7-Tage-Entzugsplan von Oxycodon (ohne Absetzerscheinungen)

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Vendettina
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.03.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 18. März 2014 02:27    Titel: Oxycodon, Lyrica Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

also Lyrica kann ich nicht empfehlen. Das kann zum Einen auch die Ursache für hohe Leberwerte sein, zum Anderen hat es eine lange Latte an NW`s, wovon ich nach ca. 2 Jahren über 50% der NW hatte und als ich das dann wegen den NW, vorallem Nasenbluten, Aggressivität und hohen Leberwerten abgesetzt habe ging es mir die ersten 2 Wochen noch ganz gut. Dachte schon, ich hätte es überstanden, als mich dann aus heiterem Himmel, es stand damals noch nicht in der Packungsbeilage von Absetz- bzw. Entzugssymptomen, Entzugssymptome wie starke Ganzkörperschmerze, Übelkeit, totale Schwäche (ohne Hilfe von meinem Freund, hätte ich nix mehr gekonnt, nichtmals der Toilettengang wäre möglich gewesen), enormes Schlafbedürfnis bei gleichzeitiger Schlaflosigkeit durch die Ganzkörperschmerzen. Es hat mir enorm geholfen, dass ich in der Zeit bei meinem Freund sein konnte und er mir Kraft geben konnte, indem er einfach da war und mir bei Allem geholfen hat. In der ganzen Zeit habe ich nur zweimal noch je eine der 25mg Kapseln Lyrica genommen. Das erste Mal, um mir sicher zu sein, dass es Entzugssymptome sind, das zweite Mal, weil ich einen wichtigen Termin hatte. Nach insgesamt 2 Wochen war ich dann damit durch.
Ich selbst kann Lyrica nicht empfehlen. Zum Einen wegen der möglichen Wirkungen auf die Stoffwechselorgane, zum Zweiten wegen den anderen möglichen Nebenwirkungen und zu schlechter Letzt wegen dem sehr schweren Entzug. Meiner Erfahrung nach ist der Entzug von Lyrica schlimmer als der von Tramadol bzw. Tilidin.
Zu Oxycodon bzw. allgemein zu Opioiden möchte ich sagen, dass Opioide besser sind als ihr Ruf, solange sie in der Schmerzherapie oder auch in der Palliativmedizin (z.B.gegen Atemnot) eingesetzt wird.
Ich möchte damit Opioide nicht verherrlichen oder verharmlosen, ich möchte nur sagen, wenn sie richtig eingesetzt werden, lindern sie sehr viel Leid mit geringerem Risiko einer Abhängigkeit und Schonung der inneren Organe.
Sie greifen weder den Magen-Darm-Trackt (wie z.B. ASS, Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen), die Leber (wie vorallem Paracetamol, Metamizol / Novaminsulfon / Novalgin, Lyric, bzw. andere Antidepressiva und Neuroleptika) oder die Nieren (siehe Magen-Darm-Trackt, Antidepressiva und Neuroleptika) an.
Richtig dosiert, können sie lange bzw. lebenslang genommen werden, während andere Medikamente irgendwann zu Organschäden führen.
Entschuldigt bitte meine Aussage, aber dann nehme ich, als chronische Schmerzpatientin, lieber eine mögliche Abhängigkeit in Kauf, als dass ich mir Nieren, Leber und / oder den Magen-Darm-Trackt ruiniere.
Sicherlich, ein Entzug ist absolut nicht schön, aber Wer möchte schon ein Leben an der Dialyse auf eine Neue Niere warten oder sogar ein Leberversage oder Magendurchbruch oder Darmblutungen riskieren?
Deswegen würde ich immer wieder Opioide als Schmerztherapie wählen.
Alle die, die aussteigen wollen, aus welchem Grund auch immer, denen empfehle ich eher die kurze aber heftige Zeit des Entzuges ohne Hilfsmedikamente zu meistern, denn in einem Entzug kann es viel zu leicht passieren, dass man direkt in die nächste Sucht schlittert, da der Körper jeden Strohhalm greift, den er kriegen kann. Und wenn man eine Liebe Person dabei hat, die Einem körperlich und seelisch beisteht, kann man das ganz gut schaffen. Die Hauptvorraussetzung dafür ist der eigene Wille das zu schaffen.

In dem Sinne, wünsche ich erstmal eine gute Nacht. Ich muss jetzt erstmal schlafen, mich etwas auskurieren, da ich mir einen Bronchialinfekt eingefangen habe.
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18. März 2014 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute bin froh das ich dieses Forum gefunden hab.

Ich war auch auf Targin 4x40mg und wollte es nicht mehr nehmen,
weil Frau sagte ich wäre nicht der der ich mal war.
Meine LWS Schmerzen meine ich sind nicht mehr so schlimm.
Also fing ich an um von dem Zeug los zu kommen.
Montag 160mg
Dienstag 80mg
Mittwoch 20mg
Donnerstag 10mg
Freitag nichts mehr ca 8gr Kratom
Samstag 4-5 gr Kratom
Sonntag auch 4-5 gr Kratom
Montag auch 4-5 gr Kratom.
Heute noch nichts aber denke das kommt wieder.

Hatte die ganze Woche heftige Entzugserscheinungen,
Samstag war der schlimmste Tag wo ich fast zur Targin
gegriffen hätte. Und ab Sonntag wurde es immer besser.
Was mich noch plagt ist diese Unruhe und Antriebslosigkeit,
kann kaum schlafen. Wann wird das ca besser ?
Verlange ich schon zuviel ?

MfG
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Kamikaze1970
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 406

BeitragVerfasst am: 18. März 2014 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

@stryker3 Das ist von vielen Faktoren abhängig, wie lange es noch dauert, bis alles wieder normal ist. Aber eins ist ja mal sicher, du bist viel zu schnell runter gegangen, klar das du krassen Entzug hattest, einige Tage.
Aber supie das du das so durchgezogen hast Exclamation
Das schlimmste ist überstanden, also rein körperlich. Die Schlaflosigkeit kann, bei Jahrelangen Konsum, ziemlich lange dauern.
Ich hatte die letzten Entzüge über 6 Wochen enorme Schlafprobleme, u.a. bedingt durch heftiges RLS(ruhelose Beine).
Aber ich bin jetzt über 20 Jahre auf Opiaten/Opioiden.
Und diese ewige Schlaflosigkeit macht einen ja fertig, mit der Zeit hatte ich Tagsüber Dauerkopfschmerzen, Sehstörungen, war gereizt, Appetitlos und fror ständig. Das hat mich auch wieder rückfällig werden lassen- nur mal EINEN Tag gut fühlen und Abends schlafen wie ein Baby, nicht frieren- sich einfach mal wieder menschlich fühlen... Sad
Aber es bleibt nicht bei dem einen Mal, nie!
Und schon ist man nach spätestens 2-3 Wochen wieder körperlich drauf- und wieder in der Tretmühle. Evil or Very Mad
Deswegen, tu´dir und deiner Frau den Gefallen, halte durch Exclamation
Und JA- du verlangst zuviel, wenn du meinst nach der kurzen Zeit ist dein Endorphin, Serotonin usw. Haushalt wieder auf Normalniveau, das dauert halt seine Zeit.
Ich nehme zur Zeit übrigens auch Oxycodon 40mg, aber mind.4, besser 6 davon am Tag. Und ohne das Naloxon. Und dann habe ich nur keinen Entzug, geh normal arbeiten, und keiner merkt, das ich schwerstabhängig bin.
Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen- es lohnt sich.
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Sienna
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 1986

BeitragVerfasst am: 19. März 2014 02:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ja die Schlafprobleme sind wirklich grausam...

@stryker3: Hat das Kratom denn was beim Entzug geholfen bzw. ihn abgeschwächt? Die Mengen die du da genommen hast waren ja nicht sehr hoch. Um einen Oxycodon-Entzug abzufedern hätte ich mindestens mit >10g angefangen.

LG
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 19. März 2014 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

@Kamikaze

Ja die Schlaflosigkeit macht einen fertig bzw Unruhen Beine dann
noch ab und an Kribbeln ziehen in den Armen bzw Schulterblätter.
Gestern zu Bett 2gr. Kratom und ne Schlaftablette genommen, fast
7 Std gepennt. Aber Schlaftabletten ist auch keine Lösung also nehme
Ich die nicht jeden Tag. Gestern übern Tag hatte ich 3gr Kratom aber
das will ich auch nicht immer nehmen aber immo bleibt mir wohl nichts
anderes übrig. Also ich war 1 1/2 Jahre auf Tilidin und dann wurde Targin
eingeschlichen. Insgesamt 2 Jahre auf Opioide ich hoffe das war nicht zulang,
will einfach wieder vernünftig Schlafen und in Ruhe TV schauen ohne dieses RLS.
Bin jetzt die zweite Woche krank geschrieben denke nicht das ich schon
nächste Woche arbeiten kann weil es sehr körperliche anstrengende Arbeit ist.
Hab aber auch Angst um meinen Job 😒

@Sienna
Ja ich weiß das es nicht viel Kratom gewesen ist am Anfang,
aber ich war die heftigen Entzugserscheinungen schon fast gewöhnt
und dachte mir ,nach legen kannst immer mehr. Aber es hat gereicht
klar waren die ganzen Schmerzen nicht weg aber ich war froh das bisschen
weg gegangen ist und hab somit durchgehalten. Gestern taten mir alle
Knochen weh aber hab mich aufgerappelt und Hausarbeit gemacht.
Heute also bis jetzt tut mir noch nichts weh aber sehe jetzt schon wieder
gegen den Abend bzw Nacht an. Ich hoff es so sehr das es besser wird und ich
keine 3gr Kratom mehr nehmen muss. 1gr Mittag und 2gr zur Nacht.

Es tut wirklich einem Gut hier im Forum zu schreiben.

MfG
Stryker3
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 20. März 2014 04:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ich bin's nochmal

Nehme ja immer noch ca 3gr Kratom und wenn ich
die nicht nehme werde ich sehr unruhig kribbelig usw
so das kein Schlaf in Sicht ist. Kartom ist auch ja opioide
also muss das auch weg. Aber ohne Hilfe für paar Tage
vom restlichen Kratom wech zu kommen schaff ich nicht.
Also habe ich mir vom Arzt Tavor 1.0mg und Zoplicon 7.5mg geholt.
Hab nun auch keine Lust auf suchtverlagerung. Deshalb
eine Frage an euch wie bekomme ich am besten von dem
Kratom weg und am schnellsten mit den zwei Medis
die ich so kurz wies geht nehmen will?

Ich hoffe ihr könnt mir Tips geben

MfG

Stryker3
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 21. März 2014 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Morgen liebe Leute.

Wie ihr wisst bzw gelesen hab nehme ich
seid letzten Freitag kein Targin mehr und bis
vorgestern ca 3gr Kratom. Und gestern war wieder
kein angenehmer Tag , ziehen kribbeln in den Beinen
Armen, Gänsehaut und keine Kraft. Am Tag 1mg tavor
abends 2mg Tavor und zu Bett eine Zoplicon. Aber Nervösität
war stärker so das ich von dem allen Zeuch nicht viel gemerkt habe.
Habe vll 3std gepennt. Also heute ist der zweite Tag dann auch Ohne
Kratom. Ich hoffe nur das ich auf den anderen scheiß nicht hängen bleibe.
Aber das Kratom sonen Zustand auslösen kann , echt heftig.
Mein Magen ist auch nur am drehen und aufstoßen also Unwohlsein,
Ka wie ich das behandeln soll.
Ich hoffe nur das alles gut wird. Sad

MfG
Stryker3
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Kamikaze1970
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 406

BeitragVerfasst am: 22. März 2014 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das Kratom am besten auch in Schritten a´0,5 g runter dosieren. Und die Tavor nur nehmen, wenn es unbedingt nötig ist. Auch Zopiclon macht abhängig, allerdings m.E. nicht so schnell und stark wie "Normal-Benzodiazepine".
Um ein paar unangenehme Tage und vor allem Nächte wirst du nicht auf Null kommen. Geh viel spazieren, Bewegung und frische Luft sind nie verkehrt, auch wenn man sich erstmal aufraffen muss. Und Abends ein warmes Entspannungsbad, wenn möglich. Sooo lang warst du ja nicht drauf, also werden die Schlaflosigkeit und RLS nicht allzu lange anhalten, normalerweise.
Naja, und zum einschlafen und entspannen hat mir Sex immer geholfen...wobei dann das Problem war, das ich nach dem entgiften von Opioiden immer dazu geneigt habe, zu schnell zu kommen. Aber auch das ist normal- und reguliert sich wieder auf Normalniveau.
Halt die Ohren steif und schönes Wochenende noch, soweit möglich.
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 22. März 2014 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Danke für deine Antwort , baut mich bissel auf.
Also heute ist auch der dritte Tag ohne Kratom.
Auch noch keine Tavor genommen , ehrlich gesagt
merke ich nicht viel von Tavor 1 oder 2mg. Und
naja Zoplicon bringt bisschen was. Wenn ich die wirklich
jeden Tag nehme aber dann nur ne Woche und dann wird
es weg geschmissen. Heute muss ich schon sagen ist es
besser wie gestern. Ok nirgends Lust geschweige Kraft zu , hoffe
das kommt alles wieder. Ab und an auch bissel depri aber denke das
gehört auch dazu zu so nen Entzug.
Und zum Sex naja wenn man es Sex nennen kann,
die Lunte steht , Frauchen paar mal hoch runter und es
ist erledigt. Soll ja wohl wieder werden 😄

MfG
Stryker3
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 25. März 2014 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leute

Heute ist der 12. Tag ohne opioiden, verlangen
nach dem Zeug hält sich gut in grenzen. Aber ich
hab noch keine Power, heute vormittag ca. 30minuten
Hausarbeit gemacht bzw wollte Frau unterstützen.
Ich hab noch keine Kraft und musste mich eben aufs
Sofa legen. Hat jemand ne Ahnung wann die Kraft wieder kommt?

Hab nen Reizmagen mit den ich mich morgens bis Nachmittags
quäle, aber das ist eine andere Sache.

MfG
Stryker3
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Hardcore
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 25.03.2014
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 28. März 2014 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stryker,

super Leistung! Respekt! Hoffe Du kannst das alles durchhalten..
Für die Schlafprobleme kannst Du Dir auch kurzzeitig, ich wiederhole NUR kurzzeitig, Zolpidem verschreiben lassen. Hilft sehr gut zum Schlafen.
Wenn Du keine Probleme mit solchen mittelchen hast, wie ich z.B. kann man diese auch nutzen. Aber nicht jeden Tag.
Bevor du jedoch wegen dem Schlafmangel austickst, try it.
Halte uns bitte auf dem laufenden, denn ich werde auch bald vom Oxy runtergehen..
Vg
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stryker3
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.03.2014
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 28. März 2014 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hardcore und Alle anderen auch ein Hallo

Also bis jetzt ist alles gut, wiegesagt noch keine Kraft und Antriebslos.
Abends kommt noch ab und an ein Kribbeln ziehen in den Armen
und Beinen. Schlafen ist auch noch nicht top, nehm hin und wieder
eine halbe Zoplicon. Das schlimme ist das mein Reizmagen wieder
da ist und schlimmer als vor den opioiden.
Deshalb denke ich das ich keine Antriebskraft habe.
Jeden morgen bis spätnachmittags übel,knurren,aufstoßen,
Bauchschmerzen,rühren usw. Mittwoch Magenspiegelung die dritte
gemacht und wieder ist nichts festzustellen. Wenn ich das auch noch
in den Griff bekomme, dann bin ich der glücklichster Mensch.


MfG
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