Lorazepam als Notfallmedi - wie oft darf man?

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tom cruise
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 18.12.2011
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 21. Dez 2011 19:07    Titel: Lorazepam als Notfallmedi - wie oft darf man? Antworten mit Zitat

Kann mir jemand sagen, wie oft man in der Woche 1mg Lorazepam nehmen darf, ohne dass sich eine körperliche Abhängkeit entwickelt?

Ich kriege Lorazepam seit 3 Jahren verschrieben und habe immer bisher geschafft, es nur als Notfallmedi zu verwenden. Eine 50er-Packung reicht bei mir für ein halbes Jahr aus. Meistens kommt der Notfall 1x alle 2 Wochen vor, manchmal 1x die Woche, dann gab es/gibt es Phasen, wo ich 3-4 Tage hintereinander einnehmen muss, jedoch überschreitet meine Tagesdosis nie 2mg-Grenze. Nach so einer 4-Tage-hintereinander-Einnahme zwinge ich mich zur 2-wöchigen Pause wieder und so geht es schon seit 3 Jahren gut. Leider nehmen die Notfälle in letzter Zeit zu. Ich müsste wirklich 2xdie Woche 1mg nehmen, d.h, alle 3 Tage. Daher meine Frage an Lora-erfahrene User/Patienten:

Reichen 3 Tage dazwischen oder ist es zu häufig? Wie gesagt, ich spreche von einmaliger Gabe morgens 1mg und dann erst 3 Tage später wieder morgens nur 1 mg. Wird sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnen? Bisher hat er das nicht, aber ich musste bisher nicht konsequent 2x wöchentlich nehmen sondern die Einnahme war irregulär.

Es wäre mir wichtig, eine sachkündige Antwort drauf zu bekommen. Bitte keine Vorschläge auf anderes Medikament umzusteigen. Nein. Lorazepam ist das einzige was bei dieser Geschichte Wirksamkeit zeigt.

Es wäre das erste Mal seit 3 Jahren dass die Einnahme regelmäßig erfolgen würde /müsste. Kennt sich jemand damit aus? Vielleicht wäre es nicht so schlimm aufgrund der geringen Menge? Machen die 3 Tage dazwischen schon etwas aus? Oder gar nichts. Oder muss es mindestens 1 Woche zwischen den einzelnen Einnahmen liegen? Ich will wirklich verhindern, mir aufgrund der Unwissenheit eine Benzo-Abhängigkeit anzutun.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 21. Dez 2011 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich finde, Du machst das bis jetzt ganz ausgezeichnet mit dem Lorazepam! So ähnlich habe ich das auch längere Zeit durchgezogen, hauptsächlich mit Opioiden, aber auch mit Benzos.

Ganz vorsichtig formuliert würde ich sagen, dass Du mit Deinem Einnahmeschema gerade noch auf der sicheren Seite bist. Garantieren kann ich es Dir allerdings nicht! Und selbstverständlich könnte es nicht schaden, wenn Du dann und wann mal den ein oder anderen Clean-Tag zusätzlich einlegen würdest.
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Feiglingfee
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Anmeldungsdatum: 31.07.2011
Beiträge: 478

BeitragVerfasst am: 23. Dez 2011 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Würde auch sagen, das da nix böses auf dich wartet, wenn du es ganz sein lässt plötzlich.
Lora ist zwischen den drei Tagen ja abgebaut soweit.
Behalte den Konsum soweit bei, wenn eine Lora bei dir wirkt.
Soweit ich weiß soll es ja paar Tage genommen werden und erst dann seinen anxiolytischen (angstlösenden) Effekt verbreiten.

Also wenn du beim reduzieren Absetzerscheinungen hast, nimm einmal 10-20 mg Diazepam, lass dir die 2 Pillen vom Arzt aus ner Musterpackung geben, denn das Dia bleibt aufgrund langer HWZ lange in dir und wird somit wie von selbst langsam ausgeschlichen, da langsam abgebaut, so das du keine Symptome hast/haben wirst. (Das funktioniert allerdings nicht wenn man sie Riegelweise nimmt, dann wird das ''körpereigene Ausschleichen'' nicht reichen und ne Qual wird folgen)

Aber ich würde dir nicht raten, die Notfälle noch weiter zusammenzupacken.
Auch wenn du das hier nicht wolltest: Wenns wirklich um Angst geht, lass dir lieber 0,5 (oder 1mg) Alprazolam aufschreiben, die wirken sofort angstlösend (unter die zunge damit) und sonst merkst du garnix von der Pille.
Und es ist nach 12 Stunden abgebaut.
Oder hast es schon probiert? Oder warum willst unbedingt beim Lora bleiben? Sind die Notfälle teilweise schon Schönredungen für dich um zu konsumieren?
Also wenn du daran gewöhnt wärst, würdest du es sehr schnell merken, noch in der Nacht vom Tag der letzten morgendlichen Einnahme.
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AliceInWonderland
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 13. Jan 2012 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann vorrangig aus beruflicher Erfahrung von Lorazepam/ Tavor sprechen, ich bin Pflegefachkraft und verwende es als BEDARFS- Medikation für meine Bewohner sehr ungern.
Man kann fast immer beobachten, dass die Wirkung verzögert eintritt bzw. ihren Wirkstoff viel zu lange abgibt, es wirkt nicht zeitnah um dem Bedarf gerecht zu werden (somit ist eine Frau X., die nachts um 23.00 Uhr unruhig ist und eine erhält, zu 100% den kompletten Folgetag schläfrig.. und in der nächsten Nacht wird es das selbe Problem geben).

Außerdem, ich zitiere:
"Lorazepam gehört zu den mittellang wirksamen Benzodiazepinen. Das bedeutet, der Wirkstoff und sein Hauptstoffwechselprodukt sind nach etwa zwölf bis 16 Stunden zur Hälfte wieder aus dem Körper ausgeschieden."

Es ist wirklich sehr lange ein Spiegel in deinem Körper, eine Tablette ist erst nach 32h vollständig ausgeschieden.
Also, wenn du nicht ständig eine höhere Dosis nehmen möchtest, damit es Wirkung zeigt, dann wirklich gut 2 Tage Abstand zwischen der Einnahme halten.
Wo wir wieder dabei wären, das es ein schwachsinniges Bedarfsmedikament ist in meinen Augen, deine Beschwerden werden sich ja kaum auf "alle 3 Tage" eingespielt haben.
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