Immer wieder Drogen - na und?

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misterx
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2010
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 13:19    Titel: Immer wieder Drogen - na und? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin 19 Jahre alt (bald 20). Ich habe bereits eine einschlägige Drogenkarriere hinter mir. Angefangen hat alles mit 14/15, wo ich mich die ersten Male mit Freunden betrunken habe, gesteigert hat sich der Alkoholkonsum in den letzten Jahren eigentlich immer.

Als ich 16 war, kam das Kiffen hinzu. Habe zum Teil monatelang täglich gekifft, parallel dazu auch öfters einiges an Alkohol getrunken. Seitdem ich 17 bin, kamen immer wieder weitere Drogenerfahrungen dazu, z.b. Speed (sehr oft), XTC, pures MDMA, (bestimmt schon ein Dutzend Trips, so genau weiß ich es aber auch nicht mehr), LSD (paar mal), verschiedene Pilze (paar mal), hawaianische Holzrosensamen (einmalig, Wirkstoff LSA), Kokain (einmal, danach nie wieder angerührt) .. als wäre das nicht genug, natürlich auch verschiedene Kombinationen der genannten Drogen ausprobiert.

Ich hatte schon als kleiner Junge psychische Probleme, nicht schwerwiegend, aber depressiv war ich auf jeden Fall. Einen Grund dafür kann ich nicht nennen, hatte eine behütete Kindheit und ein gutes Elternhaus. Diese Probleme haben sich bis ich 18 war immer weiter gesteigert. Ich flüchtete mich in Drogen, um kurzfristig aus diesem tiefen Loch rauszukommen, was auch -mal mehr, mal weniger- gut funktioniert hat.

Zur Zeit geht es mir ganz gut. Ich habe einen sehr guten Job (allerdings auch einige Schulden, die ich gerade abbezahle. Diese kamen aber nicht durch Drogenkonsum zustande. Evt. auch ein Faktor, der meiner Psyche immer noch zusetzt, aber insg komme ich im Moment gut klar)

Ich habe bei meinen ganzen Ausflügen in andere Welten interessante Sachen erlebt und sehe das komplette Leben aus einem anderen Blickwinkel.

Was meine Intention für diesen Thread war .. es einfach mal zu erzählen. Und Euch zu fragen - ist es denn wirklich so schlimm, psychoaktive Substanzen zu konsumieren, mal zu kiffen,.. what ever - solange man klarkommt, man nicht zu einem Wrack wird, eine Arbeit hat etc.?

Andere Leute die ich kenne, haben am Tag danach oftmals ein "schlechtes Gewissen", machen sich Vorwürfe und nehmen sich vor, eine Pause einzulegen (aus der dann bei denen oft aber nichts wird).

Ich hingegen sage hier ganz offen: Ich konsumiere gerne Drogen. Ich möchte sie nicht missen (keine bestimmte Droge - eine Abhängigkeit kann ich bei mir definitiv nicht feststellen, außer das Alkoholproblem, was ich mir aber auch selbst eingestehe) - ist diese Einstellung so verwerflich?
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JuleXXX
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Nöööö, verwerflich ist diese Einstellung nicht, aber naiv!
Als ich in deinem Alter war, habe ich uch "liebend gerne"Pep gezogen, Pillen (XTC) geschmissen, gefeiert, was getrunken, gekifft...
...es war mein Hobby, und ich lebte genau in solch einer Selbsttäuschung wie du JETZT!


Ja, du lebst -meiner Interpretation deiner Zeilen nach- in einer Traumwelt. Du denkst echt, dass dir die Drogen nicht schaden, und dass du alles (ausgenommen dein Alkoholproblem) im Griff hast, oder?

Ich denke, ich bin mir sicher, dass du dich irrst!

Mach doch einfach mal ein kleines Experiment:Nimm dir mal vor ab Morgen oder Übermorgen 3 Monate auf Drogen zu verzichten!

Dir wird das mit Sicherheit nicht leicht fallen, und nach ein paar Tagen/Wochen, wenn dir ein Kumpel was anbietet,dir lauter angebich gute Gründe vorlüge, warum du dieses Experiment abbrechen willst!

Alles Gute!

Jule
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ist es denn wirklich so schlimm, psychoaktive Substanzen zu konsumieren, mal zu kiffen,.. what ever - solange man klarkommt, man nicht zu einem Wrack wird, eine Arbeit hat etc.?

Prinzipiell richtig, lange habe auch ich diese Einstellung gehabt. Deine Theorie hat jedoch einen Haken. Mal angenommen, Du hast Arbeit, funktionierst in der Gesellschaft etc. und nimmst Drogen. Schön. Doch eines Tages stehst Du auf, machst Dich zurecht, verlässt das Haus - und plötzlich hast Du eine Panikattacke, kriegst keine Luft, Dir ist schwindelig, Du klappst auf der Straße zusammen und Passanten rufen einen Krankenwagen. Nach zwei Tagen in der Klinik wirst Du als gesund entlassen, Du gehst nach Hause. Dir fällt ein, dass Du nichts zu essen hast, also gehst Du einkaufen. Im Laden dann wieder ... Dir wird übel, Du kannst nicht mehr richtig sehen, schon gar nicht mit Menschen in Kontakt treten.

Du bist krankgeschrieben, eine Woche oder auch zwei. Doch zur Arbeit gehen kannst Du danach nicht. Es schnürt Dir den Hals zu, Du schwitzt, Dein Herz rast. Du hast Todesangst. Also wieder nach Hause. Ein paar Wochen später hast Du keine Arbeit mehr. Aufs Amt gehen kannst Du aber auch nicht, dazu fehlt Dir die Kraft.

So.

WANN ist Deiner Meinung nach also der richtige Zeitpunkt, mit den Drogen aufzuhören? Solche Zustände kommen plötzlich und wenn Du erst dann aufhörst, wenn nichts mehr geht, war der Zeitpunkt zu spät gewählt.
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misterx
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2010
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

"Nimm dir mal vor ab Morgen oder Übermorgen 3 Monate auf Drogen zu verzichten!"

Dieses "Experiment" habe ich bereits erfolgreich durchgeführt, jedoch habe ich es mir nicht wirklich vorgenommen. Hätte ich evt. noch dazuschreiben können. Habe letztes Jahr knapp 5 Monate 600km von meiner ursprünglichen Heimat gelebt, d.h. - komplett anderes Umfeld. In diesen 5 Monaten habe ich 2 Joints mitgeraucht (im Gegensatz zu "normalen" Umständen gar nichts und 1 mal Pilze gegessen. Das ist zwar nicht nichts .. aber ich hatte auch kein Verlangen danach, waren alles eher zufällige Situationen nach einer durchgefeierten Nacht.

Deswegen denke ich ja auch, dass ich keine wirkliche Abhängigkeit für eine bestimmte Substanz entwickelt habe (Tabak mal ausgeschlossen)

Ich denke nicht, dass mir Drogen nicht schaden, dafür bin ich -das soll jetzt nicht überheblich klingen- zu klug. Ich weiß, dass es Risiken gibt. Ich habe mich auch, bevor ich eine neue Droge ausprobiert habe, im Vorfeld darüber informiert, WAS genau ich da konsumiere. Wie es wirkt, wie man es dosieren sollte, etc etc. Ich würde nie etwas nehmen, von dem ich keine Ahnung habe.

Traumwelt - auf gar keinen Fall, höchstens am Wochenende für ein paar Stunden, wenn dann mal wieder was geplant ist Wink Ansonsten finde ich mich in der realen Welt super zurecht.

@veilchenfee - klingt natürlich nicht so toll. Aber, was sollte Deiner Meinung nach der Auslöser für eine solche Situation sein? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es einem psychisch soliden Menschen widerfährt?

Ich bedanke mich bei Euch sehr für Eure Antworten Smile
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Sorgenkind
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Misterx,

Ich war 17 als ich mit den Partydrogen wie Speed,XTC,Kokain,MDMA Kristalle,Pilze,LSD... anfing. Ich war an den Wochenenden immer unterwegs und habe viel Spaß mit Drogen gehabt. Zu der Zeit habe ich auch meine Lehre gemacht und bin sogar manchmal Samstags noch drauf zur Arbeit gegangen.
Meine Lehre habe ich als Bestprüfling mit 1,6 bestanden (Bei beiden Prüfungen auf Pep ! da ich mir sicher war damit schneller und konzentrierter zu sein).

Nun gut... ab meinem 23 Lebensjahr fing es an das ich fast Täglich konsumiert habe. Da ich nur positive Erfahrungen mit der Kontaktfreude und vor allem der optimistischen Stimmung gemacht habe,habe ich auch auf der Arbeit ein hoch erlebt. Ich habe Verkaufszahlen gehabt die selbst mein Chef nicht vorweisen konnte und war auch immer sehr beliebt bei den Kunden. Ich war schnell und zuverlässig.

mit 25 wurden die beiden Läden unseres Chef´s zusammen gelegt und ich hatte seine ätzende Ex-Frau mit im Laden. Wir kamen nicht gut miteinander aus. Und sie tat was sie nur konnte um mir mein Leben schwer zu machen. Falsche unschaffbare Termine eintragen und so...

Ich habe dann angefangen mehr zu konsumieren um irgendwie zu schaffen was unmöglich war.

Dann kam nach 6 Jahren Beziehung eine unschöne Trennung. Ich hatte massive Ess und Schlafstörungen. Und habe auch das mit noch mehr Konsum versucht irgendwie zu kaschieren.
Als ich dann 2 mal verschlafen hatte und dann auch noch mit besagter Cheffin aneinander gerasselt bin, konnte ich nicht mehr.
Ich war 28.Der Tageskonsum betrug 2g Pep und 2g Grass. Und mein Nervenkostüm war mehr als angekratzt.

Mein Arbeitsverhältniss endete vor Gericht und ich wurde nach eigenständiger Entgiftung in der Psychatrie behandelt und danach in eine Suchttherapie gesteckt.

Heute bin ich 30 und muss neu anfangen.



Die Zeit läuft und du solltest nicht so überheblich sein und meinen das DICH ein Schicksalsschlag nicht aus der Bahn werfen kann.

Ich denke viele der Lebensläufe hier sind ähnlich wie meiner.

Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Lebenslauf.

Das Sorgenkind
Arrow
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misterx
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2010
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Lauf der Dinge bei Dir tut mir Leid.

Ich versuche Arbeit/Drogen konsequent zu trennen. Ich nehme/brauche Drogen auch nicht, um Leistungen, egal in welcher Hinsicht, zu steigern. Drauf war ich in der Arbeit auch noch nicht, da ich den Konsum (außer evt. mal von Gras) immer aufs Wochenende lege.

Du kommst aus Bad Salzuflen? Oder wofür steht das "B.S. NRW"?

Wünsche Dir für Dein weiteres Leben viel Erfolg und alles Gute
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Sorgenkind
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing möglicherweise komme ich aus Bad Salzuflen ^^

sach nicht du kennst das ?


Nun ja...

Was ich eigendlich nur damit sagen will
Arrow unterschätz keine Drogen
Arrow werd nicht übermütig

Das sind meine Tips für ein gesundes Leben Twisted Evil
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misterx
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 07.04.2010
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Deine Tipps. Das Forum hier ist echt top, auch wenn ich bis jetzt eher als stiller Mitleser aktiv war.

P.S.: Möglicherweise "kenne" ich BS Wink
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 16. Jan 2012 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
@veilchenfee - klingt natürlich nicht so toll. Aber, was sollte Deiner Meinung nach der Auslöser für eine solche Situation sein? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es einem psychisch soliden Menschen widerfährt?


Der Auslöser? Bei mir war es ein an sich harmloser Zahnarztbesuch, bei dem eine örtliche Betäubung anscheinend in ein Blutgefäß injiziert wurde, anstatt ins Gewebe. Ursache? Bin ich mir nicht sicher. Doch nach diesem Tag war plötzlich alles anders und ich habe das Kiffen nur noch ganz schlecht vertragen. Bekam Panikattacken, was mir zuvor absurd vorgekommen wäre. Habe mich auch jahrelang für unzerstörbar gehalten und dann ist es doch passiert. Gottseidank BIN ich trotz alledem ein psychisch solider Mensch, daher habe ich meine Arbeit noch und niemand musste einen Krankenwagen rufen, weil ich diese Zustände einigermaßen handhaben konnte. Angenehm war und ist es aber nicht, das kannst Du mir glauben.
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GutiLovely
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 18.09.2011
Beiträge: 145

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2012 06:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was ich eigendlich nur damit sagen will
unterschätz keine Drogen
werd nicht übermütig


Und vorallem nehme die richtigen Drogen, ein bißchen Gras, ein bisschen Bier alles andere schenk ich mir... Wink

Hände weg von den harten, pulvrigen Sachen, die werden auf Dauer keine guten Auswirkungen haben. Auch Halluzinugene halte ich persönlich für gefährlich; Die Gefahr des "Hängenbleibens" besteht nahezu immer.

Aber wenn man sich an obigen Spruch hält ist man mehr oder weniger gut aufgehoben.
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JuleXXX
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2012 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

GutiLovely hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Was ich eigendlich nur damit sagen will
unterschätz keine Drogen
werd nicht übermütig


Und vorallem nehme die richtigen Drogen, ein bißchen Gras, ein bisschen Bier alles andere schenk ich mir... Wink

Hände weg von den harten, pulvrigen Sachen, die werden auf Dauer keine guten Auswirkungen haben. Auch Halluzinugene halte ich persönlich für gefährlich; Die Gefahr des "Hängenbleibens" besteht nahezu immer.

Aber wenn man sich an obigen Spruch hält ist man mehr oder weniger gut aufgehoben.


Da widersprichst du dir aber, und das gewaltig!
Du sagst, er soll Gras rauchen, aber keine Halluzinogene nehmen... HÄÄ? Du weißt aber schon, dass Gras eine halluzinogene Droge ist, oder?

Naja, soviel dazu! Anderes thema: ich find`s scheisse, wenn du Gras und Alkohol (Bier) verharmlost, es gibt keine richtigen Drogen!

der user schreibt doch, dass er ein Alkoholproblem hat, und du sagst ihm, dass er weiter kiffen soll? Oh Man, denk doch bitte bitte bitte mal vorher nch! Schon mal was von leberzerrose oder Korsakov-Syndrom gehört? Anscheinend nicht!
Und Gras ist ja wohl alles andere als harmlos. Es ist allgemein bekannt, dass dauerhafter Graskonsum zu Psychosen führen kann, und der o.g. User hat eh schon psychische Probleme!

Gaaaaanz toller Tipp!
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Rina
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2012 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Also ehrlich, konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen als ich deinen Beitrag gelesen hab.
Genau wie Dir, ging es uns allen Süchtigen hier wohl auch in dem Alter. Klar macht das Spaß, aber leider geht da auf Dauer selten gut.

Echt süß irgendwie, wie naiv Du bist und glaub mir klug zu sein, hilft einem da auch nicht weiter.

Ich hab mir auch immer gerne "bewiesen", dass ich nicht süchtig bin und hab immer mal wieder einen oder mehrere Monate Pause gemacht, war aber nichts als selbstverarsche und wenn, dann macht das doch nur Sinn, wenn Du in Deinem üblichen Umfeld bist. Schick nen Süchtigen in die Karibik, lass ihn da entziehen und meist wird es klappen, aber zurück im Alltag bleibt einem davon nichts, als ne nette Erinnerung.

Wie die Leute es mir in deinem Alter schon immer gesagt haben (und ich habs nicht geglaubt) warte mal noch 5 oder 10 Jahre, dann wirst Du schon sehen das Du falsch lagst, und sie hatten Recht.

Kannst Dich ja mal bei google infomieren, Abhängigkeiten treten überproportional häufig bei unter- oder überdurchschnittlich Intelligenten Menschen auf.

Du wirst Deinen Weg gehen und vermutich wie die meisten nicht zu überzeugen sein, dass Du ein Problem hast, aber ich wünsch Dir, dass Du nie die Kontrolle über Dein Leben verlierst, denk vielleicht mal drüber nach, was hier alles so geschrieben wurde.

Ich habe auch mit 14/15 meine Drogenkarriere gestartet und es ging recht lange gut, erst mit 25 fing es an ein Problem zu werden und auch da wollte ich es nicht einsehen, leider kommt die Einsicht oft erst, wenn es zu spät ist und man ganz unten ist.

Alles Gute
Rina
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Tollkirsche
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 15.05.2011
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin auch überdurschnittlich intelligent (wobei ich mir schon einige Gehirnzellen weggeknallt habe) und komme wohl hauptsächlich deswegen nicht mit dem Leben klar. Zuviele Fragen, die man sich stelt, zuviele Sachen, die man in Frage stellt.

Bei mir fing es ähnlich an wie bei Dir, allerdings etwas später. Die ersten Drogen mit 17, erst Hasch, dann Valoron, dann LSD, dann Pilze. Alles im Griff. Dann kam Kokain (Crack gab es damals noch nicht) und Heroin mit ca 20 Jahren. Auch das hatte ich über ca. 7 Jahre im Griff. (geschätzt)
Dann bin ich in eine ziemlich üble Situation gekommen, mir ging es psychisch schlecht und parallel hatte ich eine supergünstige H-Quelle (war damals im Ausland). Dann ist das passiert, womit ich nie gerechnet hätte, ich bin nach ingsgesamt 17 Jahren Drogenerfahrungen drauf gekommen.
Dadurch, dass ich recht sauberes Zeug genommen habe und dann recht schnell ins Methadon-Proramm gewechselt bin, sieht man mir das zum Glück nicht an.

Aber glaube mir, niemand ist davor gefeit und wenn Du ein paar abschreckende Beispiele sehen möchtest, mache mal einen Spaziergang am Frankfurter Hauptbahnhof. Die hatten das auch alle erst alles im Griff...
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JuleXXX
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Tollkirsche hat Folgendes geschrieben:

Aber glaube mir, niemand ist davor gefeit und wenn Du ein paar abschreckende Beispiele sehen möchtest, mache mal einen Spaziergang am Frankfurter Hauptbahnhof. Die hatten das auch alle erst alles im Griff...


Wat habt ihr alle mit dem Frankfurter Hauptbahnhof? Ich bin 3-4mal die Woche in Frankfurt (am HBF) weil ich von dort aus immer nach Hause fahre, und deshalb muss ich immer 1,2 Stunden dort verweilen. Ich finde es echt nicht schlimm dort.
Mein Freund -der dort 3,4 Jahre gewohnt hat, schiebt auch jedes Mal Panik!
Er ruft mich echt jedes mal an und sagt "Bitte denk daran, bleib im Bahnhof, geh nicht raus, red mit keinem bla bla bla!" Süß aber nervig! Naja, ich habe in der ganzen Zeit vielleicht 3,4,5 Leute gesehen,mit kleinen Puppis und verrafft!
Whatever...

Ich würde ja mal das Cafè Fix besuchen gehen, an der Stelle des users!

LG
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nightmare
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 05.01.2012
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Zitat:
ist es denn wirklich so schlimm, psychoaktive Substanzen zu konsumieren, mal zu kiffen,.. what ever - solange man klarkommt, man nicht zu einem Wrack wird, eine Arbeit hat etc.?

Prinzipiell richtig, lange habe auch ich diese Einstellung gehabt. Deine Theorie hat jedoch einen Haken. Mal angenommen, Du hast Arbeit, funktionierst in der Gesellschaft etc. und nimmst Drogen. Schön. Doch eines Tages stehst Du auf, machst Dich zurecht, verlässt das Haus - und plötzlich hast Du eine Panikattacke, kriegst keine Luft, Dir ist schwindelig, Du klappst auf der Straße zusammen und Passanten rufen einen Krankenwagen. Nach zwei Tagen in der Klinik wirst Du als gesund entlassen, Du gehst nach Hause. Dir fällt ein, dass Du nichts zu essen hast, also gehst Du einkaufen. Im Laden dann wieder ... Dir wird übel, Du kannst nicht mehr richtig sehen, schon gar nicht mit Menschen in Kontakt treten.

Du bist krankgeschrieben, eine Woche oder auch zwei. Doch zur Arbeit gehen kannst Du danach nicht. Es schnürt Dir den Hals zu, Du schwitzt, Dein Herz rast. Du hast Todesangst. Also wieder nach Hause. Ein paar Wochen später hast Du keine Arbeit mehr. Aufs Amt gehen kannst Du aber auch nicht, dazu fehlt Dir die Kraft.

So.

WANN ist Deiner Meinung nach also der richtige Zeitpunkt, mit den Drogen aufzuhören? Solche Zustände kommen plötzlich und wenn Du erst dann aufhörst, wenn nichts mehr geht, war der Zeitpunkt zu spät gewählt.







meiner meinung nach sagt der beitrag hier schon alles aus.
Du flüchtest mit drogen aus den vielleicht unerträglichen erlebnissen/ereginissen. Genau mit solchen Sachen passiert es.

Willst du das wirklich mit den z.b. panikattacken? du kannst denken das kann doch nie passieren und plötzlich ist es unaufhaltsam da.

überleg dir das mal.. ist es wirklich so schlimm die erlebnisse aufzuarbeiten und ins auge zu schauen?
ist es so schlimm in drogen zu flüchten? die werden, auch wenn es momentan gut läuft alles schlimmer machen.
Ich habe ien einziges mal in meinem leben pep konsumiert und war in keiner guten stabilen lage und mir hats was im kopf zerhauen ich werd nie wieder nromal. ich hab auch gedacht hey was solls kann ja mal beim einmaligen konsum nichts passieren.


Veilchenfee hat eig schon alles gesagt!
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