Depressionen, Angst alles zu verlieren, was tun?

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Rina
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2012 22:18    Titel: Depressionen, Angst alles zu verlieren, was tun? Antworten mit Zitat

Hallo,

hoffe, dass hier jemand vielleicht einen Tipp für mich hat.

Im August habe ich trotz meines Alter (34) die Chance bekommen eine Ausbildung zu machen. Davor hab ich mich schon Jahrelang mit Depressionen, Ängsten und meiner Drogenabhängigkeit rumgeschlagen und mich von Ärzten mit Antidepressiva, Neuroleptika und sonstigem Kram vollstopfen lassen. Mir wurde immer gesagt, dass ich zum Arbeiten nicht stabil genug wäre, aber ohne eine sinnvolle Aufgabe ist es mir schwer gefallen überhaupt einen Sinn im Leben zu finden.

Hab dann vor ca. 2 Jahren alle Medis (bis auf Suboxone) abgesetzt und auch langsam wieder Spaß am Leben gehabt. Wegen der Substitution hat die Arge sich geweigert mir eine Umschulung zu finanzieren, so hab ich es auf dem üblichen Weg versucht.

Eigentlich lief alles gut, die Arbeit war zwar langweilig, wir sollten erstmal alle Abteilungen durchlaufen und meist hieß das, dass man sich irgendwie selbst beschäftigen mußte. Da hat mich fast wahnsinnig gemacht, die Zeit zog sich wie Kaugummi und ich hab nur durchgehalten, weil ich mir immer wieder vor Augen gehalten habe, dass sich das im April ja ändern wird. Schon der Gedanke daran, wieder dahin zu gehen macht mich fertig. Dazu kommt noch die Angst mich für die Tage rechtfertigen zu müssen, die ich krankgeschrieben war.

Aber es wurde immer schwerer mich aufzuraffen, ich bin kaum noch mit Freunden weggegangen, hab das Telefon leise gestellt und versucht die Zeit einfach irgendwie rumzukriegen.

Dann kamen noch Schlafstörungen dazu und inzwischen hab ich das Gefühl, dass das alles keinen Sinn hat und Angst, dass alles wieder von vorne anfängt (bin damals draufgekommen, weil es gegen die Depressionen geholfen hat).

Ich weiß einfach nicht weiter, hab Selbstmordgedanken und bin momentan krankgeschrieben. Meine Hausärztin (meine ex Psychiaterin hat erst in 6 Wochen einen Termin frei und mein Arbeitgeber würde ja auf der AU auch sehen, dass ich Psychische Probleme hab) hat mir Citalopram verschrieben, aber ich weiß noch gut genug, dass es mir mit ADs auch nie wirklich gut ging, klar, es ist nicht mehr alles so aussichtslos, aber Spaß und Freude kann man auch nicht empfinden, eher ist einem alles scheissegal. Dann kommt noch dazu, dass ich von den meisten (leider immer von denen die einigermaßen wirkten) sehr stark zugenommen habe und dann erst recht nicht mehr vor die Tür gehen wollte.

Hatte meine Ärztin gefragt, ob sie mir nicht ein Präparat mit 5 htp verschreiben könne, hab ihr auch die Markennamen gesagt, aber sie meinte, das würde sie im Computer nicht finden. Hat damit jemand Erfahrungen?

In einer ähnlichen Situation bin ich auf Drängen meiner Mutter mal freiwillig in die Psychiatrie gegangen, aber das war der total Horror, man wird nur aufbewahrt, es gibt keine Psychotherapie, nur einmal die Woche ein Gespräch mit dem Arzt und Medis ohne Ende.

Hab auch einige Psychotherapeute angerufen, aber Süchtige wollen die eh nicht und die Wartezeiten betragen mind. 6 Monate, meist aber 1 Jahr.

Ich hab Angst mir meine letzte berufliche Chance zu verbauen und muss irgendeine Lösung finden.

Kann ich meinen Ausbildungsplatz eigentlich verlieren, wenn ich länger arbeitsunfähig bin (bin nicht mehr in der Probezeit) und was passiert wohl, wenn sie rausfinden, dass ich psychische Probleme habe? Beim Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich gesund wäre und da das damals ja auch zutraf (von der Substitution mal abgesehen) habe ich ja nicht gelogen, habe auch gesagt, dass ich Probleme mit der Schilddrüse habe.

Ich bin mit meinem Latein echt am Ende und wenn ich auch noch die Ausbildung verliere, weiß ich echt nicht mehr weiter, bin für jeden Tipp dankbar.

Auch würden mich eure Erfahrungen mit Antidepressiva interessieren

Viele Grüße

Rina
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 17. Jan 2012 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Was Antidepressiva betrifft, kenne ich nur Fluxetin. Das hat mir vor Jahren mal sehr geholfen. Hast Du das schonmal probiert? Dass Du bei Deiner Arbeit nicht gefordert bist, ist natürlich übel. Glaubst Du, dass das der richtige Job für Dich ist?
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Rina
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veilchenfee,

ich hab echt den Überblick über die Antidepressiva im Laufe der Jahre verloren, ich glaub ich hab das mal genommen, bin mir aber sicher das ich das nicht lange genommen habe.

Hattest Du nicht das Gefühl, dass es Dir sowohl die Höhen, als auch die Tiefen im Leben nimmt? Und wie war das bei Dir mit Nebenwirkungen und Gewichtszunahme?

Ich ringe noch mit mir das Citalopram auszuprobieren, ist halt blöd, dass die Wirkung immer erst nach 3-4 Wochen eintritt.

Gibt irgendwie nichts, dass einem sofort weiterhilft, gerade wenn die Depression akut ist scheint einem das wie eine Ewigkeit.

Was die Arbeit angeht, da es eine Ausbidung ist, ist es wohl üblich erstmal den Betrieb kennenzulernen, das dauert so ca 7-8 Monate, erst dann geht es richtig los, leider sind die jeweils Verantwortlichen oft zu beschäftigt um sich auch noch mit den Azubis zu beschäftigen. Vielleicht sollte ich das mal ansprechen.
Ich mache eine Ausbildung zur Fachinformatikerin-Anwendungsentwicklung, da kann ich zwar auch alleine meine Programmierkenntnisse erweitern, aber wenn man niemanden hat, den man bei Problemen mal fragen kann ist das auch nicht ideal.
Ich bin leider auch ein Mensch, dem es schwer fällt einzusehen, warum ich da jeden Tag 8 1/2 Stunden absitze, wenn ich doch so viel interessantere Sachen in der Zeit machen könnte. Es fällt mir dann echt schwer diese Gedanken loszuwerden, da beneide ich Menschen, die sowas einfach aussitzen können. Zu Hause langweile ich mich eigentlich nie, daher ist das für mich wohl so unerträglich das auszuhalten und irgendwann macht es auch absolut keinen Spaß mehr im Internet rumzusurfen.

Ist schon soweit, dass ich mich echt auf die Berufsschule freue, da geht die Zeit schnell rum, nur Schade, dass es schwer ist mit lauter 18-jährigen Jungen (außer mir, gibts noch ein junges Mädchen) Gemeinsamkeiten zu finden.

Immerhin gehts mir abends meist besser, blöd nur, dass sich viele Sachen so spät nicht mehr regeln lassen.

LG

Rina
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BlancheNeige
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Anmeldungsdatum: 22.10.2011
Beiträge: 694

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 03:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rina,

das klingt wirklich ziemlich mies. Ich kenne sowas auch. Zwar "nur" von Nebenjobs aber da hat es mir immer geholfen, wenn ich mir sozusagen eine Deadline gesetzt habe, z.B die nächsten drei Wochen schaffe ich noch und wenn die um waren dann wieder von vorne, die nächsten zwei schaffe ich auch noch. Aber ich weiß auch, wenn einmal nichts mehr geht und es einem so schlecht geht und der Job demotivierend ist dann hilft sowas auch nicht mehr.
Viell. hat Veilchenfee ja recht und das ist einfach nicht das Rchtige für dich. Und wenn du mit 34 einmal eine Ausbildung findest- warum dann nicht nochmal?
Das hättest du vorher auch nicht für möglich gehlaten, denk ich mal.
Wg. dem 5 HTP: das habe bzw. hatte ich nicht aber ich habe mir mal L-Tryptophan in der Apo geholt, soll auch serotoninfreisetzend wirken. Das aber erst nach einiger Zeit..

LG und viel Kraft!
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Rina
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 05:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo BlancheNeige,
ich wußte gar nicht, dass es das freiverkäuflich in der Apotheke gibt.
Hat es dann nach einiger Zeit dann gewirkt? Und weißt du noch ungefähr
wie teuer das ist?

Viele Grüße

Rina
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Yolande
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rina,

wenn du Probleme mit der Schilddrüse hast, kann das sehr gut Schuld an den Depressionen sein, unter denen du leidest. Bist du ordentlich eingestellt was die Schilddrüse betrifft? Ich würde dir raten, diesbezüglich mal einen Spezialisten aufzusuchen, denn oftmals ist es gerade bei depressiven Patienten so, dass biochemisch etwas im Körper nicht optimal funktioniert. Leider gehen viele schulmedizinisch orientierte Ärzte nicht darauf ein, weil immer noch der Irrglaube besteht, dass eine Depression zwingend auf ein psychisches Problem hinweist. Stattdessen gehen alternative Mediziner, aber auch Spezialisten, davon aus, dass gerade Depressionen oft die Folge von falscher Ernährung sein kann oder eben von einer Störung derjenigen Organe ausgeht, die für die Hormonproduktion zuständig sind. Dazu gehört nunmal auch die Schilddrüse. Ansonsten könntest du es auch mit Bachblüten oder stark dosiertem Johanniskraut versuchen. Ich hab beruflich oft die Erfahrung gemacht, dass sich depressive Zustände schnell verändern, wenn man bestimmte Nahrungsmittel weglässt, andere dafür mehr ist etc. Das hängt natürlich auch vom Typ ab. Ein Gang zum Heilpraktiker wäre da vielleicht auch sinnvoll. Ich schreibe dir das deshalb, weil ich der Meinung bin, dass man oft zu schnell versucht, die Seele zu heilen und ihr für alles die Schuld gibt. Oftmals ist es das aber nicht und die Betroffenen verlängern nur sinnlos ihren Leidensweg
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Yolande
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Um deine Ausbildung brauchst du dir meines Erachtens keine Sorgen zu machen. Die momentane Arbeitsunfähigkeit ist kein Grund, dich zu entlassen.

Und was das Schlafproblem angeht. AUch hier würde ich dir davon abraten, Medikamente zu nehmen oder es zu dramatisieren. Manchmal ist man einfach nicht müde genug. Vertraue dir und deinem Körper: er wird wissen, wie viel Ruhe er wirklich braucht. Weißt du, ich hab auch ganz oft Schlafprobleme, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Medikament diesbezüglich zu nehmen. Letztens habe ich bei meiner Oma im Schrank Diazepam gefunden. Da ich dieses Medikament nur hier vom Forum als Droge kenne, habe ich natürlich umgehend meine Oma zur Rede gestellt und sie sagte nur: Ach, da kann ich besser schlafen. Ach so, dachte ich und konnte nur mit dem Kopf schütteln. Ich hab dann irgendwann geschaut, was ich ändern könnte, um besser zu schlafen...ich hab dann nur noch morgens Kaffee getrunken, abends keine Schokolade mehr gegessen, bin nicht mehr nach 17:00 Uhr joggen gegangen und auch nun mit dem Rauchen aufgehört, dann gings besser. Nicht jede Nacht, aber eben meistens. Versuch dich nicht so reinzusteigern und wenn die Ängste kommen, dann lenk dich ganz bewusst hab.
Das funktioniert schon.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Rina schrieb:
Zitat:
Hattest Du nicht das Gefühl, dass es Dir sowohl die Höhen, als auch die Tiefen im Leben nimmt? Und wie war das bei Dir mit Nebenwirkungen und Gewichtszunahme?

Nee, überhaupt nicht. Fluctin ist nicht SO ein Antidepressivum! Es hat einfach nur den "schwarzen Vorhang" von mir genommen. Ich konnte befreit durchatmen, kam morgens besser aus dem Bett und konnte den Menschen mit einem Lächeln begegnen. Die Arbeit ging mir leicht von der Hand und ich fühlte mich wohl. Keine Matschbirne, keine Gewichtszunahme. Ich fand es super! Nach ca. 2 Jahren habe ich es dann problemlos langsam ausgeschlichen.
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BlancheNeige
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Anmeldungsdatum: 22.10.2011
Beiträge: 694

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das Von Ratiopharm also war das nicht so truer. Die kleine Packung unter 10 €. Ich habe es irgendwann nicht mehr genommen, Weil ich in eine klinik gegangen bin. Sonst hätte ich es weiter genommen . Es fördert jedenfalls den Schlaf und du kannst es selber hoch dosieren. Versuchen würde ichs allemal. LG
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Rina
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
erstmal vielen Dank für eure Antworten.

@ Yolande:
Der Zusammenhang der Schilddrüse ist mir leider erst seit kurzem bekannt und meine Substitutionsärztin, die ich nicht gerade für qualifiziert halte, glaubt da leider eh nicht an einen Zusammenhang. Muss allerdings auch sagen, dass ich seit meiner Jugend Depressionen habe und ich mich mal ausführlich in einer Universitätsambulanz habe untersuchen lassen. Der Arzt sah ein angeborenes Ungeichgewicht der Chemie in meinem Gehirn als Grund und meinte dann noch, dass ich mich damit abfinden sollte, mein Leben lang Antidepressiva zu nehmen.
Da ich aber auch Zeiten erlebt habe in denen ich nicht Depressiv war, muss ich sagen, dass ich darauf nicht viel gebe, typisch Psychiater halt, der kriegt sicher immer tolle Geschenke von den Arzneimittelfirmen Very Happy. Komischerweise hat er mich trotzdem zu einer Psychotherapie überreden wollen. Hab auch zweimal eine begonnne, die erste war eine tiefenpsychologisch fundierte und hat dazu geführt, dass es mir so scheisse ging, dass ich 130 Phenobarbital genommen hab, ist schon länger her. Die zweite war eine Verhaltestherapie, aber ich hatte nach 1 Jahr nicht das Gefühl, dass mir das was bringt, es fiel mir früher auch sehr schwer über meine Gefühle und Probleme zu reden, vielleicht auch, weil ich so erzogen wurde, dass sowas ein Zeichen von Schwäche ist und man andere nicht mit seinen Problemen zu belästigen hat. Hier im Forum ist das schon echt leichter, bei Freunden habe ich immer noch Angst sie damit zu belästigen und wirklich helfen kann einem da ja eh niemand. Gerade wenn sie selbst nicht betroffen sind und Sprüche wie, reiß dich doch zusammen, denk an die armen Leute in der 3. Welt, da gehts dir doch super, motivieren auch nicht gerade so ein Thema anzusprechen.
Meinen TSH Wert habe ich gerade überprüfen lassen, waren angeblich ok, den Wert wollte die Ärztin mir nicht sagen (ist echt ne doofe Kuh), sie checkt auch immer nur diesen einen Wert, soweit ich weiß ist es eigentlich üblich mehrere Werte zu untersuchen. Die Schilddrüse an sich hat sie auch nie untersucht. Man kennt seinen Körper ja auch, durch meine Verfassung habe ich kaum was gegessen und trotzdem nicht abgenommen, meine Haare fallen aus, die Haut ist trocken, gut Müdigkeit und Antriebslosigkeit können auch andere Gründe haben. Leider hielt meine Ärztin es für überflüssig mir eine Überweisung zum Endokrinologen auszustellen, muss mal warten bis ihre Vertretung Dienst hat, da ich auch gerne wüßte, was der Grund für die Unterfunktion ist. Habe auch oft schmerzhaft geschwollene Hände, was laut meiner Ärztin hormonell bedingt sein könnte, da wäre eine Endokrinologe glaube ich auch der richtige Ansprechpartner.

Der Aspekt mit der Ernährung ist interessant, da sollte ich mich mal informieren. Um zum Heilpraktiker zu gehen fehlt mir als Azubi leider das Geld, ich liege knapp unter dem Hartz 4 Satz, da bleibt wenig Spielraum.
Gegen die Schlafprobleme nehme ich normalerweise auch nichts ein, daran, dass ich nicht müde genug bin liegt es aber sicher nicht. Habe oft Nächte, in denen ich gar nicht schlafe und trotzdem kann ich am nächsten Abend stundenlang nicht einschlafen, immerhin führt Schlafentzug ja zu einer kurzfristigen Stimmungsaufhellung Laughing

@Veilchenfee:
Trotz meiner absoluten Abneigung gegen Medikamente besonders Psychopharmaka (hört sich jetzt absurd an, da ich ja Drogen nehme und auch mal abhängig von Benzos war) habe ich mir heute von meiner Ärztin eine Probepackung Fluoxetin geben lassen und eben die erste Tablette genommen. Ich habe viel recherchiert und bei diesem AD scheinen die Nebenwirkungen nicht allzu stark zu sein. Mal gucken ob es was bringt, glücklich bin ich mit der Entscheidung nicht, aber ich habs einfach nicht mehr ausgehalten, also probier ich es mal aus. Hoffentlich mache ich damit ähnlich gute Erfahrungen wie Du.

@BlancheNeige:
Das wäre echt ne Option, verträgt sich allerdings nicht mit dem Fluoxetin, aber ich werde das sicher irgendwann mal ausprobieren, sowas ist mir wesentlich sympathischer als die üblichen ADsk, allerdings ist das leider auch eine Kostenfrage, da ich so wenig verdiene und chronisch krank bin (dazu zählt z.B. die Substitution) muss ich im Jahr nur ca 45 Euro selber zahlen und werde dann von den Zuzahlungen und der Praxisgebühr befreit. Aber vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit sich das verschreiben zu lassen.

Obwohl ich nur 1 Stunde geschlafen hab gehts mir heute etwas besser, werde gleich wohl mal ein Nickerchen machen, damit ich noch was schaffe. Ablenkung ist ja immer gut und hier ist so einiges liegen geblieben.
Sorry, bin leicht benebelt von der Tablette und teilweise etwas abgeschweift.

Danke für eure Antworten und liebe Grüße

Rina
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Yolande
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

TSH, FT4, FT3, Ferritin...Lass mal diese Werte checken und evtl. die Größe untersuchen!

Geh zu nem anderen Arzt, wenn deine Ärztin nicht darauf reagiert. Es gibt doch mittlerweile genug Ärzte, die sich auch homöopathisch auskennen und Wert auf ne ganzheitliche Medizin legen. Gut, so ein Heilpraktiker kostet natürlich Geld, obwohl es auch nicht ganz so viel ist...ich meine, die Drogen kriegste ja auch nicht umsonst. Ich zahle so ca 15 Euro/ Sitzung und die dauert manchmal 1,5 Stunden, die Erstanamnese kostete so ca. 35 Euro. Das ist natürlich viel Geld für dich, ich weiß. Aber weißt du, wenn ich so einen Leidensdruck hätte diesbezüglich, dann würde ich mir das Geld leihen oder mal in der Schule für Heilpraktiker nachfragen, ob dich ein Azubi behandeln könnte etc. Da gibt es doch Möglichkeiten. Auch Fasten ist mal kurzfristig ne gute Idee, um den Körper und die Seele von möglichem Ballast zu befreien. Wie dem auch sei, ich glaube, dass dir Psychotherapie nichts bringt, weil deine Psyche gar nicht wirklich krank ist. Ich nehme wirklich an, dass deine Stimmungsschwankungen biochemisch, hormonell oder sonst wie körperlich bedingt sind. Und wenn dein Arzt so ein Idiot ist, dann wechsele ihn.
Viel Glück
...was das Essen anbelangt, kurzfristig helfen auf jeden Fall Kohlenhydrate...Nudeln, Linsen, Kartoffeln etc...lass mal Zucker und vielleicht Käse weg. Manchmal ist es aber auch gerade der Verzicht auf Khydrate, die einen wieder glücklicher machen. Das hängt eben vom Typ ab
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Sorgenkind
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Rina,

Ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht. Ich suche auch grade eine neue Ausbildung da ich Angst habe in meinem Beruf wieder zusammenzubrechen.
Ich kann mir einfach nicht mehr vorstellen einfach wieder zurück zu gehen.Da ich auch schon 30 bin sehe ich mich in 4 Jahren ca da wo du jetzt stehst Evil or Very Mad

Auch das Schilddrüsenproblem scheinen wir zu teilen. Bei mir ist genau das selbe Theater. Confused
Ich habe meine Medikamente (Cymbalta,Valdoxan,Seroquel,Promethazin) ca im Mai abgesetzt. Ich wurde Rückfällig mit Ampfe,Mdma,und THC. Und hielt es für Sinnvoller die Medis weg zu lassen.
Den Rückfall hab ich mehr oder weniger überwunden. Soll heißen ich habe vor fast 5 Monaten das letzte mal Chemie konsumiert, Und seit her nur noch gekifft.

Was mich grade in den Wahnsinn treibt sind die Stimmungsschwankungen und das Gefühl nicht richtig zu funktionieren, nicht zu genügen. Schwer zu erklären.
Ich weiß einfach nicht wo ich hin will. Crying or Very sad

Einen Psychotherapieplatz zu finden ist hier echt schwer. Und ich hoffe auf die Hilfe vom Psychologischen Beratungsdienst. Auch bei der Suche nach einem Neuanfang (Beruflicher Art) setze ich viel Hoffnung in die Beratung.

Ich habe heute einen Termin bei meiner Psychaterin. Ich möchte wirklich eine Therapie machen und mit dem Kiffen aufhören. (zumindest das tägliche Kiffen muss ja nicht sein)
Ich bin sehr gespannt was FR.DR... heute sagt. Aber ich denke ich werde mir auch wieder was verschreiben lassen.

Rina auch wenn deine Schilddrüse viele Probleme macht, bin ich doch anderer Meinung als Yolande was die Therapie angeht. Denn ich persönlich glaube das es egal ist ob die Missstimmung in deinem Kopf von einer durcheinandergebrachten Hirnchemie herrührt oder psychischer Natur ist. Wenn sich Gefühle festsetzen sollten sie aufgearbeitet werden. Woher sie kommen ist erstmal egal. Naja... geklärt werden sollte das sicher auch ^^ Aber das sind eben 2 verschiedene Ebenen die beide einer Behandlung bedürfen.

Wie lange bist du jetzt schon Krank geschrieben ? Und wie geht es dir heute ?

lieben Gruß Mona
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Yolande
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt, Sorgenkind, wenn Gefühle sich festgesetzt haben, dann muss das aufgearbeitet werden, auf jeden Fall, da bin ich ganz deiner Meinung. Wenn es aber die durcheinander gebrachte Hirnchemie ist, die für Missstimmung sorgt, dann sind es eben keine festgesetzten Gefühle. Depressive Menschen sind ja oft depressiv, weil die Ausschützung bestimmter Botenstoffe nicht reibungslos funktioniert. Das heißt, man fühlt sich traurig, obwohl es im Grunde gar keinen Grund gibt. Da kann das Leben noch so perfekt sein, man ist traurig, weil die Botenstoffe sich nicht entfalten können...da kann man natürlich in der Kindheit rumstochern und findet immer einen Grund, weswegen man traurig sein könnte. So wie man immer Fehler bei jemanden findet, wenn man nur lang genug sucht. Man kann den Spieß aber auch rumdrehen: Würden die Hirnchemie gut funktionieren, dann wäre man nicht traurig. Faktisch muss man nicht in der Kindheit kramen und Wunden aufreißen, die es gar nicht gäbe, würde man sie nicht suchen.
LG
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Sorgenkind
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing Da hast du sicher recht Yolande ^^
Aber da das nicht der erste Tread von Rina ist, wissen wir ja alle das es nicht "nur" die Hirnchemie ist. Wobei ich auch denke das wenn das mit der Schilddrüse geklärt ist,noch genügend andere ansätze da sind.
Ich sehe es allerdings auch so, das Psychotherapie nur helfen kann wenn man den richtigen Psychologen und die richtige Therapie erwischt.
Und das ist scheinbar 2 mal nach hinten losgegangen Crying or Very sad Was ich sehr schade finde.
Nun denn wie auch immer, ich wünsche dir das sich das schnell klärt was die Hirnchemie angeht. Und noch mehr wünsche ich dir das es dir einfach wieder besser geht !
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Sorgenkind
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 24.03.2011
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Rina,

Also ich war jetzt eben bei meiner Psychaterin und habe ein neues Medikament bekommen. Das Zeug heißt ELONTRIL .Ich habe natürlich sofort gegoogelt und rausgefunden ... Chemisch gehört Bupropion zu den Phenethylaminen, genauer zu deren Untergruppe der Amphetamine. Cool
Ich fange Morgenfrüh an die zu nehmen und werde berichten wie ich damit zurecht komme. Die Spannung steigt ^^

lG vom Sorgenkind
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