kann das leben auch schön sein?

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Lisa1990
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Anmeldungsdatum: 17.07.2011
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2011 21:23    Titel: kann das leben auch schön sein? Antworten mit Zitat

hallo an alle

weiß einfach nicht mehr weiter.bin seit 4 monaten clean, a´ber frage mich warum?das leben ist irgendwie scheiße mit und ohne drogen.
weiß einfach nicht wie man lebt.ich schau mir die "normalen leute " an und frage mich wie machen die das?
ich fühl mich hier auf der welt fehl am platz.
das kann doch nicht das leben sein.arbeiten.sport.essen.schlafen.
ich dachte immer das leben wär aufrgend und abenteuerlich.was mach ich denn falsch?
ich habe tausend fragen und keine antwort.ich weiß das ich meinen konsum nicht kontrollieren kann(konnte ich nie und habs oft versucht).ganz clean oder immer drauf.ein zwischending bekomm ich nit geregelt.das alles macht mich fertig!und ich will kein abgefuckter assi mehr sein aber auch kein spießer und so fühl ich mich im moment.

ich weiß nicht weiter?ist es es wert clean zu sein?

hat irgendjemand tips für mich was ich machen kann?wie ich irgendwie klarkommen kann? ich will nur ein normales leben das ein bisschen spaß macht!

lg lisa
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2011 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
das kann doch nicht das leben sein.arbeiten.sport.essen.schlafen.
ich dachte immer das leben wär aufrgend und abenteuerlich.was mach ich denn falsch?

Doch Lisa, genau das ist es. Du hast noch die Fortpflanzung als Hauptzweck des Daseins vergessen. Man könnte zwar auch sagen, der Sinn des Lebens ist, sich zu entwickeln und eine höhere Form des Daseins bzw. der Erkenntnis zu erlangen. Doch das führt jetzt und hier zu weit. Ich weiß auch nicht, wie das gehen soll, wenn man im Alltag gefangen ist. Wunderschöne, fast heilige Momente erlebe ich manchmal beim Reiten, in der Natur oder wenn ich gute Literatur lese oder fantastische Musik höre. Doch viel zu schnell holt mich der profane Alltag wieder ein ...

Das mit dem Spaß und Abenteuer ist ein Missverständnis aus der Kindheit. Einem Kind wird nämlich genau das suggeriert. Am Ende ist aber das ganze "Spiel" nur die Vorbereitung aufs Erwerbsleben.

Doof, was?

Natürlich kann das Leben trotzdem Spaß machen. Manchmal. Dann sollte man es auch bemerken und auskosten, denn diese Zeiten bzw. Momente sind selten und wirken nur so richtig als Gegenspieler zum erlebten Unglück. Für das Leiden der Menschheit im allgemeinen bietet das Christentum die Erklärung (Der Sündenfall und der darauf folgende Rauswurf aus dem Paradies). Man kann es glauben oder nicht. Ein Trost für Dich: Mit den Jahren wird sich Deine, durch die Droge durcheinandergeratene Hirnchemie wahrscheinlich wiedeer so weit einpendeln, dass Du ohne größere Störungen leben kannst.

Jedenfalls lohnt es sich trotz allem, clean zu bleiben, denn mit harten Drogen und den damit verbundenen Problemen geht es einem mittelfristig auch nicht besser.

Grüße!
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homeless
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Anmeldungsdatum: 10.11.2011
Beiträge: 440

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2011 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

feechen ich muss vehement wiedersprechen.mir wurde las kind was von abenteuern erzaehlt und ich hab zeit meines lebens alles dran gesetzt sie zu erleben.lass mal die drogen beiseite,ich habe viel mit und ohne,schoene und un schoen erlebt.doch fuer abenteuer brauchst den geist und den willen welche zu erleben.richtige abenteuer halten einen von drogen fern oder stopfen auf jeden fall auch loecher.
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homeless
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 10.11.2011
Beiträge: 440

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2011 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

also waere ich in einem monotonen leben zwischen fressen schlafen arbeiten scheissen gefangen gewesen wuerde ich wohl auch schreiben wie du.was ist denn deine Vorstellung von aufregung und abenteuern?wenn du arbeiten gehst scheinen die drogen dich ja anscheinend nicht nicht ganz geschafft zu haben.was konsumierst du denn?
ueberleg dir doch mal wie du dein leben gerne haettest...ich habe auch oft das gefuehl ohne drogen ist es langweilig es sei denn ich finde den kick woanders (z.B wenn ich etwas erlebe was bei mir unter Abenteuer faellt,leider ist das meistens auch in Verbindung mir droge)
was waere fuer dich ein leben wo du sagst ich lebe?das ist das was ich will und was mich gluecklich macht?
Schau dich um.vielleicht verkehrst du mit den falschen Leuten oder es ist z.B keiner dabei mit dem man Abenteuer erleben kann,hast du lust auf deinen job?
warum und in welchen zusammenhang nimmst du Drogen und warum bist du dann nonstop drauf?
warum bist du clean und wie hast du es geschafft?
ich muss sagen das man Anfang 20 aber auch noch nicht wirklich seinen Weg gefunden haben kann.ich bin auch der Meinung das man zu jung aus der Schule kommt um so wichtige Entscheidungen wie z.B "was will ich werden/arbeiten" zu faellen.
ich koennte keinen normalen trott leben,ich habe irgendwann akzeptiert das ich nur existieren kann wenn ich genau das mache worauf ich Lust habe,Abenteuer erlebe und vor allem immer meine Meinung sage.
Vielleicht hast du deinen weg noch nicht gefunden,vielleicht fluechtest/verlierst du dich dehalb in Drogen.
Ich bin eigentlich immer einer Meinung mit Veilchenfee aber ich finde so wie du befuerchtest und sie fast bestaetigt ist das leben nicht.
ich hab 1000 gruende mich umzubringen aber trotzdem weiss ich das das leben eigentlich doch ganz schoen geil ist,vor allem wenn man so hochprivelegiert ist wie wir und ohne krieg und hunger leben kann,praktisch in grenzenloser freiheit existieren.lass dich nicht in normen pressen oder glaube das du dinge die dir keinen spass machen tun must.was macht dir denn spass?drogen nehmen?Das ist eigentlich keine grosse sache und der preis dafuer ist hoch.hast du freunde,ich meine wirkliche Freunde?du solltest glaube ich mal in ruhe in dich gehen und gerne auch hier schreieben...vielleicht findest du antworten auf das leben und verstehst dann irgendwann warum alles so ist wie es ist.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 21. Nov 2011 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, bin grad ein bissel zynisch drauf, weil ich mal wieder - dieses mal etwas mehr - mit mir selbst zu kämpfen habe. Ja, ich erlebe auch Abenteuer (im Rahmen meiner Arbeit) und sagt nicht, das wären keine!
Es stresst mich halt nur, dass mein Leben trotz allem ziemlich fremdbestimmt ist. Du, homeless, bist mit Deiner Lebensgestaltung eine große Ausnahme, aber auch Du bist trotz allem nicht so ganz zufrieden mit Deiner Situation, gelle?! Wäre ich nicht so abhängig von den paar Euronen, die ich verdiene, würden mir schon noch ein paar Dinge einfallen, die Spaß machen...

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Lisa, das Spanende ist das Leben selbst, Du weißt nie, was kommt und bei mir war es so, dass sich mein Leben alle paar Jahre ohne mein direktes Zutun geändert hat. Nenne es Zufälle oder Schicksal, es kam immer, wie es kommen musste und es war immer gut und in Ordnung so.

Wahrscheinlich bin ich im Moment wieder an so einem Punkt, an dem sich bald was ändern wird. Immer wenn ich das Gefühl hatte: - So geht es nicht weiter - und unruhig wurde, tat sich auch was Neues auf. Darauf vertraue ich jetzt wieder.

Vielleicht klappt es bei Dir auch - vertraue Deinem Schicksal und lasse Dich überraschen!
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Obelix
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2011
Beiträge: 784

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2011 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist schwierig. Wir sind alle in einem System gefangen welches uns nicht "wirklich" als Mensch leben lässt. So schreibe ich es mal. Wir sollen funktionieren, jeder soll seinen Beitrag zum System leisten. Wenn man es nicht anders kennt, kann dies "leider" funktionieren und lebt wie du es schreibst als "Spiesser". Ich für meinen Teil behaupte mal, dass viele hier von uns, du mit eingeschlossen, unter anderen den Drogenkonsum als Ausweg sehen/sahen um diesem Dasein zu entfliehen.
Zitat:
ich dachte immer das leben wär aufrgend und abenteuerlich.was mach ich denn falsch?
Eigentlich ist es das auch, nur ich glaube wir haben es alle irgendwie verlernt. Eben durch die Erziehung in diesem System zu funktioniern.
Ich bin selbst nicht soweit, aber ich denke wichtig ist, sich immer wieder neu auszuprobieren.
Grade das hinterherrennen des dämlichen Geldes, macht uns eben zu "Sklaven" in einem "unsichtbaren goldenen Käfig". Das ist natürlich gewollt.
Du hast begriffen das wir nicht frei sind, nur noch nicht wirklich erfasst um sich zu befreien. Ehrlich gesagt schliesse ich mich da mit ein.
Vielleicht hilft es Dir einmal das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten, indem du Dir Länder ansiehst die andere Sorgen als unser westlicher Imperialismus hat. Also einfach mal weg von dem Kapitalismus. Jetzt kommt die berühmte Backpacker Reise..Warum nicht. Versuche dich einmal von unserer Abhängikeit des Geldes zu lösen. (erst einmal im Urlaub) und schau Dir Asien, Afrika oder wat weiss ich an. Versuche einmal in dich hineinzuhören was Dir wichtig ist und was du "wirklich" brauchst...

p.s.Ein Mensch ist erst frei wenn er begriffen hat, das er durch das Geld gefangen ist. Das ist nämlcih ein Trugschluss zu glauben, Geld würde uns befreien.
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newlife
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 30.11.2011
Beiträge: 1844

BeitragVerfasst am: 1. Dez 2011 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

jo, dass ist nicht so leicht mit dem 'Leben'. Ich hab von Kindheit an ständig sowas wie "Nachholbedürfnisse" und mit reichlich Sprit in der Birne fuhr ich rund 20 Jahre auf der Überholspur. Ich erinnere mich auch wie jeder Süchtige, nur allzu gerne an die vermeintlich "genialen" Momente. Es hat mir zwei Jahrzehnte gereicht mich immer fein zu besaufen und zu kiffen. Bin leider nicht fähig eine Beziehung zu führen, weil mir das alles zuviel ist und ich es mir nicht vorstellen kann.
Ich gehe dennoch den trockenen Weg, weil ich sonst alles verliere und das nicht will. Ich konnte nicht mehr zur Arbeit gehen durch meine Alkoholsucht.

Ich bin umgezogen und wohne in einer ordentlichen Gegend, wo es mir richtig gut gefällt. Meine alte Suffibude hab ich komplett entsorgt. War alles Müll. Ich gehe wieder gerne nach Hause, fühle mich wohl und freue mich, wie die Wohnung wächst. Nun, ich bin fast fertig mit der Einrichtung und muss aufpassen, dass ich im Anschluss nicht in ein Loch falle. Das Schlimme für den Süchtigen ist der fehlende Kick. Das zu akzeptieren und annehmen zu können ist der Knackpunkt.
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