Angst vor dem Entzug

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Sandra78
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.12.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 15:38    Titel: Angst vor dem Entzug Antworten mit Zitat

Hmm, wie fang ich am besten an?

Ich nehme seid 3 jahren Tramal. Seid 4 Jahren habe ich Schmerzen im Brustkorb die nur besser werden wenn ich liege. Jeder Arzt sagt was anderes, mal der Magen, mal eine Entzündung der Knochen. Auf alles wurde ich behandelt doch ohne Erfolg. Novalgin usw. versuchte ich es erstes aber das brachte keine Linderung. dann kam der Arzt auf Tramal und das war es dann auch.
Zuerst ganz kleine Dosen, 2 mal am Tag. Mittlerweile bin ich bei 300 Tropfen am Tag *schäm* Das alles ist noch schlimmer weil ich Kinder habe und dann darf einem sowas nicht passieren Sad
Ich bin auch nicht irgendwie neben mir wenn ich Tramal nehme sondern ganz krass gesagt, ich nehme sie so oft und viel damit alles normal läuft und ich normal funktioniere.
Ankotzen tut mich das schon lange und jedesmal wenn ich ein neues Rezept bestelle rutscht mir mein Herz in die Hose weil es doch mal langsam auf fallen muss.
Ich will einen Entzug machen aber mit Schmerzen schlecht möglich weil ich dann immer eine Ausrede habe...

Nun zu meinen Fragen...
Tritt der Entzug immer sofort ein? Das heißt wenn ich nach 2-3 Tagen kaum was merke, bleibt es dann dabei oder muss ich Angst haben da kommt noch was? Ich will ja dann auch mit meinem Hausarzt drüber reden das ich süchtig bin. Gibt es die Möglichkeit mit seiner Hilfe einen Entzug zu machen so das ich zuhause bleiben kann aber auch keine gefahr für meine Kinder bin ?
Sad Embarassed

Ich mag so nicht mehr, das kotzt mich alles an Sad
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Sandra78
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.12.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

und hier noch zwei Fragen.
Ich habe gelesen das der Entzug von Tilidin nicht so schlimm ist wie von Tramal. Bringt es jetzt noch was auf Tilidin umzuschwenken?
Wenn ich mich langsam runter dosiere auf z.b. 100 Tropfen am Tag wird der Entzug dann genauso schlimm wie mit 300 Tropfen am Tag?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

wenn Du Dich langsam runterdosierst, egal von welchen Tropfen, wirst Du so gut wie keine Entzugssymptome haben. Es ist sehr gut, dass Du das Tramal in Tropfenform kriegst, das macht das Runterdosieren einfach. Am besten, Du fängst gleich heute noch damit an. Auf Tilidin umsteigen würde ich nicht, ich wüsste nicht, was das bringen soll.

Bloß - was machst Du dann mit Deinen Schmerzen, wenn Du runterdosiert bist? Könnte es vielleicht sein, dass Deine Schmerzen psychischer Natur sind?
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Sandra78
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.12.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für deine Antwort. Natürlich ziehe ich auch in Betracht das es psychisch sein könnte, Gründe dafür gibt es genug aber die Schmerzen fingen an als es mir seelisch endlich gut ging und ich mit mir im reinen war.
Hier ist zwar keiner Arzt aber ich habe eine Idee woran es liegen könnte aber da habe ich noch mit keinem drüber gesprochen.
Ich hatte Gallensteine und mind. 2 mal die Woche Koliken. Die galle sollte mir entfernt werden und auf einmal hörten die Schmerzen auf und dann kamen diese Schmerzen. Könnte ja sein das sich so ein Stein fest gesetzt hat?!
Es wurden auch 4 Magenspiegelungen gemacht und es wurde nur eine leichte Reizung der Speiseröhre fest gestellt. WUrde mit Omeprazol und Pantoprazol behandelt aber es halt nichts. Dann bin ich zum Ortophäden und der stellte eine Entzündung des Schwertvorsatzes fest aber dabei sind die Schmerzen etwas weiter unten. Ich bekam dann Kortison dahin gespritzt und zum ersten mal hörten die Schmerzen auf. Das hielt aber leider immer nur so eine Woche.
Die Schmerzen sind morgens am schlimmsten wenn ich zu lange gelegen habe, dann kann ich mich nicht drehen usw. Den Tag über werden sie schlimmer und wenn ich mich dann mal hin lege dann hören sie auf. Ohne Schmerzmittel hat es meinen Tagesablauf bestimmt und mit Schmerzmittel halt nicht. Ich brauch mich nicht immer hin zu legen und das macht natürlich alles einfacher. Seitdem ich merke das tramal so gut hilft habe ich mich auch nicht mehr weiter untersuchen lassen, ist ja so einfacher Rolling Eyes
Ich müsste eigentlich mal ein paar Tage ins KKh, das die mich mal auf den Kopf stellen aber da sind ja dann auch noch meine Kinder...
Ohne die Ursache der Schmerzen zu kennen, glaube ich bringt es nichts einen Entzug zu machen, oder?! Könnte aber schon runter dosieren.
Möchte auch gerne mit meinem Hausarzt drüber reden aber habe Angst das er mir dann Tramal nicht mehr verschreibt und das wäre echt bitter weil ich ja dann einen Zwangsentzug oder halt kalten Entzug hätte.

Übrigens, ist der Entzug immer so hart wie ich hier bei vielen gelesen habe oder kommt das wirklich immer auf die menge drauf an?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, Gallensteine! Du schreibst, Du HATTEST Gallensteine und die Galle SOLLTE entfernt werden. Daraus schließe ich, dass keinerlei Behandlung erfolgt ist und Du diese Steine noch immer hast. Ist das so korrekt?

Schmerzen nach langem Liegen deuten auf ein Wirbelsäulenproblem hin, allerdings würde ich das Hauptaugenmerk doch eher auf die Gallensteine richten. Ich kann nicht so ganz verstehen, warum diese Behandlung abgebrochen wurde bzw. die Steine bei den Überlegungen nach der Ursache deiner Schmerzen anscheinend überhaupt keine Rolle mehr spielen.

Schmerzen können seelische Ursachen haben, auch wenn man meint, endlich mit sich im Reinen zu sein. Die Psyche spielt einem da gerne mal einen Streich. Wie Du angedeutet hast, gibt es bei Dir diesbezüglich wohl eine Vorgeschichte. Gerade wenn Du Kinder hast und Dich überfordert fühlst, können psychosomatische Beschwerden auftreten.

Mit dem Entzug ist das so: Erstens kommt es auf den Mensch an, nicht für jeden ist der Entzug gleich schlimm. Der körperliche Entzug ist das Eine, der psychische das Andere. Dann kommt es noch darauf an, wie hoch man dosiert ist und welches Suchtmittel man konsumiert. Ein Fentanyl- oder Benzoentzug ist um einiges schwieriger und dramatischer als ein Tramalentzug.

Du sollst ja aber gar nicht kalt entziehen, sondern Dich langsam, aber konsequent runterdosieren. Dabei dürftest Du körperlich kaum Probleme bekommen und eine Gefahr für Deine Kinder bist Du mit Sicherheit auch nicht.

Deinem Hausarzt müsste längst klar sein, dass Du vom Tramal abhängig bist. Immerhin unterschreibt er ja regelmäßig die Rezepte. Du musst sicher nicht befürchten, dass er Dich auf Null setzt, wenn Du äußerst, dass Du gerne herunterdosieren möchtest.

Wie gesagt: Am besten Du fängst sofort an. Mache Dir einen Plan und reduziere jede Einzeldosis. Wie verteilen sich die 300 Tropfen bei Dir über den Tag?
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Sandra78
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.12.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmals vielen vielen Dank. Ich kam mir echt wie das letzte vor und habe an mich selbst nicht mehr geglaubt alles wegen tramal. Das was du da geschrieben hast tut echt gut. Ich nehme morgens direkt nach dem aufstehen 120 Tropfen, mittags hmm ok da sind es doch auch noch mal 129 Tropfen und gegen 16-17 Uhr 100 Tropfen. Also doch mehr wie 300. Abends brauche ich dann nichts mehr zu nehmen da ich weiß das ich mich bald hin legen kann da Kids im Bett.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Dez 2011 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Na schön, dann würde ich vorschlagen, Du nimmst ab morgen allerhöchstens 100 Tropfen als Einzeldosis. Drei Mal täglich. Das müsstest Du verkraften, oder was meinst Du?

Das behältst Du, sagen wir mal zwei Wochen so bei. Dann reduzierst Du z.B. wöchentlich um 10 Tropfen pro Dosis, notfalls auch nur um fünf. Undsoweiter. Ich möchte Dir keine Angst machen, aber extrem hohe Dosen Tramal können schon mal Krampfanfälle verursachen. Es ist wirklich höchste Zeit, dass Du ein bisschen langsam machst!

Keiner redet davon, dass Du ganz aufhören musst, keiner will Dir was wegnehmen. Hab keine Angst! Notfalls kannst Du das Medikament noch jahrzehntelang nehmen, aber Du musst unbedingt auf eine "verträgliche" Dosís runter.
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Sandra78
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.12.2011
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 30. Dez 2011 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

veilchenfee hat Folgendes geschrieben:
Na schön, dann würde ich vorschlagen, Du nimmst ab morgen allerhöchstens 100 Tropfen als Einzeldosis. Drei Mal täglich. Das müsstest Du verkraften, oder was meinst Du?



Ich meine das es ganz gut klingt und nicht nach einem Kraftakt den ich eh so schnell nicht schaffe.
Das mit den Krampfanfällen wusste ich nicht und erschreckt mich doch jetzt etwas. Hmm, was ich mir auch noch vornehme ist mit meinem Hausarzt drüber zu reden und die Untersuchungen wieder in Gang zu bringen so das man raus finden kann was ich habe.
So hört sich das alles doch leicht an, ich hoffe es wird auch so und ich kann irgendwann wieder ohne Schmerzen und ohne Tramal leben.
Was mir fehlt sind meine eigenständigen Gefühle, immer wieder denke ich mir das ich schon gar nicht mehr weiß wie es ohne Tramal ist. Das es mein denken und fühlen beeinflusst. Es wird einfach wieder Zeit für ein Leben ohne Tramal.
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