurückzugreifen, nur weil er in dem Moment aufgrund der Weigerung einer Apotheke ihm Kanülen und Pumpen zu verkaufen?
JA! Denn mit jedem Needle-Sharing besteht die Gefahr, dass man sich mit Krankheiten ansteckt: HIV, Hepatitis etc.

Aber kann man diese Verantwortung wirklich der Apotheke auflasten? Dann müsste man ja auch jeden Passanten vorwerfen, unterlassene Hilfeleistung begangen zu haben, wenn der einem suchtkranken Obdachlosen kein geld gibt, damit er (der Suchtkrnke) sich "gesund machen" kann, und aufgrund dessen einen epileptischen Krmpfanfall bekommt, oder?

interessant, interessant...
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Stehaufmännchen
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2011
Beiträge: 356

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2011 06:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Denn Iv-Konsum ist eindeutig eine Sucht für sich! Wenn man also jemandem das Mittel, was er für eine saubere Injektion die er in dem Moment benötigt, weil das SZ des Mittelhirns es (die Injektion) gerade verlangt, und man dann auf needle-sharing zurückgreifen MUSS, ist das schon moralisch verächtlich, aber von der rechtlichen Seite her: keine Chance!

Ich lach mich weg.
Niemand MUSS sich eine Nadel in den Arm jagen. Den Affen kann mann auch mit rauchen erst mal vertreiben. Das Risko sich nur wegen der Schußgeilheit HepC oder HIV einzufangen ist einzig die Entscheidung des Konsumenten. Der Apotheker hat da weder moralische noch rechtliche Verantwortung zu übernehmen.
Ich weiß nicht wie oft mir in Apos Spritzen verweigert wurden, aber es waren in 2 Jahrzehnten vieleicht 2 o. 3 mal. Dagegen stehen hunderte Mal erfolgreicher Spritzenkauf.
In Köln gab es noch zu der Zeit als ich mich vom Acker machte zusätzlich Automaten und "Spritzentausch" bei Beratungsstellen.
Was erwarten wir denn? "Spritzentaxi"? Rolling Eyes

Eine kleine Geschichte zur Schussgeilheit: Der "Dicke" ist ein guter Freund von mir. Ich erinnere mich an ein Gespräch in der S-Bahn. Er beschwerte sich das Ihn sein Sub rausgeschmissen hatte. Zu der Zeit fuhr er täglich nach Bonn, da er in Köln nirgendwo mehr aufgenommen wurde. Wer Bonn kennt weiß das die Scene dort im "Bonner Loch" war. Eine widerliche Scene bestimmt durch Abzug und Subkultur. So bildete sich schnell eine kleine Scene vor der Tür von meines Kumpel Arzt. Dort wurde zu relativ fairen Konditionen gedealt. Das brachte dem Artzt große Probleme ein, die er im übrigen nie lösen konnte (daher beendete er das später, andere Geschichte). Ein Problem war das immer wieder seine Toilette als Druckraum mißbraucht wurde, mit der Konsequenz das irgendwann jeder der erwischt wurde aus dem Programm flog. Irgendwann wurde sogar eine Kamera installiert.
Der Dicke wußte das, die Kamera war auch nicht versteckt. Dennoch hat er sich dort nen Knaller gemacht, wurde dabei gefilmt. Und flog raus. Schuld war natürlich der "böze Arzt". Wink
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JuleXXX
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2011 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo stehaufmännhen,
schön nochmal von dir zu hören! wie gehts dir?

Zu deinem Post: Schön, dass du über Suchtkrankheit lachen kannst, ich knns nicht!
Und hey, informier dich mal echt bei Suchtforschern, der WHO, bmbpf etc.
Fixen ist eine eigene Sucht für sich, das ist fakt, nicht zum lachen...
...und hey, klar muss das keiner machen, aber es ist schwer es nicht zumachen. Wenn es keine Sucht ist, wenn man es nicht, so wie du es sagst "machen muss", dann frage ich mich gerade ernsthaft, warum so viele fixen und warum du das 20 jahre lang gemcht hast, 20 jahre lang deine Gesundheit gefährdet hast, wenn du es doch gar nicht "machen musstest" ?

Auf die Antwort von dir, bin ich echt gespannt!

LG jule
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daniel77
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.05.2010
Beiträge: 254

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2011 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber kann man diese Verantwortung wirklich der Apotheke auflasten? Dann müsste man ja auch jeden Passanten vorwerfen, unterlassene Hilfeleistung begangen zu haben, wenn der einem suchtkranken Obdachlosen kein geld gibt, damit er (der Suchtkrnke) sich "gesund machen" kann, und aufgrund dessen einen epileptischen Krmpfanfall bekommt, oder?


Mit dem Unterschied, das ich Geld habe und einen ganz normalen "Kauf" über die Büne bringen möchte. Dafür ist doch ne Apotheke da oder etwa nicht? Genauso wie ein Bäcker seine Brötchen an jeden Bürger verkaufen muß.

Zitat:
Ich lach mich weg.
Niemand MUSS sich eine Nadel in den Arm jagen. Den Affen kann mann auch mit rauchen erst mal vertreiben. Das Risko sich nur wegen der Schußgeilheit HepC oder HIV einzufangen ist einzig die Entscheidung des Konsumenten. Der Apotheker hat da weder moralische noch rechtliche Verantwortung zu übernehmen.


Ja ja, dann lach dich weg. Ich find sowas überhaupt nicht witzig. Nicht jedes Material kann man rauchen. Und wenn man nunmal seinen Stoff Grundsätzlich ballern tut, kann man einfach nicht mehr anders. Das ist ja eben die Krankheit am Junkie.
Wenn ich damals angefangen hätte das zeug zu rauchen, wär ich ja nie fertig geworden damit. Da zählte nur eins: Möglichst schnell wieder "gesund spritzen"...
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