Nach langer Zeit auf einmal Suchtdruck

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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: 6. Jan 2012 22:32    Titel: Nach langer Zeit auf einmal Suchtdruck Antworten mit Zitat

Hallo Ihr!

Vielleicht hat der ein oder andere schon meinen Vorstellungsthread gelesen,deshalb schreibe ich meine Geschichte nur kurz auf.Ansonsten bei Interesse nochmal genauer nachlesen Smile

Ich habe viele Jahre lang extrem gekifft,irgendwann kam dann Speedkonsum hinzu und ziemlich schnell war ich davon noch abhängiger.

Vor ca. 3 Jahren habe ich dann nen Tiefpunkt erreicht und endlich den Anstoß gehabt ernsthaft aufzuhören.Hab das mit Unterstützung meines Partners und einer Psychotherapie und vielen Mühen geschafft.Klar gab es anfangs Rückschläge aber seit Ende 2009 bin ich davon weg.

Mein Leben war so gut wie drogenfrei auch wenn Leute neben wir was rauchten,kein Problem habs nicht mehr angerührt und es auch gar nicht mehr vertragen.

Aber seit ein paar Monaten traten unterschwellig immer Drogengedanken auf.Musste ständig an die Zeit damals denken (hatte trotz der Scheiße auch echt lustige Erlebnisse,kennt ihr ja bestimmt).Vorallem Speed spuckte mir immer wieder im Kopf rum.Die Gedanken und der Wunsch was zu nehmen und mal wieder das feeling zu haben ist immer extremer geworden.Vor ein paar Wochen hab ich mich mit nem Freund von früher getroffen und dann bei ihm ein paar Lines gezogen.Zum Glück blieb es auch dabei.

Nur das ganze verwirrt mich total.Kann es nicht einordnen und die Gedanken und der Wunsch was zu nehmen sind natürlich auch noch da.Ich halte mich für so gefestigt und gestärkt,dass ich nicht nochmal schwach werde,schon wegen meinem Freund.Aber diese Gedanken und Gefühle sind ja trotzdem da und quälen mich schon.

Hab auch niemanden mit dem ich wirklich drüber reden kann.Mit meinem Freund geht es auch nicht,er macht sich verständlicherweise immer sofort die mega Sorgen.Mir gehts wirklich nicht gut momentan,hab Angst nen bisschen Depressiv zu werden deswegen,weil ich einfach nicht weiß wohin damit und was da los ist.

Freue mich auch Antworten von Euch

Ganz liebe Grüße und schönen Abend
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 6. Jan 2012 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MissElly,

ich kann mir schon vorstellen, dass es für Dich sehr anstrengend ist, dass Du Dich plötzlich wieder mit diesem Thema befassen musst, wo Du doch schon recht lange clean warst.

Was mich etwas "stört" an Deinen Angaben, ist, dass Du schreibst, dass es Dich eine Psychotherapie und viel Mühe gekostet hat, aufzuhören. Das sagt mir, dass es eben doch nicht so ganz Dein freier Wille war. Äußere Umstände und Dein wahrscheinlich schlechter Zustand haben Dich gezwungen, aber eigentlich hättest Du gerne weitergemacht. Dir fehlte die echte Überzeugung und daher fehlt sie Dir auch noch heute.

Das ist schwierig, Du bist anscheinend noch nicht viel weiter als vor zwei Jahren. Leider habe ich jetzt auch keinen Geistesblitz, was die Lösung für Dich sein könnte. Hast Du noch Kontakt zu Deinem damaligen Therapeuten? Könntest Du evtl. kurzfristig einen Termin bei ihm oder ihr ausmachen?

Hat Dir Dein "Ausrutscher" gefallen? War es das, was Du vermisst hattest?
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: 6. Jan 2012 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hey!
Danke für deine schnelle Antwort.Zum Teil gebe ich dir Recht was du geschrieben hast.Dass ich auf jedenfall Schwierigkeiten hatte bzw. habe mich von den Drogen zu distanzieren stimmt.Und auf jedenfall waren es teils auch äußere Umstände die mich zum aufhören bewegt haben.Aber die waren meiner Meinung nach nur der letzte Anstoß,weil gestört hatte mich mein Zustand auch so schon länger.Aber als es darum ging,dass ich mein Studium vielleict nicht schaffe hat mir das sozusagen den Rest gegeben.
Zu der Psychotherapie muss ich sagen,dass ich die nur teilweise wegen den Drogen gemacht habe.Es ging eher bei mir darum den Tod meiner Mutter zu verarbeiten der wohl auch ein starker Faktor für meinen Konsum war und die Gefühle und das Thema kam dann beim aufhören wieder extrem hoch.Klar hatte es ja 4 Jahre immer druff nicht so wahrgenommen wie sehr mich das mitgenommen hat.

Auch gebe ich dir nicht ganz Recht,dass ich nicht wirklich weiter bin.Sicher, gedanklich häng ich momentan irgendwie wieder drin,aber ich geh ganz anders damit um und kann mir bewußt machen,dass mein Hirn gerade wieder spinnt und die Sucht wohl wirklich nie verschwindet wird (eine Tatsache,die ich immer belächelt habe,als mir das mein Psychiater am Anfang des Entzugs sagte Confused )

Zu meinem Rückfall.Nein es hat mir definitiv nicht gebracht was ich wollte.Klar für nen minimalen Moment konnte ich mir diese Scheinwelt aus Spaß mit nem alten Kumpel von früher und schwelgen in alten Erinnerungen selbst vorgaukeln.Aber noch währenddessen hätte ich mich selber klatschen können und das schlechte Gewissen hat mich fast umgebracht. Vom nicht schlafen können und dem nächsten Tag fang ich gar nicht erst an.Kurz gesagt, bringen tut es mir nichts.

Deine Anregung meinen Therapeuten zu kontaktieren find ich nicht schlecht.Den Gedanken hatte ich auch schon.Nur tu ich mich damit immer irgendwie schwer. Und ne Frage,geht das denn so einfach?bin ja seit 2 Jahren gar nicht mehr da gewesen.

Also,auf jedenfall Danke für deine Anmerkungen und Anregungen Smile
Muss sagen,alleine die Tatsache,dass ich das hier nur schreibe und mich mit anderen austauschen kann tut gerade gut und hilft schon.

Liebe Grüße
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 6. Jan 2012 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, musste gerade daran denken, dass auch ich noch ein, zwei Rückfälle hatte, nachdem ich aufgehört hatte, mir Kokain zu spritzen. Diese beiden Rückfälle haben mir gezeigt, dass ich endgültig fertig bin mit dem ganzen Mist und es mir auch keinen Spaß mehr macht.

Daher habe ich das auch entspannt gesehen - ich brauchte ja keine Angst zu haben, erneut in alte Gewohnheiten zu verfallen. Ich fands Mist und das hat mich nur bestätigt.

Solange das bei Dir auch so ist, würde ich mir keinen allzu großen "Kopf" machen.

Vielleicht verschwindet die Sucht nicht vollständig, aber ich würde mich nach nunmehr fast 15 Jahren nicht mehr als gefährdet einstufen. Selbst wenn vor meiner Nase ein Kilo Koks vom LKW fallen würde - ich würde es nicht konsumieren. (Aber was würde ich dann damit machen? Gute Frage ... Confused )
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Tja was machen mit nem Kilo Confused mittlerweile wüßte ich das auch nicht mehr...aber Spaß bei Seite.Ich werde versuchen das ganze mal "sportlich" zusehen.Und evtl. wenn es gedanklich nicht besser wird doch versuchen nochmal meinen damaligen Therapeuten zu kontaktieren
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. Jan 2012 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ... ich würde halt versuchen, das für mich zu analysieren. Bilanz ziehen. Fragen: Will ich das weiterhin, oder will ich mein neues, anderes, besseres Leben? Die Antwort dürfte eindeutig ausfallen. REDEN bzw. Schreiben kann aber tatsächlich helfen. Hatte damals eine Freundin, der ich wochen- und monatelang die Ohren vollgeheult habe mit meinem "Suchtdruck". Sie hat sichs angehört und mir ging es besser. Das hat mir den Therapeuten gespart.
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2012 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm...ja die Frage stellt sich ja auch absolut nicht.Mein Leben jetzt natürlich und ich will es auf keinen Fall verlieren.Nur mein Kopf meint mir immer zu sagen,dass ich mega Spaß hätte wenn ich Drogen nehme und es brauche.Ist eben Sucht schätz ich mal. Für diese Gedanken kann ich ja nunmal nichts,egal ob mir mein Leben so wie es jetzt ist wichtiger ist oder nicht.
Am Wochenende bin ich ganz gut klar gekommen,hab weniger dran gedacht.
Werde versuchen mich die nächsten Wochen erstmal auf die Uni zu konzentrieren.Mitte Februar stehen die ganzen Klausuren an.Mal gucken wie es mir so ergeht.
Werde auf jedenfall hier weiter berichten und gegebenfalls nochmal jammern Rolling Eyes

Schönes Restwochenende noch!
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MissElly
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2012 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Der Drang etwas zu nehmen verschwindet nie wirklich. Man kann ihn nur irgendwann überwinden und selber entscheiden. Das Gefühl aber bleibt!

Das habe ich mal in mein Tagebuch geschrieben und beschreibt ziemlich genau wie ich das empfinde.
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